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    Zudem hab ich Angst, dass im Falle einer neuen Beziehung, selbstverständlich wieder Treue erwartet wird und ich das einfach nicht einhalten kann,

    Dann geh so eine Beziehung nicht ein. Bevor du das nächste Mal an Beziehung denkst, werde dir erst mal klar, unter welchen Bedingungen du eine Beziehung führen möchtest. Wenn du das weißt, dann such dir einen Partner, der ähnliche Ansichten hat. Sonst wirst du immer wieder an den gleichen Punkt kommen, wenn du dich zu sehr verbiegen musst.

    Ich kann dich verstehen. Wie einige andere schon geschrieben haben, würde ich dir auch anraten das Thema Treue zukünftig am Anfang einer Beziehung zu thematisieren. Klar wirst du damit einige abschrecken aber es erspart dir viel Ärger. Hab das bei meiner letzten Anbandelung auch so gemacht. Dies war zwar dann u.a. ein Grund das es nichts dauerhaftes geworden ist aber mein Gegenüber wusste Bescheid.

    Hallo auch, wenn du mal etwas zu dir gekommen bist und bereit für ne neue Beziehung, leg gleich am Anfang die Karten auf den Tisch.


    Mag sein, dass 8 von 10 Leuten kein Verständnis haben aber so ersparst du beiden einiges.


    Dem Mann die Enttäuschung, Kränkung betrogen worden zu sein und dir das Gefühl "wieder mal alles kaputt gemacht zu haben" und schlecht zu sein.


    Du müsstest natürlich soviel Tolleranz mitbringen um deinem zukünftigen Partner auch ein paar Abenteuer zu gönnen.

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    PS. Ich glaube als Frau ists sogar leichter einen Mann zu finden der Polygamie gut findet als umgekehrt.

    Sowas gilt aber für gewöhnlich für einen selbst, will heißen die Männer die das gut finden, finden das nicht selten in erster Linie für sich selbst gut. Die Partnerin möchte man dann doch lieber für sich. ;-)


    Ausnahmen hiervon gibt es auch, klar, aber ich glaube, Menschen, die das wirklich vollumfänglich für sich und den anderen akzeptieren können, sind recht selten. Kein leichtes Thema.

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    Sowas gilt aber für gewöhnlich für einen selbst, will heißen die Männer die das gut finden, finden das nicht selten in erster Linie für sich selbst gut. Die Partnerin möchte man dann doch lieber für sich. ;-)

    Dazu gibts eine großartige Domian-Folge in der ein Mann versucht zu erklären, wieso es für ihn als Mann vollkommen okay ist und sein sollte mit anderen Frauen zu schlafen, für seine Freundin bzw. Frauen allgemein aber nicht. Da gilt immer das Motto Wasser predigen und selber Wein saufen.


    Ist ähnlich wenn es um 3er geht, da sind viele Männer auch für zu haben, aber natürlich nur wenn die dritte Person eine Frau ist.

    Anders als andere User empfinde ich Deine "Ausbrüche" nicht als polygame Selbstversuche, weil Du nicht anders kannst. Du würdest es viel mehr genießen können, es vom Ego her. Besser aussteuern und in Dir selbst erfüllter sein, wenn es diese Veranlagung in Dir so ausgeprägt geben würde.


    Ich kenne Frauen, bei denen es so ist aus deren Schilderung. Die haben mit sich und ihren Empfindungen keinerlei Probleme. Auch dann nicht, wenn sie an einem Tag mit mehr als einem Mann Sex praktizieren. Die sind mit sich im Reinen, da gibt es kein schlechtes Gewissen, kein inneres Martern, kein "Nein, wie kann ich nur Gefühl". Nein, die freuen sich auf die nächste Sause mit einem Mann, der es auch genießt.


    Dieses seelische Auf und Ab, was Dir das Leben schwer macht, gibt es bei diesen Frauen nicht, egal in welcher Altersstufe unterwegs. Es ist nicht unbedingt ein Zeichen von mehr Erfahrung und Reife, damit gelassener umgehen zu können. Das Lebensgefühl passt dann einfach innen wie außen, zum eigenen Frauentyp.


    Du bist sehr jung und hast Deine innere Identifikation noch nicht gefunden. Wunsch, Gefühl, Lebensvorstellungen leben noch nicht in Einklang mit Deiner inneren Seele.


    Möglich, dass Du jemand bist, der nicht gut mit dem Alleinsein klar kommt. Der jemand neben sich braucht, der schlechte emotionale Phase, Druck von Arbeit, Studium usw. seelisch auffüllt, damit Du Dich gut und stabil fühlst.


    Aber dennoch insgesamt nicht als Partner der Mensch neben Dir sein kann. Möglich, dass Du noch Angst hast Dich richtig einzulassen, weil Du selbst von Dir noch nicht weißt, wer Du bist.


    Das können Phasen sein, die verändern sich, wenn Du in Deinem Leben mehr positiv erreicht hast. Mehr Erdung durch Dich selbst erfährst und dann einem Partner mehr verbindliche Stabilität zurückgeben kannst.


    Ebenso denke ich, dass Du noch nicht Deine eigene Sexualität soweit entdeckt hast, dass Du die Frau in Dir erfüllt ausleben kannst. Das lässt noch viel Neugier in Dir aufkommen, es könnte noch etwas geben. Es Erlebnisse gibt, die Du versäumst oder Erfahrungen, die Du besser ausleben kannst.


    Das alles sind 'nur' Denkansätze, die ich Dir unterbreite. Keine absoluten Wahrheiten, im Sinne von DAS ist so bei Dir. Ich kenne Dich persönlich nicht, nicht Dein Leben im Alltag, nicht Deine Sehnsüchte, nicht Deine Gefühle.


    Aber ich weiß, wie schwankend Gefühle und Wünsche sind, wenn die Persönlichkeit sein 'Ich' noch nicht gefunden hat. Das ist ein Prozess, hadere nicht zu sehr mit Dir. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo und bleibt meist zwischen 20 und 30 auf der Suche, um Erfahrungen zu sammeln, damit diese im Leben späteren Entscheidungen Hilfe geben können.


    Ängstige Dich nicht, nimm es als Erfahrungssuche an und finde raus - WER bin ich und was will ich sein als Frau, Mensch und Persönlichkeit. Das bleibt zeitlebens eine Art Reise, ein Fluss mit ruhigen stillen Abschnitten, manchmal überschäumenden Turbulenzen, wo nichts mehr sicher und stabil ist, einem Hochwasser gleich.


    Lerne zu vertrauen, Dir zu vertrauen. Das ist der stabilste Weg zum erfüllten Leben. :)z :)*

    Polygamie ist in D verboten, nur so als info, was ihr meint ist Polyamorie. Und viele Polys haben in Mono beziehungen betrogen, weil sie nicht Mono fühlten, empfanden aber trotzdem Reue ihrem Partner gegenüber, weil es Geselschaftlich als falsch hingestellt wird, sich zu mehr als einer Person hingezogen zu fühlen. Es benötigt viele Gespräche und Selbstreflektion um unbekümmert Poly zu leben und fällt niemandem mal eben so zu.

    Zitat

    Polygamie ist in D verboten, nur so als info,

    ;-)


    Schränken wir das auf unsere deutschen Gesetze in Bezug auf unsere Tradition und Lebensweise ein. Mein ehemaliger syrischer Nachbar, hatte zwei legale Ehefrauen und mir schien nicht so, dass ihm dabei von deutscher Seite Steine in den Weg gelegt worden sind.


    Und ja, Du hast natürlich recht, wenn Du sagst, es ist ein eigener Weg zu erkennen, wer man ist, sexuell, emotional und in seinem Wunsch erlebten Glücks innerhalb und außerhalb einer Beziehung.


    Dass es nicht für jedes Individuum ein einfacher und leichter Erkenntnisprozess ist, halte ich von meinen Erfahrungen aus dem ge/erlebten Leben heraus für normal.


    Vielfach trauen sich einige Menschen erst weit später im Leben zu ihren Wünschen und Empfindungen zu stehen, weil sie vorher zu sehr ausgeblendet, unerfahren und überzeichnet durch andere physische/psychische Wirkungsmechanismen nicht hervortreten konnten.

    Polygame Ehen werden in D nicht geschlossen und nicht anerkannt, eben weil es verboten ist.


    Und Polyamorie hat auch nichts mit sexuellen Abenteuern zu tun (steht weiter oben, zitieren ist am handy doof) sondern mehreren vollwertigen Beziehungen. Abenteuer gibt es in einer offenen Beziehung.

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    Polygame Ehen werden in D nicht geschlossen und nicht anerkannt, eben weil es verboten ist.

    Das ist inhaltlich völlig richtig.


    Dennoch werden polygame Ehen, welche in anderen Kulturkreisen im Ausland geschlossen wurden, nach deren gesetzlichen Regeln behandelt (Minderjährige ausgeschlossen) behördlich anerkannt und behandelt. U. a. das die Ehefrauen über die Krankenversicherung des Mannes mit versichert sind u.ä.


    Das polyamore geführte Beziehungen völlig gleichberechtigt mit allen Beteiligten nebeneinander offen ausgelebt werden, ist mir bekannt.

    Ich glaube die TE muss sich erstmal selbst darüber klar werden, was sie sich vom Leben und Beziehungen erwartet.


    Wie können wir von anderen erwarten, dass sie uns glücklich machen wenn wir selbst nicht mal wissen was wir wollen.

    Glück und Zufriedenheit miteinander teilen ist langfristig leichter als es über das Vorhandensein äußerer Aufmerksamkeit und Sinnsuche anderer Menschen neben uns, ausleben zu wollen.


    Weiß ich wer ich bin, kann ich dem Gegenüber zeigen, wen er/sie liebt, wenn sich das Gefühl verlässlich eingestellt hat.


    Aber wir können als Schreiberlinge noch so viel raten und anregen. Die TE wird sich, wenn sie mag dazu äußern und vielleicht einen Ansatz finden, wie sie mit ihren Themen konstruktiver umgehen lernt.