danae87

    Ich weiß, dass man geprägt ist und bestimmte Verhaltensweisen, die man so an den Eltern gehasst hat, annimmt.


    Ich habe vor der Therapie auch schnell geschrien, bin schnell wütend geworden und hab dann auch lang gebraucht, bis ich wieder "runter" gekommen bin. Genau wie meine Mutter. Aber das habe ich nun im Griff bzw. bin einfach ruhiger als früher.


    Genauso bin ich manchmal wie mein Vater, ich beschönige vieles, mache es besser als es ist. Das liegt aber auch in der Familie väterlicherseits. Aber damit muss ich nunmal leben.


    Aber ich werde offener mit meinen Kindern umgehen. Werde Ihnen früh erklären, was Sexualität ist und dass es nichts schlimmes ist. Meine Eltern/meine Mutter hat das Thema totgeschwiegen. Es wird so sein dass man immer über alles offen reden kann. Ich werde meine Kids nie in der Schule allein lassen. Ich bin sehr gemobbt worden, meine Mutter hat nichts gemacht. Meine Kinder sollen da nie allein durch, sollten sie sowas erleben.


    Das sind alles Dinge die ich kenne und von denen ich einfach weiß, wie ich es mache. Das ist denk ich auch schwer, erstmal rauszufinden wie.

    Gefühllos

    War auch nicht so gemeint das man es gar nicht schaffen kann. Erstmal: Respekt das du eine Therapiegemacht hast, find ich wirklich gut :)^


    Bei dem mobbing ist es schwer was zu machen, denke ich... ICh bin auchgemobbt worden, sehr sogar, aber meine Ma konnte gar nichts machen auch enn sie wohl gewollt hätte. Versteh mich cniht falsch, ich will deine Mutter nicht in Schutz nehmen, ich möchte nur zu bedenken geben das auch eine Mutter nicht alle Probleme lösen kann und mir fällt jetzt sponatn nichts ein was MEINE Mutter hätte tun können... Jede Einmischung von ihr hätte das Mobbing nur verstärkt (von wegen heulsuse etc.^^) Und vielleicht steht man da als MUtter einfach ein bisschen hilflos vor. Was man natürlich machen kann und sollte ist dem Kind zumindest in der Familie rückhalt zu geben, dann ist es leichter mit dem Stress in der Schule umzugehen denke ich.


    Und du bist noch nicht bereit ein klärendes Gespräch mit deinem Vater zu führen? Ich meine ihm zu sagen das er durch sein Verhalten jeglichen Resekt verspielt hast den du mal für ihn empfunden hast und der wichtig ist um überhaupt dieses gefühl "das ist mein Vater" aufzubauen. Das ist es doch oder habe ich dich da falsch verstanden?


    Wünsch dir in jedem Fall ganz vielKraft den Weg den du schon gehst zu Ende zu gehen, ich weiß das ist ganz sicher nicht immer leicht...:)*

    Danke für den Stern :-)


    Ich denke vielen Leuten täte eine Therapie wirklich gut. Ich habe das 2,5 Jahre gemacht, und es hat wirklich sehr viel verändert und "repariert". Ich werde meiner Therapeutin nie vergessen, wie sehr sie mir geholfen hat.


    Bei mir war in der Schule das Problem, dass die Lehrer mich im Stich gelassen haben und die anderen teilweise auch noch angestachelt haben. Meine Mutter hat kein einziges mal mit einem Lehrer geredet. Das wäre zum Beispiel vielleicht mal hilfreich gewesen. Als Mitschüler mein Fahrrad kaputt gemacht haben und die Mütter dann bei mir daheim waren, weil sie das Fahrrad zahlen sollten und mir aber nicht geglaubt haben, haben die Mütter mich auch noch fertig gemacht. Da hat mich meine Mum auch alleine gelassen. Im Gegenteil, ich hab noch Ärger bekommen weil ich ja nicht auf mein Fahrrad aufgepasst hätte. Von da an bin ich die 3 km zu Fuß gegangen.


    Diese fehlende Unterstützung von daheim haben mich noch komischer werden lassen. Ich wurde zum super-Streber, der die anderen mit ihren schlechten Noten provoziert hat. Es war nicht so, dass ich ein Egel war, ein armes Kind das man mobbt. Ich war quasi selber Schuld. Aber ich habe das nicht gemerkt. Mein Schutzmechanismus hat die anderen nur noch weiter provoziert. Hier hätte jemand einschreiten müssen/können. Ich war in einen Lehrer verliebt, das hat man gemerkt, man hätte sehen müssen dass ich seelisch völlig kaputt bin, dass ich mich nach Liebe/Geborgenheit/Zuwendung verzehre... manchmal überlege ich mir über den 2. Bildungsweg nicht selber Lehrer zu werden, um Kindern sowas zu ersparen...


    Ein klärendes Gespräch mit meinem Vater habe ich mit 18 Jahren gesucht. Ich war mal wieder in einen alten Mann verliebt, mein alter Vaterkomplex. Ich wollte ihm erklären dass ich leide, wegen ihm. Dass sein Verhalten eine Wunde gerissen hat, die ich nicht schließen kann. Er hat mir nicht richtig zugehört. Er hat nicht sehen können, einen Fehler gemacht zu haben. Er hat mir gesagt, dass er sich geschmeichelt fühlen würde, wenn ein junges Mädchen in ihn verliebt wäre und dass ich meinem Chef doch Komplimente machen soll. Das würde ihm sicher gefallen. Er ist nicht auf mich und mein Problem eingegangen. Deshalb kann ich mich auf meine Art nicht mit ihm auseinandersetzen. Ich müsste auf ihn eingehen, und dafür bin ich nicht bereit. Denn ich weiß garnicht, ob ich so wie er ist auf ihn eingehen möchte.


    Für mich ist er im Ganzen der Mensch, der früher, als ich klein war, für mich wichtig war. Da konnte er aber auch noch mit mir umgehen, weil ich einfach war. Es war einfach, mich zum lachen zu bringen. Je älter ich wurde und desto mehr normale Probleme kamen (Schule, Pubertät etc.), desto weniger konnte er mit mir anfangen, weil er eben nicht auf Probleme eingehen kann. Sie passen nicht in sein Weltbild. Alles ist schön und super, er ist der Nabel der Welt. Wenn er weint, weint die Welt. Aber wenn ich weine, dann dreht er sich weg. Ich müsste mit ihm umgehen wie mit einem Kind. Dabei bin ich sein Kind.


    Ich muss erstmal für mein inneres Kind Verantwortung übernehmen, Liebe empfinden können. Dann kann ich mir das Kind, das mich in die Welt gesetzt hat, anschauen.


    Vielen Lieben Dank auch für Deine letzten Worte :-) Sowas ist immer Balsam für die Seele @:)

    Ich find du klingst sehr stark und selbstbewusst... Ganz ehrlich @:)


    Und das dein Vater wie ein Kind ist kenn ich von meinem^^ Er wird nie sehen das er Fehler gemacht hat und ich hab beschlossen es einfach so hinzunehmen. Er ist im Grunde sehr einsam da ausser ihm nie jemand wirklich an ihn rankommt, denke ich.


    Und du hast recht! In de Fall hätte dir deine Mutter wirklich mehr zur Seite stehen können!!! Es ist definitiv nicht die Aufgabe des Kindes sich mit den Eltern seiner Mobber auseinander zusetzten... Hast du sie mal darauf angesprochen? Ich weiß das meine Ma so sehr mit ihrer Ehe beschäftigt war, dass sie meine Probleme oft übersehen hat. Gig es ihr vielelicht ähnlich? Und was hällt sie von eineer Therapieum einbischen ruhiger zu werden?^^


    ich genieße zum Glück unendlich viel Unterstützung von meinem Schatz und auch mein Ex-Freund hat mir sehr geholfen viele Dinge im Rückblick gelassener zu sehen...

    Ich glaub, dass kommt auf jeden einzelnen drauf an.


    Meine Freundin ihr Vater ist ein paar Jahre nach meinem Vater gestorben. Sie hatte zu ihm auch kein gutes Verhältnis, weil er sie immer schickaniert hatte usw.! Nicht nur sie hat er gepiesackt, auch den Rest der Familie.


    Als er starb weinten und trauerten alle. Sie aber meinte, dass es doch hönisch sei, jetzt so zu tun, als ob es einem leid tut!!

    Väter

    das ist wohl ein extrem heikles Thema - seltsamerweise posten hier fast nur Mädels.. Aber glaubt mir, Jungs werden auch schön verbogen von ihren Erzeugern. Obwohl selbst männlich, glaube ich, daß Männer viel leichter scheiss bauen und viel seltener drüber nachdenken


    mein Alter hat in seinem ganzen Leben keinen einzigen Fehler zugeben müssen, jetzt ist er lange tot und ich habe wohl viel über die Sache nachgedacht, aber vermisst habe ich ihn niemals, schon als Kind war ich froh wenn er weg war mit seiner Despotie und seiner dummer ignoranten Rechthaberei...


    nu ja heut hab ich selber Vater und hoffe natürlich, daß mich meine KIds nicht auch mal so sehen... ich gebe mein Bestes, aber tun das nicht alle? und warum reicht das dann so oft nicht?


    das ist ein echt arg schwieriges Thema. Das erschreckendste ist, daß lt den Postings hier die Väter keine Fehler zugeben, erschreckend wenig reflektieren über sich, die größte Scheisse bauen und das nicht mal bemerken:(v

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    Mein Vater

    Ich bin männlich und hasse auch meinen Vater. Wieso ? Oh es sind so viele Gründe. Er zettelt immer Streit mit meiner Mutter an. Einen Grund dafür findet er immer. Manchmal schlägt er dabei zu. Er ist sehr rechthaberisch und sieht Fehler niemals ein. Und dazulernen will er auch nicht. Auseinandersetzung mit ihm ist ebenfalls zwecklos.


    Wenn mich ein Schüler früher doof angemacht hat, hat er über die Bemerkung des Schülers nur gelacht. Anstatt Trost gabs immer nur Spott von ihm. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, egal welchen, hat er mich als blöd beschimpft und ausgelacht. Andere Väter hätten ihrem Kind Trost gespendet und es ermutigt, weiter zu machen. Er nicht !


    Ich meide es, ihn etwas zu fragen, weil er mich sofort anschreit, wenn ich eine Kleinigkeit nicht verstanden habe.


    Dadurch habe ich kaum Selbstbewußtsein entwickelt.


    Ich habe einen kollektiven Hass auf Väter entwickelt, und freue mich, wenn eine Exfrau ihrem Mann den Umgang mit Kindern verweigert oder das Sorgerecht bekommt. Ich bin der Meinung, daß immer der Vater das Schwein in der Familie ist, war und bleibt.


    Ich selbst habe Probleme mit Frauen deswegen, weil ich selber keine Frau wollte wegen dem tiefen Hass auf meinen Vater und alle Väter. Ich bin schon in einem Alter wo man normal eine Frau und Familie haben sollte und hatte nie eine Freundin und es gibt Zeiten wo ich mich wohl dabei fühle, ja sehr wohl sogar, weil ich weiß, daß meine Eltern NIEMALS Enkel haben werden und meine "widerlichen" Gene von meinem Vater nicht weiter gegeben werden.


    Ich erschrecke selber manchmal über diese Gedanken aber sie helfen mir leider.


    Aber ich gehe jede Wette ein, daß es meinen Vater nichts ausmacht wenn er keinen Enkel haben wird. Vor einiger Zeit erkrankte er schwer und war dem Tode nahe. Und ich habe mir Sorgen gemacht und mich selber dafür gehasst, daß ich mich nicht freue. Jetzt gehts ihm wieder gut und ich hasse ihn wieder. Ich versuche den Kontakt mit ihm zu meiden wo es nur geht, was ihn aber manchmal sehr aufregt (Nein traurig wirkt er dabei nicht !).


    Schon merkwürdig welche Macht die Eltern auf einen ausüben trotz dem ganzen Leid, das sie einem zugefügt haben. Und ich denke auch ich werde weinen wenn er mal stirbt. Scheiß Welt !

    DüstereSeele

    Mal über eine Therapie nachgedacht? Dein Vater zerstört dein Leben wenn du nichts unternimmst und findest du nicht das etwas ist was du ihm nicht auch noch gestatten solltest? Hat er das verdient das du dein ganzes eben so nach ihm ausrichtest? Mich würde der gedanke an deiner stelle ja depremieren das ich so einem arschloch auch noch soviel gewalt über mein leben gebe....


    nebenbei: zu einer SCheidung gehören in der Regel zwei, man kann nur selten EINEM Partner die Schuld für das scheitern einer ehe geben und glaub mir, für die kinde rist es der hammer wenn sie keinen umgang mehr haben dürfen... Die wahren leidtragenden bei so einem mülkl sind die kinder und nicht der vater den du ja scheinbar strafen willst.

    @danae87

    Ja sobald ich kann werde ich ausziehen. Ich weiß nich ob ich es schaffe die Schäden an meiner Seele zu reparieren. Therapie möchte ich noch nicht..vielleicht irgendwann.


    Und zum Thema Scheidung: Ich projeziere eine Art Rache auf alle anderen Väter die nach einer Scheidung keinen Umgang mit dem Kind haben dürfen. Schon komisch ich weiß. Aber in den letzten Jahren mache ich das immer seltener.


    Zur Zeit habe ich eher das Problem, daß ich einsam bin weil ich keine Freundin habe und hatte. Aber das gehört in einen anderen Thread.

    Ich kans schon verstehen... Ich hab ja auch imemr ien bisschen Angst vor erwachsenen Männer obwohl ich eigentlich kein ängstlicher Mensch bin... Aber sieh mal zu das du abstand gewinnst durchs ausziehn, kann ja nicht sein das es immer schlimmer wird