Zitat

    Wenn ich verliebt bin, treten diese Unsicherheiten aber eher in den Vordergrund als in den Hintergrund

    Kann ja auch sein. :-)


    Ist sicher nicht bei jedem gleich. Vielleicht lohnt es sich einmal hinzuschauen, welche Unsicherheiten das sind und ob es eine Verbindung geben könnte zwischen ihnen und dem Verliebtsein. Der Mann drückt es so aus: Er fühlt sich im Leben dann einfach besser. Aber der geliebten Person gegenüber eher unsicherer, egal ob diese es weiß oder nicht.


    Ich habe mich ja mal mit den Spiegelgesetzen beschäftigt. Könnte sein, dass man anderen das entgegen bringt, was man selbst gerne hätte. Vielleicht Eigenliebe?


    Ist aber alles nur Spekulation. Vielleicht kommt man dahinter, vielleicht nicht. Ist ja immer alles individuell.

    Kannst Du Dich selbst lieben?


    Vor meiner Therapie habe ich genauso empfunden wie Du - bis mir in der Therapie klar wurde, dass ich durch den Zustand des Verliebtseins das fehlende Gefühl, mich selbst zu lieben, kompensiert habe. Bester Nährboden auch für Abhängigkeiten...


    Heute liebe ich mich selbst von ganzem Herzen und brauche die Schmetterlinge nicht mehr. Mit meinem Mann habe ich übrigens intensiv über dieses Thema geredet- aber erst, nachdem mir klar war, was die Ursache war.

    Yucca86


    Ich wäre manchmal froh, wenn Menschen mit sich selbst und anderen mehr Geduld hätten. Es verwundert irgendwie, dass wir uns selbst zu Schablonen machen wollen. Was spricht gegen Vielfalt, selbst in den engen zwischenmenschlichen Beziehungen?


    Warum wollen viele Menschen lieber den Piguinen (Habitus gemäß) gleich empfinden und leben. Warum soll der Mut fehlen, in unterschiedlichen Lebensphasen andere Modelle der Gefühlswelt zu erleben/testen/ausprobieren? Warum Emotionen unterdrücken, die Dich vielleicht (ohne damit zu leiden) positiver motivieren und beflügeln?


    Die Userin Caramala hat einen Aspekt benannt, der Grund sein kann für Deine Empfindungen. Ich verrate Dir, und somit auch anderen hier ein Geheimnis, auch ich schwärme hier für einige Schreiberlingen, deren Beiträge ich zum Teil vielfach lese, weil mir deren Lebenseinstellung und Sichtweisen gefallen, ihre ausgestrahlte Gelassenheit dem Leben gegenüber, der Großzügigkeit Menschen sein zu lassen wie sie sind in ihrer Vielfalt.


    Es gab in all meinen Lebensphasen (guten, schlechten und ganz miesen) Menschen an denen ich mich mental und emotional aufgerichtet habe. Und, wo ist das Problem? Wer oder was entscheidet darüber was für andere Individuen richtig oder falsch ist?


    Ich darf und kann für mein Leben entscheiden, ein Stück weit habe ich das auch in den Baby- und Kinderjahren meiner Kids getan. Aber darüber hinaus? Nein, ich bin selbst so, dass ich mir ungern Dinge vorschreiben lasse. Deswegen kann ich auch respektieren, dass andere Mitmenschen eigene Sichtweisen und Werte haben. Das darf und muss so sein, sonst stirbt die Vielfalt der Menschen. Und das würde ich sehr bedauern.


    Man liebt auch eigene Kinder nicht immer gleich und in derselben Art. Das bedeutet nicht, dass ich Emotionen in Prozente einteile. Aber es gab immer Phasen, in denen mir einer der Jungs näher war - weil sie Charakterseiten und Eigenheiten gezeigt haben, die mir ähnlicher waren. Was vertraut ist, erzeugt Nähe. Das ist ein tiefer menschlicher Wesenszug, ein Teil unseres Soziallebens, dass genau so angelegt ist wie Du es zum Teil lebst.


    Wir sollten nicht alles was anders empfunden wird, in eine pathologische Schiene bringen. Alles in Ursache-Wirkung-Kreisläufe schicken. Völlig unnötig.


    Was zählt ist, wie zufrieden bin ich mit meinem Leben? Wie ausgewogen meine Empfindungen? Wie häufig leben Körper und Seele in Einklang mit sich selbst? Du bist Dir selbst gegenüber verantwortlich für Dein Wohlempfinden zu sorgen. Änderung bedarf es nur, wenn Du spürst das es Dich negativ beeinflusst, Deine emotionale Kreaitvität einschränkt und Du seelisch einen inneren Druck über das empfindest was Du fühlst.


    Wenn dem nicht so ist, freue Dich darüber eine Frau zu sein, die vertraut, die menschenfreudlich fühlt und sich über Zugewandtheit Anderer innerlich freut. Genieße Deine Gefühlswelt statt sie als krankmachend zu werten. @:) ;-)

    Die Seherin ;-) :=o


    Nee, nee nix Reinfall. Sehr bewusst geschrieben. Wir hatten das Thema hier schon öfter, wenn auch in anderen Nuancen. Ich finde es spannend und gut, wenn man auch mal in alten Threads Themen aktuell beleuchtet.


    Ist kein Thema einer Zeit vor unserer Zeit. Ist eher zeitlos und nicht erst mit den 68er Rebellen auf den Prüfstand gebracht worden. ]:D

    Ok, dann hast Du natürlich recht. Darauf hatte ich in der Tat nicht geachtet. Kann passieren, ich bin perfekt unperfekt ...und es lebt sich gut damit ...Du sicher auch ;-) ;-D


    Danke für den Hinweis.