Isabell schrieb:

    Zitat

    Bis auf Eines:


    Dieser unsäglichen Klischeeaussage, die einem Drama entspricht, sie würde eine Familie zerstören, ja gar komplette Existenzen (Firma, das Kind). Das kann Einer alleine nicht.

    Klischees heißen ja so, weil es sich dabei bekannterweise um etwas handelt, das immer wieder passiert. Die kommen ja nicht aus der Luft. Einer alleine kann das nicht, logisch. Immer, so wie auch hier, sind zwei an einem solchen Drama beteiligt. Da gibt es ihn, der das Risiko eingegangen ist (und auch er dürfte sich nicht jammernd winden, wenn aufgrund seines Fehlverhaltens alles ins Wanken gerät...), und da gibt es (und davon reden wir gerade) sie, hasi.


    Er hat eine Lösung für sich gewählt, die das Risiko einer Katastrophe für seine Existenz (Familie und Firma) minimiert: er hat es beendet (auch, wenn er jetzt in der dämlichen Hoffnung eines Revivals wieder anschleimt). Hasi aber hat jetzt den Trumpf in der Hand (so denn Beweise vorhanden sind), ihn zu vernichten. Das mag ihrem persönlichen Rachebedürfnis Genugtuung verschaffen, die Folgen aber sind kaum auszudenken. Kann sein, dass gar nichts passiert und seine Frau es gelassen nimmt. Kann aber auch sein, dass sie sich von ihm trennt, scheiden lässt, das Kind einen lebenslangen emotionalen Knacks mitnimmt (und später dann vielleicht die gleichen Symptome von unsicher vermeidenden Beziehungen zeigt wie die hier Beteiligten und die Kette der Verletzungen fortführt), die Firma aufgrund des Vermögensausgleichs verkauft/geschlossen werden muss und die Mitarbeiter ihren Job verlieren. Wie gesagt, muss nicht passieren, kann aber. Und auch, wenn ehelicher Betrug und Petzerei keine Straftatbestände darstellen, so trüge hasi dennoch die Verantwortung dafür, hätte sich lebenslange Feinde geschaffen und evtl. ein paar Leben zerstört.


    Du nennst das Klischee, ich nenne das Ursache und Wirkung. Ich würde diese Verantwortung nicht tragen wollen.

    Ich sehe das genauso. Wenn man getrennt ist, ist die Familie zerstört. Sicher gibt es noch Vater, Mutter, Kind.. aber nicht mehr die Familie. Deshalb ist das Argument, was hier oft auchtaucht, das wäre nur vorgeschoben, ein Witz. Es ist das wichtigste Arguement überhaupt in meinen Augen zumindest. Die "Affären" überschätzen regelmäßig ihre Bedeutung. Von Ausnahmen mal abgesehen. Und weil es so ist, gibt es immer wieder diese Fäden, mit immer wieder den gleichen Aussagen, weil es allermeistens so läuft.

    Ktefan + Monika


    Mit der Aussage:

    Zitat

    Dieser unsäglichen Klischeeaussage, die einem Drama entspricht, sie würde eine Familie zerstören, ja gar komplette Existenzen (Firma, das Kind). Das kann Einer alleine nicht.

    bezog ich mich nicht darauf, dass eine Familie durch eine Affäre/Trennung/Fremdverliebung (gibt es den Begriff überhaupt?) zerstört werden kann - sondern darauf, dass die Affäre, bzw. deren Verhalten der (hauptsächliche) Grund dafür ist. Überhaupt sein kann.


    Und, Monika

    Zitat

    Sicher gibt es noch Vater, Mutter, Kind.. aber nicht mehr die Familie

    Dem widerspreche ich vehement.


    Nur aufgrund einer Trennung, ob nun durch/wegen oder was auch immer einer dritten Person (wenn Ihr meint, dass das ausreicht eine Familie zu zerstören, was ich noch immer bestreite) - wird keine Familie (komplett) zerstört. Eine Familie kann nur sich selbst zerstören.


    Heißt: Egal was passiert. Wenn die Familienmitglieder nicht mehr miteinander "können", Kinder darunter leiden oder gar nach Euren Aussagen "traumatisiert" werden - dann hat das mit sicher vielen Komponenten zu tun, aber sich nicht ausschlaggebend einer weiteren Person.


    Und das sage ICH Euch, die eine derartige Situation, Trennung der Eltern, als Kind erlebt hat. Anfangs habe ich diesen "Dritten" gehasst - aber letztendlich wurde mir klar, dass er lediglich die Konsequenz aus dem war, was schon Jahre zuvor als Grundstein in der Ehe meiner Eltern gelegt wurde.

    Es ist ja nicht nur das Erleben des Kindes, auch das der Eltern, jeweils. Wird ja Männern oft vorgeworfen, dass Kinder "nur" ein Vorwand sind. Ich hätte um nichts meine Familie auseinander reißen wollen und ich bin mir sehr sicher, dass das große negative Auswirkungen auf uns alle gehabt hätte. Da kommen wir nicht unter einen Hut, Isabell.

    Zitat

    Nicht sie, die (ich wiederhole mich) monatelang - mit - einem - verheirateten - Familienvater gevögelt hat, obwohl sie das wusste. Hm...

    Aber er - der Vergebene / Verheiratete - hätte doch NEIN sagen können bzw. müssen/sollen? Sie ist single?

    Monika

    Zitat

    Ich hätte um nichts meine Familie auseinander reißen wollen und ich bin mir sehr sicher, dass das große negative Auswirkungen auf uns alle gehabt hätte.

    Ich denke der Kernpunkt ist, was wir jeweils unter "auseinanderreißen" verstehen.

    Zitat

    und am besten VER-NICH-TEN.

    Für vernichten bin ich eigentlich auch nicht, er hat sich meiner Meinung nach schon ganz gut selbst alles ruiniert.

    Zitat

    Ist er ja selbst dran schuld? Ja?

    Ja? Wer sonst? Oder stand er unter Fremdgehzwang?

    Zitat

    Aber er - der Vergebene / Verheiratete - hätte doch NEIN sagen können bzw. müssen/sollen? Sie ist single?

    Nein sagen hätte beide können, ich sehe da nicht den geringsten Unterschied. Und ebenso ja sagen zu einer reinen Affäre. Die Affäre will mehr, das ist das Problem. Ich glaube, wenn sie einfach zufrieden gewesen wäre mit der Affäre an sich, dann hätten die beiden keine Probleme. Von dem moralischen Aspekt einer geheimgehaltenen Affäre mal ganz abgesehen, darum gehts ja hier eigentlich nicht.


    Aber das Problem hat ja an sich sie, sie wollte eine Beziehung mit ihm, keine Affäre.

    Zitat

    Aber das Problem hat ja an sich sie, sie wollte eine Beziehung mit ihm, keine Affäre.

    Ich denke, wenn man(n) nicht das Blaue vom Himmel lügt, herumsülzt und etwas von Gefühlen daherredet, will man als Frau auch nicht "mehr". Dadurch entwickelt sich aber sowas und entflammt etwas. So geht es mir jedenfalls - und der TE ging es ja anscheinend auch so.

    Zitat

    Nein sagen hätte beide können, ich sehe da nicht den geringsten Unterschied.

    Es gibt bei einer Affäre keinen Unterschied zwischen verheiratet sein und single sein?


    Für mich allerdings schon.

    Zitat

    Ich denke, wenn man(n) nicht das Blaue vom Himmel lügt, herumsülzt und etwas von Gefühlen daherredet, will man als Frau auch nicht "mehr".

    Naja... so einfach die Hauptlast der Verantwortung auf den anderen abzuwälzen ist doch echt schäbig. Als ob Frauen kleine Kinder wären die nicht selbst wissen was sie tun und worauf sie sich einlassen. :|N Ich traue Frauen da doch weit mehr zu als du.

    Zitat

    Als ob Frauen kleine Kinder wären die nicht selbst wissen was sie tun und worauf sie sich einlassen. :|N

    Das nicht. Aber wie sieht es mit dem Mann dabei aus? Der seiner Frau die Treue versprochen hat?

    Zitat

    so einfach die Hauptlast der Verantwortung auf den anderen abzuwälzen

    Doch, meiner Meinung nach muss derjenige Nein sagen, der in einer Beziehung ist. Er hat eine Verpflichtung gegenüber seiner Freundin/Frau.