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    Er fragt mich oft um Rat wenn es um die Kinder geht. Sei es, was sie nach dem Baden anziehen sollen oder was sie jetzt essen sollen etc. Ich würde mir wünschen, dass er mehr Initative zeigt und einfach macht! Ich bin nicht so eine Frau, die ihn anmeckern würde, wenn er das T-Shirt falsch herum anzieht oder ähnliches. Ich bin in Vielem viel lockerer als er und das weiß er auch.

    Das zum Beispiel sehe ich eher der Tatsache geschuldet, dass er in dem Moment "deine Arbeit" übernimmt und es eben dann so machen will wie du es gemacht hättest. Ich würde mich über sowas gar nicht aufregen. Du kannst ihm ja gleich sagen, dass er irgendwas anziehen soll.

    Zitat

    Wo ich seiner Meinung nach auch zu bestimmend bin, ist das Thema fernsehen. Ich gehe jeden Vormittag, also auch am Wochenende, mit der Kleinen (1,5) nochmal schlafen, weil die Nächte beschissen sind. In den 1,5 Stunden ist er dann mit unserem Sohn (3,75) allein. Komme ich aus dem Bett, sitzen beide jedes Mal vor dem Fernseher. Und das nervt mich tierisch. Ich beschäftige mich schließlich auch jeden Tag mehrere Stunden mit den Kindern und er schafft es nicht einmal für 1,5 Stunden.

    Ja, die 1,5h schafft er nicht, weil es eben nicht sein Alltag ist. Weil er da eben nicht so drin ist wie du. Und weil er die Stunden vermutlich auch gerne nutzen würde, um noch etwas auszuspannen. Und um gemütlich fern zu sehen. Ich glaube, das kannst du nur lösen, indem ihr einen Kompromiss findet. Die Hälfte der Zeit mit dem Großen raus oder was spielen, die andere Zeit spielt der Große entweder allein etwas oder er guckt mit Papa fern.

    Zitat

    Manchmal macht er, während die Kinder mit dabei sind, den Fernseher an und schaut sich Actionserien an, was ich dann auch wieder "bemeckere", da das einfach nichts für Kinder ist.


    Ich versuche aber immer dabei rüberzubringen, dass es nicht darum geht, dass er mal fernsehen möchte. Wir haben im Arbeitszimmer auch einen und er könnte sich ganz bequem zurückziehen.

    Wie wäre es, wenn du da einfach mal deine Strategie änderst ;-) ? Du könntest zum Beispiel nicht meckern, sondern einfach vorschlagen, ob er nicht im Arbeitszimmer weiter gucken will. Oder du könntest die Kinder schnappen und mit ihnen ins Kinderzimmer gehen oder raus. Wenn die Sendung vorbei ist, fragst du ihn, ob es in Ordnung ist, wenn er jetzt entweder etwas Harmloses guckt oder aus macht.


    Nur Meckern führt oft einfach zu Trotz auf beiden Seiten.

    Zitat

    denn ich schaffe mir meine Freiräume ganz egoistisch wenn ich sie dringend brauche und gehe mal ne halbe Stunde Fitness machen oder was auch immer.

    Ich kenne hier die andere Seite. Bei uns hat das mein Mann immer ganz egoistisch gemacht. Ich hab dazu nie was gesagt, aber innerlich hab ich mich jedesmal richtig aufgeregt. Und ja - das kam dann immer im Streit raus. Er hat daraufhin irgendwann seine Strategie geändert. Er schafft sich seine Freiräume jetzt nicht mehr spontan egoistisch, sondern wir klären den Tag morgens. So kann sich jeder darauf einfstellen was dem anderen heute wichtig ist.

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    Aber im Alltag einfach mal sagen :"Ich gehe jetzt ne Stunde fernsehen", das macht er eben auch nicht.


    Dann kanns meiner Meinung nach so dringend nicht sein, denn ich schaffe mir meine Freiräume ganz egoistisch wenn ich sie dringend brauche und gehe mal ne halbe Stunde Fitness machen oder was auch immer.

    Wenn er einfach mal nebenbei Fernsehen will, ist es m.E. keine Lösung wenn du ihn quasi gezielt fernsehen ins Arbeitszimmer schicken willst. ;-)


    Das ist dann deine Idee von einer Lösung, aber es ist (höchstwahrscheinlich) überhaupt nicht das, was er will (z.B. Einfach auf dem Sofa liegen und fernsehen.)


    Schon irgendwie schräg: Er ist an sich erwachsen und nur weil ihr jetzt Eltern seid bekommt er von dir quasi "Fernsehverbot". ":/ Würde mich an seiner Stelle auch nerven.


    Wobei ich ja generell die These vertrete, dass klassische Rollenteilung nicht gut für die gemeinsame Augenhöhe in der Beziehung ist.

    Sorry Mond+Sterne, aber hier hast du dich vergaloppiert.

    @ Te Könnte es sein,

    dass du spontan Dinge entscheidest, die eigentlich gar nicht sofort entschieden werden müssten? Mittwochs schon das Wochenende verplanen beispielsweise?


    Soll heißen, wenn du einfach abwarten würdest, dass er dann was entscheiden würde?

    Ich finde es viel schräger, fernsehverbot erteilen zu müssen, als s erteilt zu bekommen. Ich frage mich da immer ernsthaft, wie ein erwachsener Mensch NICHT völlig klar haben kann, dass man sich halt nicht einfach vor die Glotze schmeißen kann wenn die Brut im gleichen Raum ist. Vor allem wenn man dann schon öfter als einmal druber geredet hat, hätte ich wirklich null Interesse ihm das noch diplomatisch zu erklären. Außer er ist kognitiv nicht ganz auf der Höhe.


    War bei uns übrigens auch lange Thema, jetzt klären die Kinder das selbst durch ausdauerndes Generve Kindersachen gucken zu wollen.


    (Ähnlicher Punkt übrigens wie in Ruhe auf der Toilette zu sein. Seit Jahren beschwert sich mein Mann, dass die Kinder immer reinkommen, ob ich die nicht daran hindern könnte. Seit ebensovielen Jahren sage ich nein, ich kümmere mich von außerhalb der geschlossenen Tür , wenn er die Schlüssel nutzt. Macht er nicht. Nie. Hat kein kognitives Problem und wird bei der Problemlösung nicht unterstützt.


    Grundsätzlich finde ich aber, du übertreibst. Du bestimmst nicht alles, sondern ein paar Sachen die du Dank mehr Erfahrung besser drauf hast.


    Reden wäre gut und den Tag morgens mal grob zu planen scheint dringend nötig. So kommen beide besser dazu, die eigenen Bedürfnisse im Blicj zu halten.

    Mich nervt so kack auch, also so Fragen bei Kleinkram die man mit einer Minute Überlegung auch selbst regeln könnte. Er entscheidet ja auch täglich selbst was er anzieht.


    Beim Fernsehen bin ich bei Avanti. Man redet drüber und entweder er sagt dann, was er will und man findet nen Kompromis oder er sagt ja und amen, aber dann sollte er auch nicht einfach sein Ding durchziehen. Das ist feige und einen Partner der mir dauernd in den Rücken fällt, den wollte ich nicht!

    Zitat

    Schon irgendwie schräg: Er ist an sich erwachsen und nur weil ihr jetzt Eltern seid bekommt er von dir quasi "Fernsehverbot". ":/ Würde mich an seiner Stelle auch nerven.

    Darum gehts doch gar nicht: Eltern zu sein verlangt halt nun mal systemimmanent, dass bewusster mit Input den auch die Kinder sehen umgegangen wird. Das einfach einseitig väterlicherseits zu ignorieren oder nur auf Druck hin gezwungenermapen an den Tag zu legen, weil er halt nun mal fernsehen will ist doch hier das Problem. Anscheinend kann er sich null in seine Kinder rein versetzen und wie das auf die wirken könnte, wenn Papa ganz gelassen möglichst noch ohne größere Gefühlsregung auf dem Sofa liegt und auf dem Bildschirmz.b. sterbende Menschen zu sehen sind. Das wirkt doch für Kleinkinder nach?! Wenn er sich als Vater darüber keine Gedanken macht sondern sich über Fernsehverbot ärgert hat er einfach noch nicht verstanden, dass er hier persönliche Verantwortung für seine Kinder hat?!


    Klar kann er seine Serien schaun! Aber es ist von einem verantwortungsbewussten Vater von Kleinkindern schon zu erwarten, dass er das im Sinne der Kinder so regelt, dass das nicht belastend für die Kinder ist?! Kann ja sein, dass er dann möglichst früh mit der Aufklärung anfangen will was "echt" ist (Nachrichten) und was Fiktion, aber das kenn ein Kind halt erst ab einem bestimmten Alter erfassen?! Und ja, er hat da Verantwortung wie seine Kinder die Welt wahrnehmen?! Ist das wirklich so schwierig nachzuvollziehn?

    @ Lemontea

    Ich würde an Deiner Stelle mal mit ihm reden wie er meint das sich seine Kinder in bestimmten Situationen fühlen und wie er sie unterstützt. Er hat dann vielleicht eine andere Art das zu tun als Du, aber es wäre schon wichtig, dass ihr eine gemeinsame Erziehungslinie findet, die er auch mit eigenem Verhalten mitträgt ohne das Du ihm sagen musst wie es geht. In Deiner Situation würde ich ihn öfter - nicht vorwurfsvoll sondern interessiert nach seiner Einfühlung in seine Kinder fragen. Das macht ihm vielleicht das eine oder andere bewusst. Bei ihm scheint die emotionale Verantwortung, die er für die Kinder trägt, noch nicht wirklich angekommen zu sein. Solange das nicht der Fall ist hast Du tatsächlich noch ein 3tes Kind im Haushalt. Superungut.

    aber es geht doch gar nicht um eine reine erziehungsdebatte, sondern darum, wie die beiden ihr beziehungsverhalten bereden könnten. klar, man kann das an eben solchen beispielen festmachen, aber das gespräch sollte meines erachtens den fokus drauf richten: was meint er genau damit, wenn er ihr sagt, sie würde immer bestimmen wollen. was wünscht er sich von ihr, was wünscht sie sich von ihm. wie gehen sie mit unterschiedlichen wünschen um, wo eint die beiden mehr, als es scheint... usw. ":/

    Meine Erfahrung: es klappt nicht, jemand anderen zu mehr Selbständigkeit "erziehen" zu wollen. Hier also Lemontea ihren Mann.


    Wenn es erst seit dem Zeitpunkt ist, seit die Kinder da sind, sehe ich ich das wie LolaX5: es passt doch nicht zusammen. Einerseits sagt Lemontea: ich Kinder, er Arbeit. Und dann sagt sie aber auch: er soll rund um die Kinder auch so fit sein wie ich.


    Also ein Vorschlag: viel mehr Rollentausch: er nimmt mal Elternzeit, sie arbeitet wieder. Er ist für 3 Monate auch mit den Kindern zuhause und sie tagsüber arbeiten. Ratzfatz bekommt er so Kinderpraxis. Das Thema Stillen kann man mit Abpumpen und Fläschchen in den Griff bekommen. Beide können die Seite des anderen mal sehen. Ich finde es wichtig, dass du, Lemontea, mal wirklich länger am Tag weg bist. Denn so muss er Entscheidungen treffen.


    Und generell: du müsstest dich mehr zurücknehmen Lemontea, damit er Freiräume bekommt. Die er dann nutzen kann. Gerade weil du schreibst, dass es vor den Kindern doch auch ging, würde ich sagen, er ist nicht generell ein Mensch, der gern angeleitet wird.


    Ja, ihr habt in einigen Punkten unterschiedliche Ansichten beim Thema Erziehung. Findet eine Einigung. :-)


    Mit dem Paare-Wir: Ja, ich persönlich sehe darin eines der größten Übel. Das mag eine Spitzfindigkeit von mir sein. Aber die Bestimmer-Rolle drückt sich doch im Wir so deutlich aus. "Wir gehen jetzt zum Spielplatz."


    kann durch die offene Frage ersetzt werden:


    "Ich gehe mit dem großen mal ne Stunde auf den Spielplatz. Kommst du mit?"


    Oder "Wir wollen unsere Beziehung erhalten." zu "Ich möchte die Beziehung zu dir erhalten. Möchtest du das auch?"


    Eine Sache finde ich ganz fies in so jungen Familien: das Muttertier lernt das Muttertieren sehr gut. Und bemuttertiert dann auch den Mann, plötzlich gelten Kinderregeln auch für beide Eltern, also Erwachsene. Die Eltern essen das Kinderessen mit, die Freizeit wird nur noch kindgerecht gestaltet.


    Dabei gäbe es mit Kita und sie arbeitet wieder doch eine Alternative zum Hausfrau und Mutter-Dasein. Der kleine ist 1,5 also aus dem gröbsten raus. Es macht euch als Paar viel gleicher, wenn ihr beide arbeitet.


    Letzter Punkt: Beziehung besteht nicht nur aus Kindern und Kindererziehung. Also würde ich mir die Kommunikation in anderen Bereichen anschauen, die für ein Paar ja wichtig sind: z.B. Sex, Finanzen/Anschaffungen, Wohnung/Wohnort, Essen/Ernährung. Vier wichtige Sachen für ein Paar - und an sich kinderfrei. Und die gab es schon vor dem Reizthema Kindererziehung/Kinder, und da scheint es ja geklappt zu haben. Läuft es da auch so: sie will alles bestimmen, er hängt dich dran und lässt das gern über sich ergehen? Oder wie sind da die Machtverhältnisse? Das ist von den Antworten vielleicht nix fürs Forum hier, aber in der Kommunikation eines Paares unter sich schon sehr wichtig, finde ich.


    Wer "nur" das Thema Kinder und Kindererziehung als Streitthema hat, hätte dann in Sex, Finanzen/Anschaffungen, Wohnung/Wohnort, Essen/Ernährung noch stabilisierende Themen, wo beide gleich ticken. Also das ließe sich aushalten.


    Wenn aber alles bröckelt: Kinder und Kindererziehung, Sex, Finanzen/Anschaffungen, Wohnung/Wohnort, Essen/Ernährung - naja, irgendwann ist dann die Beziehungsbasis auch nicht mehr gegeben. Weil dann nur noch Menschen mit Differenzen aufeinander treffen.

    Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber Dein Eingangsbeitrag erinnert mich an uns daheim. Wobei mein Mann auch gut allein mit den Kindern klarkommt (muß er auch, sonst würde unser Familienleben mit den Rahmenbedingungen nicht funktionieren) und sie nicht vor dem Fernseher parkt. Er zeigt da auch Initiative, es gibt da keine Probleme.


    Aber sonst. Urlaub. Unternehmungen. Planung von Urlaub anhand der Termine der Schulbetreuung. Geburtstage, Geschenke. Alltagseinkäufe. Sachen, die ums Haus erledigt werden müssen (also weniger Rasenmähen oder so, sondern wenn es noch gewisse Baustellen gibt, die wir vor uns herschieben). Alle Termine im Familienleben (Schule, außerschulische Aktivitäten, Verabredungen der Kinder). Die Haussanierung habe ich z.B. fast komplett mit den Handwerkern besprochen und durchgezogen, er war dann dran, als es ums Tapezieren etc. ging. ;-) Da hat mich mancher auch angeschaut, daß ich mal eben über gewissen Dinge entscheiden kann, ohne meinen Mann fragen zu müssen (gab manchmal ungläubige Gesichter). Aber das war auch nie ein Problem zwischen uns (zumal er bei Rückfrage ohnehin meist sagt, daß ihm das egal ist/war). Und die groben Dinge haben wir schon immer besprochen und tun es immer noch.


    Wenn ich dann manchmal was davon loswerden will, dann sag ich, daß er sich darum kümmern soll. Da muß ich ihn dann oft auch noch ein paar Mal erinnern und oft mache ich es dann doch wieder selbst (weil wir z.B. sonst nicht wegfahren können, wenn die zwei Haustieren nicht untergebracht sind).


    Manchmal denke ich, ich müßte ihn halt mal auflaufen lassen. Aber das bringe ich auch nicht fertig. :=o Aber wenigstens haben wir keinen Streit deswegen. Also schon, daß ich auch auch manchmal zu dominant bin, aber ich glaube, eigentlich hat er sich ganz gut eingerichtet so wie es ist. Ich mich ja auch, ich weiß ja, daß eben z.B. alles rund um die Kinder immer läuft und ich mich da 100% verlassen kann. Teamwork halt. So nehme ich es mittlerweile hin.


    Ihr könnt nur - außerhalb von Streits - darüber reden. Frag ihn, was genau er sich anders wünschen würde. Wo er einbezogen werden will, was er übernimmt. Mein Mann sagt ja grundsätzlich ganz deutlich, daß ich schon genau sagen muß, wenn ich was (außer den üblichen Alltagsdingen) von ihm will. Das ist für ihn auch o.k. (wir hatten das Thema mal, als ich nach der Geburt unseres Großen dann wieder mit Arbeiten anfing und mit der Hausarbeit dann auf einmal nicht so klarkam, wie ich mir das gedacht hatte und das nicht kommuniziert habe. Seitdem läuft das ohne Probleme - ihm war damals nicht bewußt, daß es so ist).

    Zitat

    Und dann sagst du ihm, was er anziehen oder zu essen geben soll? Was macht er wenn du z.B. einfach antwortest, dass er halt irgendetwas anziehen soll, anstatt zu entscheiden? Die Kinder nicht anziehen?

    Nein, ich sage dann, dass er es doch einfach machen soll und mich nicht immer um Erlaubnis bitten soll.


    Alleine die Tatsache, dass er mich das überhaupt fragt, nervt. Ich fühle mich dadurch in eine übergeordnete Rolle gedrängt und das will ich einfach nicht.


    Wenn ich nichts sage, macht er es dann auf seine Art.

    @ KleineHexe21

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    Du kannst ihm ja gleich sagen, dass er irgendwas anziehen soll.

    Ja, das könnte ich natürlich, läuft am Ende aber genau auf das Gleiche aus. Ich sage ihm, was er tun soll ;-D

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    Ja, die 1,5h schafft er nicht, weil es eben nicht sein Alltag ist

    Das stimmt so nicht. Auch wenn er die Kinder nicht so lange um sich herum hat wie ich, ist er doch jeden Tag ein paar Stunden mit ihnen zusammen und am Wochenende sowieso. Er weiß genau wie er die Kinder beschäftigen kann. Gerade bei dem Großen ist das gar kein Problem; mit Puzzeln, Kneten, Lego kann man ihn über Stunden bei Laune halten.


    Ich mag das Thema fernsehen aber gar nicht mehr ansprechen. Und vor'm Mittagsschlaf zu ihm sagen, wie er sich doch mit dem Großen beschäftigen könnte, möchte ich auch nicht :-/

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    Nur Meckern führt oft einfach zu Trotz auf beiden Seiten.

    Danke frü deine Lösungsvorschläge, du hast ja recht. In solchen Momenten bin ich dann genau die Frau, die ich nicht sein will. So eine blöse maulige Else eben :(v

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    Ich kenne hier die andere Seite. Bei uns hat das mein Mann immer ganz egoistisch gemacht. Ich hab dazu nie was gesagt, aber innerlich hab ich mich jedesmal richtig aufgeregt. Und ja - das kam dann immer im Streit raus. Er hat daraufhin irgendwann seine Strategie geändert. Er schafft sich seine Freiräume jetzt nicht mehr spontan egoistisch, sondern wir klären den Tag morgens. So kann sich jeder darauf einfstellen was dem anderen heute wichtig ist.

    Ok, das läuft bei uns aber ganz gut, denn ich sage grundsätzlich morgens schon, wenn ich etwas plane. Größere Dinge wie ein Nachmittag mit einer Freundin zusammen, besprechen wir in der Regel schon 1-2 Wochen vorher. Ich fände es genau wie du nicht fair, wenn einer knall auf fall einfach die Biege macht und sagt "mach du mal".


    Also das klappt bei uns sehr gut so.

    @ Plüschbiest

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    dass du spontan Dinge entscheidest, die eigentlich gar nicht sofort entschieden werden müssten? Mittwochs schon das Wochenende verplanen beispielsweise?


    Soll heißen, wenn du einfach abwarten würdest, dass er dann was entscheiden würde?

    jein, meistens bin ich tatsächlich so ":/ Das wäre mir jetzt bewusst nicht so aufgefallen.

    @ avanti

    danke für deinen Beitrag, hat mir sehr geholfen :-)

    @ NotMichaelCaine

    auch dir vielen Dank, dein Beitrag hilft mir auch sehr!

    @ Die Seherin

    Ja, so ein Gespräch würde ich mir sehr wünschen, aber da komme ich nicht so gut bei ihm an. Er sagt dann immer, dass ich "immer alles zerreden würde". Er ist absolut nicht der Typ für solche Gespräche.

    @ Phytonist

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    Und dann sagt sie aber auch: er soll rund um die Kinder auch so fit sein wie ich.

    Das erwarte ich gar nicht, bzw denke ich eigentlich, dass es da nichts zu erwarten gibt? Die Kinder sauber, angezogen, satt und ausgelastet kriegen ist doch kein Hexenwerk. Ich erwarte ja nicht, dass er es genau wie ich macht, sondern, dass er da seinen eigenen Weg findet.

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    Also ein Vorschlag: viel mehr Rollentausch: er nimmt mal Elternzeit, sie arbeitet wieder. Er ist für 3 Monate auch mit den Kindern zuhause und sie tagsüber arbeiten.

    Das hätten wir super gerne so gemacht. Er sagt jetzt noch immer, wie gerne er auch ein paar Monate Elternzeit genommen hätte. Bei uns aber leider nicht machbar, da ich aus einem Minijob heraus schwanger geworden bin.


    Nächsten Sommer beginne ich eine Ausbildung, da reicht mein Gehalt auch eine ganze Weile nicht dafür aus, dass er zu Hause bleiben kann.


    Und du hast Recht, das mit dem "Wir", jetzt verstehe ich, wie du es meinst und es leuchtet mir ein :)^


    Was den Rest unserer Beziehung angeht, läuft alles super, da kann ich mich wirklich nicht beschweren. Es ist also nicht Hopfen und Malz verloren bei uns.

    @ Schokoladensüchtige

    Oh Gott, das klingt ja alles noch viel schlimmer als bei uns. Also das würde ich dann nicht mehr mitmachen.


    Ich regle bei uns auch Dinge wie Geburtstage und gewisse Rahmenbedingungen für den Alltag, aber was das Haus angeht, das regelt alles er. Urlaube regelt meistens auch er, die Autos auch. Also es herrscht schon eine Art Gleichgewicht bei uns.


    ____


    Ich weiß, dass ich vielleicht zu empflindlich bin. Ich habe nur die große Angst, dass mein Mann neben mir untergeht und ich ihn irgendwann nicht mehr für voll nehmen kann.


    Er hat keine Freunde und keine Hobbys, nur uns. Ich fände es toll, wenn er wenigstens ein Hobby hätte und einfach was Eigenes macht.


    Ich merke auch immer wieder, wie er wieder attraktiver und reizvoller wird, wenn er mir mal ordentlich kontra gibt und mir nicht nach dem Mund redet.


    Vielleicht sollte ich dazu noch erwähnen, dass ich 26 bin und er 51. Er hat einen verantwortungsvollen Beruf, wo er jeden Tag viele Entscheidungen treffen muss. Vielleicht spielt hier also ein bisschen das Klischee mit rein, dass er zu Hause dann einfach nichts mehr entscheiden mag; ich weiß es nicht.


    Ich werde demnächst dann mal einen guten Moment abpassen und ihn nochmal darauf ansprechen. Möglichst ohne Vorwurf. Ich hoffe, dass es mir gelingt.

    Liebe TE L.., dieser Absatz:

    Zitat

    Vielleicht sollte ich dazu noch erwähnen, dass ich 26 bin und er 51. Er hat einen verantwortungsvollen Beruf, wo er jeden Tag viele Entscheidungen treffen muss. Vielleicht spielt hier also ein bisschen das Klischee mit rein, dass er zu Hause dann einfach nichts mehr entscheiden mag; ich weiß es nicht.

    wäre gleich am Anfang des Thread hilfreich gewesen.


    Mit 51 hatte ich auch andere Vorstellungen vom Feierabend und Kinder drum herum als 20 Jahre zuvor. Erkläre jetzt noch, ob er jemals zuvor mit kleinen Kindern beschäftigt war. Zwischen Deinen Ansichten über Kinder und seinen liegt eine ganze Generation. Als er in Deinem Alter war hat sich alles über Kinder und Erziehung anders angehört als heute aktuell ist. Wenn er den Tag über Entscheidungen zu treffen hat, dann ist ihm am Abend die Entscheidung über einen grünen oder gelben Pulli für das Kind lästig, weil, und es wäre eine große Ausnahme, seine Entscheidung für grün von Dir kommentiert wird mit: "gelb wäre passender gewesen". Und auf einen solchen kleinlichen Hickhack hat ein Mann mit 51 wirklich keine Lust.

    Zitat

    Wobei ich ja generell die These vertrete, dass klassische Rollenteilung nicht gut für die gemeinsame Augenhöhe in der Beziehung ist.

    Das sehe ich als ein ganz entscheidendes Problem, an dem andere Probleme nur Folgen davon sind.




    das, was mond+sterne schrieb, halte ich nicht ganz für abwegig.

    @ TE- du hast Langeweile ...

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    Alleine die Tatsache, dass er mich das überhaupt fragt, nervt

    Er fragt, weil es eine Aufgabe in deinem Verantwortungsbereich ist- es gehört nicht zu seinen Aufgaben. Wie reagierst du, wenn er die Kinder anders ankleidet, als du es dir wünschen würdest?

    Noch mal zum Thema Fernsehen:

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    liegt und auf dem Bildschirmz.b. sterbende Menschen zu sehen sind.

    Es war von Actionserien die Rede. Das muss nicht gleich Mord und Totschlag heißen.


    Generell finde ich ja viele in Bezug auf's Fernsehen etwas hysterisch. Es muss natürlich jeder selbst einschätzen, aber ich gebe zu Bedenken: Es hat nicht automatisch das Elternteil recht, das eine Sache enger sieht...

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    Alleine die Tatsache, dass er mich das überhaupt fragt, nervt. Ich fühle mich dadurch in eine übergeordnete Rolle gedrängt und das will ich einfach nicht.

    Das würde ich mal hinterfragen: Wieso fühlst du dich übergeordnet, wenn dein Partner dich in einer belanglosen Frage nach deiner Präferenz fragt? Wenn man mich fragt, welche Sorte Taschentücher es sein soll, fühle ich mich deswegen sicher nicht übergeordnet. Weil die Entscheidung einfach so wenig relevant ist. Was anderes wäre es, wenn er dich fragen würde, wofür er sei Geld ausgeben soll oder sowas in die Richtung. Dann könnte ich deinen Gedanken eher nachvollziehen.

    Zitat

    Er weiß genau wie er die Kinder beschäftigen kann. Gerade bei dem Großen ist das gar kein Problem; mit Puzzeln, Kneten, Lego kann man ihn über Stunden bei Laune halten.

    &

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    Die Kinder sauber, angezogen, satt und ausgelastet kriegen ist doch kein Hexenwerk.

    Bist du der Meinung, dass man Kinder ständig "beschäftigen" und "bei Laune halten" muss oder zumindest sollte? Wenn ja könnte das Teil deines Problemes sein!


    Kinder brauchen m.E. auch Freiraum, Langeweile (!) und Raum, selbst auf irgendwelche Ideen zu kommen. Das kann dein Partner ihnen vielleicht besser als du?


    Vielleicht ist es ja wertvoller Freiraum, den er den Kindern verschafft, und nicht eine "Vernachlässigung der Bespaßungspflicht". ;-)

    Zitat

    Ich weiß, dass ich vielleicht zu empflindlich bin. Ich habe nur die große Angst, dass mein Mann neben mir untergeht und ich ihn irgendwann nicht mehr für voll nehmen kann.

    Oh, oh. Das klingt aber SEHR gefährlich! Dass du dir das schon konkret vorstellen kannst, dass es so kommen könnte, sehe ich als sehr große Alarmglocke. :-/ Es scheint sich aber auch viel in deinem Kopf abzuspielen. Warum knüpfst du die Augenhöhe an so seltsame Dinge? Du könntest deinen Partner auch einfach so ernstnehmen, wie er ist, statt an zig Dingen herumzumäkeln, die er deiner Meinung nach anders machen sollte.

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    Er hat keine Freunde und keine Hobbys, nur uns. Ich fände es toll, wenn er wenigstens ein Hobby hätte und einfach was Eigenes macht.

    Jetzt willst du ihm sogar schon vorschreiben, wie er seine Freizeit verbringen sollte?! Nicht jeder will Freunde oder Hobbys. Das ist genauso legitim, wie die gegenteilige Entscheidung. Warum wünschst du dir ("ich fände es toll"), dass er anders wäre als er ist? ":/ Das finde ich nicht gut. Und vorallem: Inwiefern wäre es etwas eigenes, wenn es doch nur deiner Vorstellung entspringt?