Ich? Niemals!

    Liebes Forum,


    ich bin neu hier und habe mich gerade erst angemeldet. Ich hoffe, es ist o.k, dass ich gleich ein eigenes Thema eröffne!?


    Vor 5 Jahren lernte ich im Kollegenkreis einen netten Mann kennen. Wir konnten viel miteinander lachen, manchmal auch flirten. Es war leicht und unbeschwert. Ich selbst bin verheiratet, habe 2 Kinder. Für mich war es ein Flirt...


    War...


    Wir zogen berufsbedingt in einen anderen Ort. Und ich dachte, dass sich der Kontakt damit dann erübrigt hätte. Doch über WhatsApp blieb der Kontakt bestehen. Und es wurde intensiver. Ich ertappte mich dabei wie ich spät abends länger mit ihm schrieb. Mich auf seine Nachrichten freute. Er war meine kleine Alltagsflucht.


    Meinen Mann und mich verbindet eine lange Beziehung mit Höhen und Tiefen. Und es verbindet uns Liebe. Nicht mehr dieses Kribbeln, sondern eben diese Vertrautheit. Und nun war da der Reiz des Neuen/Anderen...des Verbotenen???.


    Ab und an sah ich besagten Mann dann noch bei dienstlichen Angelegenheiten...und es knisterte. Ich habe das Knistern genossen - ohne schlechtes Gewissen. Leicht und unbeschwert.


    Doch irgendwann kippte es. Um genauer zu sagen, es kippte vor drei Wochen. Ich war auf einer längeren Dienstreise. Und es war auch dort. Wir sahen uns demnach öfter. Und irgendwie war da auf einmal das Verlangen nach mehr. Ich habe mich dem nicht hingegeben. Denke nun aber ständig daran.


    Ich habe guten Sex mit meinem Mann. Und doch fühle ich mich wie eine rollige Katze. Ich würde einfach gern mit dem anderen ins Bett. Und das hätte ich von mir nie gedacht. Ich will keine Beziehung. Nein, ich will einfach nur Sex. :-X Und das beschwert diesen Flirt, diese Alltagsflucht nun irgendwie.


    Er lebt seit Jahren ungebunden. Hat auch Probleme Beziehungen einzugehen (Beziehungsphobiker würde ich sagen). Die 3 Wochen waren schön. Und ja, ich konnte mich zusammenreißen. Diese merkliche Spannung zwischen uns war schon enorm....und ich bin sowas von irritiert von mir selbst.


    Ich musste es mir einfach mal von der Seele schreiben. Mag mir mal jemand den Kopf waschen? Mich kalt duschen, oder so?


    Purpurfarben

  • 33 Antworten

    Das was Du erlebst, erleben unendlich viele andere. Es ist normal. Man ist nicht nur mit einem Menschen auf diesem Planeten kompatibel und der Reiz des neuen ist immer stärker als der Reiz des gewohnten zu Hause. Die spannende Frage, die jeder für sich beantworten muss, ist: Wie gehe ich damit um?


    Viele geben dem Verlangen nach, haben einen Seitensprung, beginnen eine Affäre. Solange das heimlich bleibt, mag das klappen, aber die Gefahr ist groß, dass das entdeckt wird und dann die Ehe sprengt. Und mit allen Emotionen in die Affäre stürzen, da bleibt meist irgendetwas in der eigenen Beziehung auf der Strecke.


    Es kann eine Lösung sein, das ganze einfach vernunftgesteuert anzugehen und zu beenden. Den Kontakt löschen, keine Nachrichten mehr. Treu sein ist schwerer, wenn man sich die Gelegenheiten zum untreu sein förmlich sucht. Treue kann man auch leben, indem man Gelegenheiten bewusst aus dem Weg geht. Solange diese Versuchung so präsent ist, wird sie dich und Deine Ehe extrem belasten.


    Spannend ist dann die Frage, ob Du, wenn Du dem Verlangen nicht nachgibst, und diese beinahe Affäre beendest. Bleibt die Neugier nach fremder Haut? Dann besteht immer noch die Möglichkeit, das innerhalb der Ehe auszuleben. Wer weiß, vielleicht ist Dein Mann durchaus neugierig auf einen gemeinsamen Besuch im Swingerclub? (Da kann man durchaus auch anfangs mal für sich bleiben, und ganz vorsichtig testen, wie weit man geht). Noch ein Schritt weiter wäre die offene Ehe, aber das liegt nun beiweitem nicht jedem. Mir scheint es in jedem Fall sinnvoll, dieses Thema insgesamt mal zu Hause anzusprechen. Allemal besser als eine heimliche Affäre.

    Hallo purpurfarben,


    wie lange bist du denn schon verheiratet ?


    Ich denke nach einer langjährigen Ehe kann es schon mal vorkommen dass die Leidenschaft etwas nachlässt und man dann eventuell empfänglicher sein kann für Versuchungen und Verlockungen .


    Aber wäre es dann nicht wesentlich besser neue Aufregung und Anreize in die bestehende Partnerschaft zu bringen ?


    Du schreibst selbst dass dieser Mann nicht beziehungsfähig ist. Solltest du jetzt also doch der Versuchung einmal nachgeben so setzt du für ein bisschen Spaß und Abwechslung sehr viel aufs Spiel .


    Du solltest dir ganz deutlich vor Augen führen was du verlieren könntest und was du im Gegenzug dafür bekommst.


    Ich denke du bist schon ziemlich tief in den Gedanken verstrickt dich auf ihn einzulassen und sollte er deine Bereitschaft dazu spüren könntest du vielleicht sehr schnell die Kontrolle verlieren .


    Es gibt da ja dieses Sprichwort : Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um !!


    Ich denke du weißt genau was du jetzt tun solltest wenn du wirklich keine Affäre beginnen möchtest : völliger Kontaktabruch.


    Die Frage ist jedoch ob du dies überhaupt möchtest und dazu bereit bist .


    Nachdem was ich hier gelesen habe glaube ich dies eher nicht .


    Ich will dich wirklich nicht verurteilen denn ich weiß wie schnell es gehen kann dass man in Situationen kommt die die bisherigen Prinzipien und Moralvorstellungen über den Haufen werfen können .


    Ich wünsche dir dass du die richtige Entscheidung für dich treffen wirst


    Alles Gute dafür !

    Da ich Anfang Mai ein ähnliches Thema (Fremdgehen? Ich? Niemals!)eröffnet hatte, wenn auch unter etwas anderen Vorzeichen, möchte ich dir gerne antworten. Aber nicht um dir den Kopf zu waschen. Mir ging es wie gesagt "ähnlich", mit dem Unterschied, dass ich keinen Sex mehr mit meiner Partnerin haben kann. Aber mich hat es trotzdem überrascht, dass ich sexuelles Interesse an anderen entwickelt habe, denn ich war mir sehr lange sehr sicher, dass es für mich auf ewig nur "die Eine" geben wird und andere absolut uninteressant für mich sind. So war es auch, bis es auch bei mir "kippte".


    Ich möchte nach wie vor mit meiner Partnerin zusammen bleiben und keine klassische Beziehung zu "der Anderen" aufbauen, aber ja, irgendwann konnte ich an nichts mehr anderes denken als an Sex mit ihr. Ich habe dem Verlangen dann nachgegeben, ohne schlechtes Gewissen. Ich habe lange in mich gehorcht und darauf gewartet, dass es kommt - also das schlechte Gewissen, der große Katzenjammer. "Wie konnte ich nur"?? Aber nein, nichts. Es hat sich richtig angefühlt. Leicht und unbeschwert.


    Ich will dir nicht raten, es mir gleich zu tun. Aber es ist ein guter Anlass, das eigene Denken und Fühlen zu hinterfragen. Woher rührt das Verlangen und was bedeutet es für die Langzeitbeziehung? Ich denke, wenn dieser Prozess einmal in Gang gesetzt wurde, lässt er sich nur schwer stoppen, wobei am Ende eben nicht die Trennung vom Langzeitpartner stehen muss. Ich bin mir meiner Gefühle heute sicherer (bewusster) denn je und ich bin froh, dass ich mir diese Entwicklung gestattet habe, statt sie im Keim zu ersticken. Es hat mein Leben enorm bereichert, auch wenn ich vorher sehr lange sehr glücklich war. Aber Leben ist eben Bewegung und ich hätte viel verpasst, wenn ich am selbst auferlegten Dogma "Ich? NIEMALS!" festgehalten hätte.

    Ich glaube, es gibt wenige gebundene Menschen, die noch nie im Gedanken ein "Was-wäre-wenn"-Szenario durchgegangen sind. Es liegt wohl in unserer Natur, sich bisweilen nach etwas Neuem, Aufregenden zu sehnen.


    Und ich denke, man kann sich diesen Gefühlen gar nicht auf Dauer verschließen, da nicht kontrollierbar.


    Was man aber durchaus kontrollieren kann, bzw. selbst in der Hand hat, sind die eigenen Handlungen.


    Dafür gibt es schlicht und ergreifend keine Ausrede. Als erwachsener Mensch sollte man sich soweit im Griff haben, dass man sich selbst noch in die Augen sehen kann.


    Bisher hattest Du Dich soweit im Griff, aber Du weißt nicht, ob das auch so bleiben wird. Das kann ich gut verstehen!


    Wo keine Verlockung/Versuchung, da auch kein Problem. Wenn diese Verlockung/Versuchung aber stets präsent ist, wir es schwierig. Man hadert zumindest immer wieder mit der Situation und grübelt über die weitere Entwicklung.


    Deine Möglichkeiten wurden hier im Grunde schon aufgezählt:


    - Du gibst der Versuchung nach, ohne Einbezug Deines Ehemannes --> damit erlebst Du vielleicht eine schöne/aufregende Zeit. Aber ist es das Wert, Deine Ehe, ja, Deine Familie auf's Spiel zu setzen?


    - Du sprichst mit Deinem Ehemann nach Deinen Sehnsüchten --> kann sein, dass er offen reagiert und Dir ähnliches von sich berichtet - das ist aber wohl eher die Ausnahme. Eher kann es sein, dass er sauer/enttäuscht ist und die Beziehung darunter leidet.


    - Du brichst den Kontakt zur "Versuchung" komplett ab und gehst in Dich, wie Du künftig mit so etwas umgehen kannst. Mache Dir bewusst, was Du hast und was Du dadurch, dass Du einer solchen Versuchung nachgibst, gewinnst und was Du ggf. verlierst.


    Wenn mit der Beziehung zu Deinem Ehemann einigermaßen alles im Lot ist, wirst Du zu dem Ergebnis kommen, dass Du viel mehr verlieren, als gewinnen kannst.


    Du ahnst es vielleicht: ich rate Dir zum Kontaktabbruch. ;-)


    Ich persönlich (langjährige Beziehung mit drei Kindern) war das eine oder andere Mal schon in der Situation, dass ich andere Frauen "sehr interessant" fand und das auf Gegenseitigkeit beruhte. Die Versuchung sowie die Möglichkeit, etwas neues zu probieren, war definitiv da.


    Allerdings wurde ich mir bisher immer rechtzeitig bewusst (und ich schätze mich als so gefestigt ein, dass das auch künftig so sein wird), dass ich die Beziehung zu meiner Partnerin und meine jetzige Familienstruktur für "ein bisschen Spaß und Abwechslung" (und mehr wäre es ehrlicher Weise nicht gewesen!) niemals aufs Spiel setzen würde.


    Ich weiß, wo ich hingehöre und würde mich selbst nicht mehr leiden können, wenn ich meine Partnerin betrügen würde.


    Ich wünsche Dir einen klaren Kopf und dass Du hinter Deiner Entscheidung stehst, egal wie sie ausfallen möge. @:)

    So kommt es oft bei langjährigen Ehen vor. Und Viele erliegen dem Reiz und machen sich keinerlei Gedanken, wie sie den Partner damit verletzen würden. Wie wäre es umgekehrten Fall? Würdest du es wissen wollen und dem Partner erlauben?

    So kommt es oft bei langjährigen Ehen vor. Und Viele erliegen dem Reiz und machen sich keinerlei Gedanken, wie sie den Partner damit verletzen würden. Wie wäre es umgekehrten Fall? Würdest du es wissen wollen und dem Partner erlauben?

    Ich finde nicht das man es mit einem kommt sehr oft vor, geht jedem mal so beantworten kann.


    Mir ging es nie so, ich fand meinen Exmann auch nach über 10 Jahren noch so scharf. Das können andere natürlich anders sehen, klar kommt es vor. Doch warum? Lässt sich nicht damit beantworten das anderen Sex weniger wichtiger wäre. Dem ist nicht so.


    Also ich kann für mich sagen: Wenn ich die Person liebe und damit auch begehre, dann ist das eine Haltbarkeit, die eigentlich nie endet, es sei denn die Liebe endet. Das tut sie meist, aus aber anderen Gründen!


    Was du tun kannst? Am besten deine Ehe beenden, denn Liebe kann das nicht mehr sein mit all seinen Facetten des Begehrens. Es ist Alltag, eine Freundschaft mit Sex. Mehr nicht. Deinen Mann zu hintergehen, wäre jedenfalls das allerletzte, das würdest du auch nicht wollen das man dir sowas an tut, also tue es ihm auch nicht an, in der Hoffnung es bleibt unentdeckt-das machen soviele. Und fallen damit gründlichst auf die Nase. Das Ende ist vorprogrammiert, ich hätte gar keinen Spass daran, der Gedanke es fliegt eines Tages sowieso auf, würde mir jegliche Unbeschwertheit nehmen, nur um dann festzustellen, es war ja auch nur Sex und der ist soviel anders auch nicht mit anderen Menschen;-).

    Es gibt keine vernünftige Antwort auf eure Affären-Fragen, warum versteht ihr das nie?


    Was soll man denn euch raten? Wenn wir sagen nein dann wirst du darauf verzichten müssen und die Sehnsucht durchleiden.


    Wenn wir sagen ja dann hintergehst du deinen Mann und wenns rauskommt wirste im Normalfall richtig Stress haben.


    Es ist keine einfach Situation aber da kann dir niemand sagen was du tun sollst.


    Wer mit dem Feuer spielt muss sich über die Folgen im Klaren sein - mehr kann man dazu nicht sagen. Entscheide selbst !

    Die beste Antwort wäre es den Kontakt zu dem Mann zu cuten! Dann wird sie ihn einige Zeit vermissen, aber das vergeht! Das durchzuhalten, obwohl sie ihn beruflich ab und zu sieht, ist dann wahre Stärke!!!


    Und davor würde ich meinen Hut ziehen! Der Verheissung zu widerstehen. Selbst wenn die Lust auf fremde Haut dann noch vorhanden ist, wenn sie nicht gezielt danach sucht, dann wird sich da so schnell auch nichts ergeben, denn sowas passiert ja nun nicht jede Woche.

    Zitat

    Die beste Antwort wäre es den Kontakt zu dem Mann zu cuten! Dann wird sie ihn einige Zeit vermissen, aber das vergeht! Das durchzuhalten, obwohl sie ihn beruflich ab und zu sieht, ist dann wahre Stärke!!!

    Also Verzicht und Selbstgeißelung. Kann man gut finden, muss man aber nicht. Wir haben alle nur dieses eine Leben. Ich hatte nie Angst, etwas zu verpassen, aber inzwischen weiß ich, wie viel vom Leben ich verpasst hätte und bin froh, dem Bedürfnis nachgegeben zu haben. Muss wahrlich nicht für jeden das Richtige sein, ein Patentrezept gibt es nun mal nicht, deshalb wäre ich da wirklich vorsichtig und zurückhaltend mit "besten Antworten", es geht schließlich um viel. Ich würde niemandem raten, (s)eine Beziehung vorschnell aufzugeben - aber sich selbst eben auch nicht.

    Ich schneie hier auch mal rein, wobei ich MioMao vollkommen zustimmen muss, es gibt keine Antworten.


    Aber, es gibt die Sorgen, Gedanken, Leiden, die mit dieser Thematik verbunden sind.


    Und Austausch kann in der Tat einfach gut tun.


    Ich kann von mir erzählen. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Vor fünf Jahren habe ich meine Kindheitsliebe wieder getroffen und mich verknallt. Vier Jahre später haben wir uns das erste Mal geküsst und dies ein weiteres Jahr später wiederholt. Daraufhin folgte eine "Affäre" (ohne Sex), die ca. 4 Monate anhielt - status quo ungewiss...


    Bei mir sind es, im Gegensatz zu dir, die Gefühle, die mich völlig übermannt haben, es geht nicht (nur) um das Körperliche. Das alles hat eine Tiefe Krise bei mir ausgelöst - auch zwischen meinem Mann und mir.


    Mein Mann weiß nichts von meinen Gefühlen zu einem anderen Mann. Das Verhältnis zum anderen ist eigentlich durch Kummer geprägt. Ich leide doppelt gerade.


    Ich habe so viele Phasen durchlebt, zunächst dachte ich, ich würde beide Männer lieben, plötzlich hatte ich keine Gefühle mehr für meinem Mann. Dann wollte ich mich trennen, der andere Mann hat den Kontakt abgebrochen und ich habe mich der Beziehung zu meinem Mann gestellt. Ich habe mir Beratung gesucht, habe an mir gearbeitet, wollte die Beziehung zu meinem Mann wiederherstellen. Das gelang kurz. Nun ist "zu Hause" wieder Normalität eingekehrt, ich bin zufrieden, aber richtig euphorisch bin ich nicht. Gleichzeitig denke ich quasi 24 Stunden an den anderen Mann.


    Ich bin also noch mitten drin statt nur dabei - wenn du Lust auf Austausch hast, Purpurfarben, dann gerne. Auch wenn die Situation ein wenig anders ist, als bei mir...

    Es ist vielleicht etwas allgemein und zu pauschal, aber nach meiner Erfahrung gibt es da folgendes oft zutreffendes Muster:


    Männer haben es in Affären einfacher, weil sie Sex und Liebe gut trennen können. Die Affäre kann fehlenden Sex zu Hause kompensieren, ohne dass das die Ehe gleich in Frage stellt. Nur wenn es rauskommt, führt das dann zur Trennung, weil die Ehefrau das als Todsünde sieht.


    Frauen neigen dazu, sich in den Sexpartner zu verlieben, bzw. die Affäre über das verliebt sein anzufangen. Auch das führt zu Hause zur Trennung, wenn es rauskommt, weil der Ehemann das fremd verlieben nicht toleriert. Mit dem Sex alleine wäre das vielleicht gegangen. Aber: Diese Konstellation führt auch zur großen Krise, wenn es heimlich bleibt, denn mit der neuen Liebe leidet die alte zwangsläufig. (Polyamor empfindende mal ausgenommen). Das Spiel mit dem Feuer sollte Frau sich sehr genau rechtzeitig überlegen!!

    Zitat

    Wir haben alle nur dieses eine Leben.

    Mit diesem Argument kann man jedes Handeln schönreden. Lass uns doch die Ozeane vermüllen und Brennstäbe in der Wüste verbuddeln. Wo ist die Grenze?


    Die Erklärung klingt auch viel zu einfach. Derjenige, der durch dieses Handeln möglicherweise getroffen wird, hat genauso Recht auf dieses eine Leben. Die Taktik funktioniert letztendlich auch nur, wenn man alleine so handelt und alle anderen besser möglichst nachhaltig und rücksichtsvoll bleiben.


    Was Purpurfarben hier passiert ist, passiert letztendlich vermutlich tausendfach täglich allein in diesem Land. Und die Antworten darauf sind absolut unterschiedlich, genauso wie die Meinungen. Die einen können sich zusammenreißen (auch, um dieses "eine Leben" nicht komplizierter zu machen). Andere ziehen die Bequemlichkeit der Heimlichkeit vor. Wieder andere sind in der Beziehung so gefestigt und stark im Geben, dass sie sich die sexuellen Ausflüge gegenseitig gönnen. Und manche gehen auch in sich und nehmen dies zum Anlass, sehr viel über die eigene Partnerschaft, die eigenen Wünsche zu reflektieren und eine moralische Entscheidung zu treffen, die eben nicht an sich allein denkt, sondern alle Betroffenen mit einbezieht. Um dann dazu zu stehen, egal wie schmerzhaft es ist. Aber aufrichtig.