Du solltest auf jeden Fall Dir Hilfe holen, um nicht zusammenzubrechen. Das Geld dafür scheint ja vorhanden, so wie ich Dich verstand? Also Kinderbetreuung, ein Au-Pair oder -vielleicht die beste Variante- Zuzug eines Verwandten oder einer Freundin, die Zeit hat (zB. verrentet ist)

    Also erstmal kannst du bei dir anfangen. Gelassenheit bei Unordnung kann man üben und was die beiden Herren der Schöpfung rumliegen lassen würde ich in großen Wannen sammeln und denen in ihr Zimmer respektive auf ihr Bett stellen. Die lernen es ja sonst nie.


    Und dann musst du gucken was noch so geht. Kannst du einen festen Babysitter einführen so das du unabhängig von den Arbeitszeiten deines Mannes mal raus kannst? Kannst du dir eine Haushaltshilfe leisten?

    Hallo,


    Ja also finanziell leisten könnten wir uns das schon, aber kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden |-o ich liebe meine Kinder und ich liebe es zeit mit ihnen zu verbringen, wünsche mir halt nur ein wenig zeit für mich, auch gemeinsame Zeit mit mein mann. Babysitter für abends wäre aufjeden Fall eine Idee. Damit ich vielleicht auch mal raus komme. Ich sehe ja ein das es so nicht weiter geht. Mich macht das alles so fertig :(

    Zitat

    Gelassenheit bei Unordnung kann man üben und was die beiden Herren der Schöpfung rumliegen lassen würde ich in großen Wannen sammeln und denen in ihr Zimmer respektive auf ihr Bett stellen. Die lernen es ja sonst nie

    Schon so oft versucht, aber irgendwie klappt das nicht.

    @ Miss

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist von eurer 5-köpfigen Familie nur dein mittlerer Sohn gegen einen Umzug. Wenn man es jetzt demokratisch betrachtet, sind zwei für einen Umzug, zwei enthalten sich und einer ist dagegen. Damit wäre für mich die Entscheidung klar. Dass du dir neben diverser Hausfrauen- und Mutterpflichten eben auch engere Kontakte auf Augenhöhe wünscht, finde ich nur allzu verständlich. Inwieweit du dich in den vergangenen 6 Jahren wirklich reingekniet hast, Kontakte am neuen Wohnort zu knüpfen, oder ob es eher halbherzige Versuche waren, ein Umzug nach erfolglosen "Kämpfen" die logische Konsequenz ist oder ein Ausweichmanöver, kannst nur du beurteilen.


    Vorausgesetzt, es klappt mit einem vernünftigen Job am neuen/alten Wohnort, sehe ich durch diesen Umzug grundsätzlich nur Vorteile. Deine soziale Anbindung wäre zumindest durch deine Herkunftsfamilie schon mal deutlich besser, deine Kinder würden hoffentlich auch ein engerer Teil dieser Familie, vielleicht gäbe es auch als Nebeneffekt die Möglichkeit, dass jemand aus der Familie mal auf den Lütten aufpasst, ergo mal mehr Freiraum für dich. Du wärst ausgeglichener, was sich nicht unerheblich auf dich und deine kleine Familie auswirkt. Denn latent vorhandene Niedergeschlagenheit wird von dem Umfeld, wenn auch unbewusst, wahrgenommen.


    Das einzige, was ich vermutlich nicht tun würde, wäre, direkt in die alte Stadt, und somit in die (un-)mittelbare Nähe des Ex-Mannes, zu ziehen. Du wirst gute Gründe damals gehabt haben, so weit weg zu flüchten. Es sei denn, du neigst generell zu Drama, dann gälte es in dieser ganzen Geschichte woanders anzusetzen...

    Dann hängt es aber wirklich komplett an Dir und nicht am Wohnort.

    Zitat

    Ja also finanziell leisten könnten wir uns das schon, aber kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden |-o

    Mit dem Gedanken an einen Babysitter tagsüber oder an eine Haushaltshilfe?
    Du machst täglich um die fünf Stunden Haushaltszeug, das ist doch völlig meschugge. Organisier Dich besser, stell eine Haushaltshilfe ein und finde raus, warum zum Teufel Du da so zwanghaft bist. Eine Freundin von mir tickt da genau wie Du, die kann auch nichts liegen lassen, und sie ist - trotz guten Freunden in erreichbarer Nähe - in einem ähnlichen Zustand wie Du, und die ganze Familie leidet unter ihrem selbstgemachten Dauerstress. Sie hat es auch durch einen Umzug zu lösen versucht, ging volle Kanne in die Hose. Die allermeisten Probleme nimmt man nun mal mit, wo immer man hingeht.


    Ich habe den deutlichen Eindruck, dass Du in Wirklichkeit nicht viel mit Dir anfangen kannst. Es ist ja nicht so, dass Du schreibst: "Ich würde gern das und das tun, aber ich weiß nicht, wie ich es zeitlich machen soll". Nein, Du schreibst, Du hast für nichts Zeit, aber da ist ja auch gar nichts, für das Du gern Zeit hättest. Das heißt, Du füllst die Leere, in der Du steckst, mit lauter Aktivitäten für die Familie auf und tust so, als wärst Du einfach nur sehr beschäftigt und pflichtbewusst, aber in Wirklichkeit ist es womöglich eher so, dass Du diese ganzen scheinbaren Notwendigkeiten vorschützt, um Dir nicht einzugestehen, dass Dir mit Dir selbst furchtbar öde ist. Und falls das das Problem ist, dann musst Du da anpacken, alles andere ist Augenwischerei und Zeitverschwendung.

    Ist auch mein Eindruck. Such dir erstmal was zu tun, schaff dir einen Babysitter an und sieh zu das du ein Leben lebst, vielleicht kannst du dann auch was liegen lassen. Und wenn es dann noch nicht klappt kannst du noch immer umziehen.

    Ich weiß zwar nicht, ob es weiterhin Sinn macht hier was zu schreiben, aber ich versuch es trotzdem nochmal.


    Thema zurückziehen in die Stadt, wo man her gekommen ist:


    Ich selbst bin auch in einer Großstadt geboren und aufgewachsen, bin nach der Heirat aufs Land, auf einen Einzelhof, der vom nächsten Ort ca. 6 km entfernt war, von der nächsten Einkaufsmöglichkeit ca. 15 km.......Ich hab mich dort SEHR wohlgefühlt und wollte NIE MEHR zurück - ganz einfach, weil meine "Heimat" nicht der Ort ist, wo ich gebürtig herkomme, sondern dort, wo meine Liebsten wohnen - und das ist definitiv immer dort, wo ich JETZT zu Hause bin.....


    Aber - was ich sagen will: Orte - und vor allem Großstädte verändern sich rasend schnell - als ich einmal nach 3 Jahren Wegzug in dieser Großstadt einen neu eröffneten Ikea-Laden suchen wollte, hatte ich ein Riesenproblem - ich fand NIX mehr.....In der Innenstadt bauten sie gerade um, eine U-Bahnstation war gesperrt, die nächste auch, die Namen dieser Stationen wurden später vertauscht, also A hieß dann B und B A - Dann: Komplette Straßenzüge waren nicht mehr wiederzuerkennen, weil aus offenen Durchgangsstraßen verkehrsberuhigte Zonen gemacht wurden - wunderschön und ökomäßig wirklich vorbildlich - aber für mich absolut chaotisch.....


    Und auch unsere unmittelbare Nachbarschaft hatte sich in kurzer Zeit total verändert - einige ältere Personen sind verstorben, einige weggezogen - in unserem alten Mietshaus wohnten nach kurzer Zeit nur noch 2 Familien, die ich von früher noch kannte - alles andere waren völlig fremde Menschen, eine Nachbarin war ins Nebenhaus gezogen - im Nachbarhaus zur anderen Seite das gleiche.


    Auch in Deiner Stadt wird nicht alles gleichbleiben, und ich fürchte, Du verrennst Dich da in einer Illusion, die in eine furchtbare Enttäuschung mündet, wenn Du meinst, Du könntest dort anknüpfen, wo Du aufgehört hast, als Du weggezogen bist... Du wirst auch dort völlig neu anfangen müssen, wie in jedem fremden Ort......


    Denn überall geht die Zeit weiter, auch in Deiner Herkunftsstadt......


    Und auch Deine erweiterte Großfamilie die ja komplett - wie Du schreibst, dort in dieser Stadt wohnt, wird sich verändern: Deine Nichten und Neffen, werden wegziehen fürs Studium, die Partner Deiner Nichten und Neffen oder Deiner Schwestern werden sich beruflich verändern, in andere Städte ziehen..........und in Nullkommanichts bist Du auch dort so fremd und verlassen, wie Du Dich hier vorzukommen meinst.................


    Deine Tanten werden älter, gebrechlicher auch da bleibt nicht alles so wie es "früher einmal" war......................


    Das ist realistisch...................


    Und nun noch ein Vorschlag:


    Wenn Du so an Deiner erweiterten Herkunfts-Familie hängst, warum machst Du bei Dir daheim nicht mal ein großes Familienfest und lädst mal alle zu Dir ein? - Oder Du lädst abwechselnd Deine Nichten mal zu Dir ein, in den Ferien für ein paar Tage und dann gehst Du mit ihnen shoppen und zeigst ihnen wie schön Du es jetzt hast?


    Und alle Deine Angehörigen freuen sich mit Dir, dass Du es jetzt so schön getroffen hast, nach all dem schrecklichen Leid, das Dir Dein Ex angetan hat.


    Wäre das nicht eine tolle Idee, die Dir auch helfen kann, Deine jetzige Situation dankbar anzunehmen als glückliche Fügung und wirklich das beste draus zu machen? :)*