DieDosismachtdasGift


    ich könnte jetzt auch zitieren, mache es aber nicht, weil ich der Meinung bin, dass Du zu 90% recht hast. Ich würde das alles auch selbst so sehen. ABER SIE SIEHT DAS NICHT! Für sie bin dann meistens ICH der Idiot, wenn ich dann sage, dass ICH der Idiot bin, meint sie, dass das nicht so ist. Auch sagt sie dann Sorry und die Sache ist für sie gegessen - und mich beschäftigt das die halbe Nacht.


    Wie das ist, wenn wir wegfahren?


    ich habe sie nach Wien eingeladen. Alles bezahlt. Ihr ein schönes Weekend machen wollen. Am Tag 1 hat sie gegen Mitternacht gejammert, dass ihr (13 Grad) zu kalt ist, ich war dann schon genervt, worauf sie zu diskutieren begann, am Tag 2 hatten wir es richtig schön, dann wollte ich knapp vor dem Zusperren noch Sekt im Supermarkt kaufen und sie zuckte aus, weil ich in den Supermarkt wollte. Ich soll ihr sagen, was ich dort will. Sie läuft mir nicht wie ein Hündchen nach. Und so weiter...


    Es war dann sehr mühsam. Wir hatten eine Diskussion über 3 Stunden, hatten eigentlich einen Abendtermin, den ich schon canceln wollte und am Ende sind wir dann doch gegangen und es war mehr oder weniger friedlich.


    Das Problem ist (und das sagte ich ihr auch): wir könnten nach Rom, London, New York reisen, dort ist das Wetter traumhaft, wir haben tolles Mittagessen, alles könnte superperfekt sein und dennoch könnte es passieren, dass das Mineralwasser zu kalt, zu warm, zu kohlensäurehaltig oder zu still ist - und sie könnte wieder zicken.


    Das macht mich traurig, weil vieles aus dem NICHTS kommt, total unnötig ist.

    mein exmann und ich hatten ein ähnliches streitverhalten. er kam zwar nicht mit "du, immer, nie" aber er wurde emotional, während ich dann natürlich den sachlichen part übernahm.


    das kostet kraft. der andere macht seinen gefühlen luft und damits nicht noch mehr eskaliert, frisst man seine eigenen verletzungen in sich rein.


    scheiß spiel


    nach der trennung, als ich nicht mehr das gefühl hatte, ich müsse die situation retten, nahm ich nicht mehr die sachebene ein, sondern begann, seine sprache zu sprechen. die mit den vielen emotionen. und was soll ich sagen: es zwang ihn, sich zurückzunehmen. plötzlich gelang es ihm, auf der sachebene zu bleiben. eine krasse erfahrung für mich, nach 20 jahren anderer streitkultur


    was ich sagen will, und diesmal benutze ich auch das DU :D


    DU musst das ändern, genauso, wie die dosis es sagte: raus aus diesem verhaltensmuster


    je ruhiger du bleibst, je mehr du versuchst, die situation zu retten, desto mehr erlaubst du ihr, so rumzutoben, wie sie is tut


    wenn ichs richtig verstanden hab,habt ihr in der wohnung jeder ein eigenes zimmer.


    geh dahin, wenn sie wieder ausflippt. erklär ihr vorher ruhig, daß ihr gern weiterreden könnt, wenn sie auf der sachebene angekommen ist, aber SO nicht


    wenn sie im supermarkt spinnt- lass sie stehen. hab ich mit meinen kindern in der trotzphase auch gemacht. hilft wunderbar. oder, wenn dus mut humor lösen willst, fordere sie auf, sich hinzuschmeißen, zu schreien und mit den beinen zu strampeln, weil das viel mehr effekt hat. hat bei meinen kindern auch super geholfen - die haben mich verwirrt angeschaut und nicht mehr gebockt


    wenn sie stichelt (wie genau sie das macht würde mich noch interessieren)- gar nicht reagieren, würd ich ignorieren und vielleicht zwischendurch EINmal drauf hinweisen, daß sie normal mit dir reden kann, wenn sie was aufm herzen hat.


    aber mach diese kindischen anfälle nicht mehr mit!

    Es ist euer Muster und sie kann nur so sein, weil Du es so mitspielst. Durchbrich diesen Kreislauf, lass sie einfach stehen, wenn sie wieder einen grundlosen Ausbruch bekommt und überlass wie ihren Launen.


    Wie lange seid ihr nun ein Paar und wie alt ist Deine Freundin?


    Bitte geh auf die Fragen ein, sonst gibt es keinen Lösungsansatz für die Menschen, die Dir hier Rat geben wollen.


    Mir geht es nicht darum, dass Du mir zu 90 Prozent Recht gibst, wenn eure wirklichen Themen kaum berührt werden. Du bleibst in Deiner Rolle ihr alles durchgehen zu lassen und sie verliert dabei immer mehr Respekt vor Dir.


    Es liest sich bisher sehr emotional abhängig, was Du von Dir schreibst.


    Hattest Du schon Beziehungserfahrung mit anderen Frauen bevor ihr zusammen gekommen seid?


    Auch, wenn Du es Dir aktuell nicht vorstellen kannst, Deine Freundin ist mit dieser Situation und mit Dir nicht glücklich. Es ist keine innere Zufriedenheit, wenn jedes Stimmungstief so eine Eskalation Streit und schlimme Worte zwischen euch auslöst.


    Habt ihr beide schon mal darüber nachgedacht euch Hilfe von außen zu holen? Das was Du beschreibst aus eurem Beziehungsleben ist destruktiv abhängig sein. Liebe auf Augenhöhe geht definitiv anders.


    Wenn es euch nicht gelingt aus dieser Spirale zeitnah rauszukommen, wird eure Beziehung scheitern. Spätestens, wenn Du zusammen brichst, weil Du es emotional nicht länger aushälst von ihr fertig gemacht zu werden. Viele schöne Momente kann ich mir zwischen euch beiden realistisch objektiv gesehen nicht vorstellen, weil Du ständig mit der inneren Anspannung lebst, dass sie gleich wieder los legt Dich zu provozieren und runter zu machen.

    Hallo, ja, ich hatte Beziehungserfahrung und kann sagen, dass sie eben in beiden Richtungen besonders ist. Es war mit niemandem vorher so schön und - in den anderen Fällen - mit niemandem vorher so mühsam. Sie sagte einige Male, das liegt daran, dass sich meine früheren Beziehungen nichts sagen trauten. Das mag sogar teilweise stimmen, weil ich eher ruhige Frauen hatte, die eher noch nicht so erfahren waren. Aber das alles spielte sich auf einem Level +/- 20 ab, während ich mit meiner jetzigen Freundin auf +/-50 verkehre.


    Sie ist 21, wir sind seit 9,5 Monaten ein Paar, wir hatten vom Anfang an Stress, aber wir verliebten uns ineinander. Mag ein Widerspruch sein, kann aber passieren.


    Was ich glaube und womit ich fast sicher bin: sie hat wenig Selbstbewusstsein und wenn sie sich "unterlegen" fühlt (das ist grundlos, weil ich sie nicht so behandle), dann muss sie mich weiter runterdrücken, um sich selbst besser zu fühlen. Sie wirft mir dann Dinge an den Kopf, wo sie später sieht, dass sie einfach nicht stimmen. Wie dieses "Kontrollieren". Sie meinte immer, dass ich ein Typ bin, der sie bei jedem Schritt kontrollieren möchte. Das hat mich wirklich verletzt, weil ich eben nicht so bin. Inzwischen weiss ich alle ihrer Passwörter (und sie meine), aber ich habe den Laptop noch nie eingeschaltet. Würdest Du sie heute fragen, ob Mario ein Kontrolltyp ist, würde sie verneinen. Aber dies war wochenlang ein Thema. Sie bildet sich was ein (teilweise auch weil sie selbst eben kein Selbstwertgefühlt hat) und sagt das so lange, bis sie es selbst glaubt.


    Ja, wir haben nachgedacht uns Hilfe zu holen und ich wäre auch bereit, aber ich sehe, dass sie es am Ende nicht annehmen würde. Ich versuche ja schon mit Aussagen von HIER zu argumentieren, wo ich mir sicher bin, dass sie zutreffen und dann macht sie das alles runter und meint, naja, die im Forum kennen uns nicht, kennen mich nicht, usw... - sie nimmt nichts wirklich an.


    Ja, da hast Du recht, ich habe permanent die Angst, dass gleich wieder alles anders sein kann. Versteh mich nicht falsch, es geht nicht um "wie toll ich bin ich" und "wie sehr ich mich bemühe" und so, aber ein Beispiel: ihr letzter Geburtstag war ziemlich schlecht. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, ihr den nächsten Geburtstag besonders toll zu machen, zu verreisen. Ich habe auch schon alles gebucht, bezahlt, und so weiter. Sie weiss das. Im Streit sagt sie dann: "Wir sollten das stornieren." Ich kann es aber nicht stornieren. Das geht nicht mehr. Mir tut das weh, weil ich sie einladen wollte, ihr eine Freude machen wollte, für sie wäre Stornieren ein Mausklick. ICH würde aber einen immerhin schon vierstelligen Betrag verlieren. Und selbst wenn wir verreisen: es könnte mir dort wirklich passieren, dass wir in einem Straßencafe frühstücken, die Sonne scheint, alles ist supertoll - und 10 Minuten später passiert es. Sie provoziert ohne Ende, stichelt, und so weiter, ich bin zuerst eher passiv, still, merke aber, dass ich später auch emotionaler werde - und dann ist der Tag kaputt. Ich kann nicht immer alles schlucken.


    Ja, wir haben schon daran gedacht Hilfe von aussen zu holen, aber sie würde das nicht annehmen. Ich hatte schon Tipps von Freunden bekommen, das hat sie abgewertet, weil es "meine Freunde" sind (die ja sie nicht kennen), ich nutzte auch paar Sätze von hier, um zu argumentieren, das Forum wertet sie total ab, denn dort antworten Menschen, die uns nicht kennen (und deshalb ist das für sie auch nichts wert), usw...


    Ich schrieb ihr, dass ich kritisch bin, ich nehme nicht jeden Satz der hier geschrieben wird 1:1. Aber ich bin dankbar für jeden Tipp, den ich bekommen kann, um es in Zukunft schöner zu haben. Für sie zählt das aber alles nicht. Eben am Telefon hatte ich schon wieder alle Hände voll zu tun, um zu beruhigen, denn sie war wütend und sagte schon Tschüss und wollte auflegen.

    @ Birkenzweig:

    Ich stimme Dir zu - aber Du hast es auch erst spät (nach der Trennung) herausgefunden. Genau eine solche Trennung will ich nicht und deshalb zerbreche ich mir meinen Kopf, WIE wir besser miteinander umgehen können.


    Gäbe es ein Patentrezept mit 10 Punkten, ich würde versuchen, alle 10 Punkte zu erfüllen, weil ich möchte, dass es besser klappt. Sie würde aber alle 10 Punkte tyrannisieren, weil das alles nichts für sie ist. Es ist schwierig, mit ihr eine Linie zu finden, denn zuerst beginnt alles, später sieht sie, dass vieles schiefgelaufen ist und sagt Sorry und 10 Minuten später sagt sie, dass sie einen Film schauen geht. Dann schaut sie Film und alles was passiert ist, ist vergessen - aber ich sitze mit Magenschmerzen da und kann dann nachts immer erst nach 1-2 Stunden einschlafen, während sie schon schnarcht.


    Ich will mich nicht in der Opferrolle sehen, bitte nicht falsch verstehen, aber ich bin eigentlich ein friedlicher Mensch.

    Zitat

    Es wirkt fast wie Borderline.


    Wenn wir das in den Griff kriegen, dann wäre ich glücklich. Es wird ein langer Weg sein.

    Ob das pathologisch ist und was genau, ist eigentlich herzlich irrelevant. Selbst Borderline ist kein Freibrief, um sich aufzuführen wie die Axt im Wald. Wenn man selbst Schwierigkeiten mit einem angemessenen Sozialverhalten (keine Freunschaften, Partner wird als Blitzableiter benutzt) hat, sollte man sich Hilfe suchen, statt alle, die einem etwas bedeuten zu tyrannisieren.


    Und warum solltet ihr ihre psychischen Probleme in den Griff kriegen ":/ Warum lässt du nicht ihre Probleme bei dir - und deine bei ihr? Ich meine, nur weil sie austickt, heißt das ja noch lange nicht, dass du das mit dir machen lassen musst. Das ist deine Baustelle.


    Wenn du meinst, dass du bei ihr irgendwelche Probleme lösen musst, damit es ihr besser geht, obwohl sie gar nichts ändern will, rutscht du in eine Art Therapeuten- / Elternteil-Rolle und die Augenhöhe in der Beziehung geht verloren.

    Zitat

    Gäbe es ein Patentrezept mit 10 Punkten, ich würde versuchen, alle 10 Punkte zu erfüllen, weil ich möchte, dass es besser klappt. Sie würde aber alle 10 Punkte tyrannisieren, weil das alles nichts für sie ist.

    Ja, du möchtest sie oder dich oder die Beziehung so ändern, dass es euch in Summe besser geht.


    Ihr ist das scheißegal. Weil sie für sich wichtiger ist, als du oder eure Beziehung.

    @ Graógramán

    Sie hat extrem viel geändert bisher... das habe ich nicht geschrieben, weil ich ja keinen Roman über sie schreiben will, sondern die Probleme, die wir haben. Ich meine, dass es hauptsächlich (5 Tage die Woche) sehr gut und schön mit ihr ist und eben 1-2 Tage immer wieder schlecht sind.


    Ich sehe schon viele Fortschritte, da war ja schon zu Beginn viel sehr mühsam. Das hat sie geändert. Erfolgreich. Und darauf ist sie auch stolz (zurecht!). Deshalb glaube ich nicht, dass ich ihr egal bin. Denn wenn sie mich nicht lieben würde, dann hätte sie das alles ja nicht getan (ich will das hier nicht auflisten, wäre ihr gegenüber unfair).


    Ich muss herausfinden, wie ich mit diesem Verhalten umgehen kann. Ich will sie nicht verlassen. Ich könnte es, denn ich weiß, dass ich lieber glücklicher Single bin, als in einer schlechten Beziehung. Aber ich liebe sie und will daher nicht so einfach schon jetzt aufgeben.


    Ich sauge hier alles auf, was uns helfen kann.


    Ich plane (noch immer) meine Zukunft mit ihr.


    Ich sage nicht, dass es so einfach gehen wird - aber ich bin bereit daran zu arbeiten. Sie muss es auch weiterhin sein.

    @ Lord Hong

    Wenn wir nicht Krach haben, sind wir uns sehr nahe, haben viele gemeinsamen Interessen, fühlen uns miteinander wohl, geborgen, es ist auch Liebe.


    5-6 Tage die Woche sind sehr gut - 1-2 Tage die Woche sind richtig beschissen

    Deine Beziehung ist also regelmäßig anstrengend und zermürbend und deine Freundin möchte nichts daran ändern. Weil es früher aber noch beschissener war, willst du an der Beziehung festhalten?

    Mein Tipp, lies bitte mal in den Thread der Userin 'reizende' rein mit dem Thema


    Bindungsunfähigkeit bzw. Unfähigkeit, sich einzulassen


    Das was Du bisher über Deine Freundin schreibst, lässt in mir einige Parallelen erkennen in ihrem Verhalten.


    Ob es um eine starke Reifeverzögerung oder eine Persönlichkeitsstörung geht, vermag ich aus der Ferne so nicht zu sagen. Aber ihr Verhalten klingt nicht nach einer 21 Jahre alten Frau, die weiß wie man eine Beziehung auf Augenhöhe führt. Und nein es liegt ganz sicher nicht in der Hauptsache daran, dass sie jünger ist als Du und zu wenig Selbstbewusstsein hat.


    Wie tritt sie bei ihren Eltern und in ihrem eigenen Freundeskreis aus, sofern es diesen gibt.


    Welche Gemeinsamkeiten und Hobbies teilt ihr miteinander? Macht ihr beide auch mal getrennt Dinge. Irgendwie sehe ich bei dem was Du schreibst zwei junge Menschen, bei denen einer sich verbiegt und versucht um jeden Preis alles passend zu machen, während der zweite Part konsumiert und das meiste achtlos an sich vorbei ziehen lässt. Wenig wertschätzend Dir gegenüber ist.


    Glücklich darüber, wenn es Dir wieder mies geht und daraus offenbar ihre Glückseeligkeit zieht. Gesund ist das ganz sicher nicht, weder für die Beziehung noch für Dein Seelenleben.


    Ist euer Sexleben so überzeugend toll, dass es all die miesen Momente eurer Beziehung aufwiegen kann, in denen Du Dich auf die Palme bringen lässt und leidest?

    Übrigens: Mein Ex hat inzwischen eine Borderline-Diagnose, die er während unserer Beziehung noch nicht hatte.


    Die sehr schönen und nahen Tage kenne ich genauso, wie die Tage, an denen man verzweifelt ist und den Partner an die Wand klatschen möchte. Ein Auf und Ab halt, aber sehr eng und symbiotisch. Fühlte sich wesentlich mehr nach einem Einheits-Wir an, als alle Beziehungen vorher und nachher. Deswegen haben mich die Aufs und Abs meines Ex auch sehr mitgenommen. Ich habe versucht es zu kompensieren und uns stabil zu halten, was mir aber nicht auf Dauer gelungen ist. Gegen Ende der Beziehung hatte ich mich in eine dauerunzufriedene Meckerliese verwandelt, ich hatte meine eigene innere Stabilität fast ganz verloren.


    Jetzt habe ich eine Beziehung, die wirklich schön und stabil ist. Mein Freund und ich sind definitiv zwei verschiedene Personen, die ihr Leben gemeinsam schön gestalten und teilen wollen. Aufs und Abs in dieser Form gibt es in dieser Beziehung nicht, es ist stabil. Es ist wärmend und angenehm. In jetzt zweieinhalb Jahren, hatten wir zwei Situationen, in denen wir aneinander gekracht sind. Die erste konnten wir nach einer Viertelstunde auflösen, die zweite nach einer guten Stunde. Und das waren die einzigen Tiefs.


    Und dadurch, dass ich nicht mehr die extremen Stimmungen meines Ex mitmachen muss, habe ich auch in mir selbst wieder Halt und Zufriedenheit finden können. Deshalb ist meine jetzige Beziehung zwar weniger symbiotisch, sondern einfach "nur" gut. Und das fühlt sich für mich wunderbar an. Weil ich davon überzeugt bin, dass es auch noch nächstes Jahr oder in zehn Jahren gut und richtig sein wird. Weil ich die Beziehung aufrecht erhalten kann, ohne mich selbst dafür aufgeben zu müssen.


    Ich befürchte, dass du deine Beziehung nur dann wirklich dauerhaft aufrecht erhalten kannst, wenn du dich oder einen Teil von dir aufgibst. Wenn du dich sehenden Auges darauf einlassen möchtest, ist das aber voll und ganz in Ordnung.

    @ Lord Hong

    Nein, das krieg ich irgendwie noch hin.


    Aber die Angst, dass es jeden Moment umschlagen könnte, ist da.

    @ Graógramán

    "Früher" ist etwa 6, 7, 8 Monate her. Für diese kurze Zeit hat sie schon sehr viel geändert. Von sich aus. Sie ist auch überzeugt davon, dass dies gut war.


    Für den Rest muss ich noch Geduld haben - wie es aussieht.

    @ DieDosismachtdasGift

    Ihr Mutter ist extrem dominant, deshalb zog sie aus. Jetzt haben sie ein gutes Verhältnis, weil sie sich nur alle 3 Wochen sehen. Die Mutter ist nach wie vor dominant, sie traut sich da nicht wirklich zu kritisieren...


    "Welche Gemeinsamkeiten und Hobbies teilt ihr miteinander?" - viele... das ist es ja. Wir unternehmen sehr viel, sind dauernd unterwegs und wenn wir zu Hause sind, hören wir ähnliche Musik, schauen ähnliche Filme, usw....


    Diesbezüglich passt das schon.


    "Macht ihr beide auch mal getrennt Dinge." Nein, weil ich neu in der Stadt bin und sie keine Freunde hat. Sie trifft niemanden. Sie hatte in den letzten 6 Monaten 2 Treffen.


    "Irgendwie sehe ich bei dem was Du schreibst zwei junge Menschen, bei denen einer sich verbiegt und versucht um jeden Preis alles passend zu machen, während der zweite Part konsumiert und das meiste achtlos an sich vorbei ziehen lässt. Wenig wertschätzend Dir gegenüber ist."


    Das sehe ich 100% genau so. Das macht mich traurig!


    "Glücklich darüber, wenn es Dir wieder mies geht und daraus offenbar ihre Glückseeligkeit zieht. "


    Das glaube ich nicht. Sie sagt 1000 Mal, dass sie will, dass ich happy bin. Ich glaube viel mehr, dass das in ihr steckt. Sie will das selbst nicht. Deshalb vermutete ich: Borderline


    "Gesund ist das ganz sicher nicht, weder für die Beziehung noch für Dein Seelenleben."


    Ja, das stimmt. Ich bin auf ausgelaugt, zermürbt und brauche immer länger als sie, um etwas zu verdauen. Nachdem sie sich abreagiert hat, sieht sie später etwas ein, sagt Sorry - und schaut einen Film. Während ich noch stundenlang daran zu knabbern habe.


    "Ist euer Sexleben so überzeugend toll, dass es all die miesen Momente eurer Beziehung aufwiegen kann, in denen Du Dich auf die Palme bringen lässt und leidest?"


    Sexleben ist top. Aber ich bin nicht abhängig. Ich wäre fähig sie zu verlassen, wenn ich das wollte. Ich bin da ziemlich stark.

    @ Graógramán

    Freu mich, dass du jetzt glücklich bist :-)


    Ich würde sagen, dass ich es zu 80% auch bin. Die 20% sind aber ein Jammer. Ich will das ändern - deshalb bin ich auch hier.

    Es passt zwischen euch beiden einfach nicht.

    Zitat

    Aber ich bin nicht abhängig. Ich wäre fähig sie zu verlassen, wenn ich das wollte. Ich bin da ziemlich stark.

    Den Eindruck habe ich von dir nicht, nach allem, was man hier über euch beiden gelesen hat.


    Sie hat dich gut im Griff. Allein dein Unterbewustsein hat DEN Satz ausgesprochen, du selber scheinst aber zu emotional an ihr zu hängen..

    Ihr habt beide eine sehr merkwürdige Streitkultur. Da prallen zwei völlig gegensätzliche Typen aufeinander, das kann nur schief gehen..

    Zitat

    Am Freitag war es einfach so, dass wir etwas vor hatten und sie das Programm umgeworfen hat. Ich war deshalb ein wenig sauer, war aber eher still und hab nicht viel gesprochen, sondern am Laptop vor mich hingearbeitet. Da begann sie schon mit dem Sticheln, ob ich jetzt den ganzen Abend "so" sein möchte. Ich ging nicht so drauf ein, sondern redete eher wenig. Dann lief sie in ihr Zimmer, machte die Tür zu und surfte im Web.

    Die eingeschnappte Diva zu spielen beherrscht Du also auch bestens... Es gibt nicht, was mehr provoziert, als jemanden, der gerade Ärgerlich ist und etwas loswerden möchte, zu ignorieren. Deine Freundin ist unzufrieden, will reden und Du gehst nicht drauf ein... Was erwartest Du? Das sie achselzuckend in ihr Zimmer geht, den Ärger runterschluckt? Das Gegenteil ist der Fall, ihr Ärger findet kein Ventil, staut sich auf, bis sie explodiert. Sieh mal zu, dass ihr Ärger an Ort und Stelle ausdiskutiert, statt dass Du versuchst, das sich das von alleine erledigt.

    Zitat

    dann wollte ich knapp vor dem Zusperren noch Sekt im Supermarkt kaufen und sie zuckte aus, weil ich in den Supermarkt wollte. Ich soll ihr sagen, was ich dort will. Sie läuft mir nicht wie ein Hündchen nach.

    Ja, und? Ich finde es relativ normal, wenn man zu zweit unterwegs ist und plötzlich biegt der eine einfach ab, dass man dann nachfragt warum. Darauf gibt's zwei Antworten, ein lächelndes "Das wird eine Überraschung Schatz" oder ein "ich kauf noch Sekt für heut Abend." Wie läuft das bei Euch? Lässt Du sie ohne ein Wort auf der Straße stehen??

    Zitat

    Sie provoziert ohne Ende, stichelt, und so weiter, ich bin zuerst eher passiv, still, merke aber, dass ich später auch emotionaler werde - und dann ist der Tag kaputt. Ich kann nicht immer alles schlucken.

    Siehe oben. Provozieren hat einen Zweck: Sie will sich mit Dir streiten. Und auch Streit verfolgen Zweck, nämlich Meinungsverschiedenheiten ausräumen. Also stell Dich dem und diskutier das mit ihr, statt sie nun ihrerseits mit Deiner Gelassenheit und Passivität zu provozieren.