Immer untreu gewesen, aber bei der richtigen Frau plötzlich treu?

    Hallo liebe Leute,


    ich würde gerne wissen, ob es hier Leute gibt, die regelmäßig in Beziehungen fremdgegangen sind, aber sich dann bei jemand anderem vollkommen geändert haben? Man hört ja manchmal, dass es sowas gibt, was wahrscheinlich auch bedeutet, dass man die vorigen Beziehungspartner nicht wirklich geliebt hat, oder? Oder was war der ausschlaggebene Grund, plötzlich Spaß an der Treue zu finden?

    Bei mir gibt es keine aktuelle Situation, weshalb ich das frage, habe mir einfach mal so Gedanken dazu gemacht... Natürlich bezieht sich die Frage jetzt nicht nur auf Männer, die Frauen fremdgegangen sind.

  • 33 Antworten

    Ja, wer naiv genug ist, glaubt es.....


    Warum sollte ein Mann, der immer alles scheinbar leicht und locker händeln konnte, seinen Sport nachlassen? Meine (totunglückliche) Freundin hat einen Mann, der stolz behauptet, er leibe eben die Frauen.... Hat 3 eigene Kinder und 2 außereheliche. Und egal, wieviel SCheiß er macht, sie glaubt immer noch an den Weihnachtsmann und hofft und hofft und hofft....


    Wenn die Hormone jucken und der Reiz der im Moment zur Verfügung stehenden Frau verblasst, dann Misses so, da muß mal ein neues Höschen gelüftet. werden....


    Dagegen gibt es wirklich Männer, die sich solchen Sche.ß gar nicht vorstellen können. Die nicht auf die Idee kommen, hinter jeder Schürze hinterher zu rennen....

    Nein, ehrlich gesagt nicht. Das hielt für ein oder zwei Jahre an und dann wurde das alte Schema wieder aufgenommen. Ich denke wer notorisch untreu ist bleibt dabei,Männer wie Frauen. Für manche ist Monigamie eben nichts.

    Beverly96 schrieb:

    Man hört ja manchmal, dass es sowas gibt, was wahrscheinlich auch bedeutet, dass man die vorigen Beziehungspartner nicht wirklich geliebt hat, oder? Oder was war der ausschlaggebene Grund, plötzlich Spaß an der Treue zu finden?

    Nein, das bedeutet das nicht notwendigerweise. Ich bin jetzt in meiner dritten mehrjährigen Beziehung. In der ersten war ich untreu, obwohl ich meinen damaligen Freund heiß und innig geliebt habe. Ich war jung, ich hatte das Gefühl mich nicht ausreichend sexuell ausgetobt zu haben und ich war noch egoistisch genug, um vor allem an mich und meine Bedürfnisse zu denken. Ich habe mich meinem Exex gegenüber wie ein Arschloch benommen, und das tut mir sehr leid. Das hatte er nicht verdient und ich hoffe es ist ihm irgendwie gelungen darüber hinweg zu kommen.


    In meiner nächsten Beziehung habe ich dann zu Beginn den Wunsch nach einer offenen Beziehung geäußert. Mein Freund war zuerst einverstanden und ich habe die Offenheit der Beziehung auch ausgenutzt. Bis sich herausgestellt hat, dass er damit doch nicht zurecht kam. Also haben wir uns auf eine "normale" monogam Beziehung geeinigt und ich war fortan die kommenden Jahre zu 100% treu, getrennt haben wir uns aus vollkommen anderen Gründen.

    Sexuelle Treue ist nicht allen Menschen gleichermaßen wichtig, aber sexuelle Treue kann auch eine Entscheidung sein, die man bewusst trifft. In meiner aktuellen Beziehung war von Anfang an klar, dass für meinen Freund nur eine monogame Beziehung in Frage kommt. Ihm ist sexuelle Exklusivität weit wichtiger, als mir. Wir haben gemeinsam darüber gesprochen, was jedem von uns wichtig ist, was einen selbst verletzen würde und welche Spielregeln gelten sollen. Daran halte ich mich selbstverständlich. Wir haben uns bewusst füreinander entschieden und gemeinsam definiert, was unsere Beziehung ausmachen soll. Wäre ich damit nicht einverstanden gewesen, wäre eine Beziehung gar nicht erst zustande gekommen.

    Ob man monogam fühlt oder ander, ist, glaube ich, größtenteils Veranlagungssache. Eine monogame Beziehung zu führen kann allerdings auch eine Entscheidung sein. Ob man sich dann an gemeinsam vereinbarte Spielregeln hält, ist nämlich keine Frage der "sexuellen Orientierung" in dieser Hinsicht, sondern eine Frage des Charakters.

    [...]


    Ich kenne beide Seiten, seit ein paar Jahren bin ich treu.

    DrumBlue schrieb:

    [...]


    Ich kenne beide Seiten, seit ein paar Jahren bin ich treu.

    Und wieso genau, wieso vorher nicht, wenn ich fragen darf?

    Na, dann ist das doch schön.... Dann ist die TE - Frage ja beantwortet.


    Mit meinen 70 Jahren kann ich da eher andere Storys erzählen. Und die unglücklichen Ehefrauen dieser dauernd frischen Wind in der Buxe brauchenden Männer sind zahlreich....


    Und sie sind auch zu doof, einfach zu gehen. Oder die Macker vor die Tür zu setzen....


    Haben Angst, alleine zu leben. Ihre Karl-Heinz-Günni-Georg-Friedhelme haben nie 'nen Schoß vor den Bug bekommen....

    Zitat

    ihre Karl-Heinz-Günni-Georg-Friedhelme haben nie 'nen Schuss vor den Bug bekommen....

    Das andere ist auch niedlich, unterlag aber der Autokorrektur ]:D

    Also, und auch das aus Erfahrung, mein Mann hatte, als wir uns damals kennen lernten, den Ruf, der knallt alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Und das zurecht. War damals für mich ein Grund, absolut zurückhaltend zu bleiben, obwohl ich über beide Ohren verschossen war. Heute, bald 20 Jahre später sind wir immer noch zusammen und ich lege meine Hand ins Feuer, dass ich seitdem die einzige war und das auch bleiben werde!

    Vor der Ehe einige Partner, nacheinander, ok. Aber in einer Partnerschaft oder sogar Ehe - und dann die wilde Sau rauslassen und fremdgehen - das sind für mich ganz verschiede Kriterien....

    Na ob nun vor oder in der Ehe macht ja keinen Unterschied. Ich war verheiratet und würde genau aus diesem Grund nie wieder heiraten. Bin mit meinem jetzigem Partner seit 7 Jahren zusammen. Trotzdem würde eine Heirat nie in Frage kommen.

    Eigene Erfahrung kann ich nicht beisteuern, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es das gibt, dass ein/e ehemals "notorische/r Frendgänger/in" plötzlich treu wird. Allerdings glaube ich, dass ein solcher Wandel sehr viel mehr mit ihm/ihr selbst zu tun hat als mit dem/der Partner/in (so wie das meiste, was Menschen tun oder sagen, mehr mit ihnen selbst als mit dem Umfeld/dem Gegenüber/der Situation zu tun hat).


    Dass ich als "die Richtige" einen chronisch untreuen umtriebigen Typen "bekehre", der dann (ausgerechnet) mir auf einmal treu bleibt, das würde ich mir im Traum nicht anmaßen.

    BenitaB. schrieb:

    Vor der Ehe einige Partner, nacheinander, ok. Aber in einer Partnerschaft oder sogar Ehe - und dann die wilde Sau rauslassen und fremdgehen - das sind für mich ganz verschiede Kriterien....

    Du, dass war nicht nacheinander, das war immer parallel. Nein, ich glaube auch nicht, dass ich die "Richtige" war, die ihn bekehrt hat, würde ich mir niemals anmaßen. Ich denke einfach, dass wir uns zu einem guten Zeitpunkt getroffen haben und obendrein wirklich harmonieren. Dann wird dieses rumstromern obsolet, weil man weiß, was man verlieren würde. (O-Ton des besten Manns von allen.)

    Ich habe habe es 8 Jahre lang geschafft treu zu bleiben, aber sofort die Ehe angefangen zu kreiseln hat, bin ich in alte Muster zurückgefallen und habe meinem Mann mit den gleich Typ betrogen mit den ich einer meiner Freunden als Jugenliche betrogen habe. Sonst bin ich manchmal zweigleisig gefahren. Ich bin aber eher an sich Einzelgängerin und lege weniger Wert auf Beziehungen. Ich bin aber offen darüber und sage das auch.

    Ich verspreche aber auch nicht treu zu bleiben und erwarte das auch nicht von anderen. Das wäre heuchlerisch.

    Graógramán schrieb:

    Ob man sich dann an gemeinsam vereinbarte Spielregeln hält, ist nämlich keine Frage der "sexuellen Orientierung" in dieser Hinsicht, sondern eine Frage des Charakters.

    Jepp! Super Aussage! :)^