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    Dass ich überhaupt von dem Orgasmus geschrieben habe, bereue ich inzwischen so sehr.

    Vielleicht ist es Dir wenigstens ein kleiner Trost - die allermeisten Frauen, die das bei einer Vergewaltigung erleben, also eine Erregung der Nervenbahnen, die zu einem orgasmusartigen körperlichen Empfinden führt, sind zutiefst verstört davon und wollen darüber mit kaum jemandem darüber reden, und wenn sie es tun, stoßen viele auf Unverständnis. Aufgrund des recht hohen med1-Google-Rankings werden einige dieser Frauen auch auf diesen Faden stoßen und lesen, dass es ihnen nicht allein so geht, und neben einigen Beiträgen wie dem von PinkLadyApfel werden sie auch viele andere lesen, die aussagen, dass diese körperliche Reaktion ganz schlicht vorkommen kann. Und vermutlich wird es die eine oder andere, die sich damit bis dahin vollkommen allein gefühlt hat, sehr beruhigen, dass sie damit eben nicht allein ist.

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    Und ich zerbreche mir seit Samstag natürlich auch den Kopf wie viel von der Verantwortung fpr das, was passiert ist, bei mir liegt, weil ich nicht noch deutlicher ausdrückken konnte, dass ich nicht will. Das Problem ist nur, dass ich es in der Situation wirklich nicht konnte. Ich kann es mir selbst nicht erklären. Insofern ist das sicher mein Fehler gewesen.

    Ich schrieb es hier schon mal: Du hast Dir nichts vorzuwerfen. Das war keine Situation, in der Du abwägen und Dich für eine Reaktion entscheiden konntest. Ohne Kenntnis davon, was sich in so einer Situation im Hirn abspielt, kann man es nicht begreifen, aber es ist wirklich frappierend, wie sehr sich die Reaktionen auf solche Vorfälle meist ähneln. Bei Dir ist ein mächtiges biologisches Programm angesprungen und hat den Verstand umgangen. Das ist in gewissem Sinne auch eine schreckliche Erklärung, weil es heißt, dass man es nicht bewusst "besser" machen kann, aber so ist es eben. Es heißt aber keinesfalls, dass Du in einer vergleichbaren Situation wieder genau so reagieren würdest.


    Ich hatte auch mal ein ziemlich scheußliches Erlebnis, wenn auch nicht annähernd so schlimm wie Deins - mit meinem Ex hatte ich reichlich wüsten Sex, teilweise mit Nasenbluten und Blutergüssen danach und so weiter. Wir hatten nie ein Codewort, ich wollte ja eh immer, und er ist nie ansatzweise an meine Grenzen geraten, bis ich dann mal nicht wollte, weil ich so wütend auf ihn war. Er hat es relativ schnell gemerkt, aber die Zeit, bis er es gemerkt und aufgehört hat, war wirklich entsetzlich. Der vertraute Mensch, mit dem ich so verdammt gern Sex hatte, und auf einmal hab ich ihn so elementar anders empfunden, war so in Panik, seine Stärke war auf einmal nicht mehr anziehend, sondern eine richtig existenzielle Bedrohung. Er hat aufgehört, weil er es gemerkt hat und mir nicht wehtun wollte (und Dein Ex hätte es auch merken können und sollen, er wollte nur nicht - sein Meideverhalten danach zeigt das recht nachdrücklich). Jedenfalls haben wir danach ein Codewort vereinbart, was ich vorher immer albern fand. Es hat gut zwei Wochen gedauert, bis ich wieder mit ihm schlafen wollte, obwohl er danach ebenso erschüttert war wie ich und nicht mal eingedrungen war. Ich kann nicht wirklich nachempfinden, wie es für Dich war, aber ein schwaches Echo davon, von diesem "Umkippen" von Vertrautheit in vollkommene Fremdheit, kann ich vermutlich zumindest erahnen. Und ich habe insgesamt drei eindeutig potenziell traumatisierende Erlebnisse gehabt, zwei davon im Zusammenhang mit Gewalt (das Erlebnis mit meinem Ex zähle ich nicht dazu, weil wir da viel Glück hatten). Das, was Du erlebt hast, zählt eindeutig zu solchen Erlebnissen, und bei so etwas reagiert das Gehirn nicht wie gewohnt. Täte es das, hätte es bei der Loveparade 2010 keinen einzigen Toten gegeben.


    Falls Du in Deiner nächsten Beziehung Schwierigkeiten haben solltest, ganz loszulassen, vereinbart ein Codewort. Tu, was Du brauchst, um Dich sicher zu fühlen. Aber bitte gib Dir nicht die Schuld. Überleg, was Du anders hättest tun können, spiel die Situation im Kopf durch, wenn es Dir hilft, und ändere sie in Deiner Vorstellung ab. Ja, Du kannst mental ein bisschen "trainieren". Aber mit dem Wissen, das Du bei dem Ereignis hattest, mit Deinen Vorerfahrungen und in Deinem Schock, hättest Du nicht anders reagieren können als so, wie Dein Hirn es Dir in dem Moment vorgegeben hat.

    Alias 711589


    Ich finde es sehr schlimm in welchem Zustand innerer Bedrängnis Du Dich gerade befindest. Mir ist verständlich, dass Deine Gedanken und Gefühle Achterbahn fahren, Du für Dich versuchst zu reflektieren, WAS um alles in der Welt war das, was ich erlebt habe.


    Du fühlst Dich (ich kann es nur vermuten) in 2 Welten, in der davor und in der danach. Beide bekommst Du nicht miteinander abgeglichen. Da gab es über lange Zeit einen Partner, mit dem es zwar (wie von Dir geschildert) turbulent zuging in Stress/Streit-Situationen, ABER es war steuerbar, es gab Grenzen und für Dich war überschaubar, ER geht nicht weiter, als das was Du von ihm kennst.


    Es gab trotz aller Heftigkeit zwischen euch, eine unausgesprochene Ebene, wo trotz aller voran gegangener Wut, der andere in seinem Wesen und als Person respektiert wird.


    Dieser Status Quo zwischen euch wurde an diesem Samstag für Dich nicht erkennbar durchbrochen. Es gab vorher keine vergleichbare Situationen zwischen euch, in der ein NEIN völlig übergangen wurde.


    Es gibt keinen schlüssigen Grund für Dich, nach den Gründen einer Mitschuld zu suchen. Es gab einen inneren Schockzustand, der Dich völlig gelähmt hat. Es gibt Menschen, die an Unfallorten stehen, vom Verstand her wissen, was zu tun wäre - aber wie eine Salzsäule rum stehen und nichts tun, oder weg laufen vor Angst sie würden einen Fehler machen. Es gibt ebenso Menschen, die sehen, dass einem Anderen in ihrer Gegenwart Gewalt angetan wird, die sehenden Augens zusehen und handlungsfähig sind, obwohl sie vielleicht im Nachgang wissen, was dringend zu tun gewesen wäre.


    Dies sind sehr komplexe Verhaltensmuster, Menschen klinken sich aus Situationen aus, die sie nicht ertragen und sich emotional unterdrückt und ausgeliefert fühlen.


    Was erwartest Du von Dir, was Du hättest tun können? Das war kein Fremder, von dem Du NULL Ahnung gehabt hättest, was er als nächstes tun wird.


    Auch Dein Freund war in einer Ausnahme-Situation, ob er für sich selbst erklären kann, was er in dem Moment tat, als er völlig die Kontrolle über sich verloren hat, wer weiß das schon. ABER mit Dir und einer Mitschuld, hat das in keiner Sekunde dieser Situation etwas zu tun.


    Ich wünsche mir für Dich, dass Du Dir jegliche Strenge nimmst, an irgendeinem Punkt Fehler gemacht zu haben. Für Dich war nicht erkennbar wie weit Dein Freund (der war in diesem Moment noch) gehen würde. Du hast ihm bis zu seiner unkontrollierten Handlung vertraut. Das war angemessen und das durftest Du, bis er die Grenzen dazu gesprengt hat. Söhne Dich mit Dir aus, belaste Deine Seele nicht mit "Schuld", die nicht an Deiner Person hängt.


    Grenze Dich von der Situation ab, es gab nichts was Du hättest tun können, Dein gebrochenes Vertrauen in diesen wenigen Minuten hat Dich aus der Situation raus geholt, um nicht bewusst zu erleben zu müssen, was ein Dir vertrauter Mensch tut. Dieser Schutzmechanismus ist tief in den meisten Menschen verankert, dass lässt sich nicht überlisten.


    So handeln Kinder ( krasses Bsp. Sekten/Satanismus-Erfahrungen) und gewisse Muster dieses Verhaltens bleiben in uns und machen möglich, dass man daran seelisch nicht zerbricht.

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    Ich kann es mir selbst nicht erklären. Insofern ist das sicher mein Fehler gewesen.

    NEIN, und Du musst Dir nichts erklären - Du hast Dich selbst beschützt, um etwas überstehen zu können, womit Du nicht rechnen konntest.


    Pass auf Dich auf, vergrabe Dich nicht und umgib Dich mit vertrauten Menschen, die dafür sorgen das Du aufgefangen wirst. Dir alles Gute für Deinen Weg. :)_

    Danke für eure aufmunternden und netten Worte! Übrigens tut es mir auch für alle, die von geschrieben haben, dass sie richtig schlimme Dinge erlebt haben, leid.

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    Du hast Dir nichts vorzuwerfen. Das war keine Situation, in der Du abwägen und Dich für eine Reaktion entscheiden konntest.

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    Aber mit dem Wissen, das Du bei dem Ereignis hattest, mit Deinen Vorerfahrungen und in Deinem Schock, hättest Du nicht anders reagieren können als so, wie Dein Hirn es Dir in dem Moment vorgegeben hat.

    Danke, dass du das sagst. Ich glaube, es war so. Ich weiß auch noch dass ich in diesen Momenten ganz viel gedacht habe, aber gleichzeit auch gar nichts. Mein Kopf oder auch mein ganzer Körper, mein ganzes "System" ist irgendwie "runtergefahren". Ich kann es nicht gut erklären. Es hat sich jedenfalls sehr, sehr schlimm angefühlt. Ich habe vorher zum Glück noch nie etwas in der Art erlebt und es war einfach ein Riesenschock.

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    Du fühlst Dich (ich kann es nur vermuten) in 2 Welten, in der davor und in der danach.

    Ja, das beschreibt es ganz gut. Ich kenne meinen Freund einfach schon so lange, ich kenne seine Art, seine Macken, seine Stärken und Schwächen, weiß auch, welche Dinge ihn ärgern oder wütend machen, er hat mich schon so oft irgendwie berührt oder angefasst, wir haben etliche male miteinander geschlafen und da war es schön, aber das von Samstag und seinen Auftritt von Sonntag kriege ich einfach nicht zusammen. Ich will nicht sagen, dass es Liebeskummer ist, aber eine Form davon ist es wahrscheinlich doch.


    Meine Gefühle schwanken eigentlich den ganzen Tag, es gibt so viele verschiedene Punkte, die mir weh tun, viele Fragen... Tagsüber ging es mir sehr gut, weil ich dankbar über die Ablenkung im Büro war. Jetzt kommen leider wieder die Gedanken. Ich glaube, ich werde sicher noch ein paar Tage brauchen, um das zu verdauen.

    War eigentlich das Gürtel weg legen und aufs Klo mit den Worten: "Besser als Streit" alles, was als Reaktion von ihm kam? Ich meine es wäre ja auch denkbar, dass er unfassbar entsetzt über sich ist, heult, mit dir reden will, keine Ahnung. Kennst du ihn so? ":/

    Luis, sie haben sich doch danach noch mal getroffen.

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    Jetzt kommen leider wieder die Gedanken. Ich glaube, ich werde sicher noch ein paar Tage brauchen, um das zu verdauen.

    Ich komme am besten mit Erinnerungen klar, wenn ich sie zulasse. Gedanken, Bilder, Gefühle. So ein bisschen wie Brandung, in der man liegt und die Wellen über sich wegrollen lässt und schaut, wie sie kommen und gehen.
    Gb Dir die Zeit, die Du brauchst. Das können auch Wochen und Monate sein, in denen Du Dich noch eigenartig fühlst, manchmal oft, manchmal nur ganz kurz. Das hat ein ganz eigenes Tempo. Ist bei Dir schon mal ein richtig tiefes Loch im Zahn gefüllt worden, wonach der Zahn noch lange empfindlich war, obwohl er repariert und in Ordnung gebracht war, einfach weil die Nerven überreizt waren?
    Du nimmst so ein Erlebnis mit, Du wirst es nicht mehr ganz los, es ist Teil Deiner Biographie. Es wird sich irgendwann viel neutraler anfühlen, vielleicht sogar eines Tages gar nicht mehr schrecklich, aber diese Heilung kannst Du nicht durch Willenskraft beschleunigen, so wenig, wie Du eine Fleischwunde zuwachsen lassen kannst, indem Du sagst: "Ich hab da jetzt keinen Bock mehr drauf." Das war ein schlimmes Erlebnis, und sowas muss ein Mensch im wahrsten Sinne des Wortes "verdauen".

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    Ich will nicht sagen, dass es Liebeskummer ist, aber eine Form davon ist es wahrscheinlich doch.

    Trauer? Um Deine Gefühle, um den Menschen, den Du gekannt zu haben glaubst, um Dein eigenes Vertrauen in die Welt, das jetzt ein Stück weit beschädigt ist?

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    Ich weiß auch noch dass ich in diesen Momenten ganz viel gedacht habe, aber gleichzeit auch gar nichts. Mein Kopf oder auch mein ganzer Körper, mein ganzes "System" ist irgendwie "runtergefahren". Ich kann es nicht gut erklären. Es hat sich jedenfalls sehr, sehr schlimm angefühlt. Ich habe vorher zum Glück noch nie etwas in der Art erlebt und es war einfach ein Riesenschock.

    Gewalt ist ein Riesenschock. Schon eine leichte Ohrfeige, wenn man das nicht kennt. Das singt in allen Nervenenden nach wie ein Stromschlag. Wenn dieses Echo allmählich abklingt, kannst Du sortieren, wie es Dir wirklich geht.
    Es tut mir so leid, dass Dir das passiert ist. Aber Du gehst wirklich gut damit um. Du dämonisierst niemanden, Du bleibst ganz dicht bei Dir und Deinen Gefühlen, lässt Dir nichts einreden, sprichst aber darüber, statt Dich einzukapseln, und schaust genau hin, was bei Dir los ist. Dass es Dir damit beschissen geht, ist leider echt normal, aber auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt: Für das, was passiert ist, hast Du einen sehr klaren Kopf und hältst ihn wirklich gut über Wasser.

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    Luis, sie haben sich doch danach noch mal getroffen.

    Ja, hab ich mitgekriegt ;-)


    Aber das war doch ein ganz kryptisches Gespräch einschließlich seiner Bitte um einen Hinweis, was er jetzt machen soll.


    Also mir ging es bei der Frage im Prinzip darum:

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    Trauer? Um Deine Gefühle, um den Menschen, den Du gekannt zu haben glaubst, um Dein eigenes Vertrauen in die Welt, das jetzt ein Stück weit beschädigt ist?

    ALso dass es nicht nur ein Schock ist, was er da gemacht hat, sondern dass er sich jetzt irgendwie gar nicht damit auseinandersetzt. Das setzt ja noch eins drauf ":/ Also sie hätten ja z.B. auch heulend nebeneinander sitzen können und beide geschockt. Und ich wollte nur wissen, wie er sich sonst bei Konflikten verhalten hat.

    @ Shojo

    Ich wollte dir mal hier ganz öffentlich schreiben, dass ich deine Beiträge in diesem Thread richtig toll finde :)^ Ich hoffe, dass das noch viele Aliase aus dem Internet lesen, die können da ganz viel Wertvolles mitnehmen.

    Kann leider nur ganz kurz schreiben (Mittagspause), aber als ich heute im Büro angekommen bin, dachte ich, ich spinne. Mein Freund hat mir einen riesigen Blumenstrauß schicken lassen, mit Karte und allem drum und dran. Stand alles schon auf meinem Schreibtisch. In der Karte standen Ort und Uhrzeit (heute Abend, unser Lieblingsitaliener) und "Lass uns noch einmal in Ruhe über alles reden! In Liebe, dein X" Weiß gerade nicht, was ich denken soll. Ich glaube ich bin durch die ganze Sache so überempfindlich und überreizt, dass ich die Aktion einfach nur scheiße und wieder übergriffig von ihm finde, obwohl es sicher ein netter Zug von ihm war. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich denken soll.


    Das schlimmste ist, dass es alle mitbekommen haben (Großraumbüro) und ich schon den ganzen Tag zu hören bekomme, wie aufmerksam und toll mein Freund doch ist... und ich mich glücklich schätzen kann. ich kann es nicht mehr hören.

    Liebe Alias,


    du bist von deinem Freund, dem du vertraut hast, vergewaltigt worden.


    Natürlich bist du im Moment überempfindlich und überreizt.


    Da du ihm deutlich gesagt hast, dass er dich in Ruhe lassen soll, finde ich


    dieses Verhalten auch sehr aufdringlich und übergriffig.


    Das deine Grenzen ihn einen Dreck interessieren hat er ja schon mehrmals deutlich gezeigt.


    Wirf den ganzen Mist weg und ignoriere es.


    Das mit den Kollegen ist sicher sehr nervig. Aber sie können ja nicht wissen was passiert ist.


    Der Tag heute geht vorbei und morgen interessiert sich keiner mehr dafür.

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    Ich glaube ich bin durch die ganze Sache so überempfindlich und überreizt, dass ich die Aktion einfach nur scheiße und wieder übergriffig von ihm finde

    Hab ich jetzt ehrlich gesagt aber auch gedacht. Im Normalfall wäre sowas natürlich ne süsse Geste, in dem Fall hier aber mit Sicherheit nicht. Es ist immerhin noch nicht mal 48 Stunden her das du ihn schreiender Weise aus der Wohnung werfen musstest weil er nicht gehen wollte. Statt deine Grenzen und Bedingungen zu respektieren übergeht er sie einfach wieder in dem er diese Aktion hier startet.

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    Das schlimmste ist, dass es alle mitbekommen haben

    Könnte da auch ein gewisses Maß Berechnung drin stecken ? Eben damit du von den Kolleginnen hörst wie toll und aufmerksam er doch ist und damit er ne Bühne hat auf der er sich so darstellen kann ? Ich kenne deinen (ex-)Freund nicht aber vielleicht erhofft er sich wirklich das du so von anderen beeinflusst wirst.

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    Ich glaube ich bin durch die ganze Sache so überempfindlich und überreizt, dass ich die Aktion einfach nur scheiße und wieder übergriffig von ihm finde, obwohl es sicher ein netter Zug von ihm war. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich denken soll.

    Mir ist schon häufiger aufgefallen, dass du zuerst ein deutliches Gefühl entwickelst, um es dann gleich wieder im Kopf geradezurücken. Wenn du die Aktion "scheiße und übergriffig" findest (was ich persönlich absolut nachvollziehen kann), dann bleib erstmal dabei. Vielleicht hilft es dir in der jetzigen Situation nicht zu überlegen und abzuwägen, ob es von ihm ein "netter Zug" war oder nicht. Wenn du das erstmal so nicht empfinden kannst, dann würde ich nicht versuchen dir "durch den Kopf" einzureden, dass es vielleicht ja doch möglich wäre, es so zu sehen.


    Meine persönliche Einschätzung:


    Ich finde seine Aktion vollkommen daneben. Er übergeht, was tatsächlich passiert ist und versucht irgendwie an romantische Zeiten anzuknüpfen. Es hätte meiner Meinung nach angebrachtere Wege gegeben, mit dir Kontakt aufzunehmen als öffentlich über die Arbeitsstelle. Das wäre mir persönlich schon als tatsächliche nett gemeinte Geste total peinlich. Unter den gegebenen Umständen jedoch umso weniger nachzuvollziehen und wirkt so auf mich vollkommen manipulativ. {:(


    Du musst für dich überlegen, ob du sein Angebot bei eurem Lieblingsitaliener über den Vorfall zu reden, annemen willst, aber wenn dein Gefühl sagt "Scheiße", dann würde ich es lassen. :)*

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    [...] dass ich die Aktion einfach nur scheiße und wieder übergriffig von ihm finde, obwohl es sicher ein netter Zug von ihm war.

    Dein Bauchgefühl ist schon richtig.


    Das ist kein "netter Zug", sondern zeigt noch einmal ganz deutlich, dass er weder Dich, noch Deine Gefühle wahrnimmt oder respektiert.


    Blumen und Italiener ersetzen nicht Respekt und Achtung Deiner Person. :°_


    Das wirft ein erneutes Armutszeugnis auf ihn. :(v


    Geh' da blos nicht hin...


    Sei stark, bleib fern, ignoriere irgendwelche Nachrichten oder Anrufe komplett.


    Öffne auch nicht die Türe - ich gehe davon aus, dass er bei Dir klingeln wird, wenn er merkt, dass Du nicht auftauchst.


    :)_

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    Könnte da auch ein gewisses Maß Berechnung drin stecken ? Eben damit du von den Kolleginnen hörst wie toll und aufmerksam er doch ist und damit er ne Bühne hat auf der er sich so darstellen kann ? Ich kenne deinen (ex-)Freund nicht aber vielleicht erhofft er sich wirklich das du so von anderen beeinflusst wirst.

    Das dache ich auch.


    Was ein manipulativen Typ. :|N

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    Das ist kein "netter Zug", sondern zeigt noch einmal ganz deutlich, dass er weder Dich, noch Deine Gefühle wahrnimmt oder respektiert.

    So ein Blödsinn, niemand hier weiß, was in ihm vorgeht, und wie er tickt. Viele Männer neigen dazu, zu schenken, wenn sie Mist gebaut haben.