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    Ist Dir grad irgendwie langweilig? Sonst kann ich mir nicht erklären, warum Du so einen Schwachsinn schreibst.

    Gehts noch? Du verhälst dich hier gerade echt nötigend und beleidigend im Rundumschlag. Mich nervt dein Auftritt hier im Faden echt ungemein. Selbst Leute, die hier mitschreiben, die ähnliche Erfahrungen wie die TE mahen mussten ticken hier nicht so aus wie du :(v

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    Das passiert hier immer wieder. Kommt sicher auch durch ein arg verschobenes Männerbild, was diese Mitschreiber haben.

    Ja keine Ahnung, von was einige hier geritten werden. Ich meine dass der Typ Mist gebaut hat darin sind sich ja alle einig und auch, dass man überlegen kann, was man jetzt macht. Aber einige vergessen sich hier ja geradezu :|N

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    Es KÖNNTE natürlich so sein wie alle hier sagen (oder die meisten), dass er wirklich zum einen den Kollegen suggerieren will, wie toll er ist, damit die ihn in der Nähe von Alias auch noch loben. Damit würde er sie wirklich manipulieren, respektive ihr Umfeld und das ist dumm.


    Es KÖNNTE aber auch sein, dass der Typ langsam panisch wird, zum einen weil er checkt, dass da was nicht so toll gelaufen ist und zum anderen weil er die TE vielleicht wirklich liebt und Panik hat, dass seine Beziehung gerade den Bach runter geht.

    Du hast Recht. Und ich finde, das eine schließt das andere nicht aus. Es weiß hier keiner, ob er aus reiner Boshaftigkeit berechnend ist oder eben aus Panik und Hilflosigkeit. Es stimmt aber auch, was du sagst: Die TE muss für sich entscheiden, wie sie damit umgehen möchte und wenn sie sich durch sein Verhalten bedrängt fühlt, hat sie das Recht sich dagegen zu wehren.

    Erstmal danke an alle für eure Antworten! Insbesondere an Shojo für deine Antwort von gestern Abend um 22:15, die mir sehr gut getan hat.


    Manipulativ und berechnend ist mein Freund eigentlich nicht, zumindest kenne und schätze ich ihn überhaupt nicht so ein.


    Ich glaube, bei ihm ist es so: er ist verzweifelt, weil er zum einen langsam merkt, dass unsere Beziehung durch die Vorkommnisse vom Wochenende endgültig vorbei ist UND ich zum anderen sogar soweit bin, dass ich nicht mit ihm reden möchte. Aus seiner Sicht heißt das, er hat keine Chance, es gut zu machen, ich höre ihn nicht an, er kann nicht zu mir durchdringen. Deswegen vielleicht auch diese Schnapsidee/Verzweiflungstat mit dem Blumenstrauß.


    Ich mag so etwas grundsätzlich überhaupt nicht. Wenn so etwas unbedingt sein muss, dann im privaten Rahmen, denn unsere Beziehung ist auch Privatsache und nichts Öffentliches. In der Situation ist es aber einfach nur daneben. Ich verstehe zwar sehr gut, dass er das Bedürfnis hat, Kontakt zu suchen und mich zu erreichen, um miteinander zu sprechen, weil ich mir vorstellen kann, dass es ihm, so wie es jetzt zwischen uns ist, auch überhaupt nicht gut geht. Ein Brief/eine Mail mit ehrlichen Worten wäre für mich die bessere Wahl gewesen, weil ich das Gefühl hätte, er würde respektieren, dass ich keinen persönlichen Kontakt will. Ob und wann ich eine Email lese, kann ich dann auch selbst entscheiden, aber so drängt er nur auf ein persönliches Treffen...


    Was bei ihm, denke ich, zu der Verzweiflung noch hinzu kommt, ist eine ganz komische Mischung aus Stolz/Sturheit/Scham. Er ist eigentlich ein ehrlicher, direkter Typ, was ich immer sehr an ihm geschätzt habe. Deswegen war ich auch um unsere Art zu diskutieren und streiten immer ganz froh, auch wenn die meisten Menschen es eher negativ sehen, wenn man lautstark streitet. Wenn bei uns irgendetwas nicht gepasst hat, wurde es angesprochen, beim Namen genannt und ausdiskutiert. Das gab manchmal schon ein richtiges Donnerwetter, aber dann war es auch gut und kein Thema mehr. Keiner von uns ist nachtragend oder länger beleidigt, das fand ich immer sher angenehm.


    Mit seinem Stolz meine ich, dass es ihm leider schwerfällt es aufzuarbeiten, wenn er mal Mist gebaut hat. Er hat kein Problem damit, dazu zu stehen oder sich zu entschuldigen, aber er will dann nicht mehr darüber reden. In unserer Beziehung hatten wir schon einige Male die Situation, dass er sich für irgendetwas entschuldigte und es wirklich aufrichtig und ehrlich meinte, aber kaum sagte ich: "Schon gut, ist okay.", erwiderte er: "Jetzt lass uns nicht mehr darüber reden." Wenn ich dann aber nachfragte: "Weißt du eigentlich überhaupt, warum ich sauer auf dich bin oder hast du dich nur entschuldigt, um deine Ruhe zu haben?", wusste und konnte er sehr genau sagen, was mich wütend gemacht oder gekränkt hatte. Er wusste es bislang immer, aber trotzdem wollte er von sich aus partout nicht darüber reden und sich richtig aussprechen. Er sagte mir einmal, er würde sich zu sehr schämen (auch wenn es um Kleinigkeiten geht) und könne es nicht aushalten, darüber zu reden. Ich sagte ihm dann, dass man da aber durch muss, wenn man einen Fehler gemacht und jemand anderen verletzt hat und einem etwas an dem anderen liegt. Das konnte er nicht verstehen, er findet, es reicht doch, wenn er weiß, was er falsch gemacht hat und ich weiß, dass es ihm ehrlich leid tut. Mit der Zeit ist das zwar besser geworden, weil er wusste, für mich gehört einfach dazu, dass man sich richtig ausspricht, aber ich glaube, dass jetzt in dem Fall seine Verzweiflung so groß ist, dass er gar nicht weiß, was er machen soll und deswegen irgendwelche großen Gesten bringt, anstatt einfach nachzudenken, was das alles so einzigartig schlimm gemacht hat und wie so ein Blumenstrauß im Büro nach alldem bei mir ankommen würde.


    Das Problem jetzt ist, dass diese beiden Sachen vom Wochenende für mich so massive Vertrauensbrüche sind, dass es nicht mal mehr ausreichen würde, darüber zu reden.


    Aber er will das ja auch nicht einmal richtig, ich kenne ihn doch. Er stellt sich vor, ich komme zu unserem Italiener, er sagt mir, dass es ihm furchtbar leid tut (wobei ich noch immer nicht wüsste, was genau? Ist ihm klar, wodurch er meine Grenzen überschritten und wie sich das für mich angefühlt hat?), dass er mich liebt und das nie wieder vorkommen wird. Aber das reicht nicht, bei weitem nicht.


    Ich glaube, es gibt sehr wenige Dinge, die man, wenn sie kaputt gegangen sind, nicht mehr reparieren kann. Ich glaube bei mir ist es Vertrauen, aber noch viel mehr als das: fast etwas wie "Ur-Vertrauen". Ich hatte seit unserem Kennenlernen nicht eine einzige Sekunde lang ein unbehagliches Gefühl, wenn ich an ihn dachte, von Angst, dass er mir weh tun könnte, ganz zu schweigen. Jetzt habe ich das aber. Ich kann ihn nicht mehr einschätzen. Selbst wenn das zwei ganz massive Blackouts waren, weiß ich nicht, ob sich das nicht wiederholen kann.


    Zu der Situation am Sonntag, als er meine Wohnung nicht verlassen wollte und auf mich eingeredet hat, ist mir übrigens noch eine Sache eingefallen: ganz am Anfang unserer Beziehung, gab es einen Vorfall, bei dem er sich ähnlich verhalten hat. Damals aber nicht mir gegenüber, nur war er da auch so verzweifelt, dass er auf nichts mehr reagiert hat. Er war beruflich in einer wahnsinnig großen Stresssituation und kurz vor einer wichtigen Deadline, als er realisierte, dass er es nicht mehr rechtzeitig schafft. Er hat dann die Nerven verloren und begonnen seine Arbeit (ein Modell) zu zerstören bzw. nach außen hin ganz ruhig wieder auseinanderzubauen. Ich war zufällig bei ihm und habe versucht ihn zu beruhigen und ihn abzuhalten, aber konnte ihn nicht erreichen. Er hat immer wieder nur gesagt "Ich schaffe es nicht rechtzeitig" und mich gar nicht wahrgenommen, sondern wie fanatisch das Ding abgebaut. Das ist aber ewig her und es gab keinen weiteren ähnlichen Vorfall. Nur hatte er am Sonntag auch diesen Tunnelblick und irgendwie hat ihn gar nicht erreicht, dass ich sage, er soll gehen. Er hat sich nur immer wieder wiederholt und bei ihm ist gar nicht richtig angekommen, was ich sage... Es war furchtbar shclimm.


    Ich werde ihn übrigens nicht treffen. Stattdessen habe ich ihm eine Sms geschickt, in der ich ihn noch einmal sehr deutlich wissen lasse, dass ich keinen persönlichen Kontakt und keine weiteren Aktionen wie Blumen etc. möchte. Wenn er mir etwas sagen oder erklären möchte, kann er mir schreiben.

    Ich finde das hochgradig manipulativ und die TE missachtend. Passt zum bisherigen Gesamtverhalten. Ob er sich jetzt kühl-berechnend so verhält oder aus Angst, ändert am Ergebnis nichts. Und wenn jemand (egal ob aus Berechnung oder Angst) sich so verhält, was macht der, wenn er realisieren muss, das Beziehung vorbei ist und er den anderen endgültig "verloren hat"?


    Außerdem wirkt das mit dem Blumenstrauß auf mich nur wie Fortsetzung seiner Einlullungsversuche. Es ist sehr bezeichnend, wenn jemand sein Verhalten so wechselt (von "stell dich nicht so an" zu "ich liebe doch so"; Zuckerbrot und Peitsche), und das scheinbar "bereuende" Verhalten mit dem Blumenstrauß ist schnell wieder vorbei, wenn die TE sich nicht darauf einlässt. Schätze dann kommt nach einer Weile wieder "die Peitsche". Irgendwas davon muss ja mal ihre Knöpfe treffen ....

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    Ich will nicht sagen, dass es Liebeskummer ist, aber eine Form davon ist es wahrscheinlich doch.

    Trauer? Um Deine Gefühle, um den Menschen, den Du gekannt zu haben glaubst, um Dein eigenes Vertrauen in die Welt, das jetzt ein Stück weit beschädigt ist?

    Ja, ich glaube, Trauer trifft es ganz gut. Diese andere, unbekannte Seite von meinem Freund zu sehen und zu spüren zu bekommen... Ich finde das alles noch immer so verrückt. Für ihn war es auch so einfach. Es war keine große Kraftanstrengung, sondern eine Kleinigkeit mich umzudrehen und... Das hat mich so erschreckt und erschreckt mich noch immer. Ich will das eigentlich nicht, aber beginne auch unsere gemeinsame Zeit jetzt mit anderen Augen zu sehen. Es ist so komisch, einerseits sind mein Freund, wie ich ihn kennengelernt habe und kenne, und mein Freund, wie er am Wochenende mit mir umgegangen hat, für mich zwei unterschiedliche Personen. Andererseits kann ich das auch nicht mehr trennen und alles verschwimmt. Auch das tut mir sehr weh.

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    Mir ist schon häufiger aufgefallen, dass du zuerst ein deutliches Gefühl entwickelst, um es dann gleich wieder im Kopf geradezurücken. Wenn du die Aktion "scheiße und übergriffig" findest (was ich persönlich absolut nachvollziehen kann), dann bleib erstmal dabei. Vielleicht hilft es dir in der jetzigen Situation nicht zu überlegen und abzuwägen, ob es von ihm ein "netter Zug" war oder nicht. Wenn du das erstmal so nicht empfinden kannst, dann würde ich nicht versuchen dir "durch den Kopf" einzureden, dass es vielleicht ja doch möglich wäre, es so zu sehen.

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    Das ist in meinen Augen ein großes Problem, die TE hört einfach nicht auf ihr Bauchgefühl sondern versucht das im Kopf wieder gerade zu rücken. Dabei ist gerade in solchen Situationen das Bauchgefühl oft korrekt. Wenn der Bauch sagt "das war scheiße und übergriffig" dann sollte man dabei bleiben.

    Meine Gefühlswelt ist gerade insgesamt vollkommen durcheinander. Bauch, Kopf, Herz. Es sind tausend widersprüchliche Gefühle gleichzeitig, ich fühle ganz wenig eindeutiges und wenn doch, ist es eine Minute später schon wieder anders. Mich hat das alles so tief erschüttert. Ich habe ja auch das Gefühl, mich eben nicht auf meinen Bauch bzw. mich selbst verlassen zu können, weil ich nie im Leben gedacht hätte, dass mein Freund so austicken könnte...

    Ich hoffe übrigens, Alias, dass für ihn deine Trennung und die Gründe dafür keinen ähnlichen Stressfaktor darstellen, wie der eine Vorfall von früher als er die Nerven verloren hat. Aber es spricht in meinen Augen sehr dafür ihm nicht mehr alleine zu begegnen und vorsichtig zu sein.

    Alias 711589

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    Manipulativ und berechnend ist mein Freund eigentlich nicht, zumindest kenne und schätze ich ihn überhaupt nicht so ein.

    Ich finde, du kannst das sehr gut einschätzen und wirkst reflektiert .


    So wie du ihn beschrieben hast mit dieser Stolz/Scham/Sturheitsmischung und dem Tunnelblick kann ich ihn etwas anders sehen. Es ist auch eine tiefe Verbundenheit und vor allem trotz seines Verhaltens eine Wertschätzung /Liebe spürbar.

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    Ich glaube bei mir ist es Vertrauen, aber noch viel mehr als das: fast etwas wie "Ur-Vertrauen".

    Ja, es ist mehr als Vertrauen- es geht tiefer .


    Diese Geschichte mit dem Modell ist mir nahe gegangen , keine Ahnung weshalb-- als hättest du von einem verzweifelten kleinen Kind erzählt .

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    Ich werde ihn übrigens nicht treffen. Stattdessen habe ich ihm eine Sms geschickt, in der ich ihn noch einmal sehr deutlich wissen lasse, dass ich keinen persönlichen Kontakt und keine weiteren Aktionen wie Blumen etc. möchte. Wenn er mir etwas sagen oder erklären möchte, kann er mir schreiben.

    Finde ich gut, somit hat er trotzdem eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme nur eben auf Distanz.


    Ich bewundere dich , wie du damit umgehst !!

    Ich finde das du es genau richtig machst wenn du hier deinem Gefühl folgst. Das leidige Schuldthema tragen alle mit sich rum, denn uns wird ein Leben lang suggeriert man könne etwas tun oder lassen damit man eben nicht zum Opfer wird. Kann man nicht. Das ist eine Sache von Glück oder Pech.

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