Ich finde deine ganzen Maßnahmen, die du in deinem letzten Post beschrieben hast, sehr gut :)^


    Was den Schlüssel angeht: Den kann er nachmachen lassen, daher wäre ich für Schlossaustausch. Weiß allerdings nicht wie einfach das ist bei einer Mietwohnung.


    Ich würde sein Zeug auch möglichst schnell zusammenpacken. Das ist dann ein Zeichen für ihn dass du es ernst meinst mit "endgültig vorbei".


    Zu einer Beratung würde ich auch gehen. Egal ob es schon "Stalking" ist oder nicht (das ist wie bei "Vergewaltigung": es ist eigentlich egal wie man es nennt, es kommt drauf an wie es sich für den Betroffenen anfühlt), auch die Polizei berät darüber; ich denke du müsstest nicht mal sagen um wen es dabei geht. Wenn dir "Polizei" zu nah an "Verbrechen" ist, geh zu einer anderen Beratungsstelle, einfach damit dir Profis sagen, wie du mit der Situation am besten umgehst.

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    Kann er den Schlüssel noch nachmachen lassen? Dann bist du immer unsicher, auch wenn er dir ihn zurückgegeben hat. Dann hilft nur Schlossaustausch

    Tausche auf jeden Fall das Schloß aus. Wenn er ihn dir nur zurück gibt, kann er ihn auch behalten. Er kann den Schlüssel auf jeden Fall nachmachen lassen.

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    Aber warte bitte nicht, bis Dein Exfreund Dir nochmal Gewalt antut. Das halte ich leider für sehr wahrscheinlich, Deine Angst ist berechtigt.

    Das kann ich mir auch gut vorstellen. Vielleicht rastet er völlig aus, wenn in senem kranken Hirn ankommt, dass es wirklich vorbei ist.

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    Als Stalking in dem Sinn sehe ich es aber nicht, Borderline ist auch Quatsch bzw. glaube ich nicht, dass man soetwas aus der Ferne anhand dem bisschen, das ich geschrieben habe, diagnostizieren kann.

    Natürlich kann man sowas nicht aus der Ferne diagnostizieren. Braucht man auch nicht. Aus dem bisschen was du geschrieben hast, kann sich jeder erschließen das der Typ durchgeknallt und für dich sehr gefährlich ist. Wie würdest du die Information, dass einer seine Freundin vergewaltigt und ihr danach auflauert, bewerten?


    Mach dir weniger Sorgen um den Gewalttäter und mehr um deine Sicherheit. Deine Ängste sind völlig berechtigt. Ich wünsche dir, dass er nach deiner Nachricht aufhört dich zu schikanieren.

    TE schrieb von einem Sicherheitsschloss. Falls es sich um eine Schließanlage handelt, kann er ihn nicht nachmachen lassen. Wenn du es nicht weißt,frag einfach beim Schlosser,was es kostet. Der sagt dann schon, wenn es nicht geht.

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    Ich denke, ich würde wohl auch schreiben, dass ich Angst vor ihm habe. Ich glaube nicht dass so eine Aussage die Situation für die TE schlimmer macht, aber vielleicht macht sie es etwas besser, weil dem Mann ein Licht aufgeht.

    Unbedingt ja, also falls Du Dich noch mal fragen solltest, ob das eine gute Idee war. Falls er mit Angst "arbeiten" würde, dann wüsste er ohnehin, dass Du Angst hast, da wäre es kein zusätzlicher Nachteil, das zu sagen. Er hat aber gerade die Verhältnismäßigkeiten extrem aus den Augen verloren, und manchmal braucht man da eine klare Ansage. Ich denke also nicht, dass es viel schaden kann, nützen kann es aber einiges.


    Es tut mir sehr leid, dass es so ausartet. Ich würde an Deiner Stelle auch so schnell (und gründlich) wie möglich zusammen mit Freunden seine Sachen zusammenpacken und ihm zukommen lassen - je schneller Du eure Leben auch sichtlich auseinandersortierst, desto besser. Und vielleicht finden sich ja ein, zwei Freunde oder Freundinnen, die in den ersten Nächten in Deiner Wohnung bei Dir übernachten, wenn es so weit ist?

    Den Schlüssel kann er nicht so einfach nachmachen lassen. Immerhin. Trotzdem werde ich mich wohl informieren, ob man das Schloss einfach austauschen kann, dann muss ich ihn nicht nach dem Schlüssel fragen, denn sonst kommt er vielleicht noch auf die Idee, ihn mir persönlich geben zu wollen und das kann ich gerade einfach nicht brauchen. Es ist so schon schwer genug.


    Wir haben heute seine gesamten Sachen zusammengepackt. Das war echt nicht leicht, ich musste dabei auch weinen. Dass unsere Beziehung auf diese Art und Weise endet, hätte ich einfach nie im Leben gedacht. Es tut mir so weh und ein Teil von mir möchte es auch nicht wahrhaben. Ich überlege jetzt noch, ob ich sie ihm schicke oder jemanden bitte, sie vorbei zu bringen und bei seinem Nachbarn abzugeben. Ich tendiere aber eher dazu, sie zu schicken.


    Zu euren Tipps: mit Umfeld einweihen, meint ihr, nicht nur erzählen, dass wir getrennt sind, sondern auch wie scheiße das alles abgelaufen ist und dass er sich so daneben benommen hat? Ich finde das so schwierig. Einerseits möchte ich nicht, dass sich jemand Sorgen macht, zB meine Mutter, die ohnehin schnell besorgt ist und selbst sehr viel um die Ohren hat und andererseits haben wir viele gemeinsame Freunde, seine Schwester ist zB auch eine enge Freundin von mir. Ich will ihn nicht "an einen Pranger stellen" oder Leute, die eben auch mit ihm befreundet sind, mit hineinziehen. Er braucht doch auch Leute "auf seiner Seite", die für ihn da sind.


    Zwei Freundinnen von mir wissen nun schon Bescheid und zwei Kollegen haben durch das Zusammentreffen mit ihm, ja auch schon davon mitbekommen. Mit denen werde ich noch sprechen und eventuell noch eine weitere enge Kollegin einweihen, falls er doch mal aufkreuzt. Vielleicht auch den Portier? Aber irgendwie ist das dann doch wieder übertrieben?


    Beratung: die können mir doch auch nicht weiterhelfen oder viel mehr sagen, als man an Tipps im Internet findet, denke ich? Ich weiß es nicht, ich halte mir die Option offen, aber ich gehe davon aus, dass mein Freund sehr bald zur Besinnung kommt und er sich am Ende für diese furchtbare Woche und sein Verhalten einfach nur schämt und am liebsten alles rückgängig machen würde.


    Er ist nämlich kein durchgeknallter Gewalttäter mit krankem Hirn @Tambourin! Ja, er ist gerade in seiner Verzweiflung gefangen und dreht total am Rad, aber was du sagst, finde ich einfach nur gemein und unfair. Sobald er merkt, was er da gemacht hat und an Aktionen gebracht ist, ist er derjenige, der mit sich selbst am härtesten ins Gericht gehen wird.

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    sondern auch wie scheiße das alles abgelaufen ist und dass er sich so daneben benommen hat? Ich finde das so schwierig.

    Du bist niemandem zur Rechenschaft verpflichtet. Es reicht, wenn du mitteilst, dass du ihn verlassen hast. Natürlich werden die Leute dann fragen, warum. Aber es reicht ja, wenn du sagst, dass Dinge vorgefallen sind, die du nicht akzeptieren kannst. Gemeinsame Freunde werden ihn sicher dann auch fragen, aber eine "Kontrolle" über die Wahrheit hast du nicht. Von daher lass das einfach los, erklär dich nicht jedem im Detail.


    Wer wirklich bescheidwissen darf/soll/muss, das entscheidest du allein. Aber das muss nicht jeder sein, der euch kennt.

    Liebe Alias,


    Mir fällt auf, wie sehr Du Deinen Exfreund immer noch in Schutz nimmst, nach allem, was passiert ist. Ich finde das sehr nachvollziehbar, schließlich war er Dein langjähriger Partner, den Du besser kennst als jeder andere. Du hast ihn sehr geliebt, und irgendwo tief drin liebst Du ihn wahrscheinlich immer noch, auch wenn die Ereignisse der letzten Woche alles andere überschatten und kein Zurück erlauben.


    Du erkennst selbst, dass er momentan so in seiner Verzweiflung gefangen ist, dass er total am Rad dreht und Sachen macht, die er normal nie tun würde. Bestimmt hast Du recht, dass er sich bittere Vorwürfe machen wird, sobald er aus diesem Zustand aufwacht. Nur weißt Du leider nicht, wie lang es dauern wird, bis er soweit ist, und Du weißt auch nicht, wozu er noch in der Lage ist. Also ist es jetzt am wichtigsten, auf Dich zu achten und Dich zu schützen. Ich finde es sehr wichtig, dass Du in Deinem Umfeld einige Leute einweihst. Nicht nur, dass Ihr getrennt seid, sondern auch, was seitdem vorgefallen ist und dass Du Angst hast. Den ursprünglichen Auslöser kannst Du ja weglassen, wenn es Dir zu unangenehm ist, darüber zu sprechen. Du brauchst jetzt Leute, die Dich beschützen können, die Dich begleiten können, so dass er nicht an Dich herankommen kann. Und dafür müssen diese Leute wissen, was los ist.


    Natürlich müssen es nicht gerade die gemeinsamen Freunde sein. Niemand will gern zwischen den Stühlen einer zerbrochenen Beziehung sitzen, und vielleicht ist es wirklich besser, wenn er auch ein paar Leute auf seiner Seite hat, die ihm Halt geben können. Aber Du hast sicher auch Leute in Deinem Umfeld, denen er nicht so nahe steht.


    Seine Sachen würde ich ihm per Post schicken.


    :°_ :)*

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    Wir haben heute seine gesamten Sachen zusammengepackt. Das war echt nicht leicht, ich musste dabei auch weinen. Dass unsere Beziehung auf diese Art und Weise endet, hätte ich einfach nie im Leben gedacht. Es tut mir so weh und ein Teil von mir möchte es auch nicht wahrhaben.

    Das ist verständlich :°_ .

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    Zu euren Tipps: mit Umfeld einweihen, meint ihr, nicht nur erzählen, dass wir getrennt sind, sondern auch wie scheiße das alles abgelaufen ist und dass er sich so daneben benommen hat? Ich finde das so schwierig. Einerseits möchte ich nicht, dass sich jemand Sorgen macht, zB meine Mutter, die ohnehin schnell besorgt ist und selbst sehr viel um die Ohren hat und andererseits haben wir viele gemeinsame Freunde, seine Schwester ist zB auch eine enge Freundin von mir. Ich will ihn nicht "an einen Pranger stellen" oder Leute, die eben auch mit ihm befreundet sind, mit hineinziehen. Er braucht doch auch Leute "auf seiner Seite", die für ihn da sind.

    Ich finde es schon gut so, wie du es handhabst. Es geht ja nicht darum, jedem auf die Nase zu binden, was da genau zwischen euch abging. Es geht viel mehr darum, ein paar ausgewählten Menschen in deinem Umfeld zu erzählen, dass ihr beide euch getrennt habt, dein Freund das nicht wahrhaben will, er mit Gewalt versucht, dich umzustimmen, und du dir durch das Einweihen etwas Schutz durch Öffentlichkeit erhoffst. So können Kollegen auf der Arbeit dir helfen oder auch Nachbarn, falls dein Ex nochmal im Hausflur auftaucht. Ich würde nur so viel erzählen, wie unbedingt nötig ist, damit du im Notfall Hilfe durch Nachbarn, Kollegen und Freunde erfahren kannst. Was du darüber hinaus erzählen oder für dich behalten willst, steht auf einem anderen Blatt.

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    Beratung: die können mir doch auch nicht weiterhelfen oder viel mehr sagen, als man an Tipps im Internet findet, denke ich? Ich weiß es nicht, ich halte mir die Option offen, aber ich gehe davon aus, dass mein Freund sehr bald zur Besinnung kommt und er sich am Ende für diese furchtbare Woche und sein Verhalten einfach nur schämt und am liebsten alles rückgängig machen würde.

    Wünschenswert wäre das, aber da er in den letzten Wochen so unberechenbar war, würde ich mich nicht zu sehr auf die Hoffnung stützen, dass er zur Vernunft kommt. Ob dir bei einer Beratungsstelle noch viele, neue Informationen gegeben werden können, weiß ich nicht. Die Leute dort könnten maximal nochmal ganz individuell mit dir schauen, was man machen könnte, um dich zu schützen. Und dir auch emotional beistehen. Ob du das willst und brauchst, wirst du sehen.

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    Sobald er merkt, was er da gemacht hat und an Aktionen gebracht ist, ist er derjenige, der mit sich selbst am härtesten ins Gericht gehen wird.

    Ich hoffe ja wirklich, dass du Recht hast. Darauf bauen würde ich aber nicht.

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    Zu euren Tipps: mit Umfeld einweihen, meint ihr, nicht nur erzählen, dass wir getrennt sind, sondern auch wie scheiße das alles abgelaufen ist und dass er sich so daneben benommen hat?

    "Kommt drauf an". Meinen Freunden würde ich sicher erzählen dass ich getrennt bin und auch wie es dazu gekommen ist. Das würde mir guttun, und dazu sind Freunde ja auch da. Was die gemeinsamen Freunde angeht wird es eh schwierig, da musst du dir bei Gelegenheit mal überlegen wie es da weitergehen soll. Gemeinsam mit ihm wirst du die ja nicht mehr treffen. Außerdem kannst du davon ausgehen, dass er denen kaum die wahre Story erzählen wird.

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    Beratung: die können mir doch auch nicht weiterhelfen oder viel mehr sagen, als man an Tipps im Internet findet, denke ich?

    Natürlich macht das einen Unterschied ob das ein persönliches Gespräch zu deinem konkreten Thema ist oder du dir irgendwelche allgemeinen Tips aus dem Internet holst. Ich zB habe mit Polizei gute Erfahrungen und würde zur Beratung dorthin gehen.

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    Er ist nämlich kein durchgeknallter Gewalttäter mit krankem Hirn @Tambourin! Ja, er ist gerade in seiner Verzweiflung gefangen und dreht total am Rad, aber was du sagst, finde ich einfach nur gemein und unfair. Sobald er merkt, was er da gemacht hat und an Aktionen gebracht ist, ist er derjenige, der mit sich selbst am härtesten ins Gericht gehen wird.

    Er ist durchgeknallt und zZt krank im Hirn. Also ist er für dich jetzt gefährlich, das beschreibst du ja selbst. Und nachdem du früher nie geglaubt hättest dass er dir mal Gewalt antun würde und dich da schon geirrt hast, können deine Vermutungen wie er sich künftig verhält genauso falsch sein. Sind sie sogar ziemlich sicher, da er sich jetzt in einem Ausnahmezustand befindet.

    Klar ist er durchgeknallt. Verzweiflung mag die Ursache sein, das macht es aber nicht besser. Als ob jeder in einer Beziehungskrise und Trennung so reagieren würde. Das ist in meinen Augen keine Entschuldigung, es gibt andere Wege damit umzugehen, die von den allermeisten Menschen beschritten werden. Vielleicht hat er auch Angst, dass du ihn anzeigst, da mögen schon mehr Dinge ein Rolle spielen als schiere Verzweiflung. Mach dir bitte bewusst, dass er erwachsen ist.

    Alias


    Ich fürchte das sich zumdienst eine klare Ansage das ihr getrennt seid und das er gerade neben sich steht und es schon schönere Trennung gab nicht wird vermeiden lassen. Denn sonst laden sie dich am Ende ein und er wartet schon da um sich zu entschuldigen und eure gemeinsamen Freunde wollten nur helfen.... Was sie dann zusehen bekommen ist sicherlich weder in deinem noch in seinem Sinne.

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    Sobald er merkt, was er da gemacht hat und an Aktionen gebracht ist, ist er derjenige, der mit sich selbst am härtesten ins Gericht gehen wird.

    liebe alias.. ich kann diesen gedanken absolut nachvollziehen. ich habe mich vor 8 monaten getrennt und auch gedacht, irgendwann wird er merken, daß ER n fehler gemacht hat. aber nein, das is nich so. solche menschen lassen das nich zu. die realität is viel zu grausam, als daß sie das zulassen.. hoffe das nicht mehr! das is extrem schwer, weil es die enttäuschung noch bitterer macht, aber glaub mir, er wird niemals zu einer derartigen selbstreflektion kommen

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    aber glaub mir, er wird niemals zu einer derartigen selbstreflektion kommen

    das glaube ich einfach nicht. Ja, ihr habt schon recht, im Moment ist er durchgeknallt, aber ich kenne ihn seit Jahren, wir haben so viel Zeit miteinander verbracht, so viel zusammen durchgemacht und der Mensch, mit dem ich so lange zusammengelebt habe, ist doch viel mehr er, als dieser durchgeknallte, verzweifelte Mann, der um sich herum nichts mehr wahrnimmt und einfach tut, was er für nötig hält. Ich will sein Verhalten der letzten Woche nicht verteidigen, weil es für mich in vielerlei Hinsicht sehr schlimm war, er hat mich verletzt, enttäuscht, eingeschüchtert, ignoriert. Mein Vertrauen ist weg, ich kann ihm das nicht verzeihen.


    Aber ich sehe auch nicht ein, zu glauben, dass dieser rasende, fast schon fanatische Teil von ihm jetzt auf einmal alles sein soll, was ihn als gesamte Person ausmacht. Die Person die ich so lange geliebt habe und zum Teil sicher immer noch liebe. Ich kann mich doch nicht so in ihm geirrt haben und er kann mir nicht jahrelang etwas vorgemacht haben. Ich bin mir sicher, dass er zur Besinnung kommt. Ich wieß nicht wann, hoffe aber bald. Wenn er realisiert, was er alles getan hat, wird er am Boden zerstört sein. Ich kann es mir nicht anders vorstellen.