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    Damit meinte ich lebensbedrohliche Situationen. Also ich weiß nicht wozu ich fähig bin wenn meine Kinder vom Hungertod bedroht sind. Wirklich nicht. Und wenn man wirklich schlimm abhngig von etwas ist, dann kann der Entzug dieses Etwases zu genau diesem existentiellen Kampf führen und ich habe den Eindruck der Mann ist gerade genau in diesem Kampf.


    Was ihn nicht entschuldigt, nur einordnen helfen soll.

    Es ist mir schon klar dass du sein Verhalten nicht entschuldigen willst, aber ich finde nicht, dass es der Einordnung dient, wenn man ein Szenario heranzieht, das von dem vorliegenden so weit entfernt ist. Im Übrigen wäre mir die Einordnung piepegal, wenn mein Partner Gewalt gegen mich ausüben würde.

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    Kommuniziere mit ihm am besten nur noch über Telefon

    Sie hat doch geschrieben, dass sie am liebsten nicht mehr mit ihm reden würde. Das braucht sie auch nicht. Heutzutage gibt es andere Kommunikationsmittel, um jemandem mitzuteilen, dass eine Beziehung beendet ist (wenn sie das denn will).

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    Für mich klingt er ziemlich verzweifelt und hilflos, nicht bösartig.

    Das

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    Er war irgendwie total gereizt und fragte mich, ob ich das ernst meine und dass ich mich nicht lächerlich machen soll, denn das war doch nicht unser erster Spontan-Quickie.

    finde ich persönlich in dem Kontext schon bösartig.

    Ja gut, der Spruch ist wirklich unterste Kanone, zeigt aber auch, dass er immer noch nicht geschnallt hat was los ist. Wie gesagt, für mich wäre die Sache beendet und ich würde den auch nie wieder sehen wollen.


    Ich kenne weder die TE, noch ihn, man kann nur mutmaßen, was in ihm vorgeht. Ich hoffe nur, die TE wird keine bleibenden Schäden behalten und diese ganze Situation irgendwie überstehen.

    hatschipu

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    Ja gut, der Spruch ist wirklich unterste Kanone, zeigt aber auch, dass er immer noch nicht geschnallt hat was los ist.

    Nö, kann auch ein Runterspielen sein damit man sich nicht entschuldigen muss und den anderen in seiner Sicherheit und Selbstwahrnehmung zu erschüttern.


    CoteSauvage


    Die hätte ich auch nichts dazu geschrieben weil du ein ganz anderer Typ als die TE bist. ;-) Die ist ja nun verwirrt und weiß gar nicht wie er dazu kommt. Und so war die Einordnung zu verstehen. Außerdem ging es mit um sein Verhalten und daraus resultierend eine Zukunftsidee für sein Verhalten. Alles spricht dafür das er sich mit dem Rücken zur Wand stehend sieht, um sein Überleben kämpfend, denn ohne sie, die er zu lieben meint, aber eigentlich nur für sein Selbstkontrukt zu brauchend scheint, glaubt er nicht sein zu können. Und jemand der so fühlt ist zu allem bereit und genauso sollte man ihn auch behandeln, mit genau der Vorsicht.

    Zu der Frage, was der "Freund" der TE denn jetzt machen soll…


    Es gibt nichts, was er tun kann, um wieder gut zu machen, was passiert ist. Er denkt aber, es gäbe noch irgendwo einen Knopf, den er nur drücken muss. Da er ihn nicht findet, bettelt er sie an, es ihm zu sagen. Den Knopf gibt es aber nicht. Das ist nun seine Aufgabe, das einzusehen. Die Vase, die einmal am Boden zerschellt ist, bekommt man eben nicht mehr heile.

    Sorry für die vielen Fehler in meinem Text von vorhin. Ich bin noch immer sehr aufgeregt und insgesamt total durch den Wind. Ich habe das Gefühl nicht nur meinen Partner, sondern auch meinen besten Freund, meine große Liebe endgültig verloren zu haben und dqs tut unendlich weh. Auch sein Verhalten tut mir unendlich weh. :°( :°(


    Die Gründe für unsere Beziehungsprobleme und auch häufigen Streitereien liegen übrigens hauptsächlich bei mir. Es ist natürlich viel komplizierter, aber kurz und sehr grob zusammengefasst:


    Vor zwei Jahren ist mein Vater ganz schwer erkrankt und vor 8 Monaten leider auch gestorben. In der Zeit habe ich ihn intensiv gepflegt. Mein Freund hat mich dabei anfangs sehr unterstützt aber später litt er auch sehr darunter, weil ich viel weniger Zeit hatte und es mir durch die belastende Situation mit meinem Vater auch nicht besonders gut ging. Unsere Beziehung blieb mit der Zeit einfach auf der Strecke und irgendwie habe ich mich auch sehr verändert, gerade seit dem Tod von meinem Papa. Ich würde fast sagen, mein Freund und ich haben uns in den letzten zwei Jahren langsam auseinander gelebt.


    Die Liebe war bis jetzt von meiner Seite aus immer noch da, aber ich habe auch gemerkt, dass vieles für mich nicht mehr stimmt in der Beziehung und wir uns in vielen Dingen sehr, sehr unterschiedlich entwickelt haben. Ich glaube, er empfindet das eigentlich auch so, wir haben ja auch oft darüber gesprochen und eben auch gestritten. Aber es fiel uns beiden sehr schwer einen Schlussstrich zu ziehen, weil es noch immer viel gibt, was uns verbindet. Einmal waren wir schon kurzzeitig getrennt und haben es dann doch noch einmal versucht.


    Meinen Freund anzeigen will ich definitiv nicht.


    Ich muss aber sagen, dass ich immer stärker spüre, dass er mir gewissermaßen "das Herz gebrochen" hat mit seinem Verhalten heute und gestern. Er hat mich bzw. ich wurde generell noch nie so grob und rücksichtslos behandelt. Ja, wenn wir Streit hatten, war das meistens laut und energisch, aber wir haben uns in den Jahren unserer Beziehung kein einziges Mal beschimpft oder auf andere Weise respektlos oder schlecht behandelt.


    Heute hat er mir Angst gemacht, ich wusste gar nicht wie ich aus der Situation mit ihm wieder rauskomme, als er nicht und nicht gehen wollte und ununterbrochen gefragt hat, was er tun soll. Ich weiß auch, dass ihm klar war, dass er gestern zu weit gegangen ist, ich kenne ihn einfach zu gut. und es hat mich sehr gekränkt, dass er es einfach Quickie nannte. Insgesamt hat er mich sehr gekränkt und mich sehr verletzt. Ich glaube aber, dass ich das Ganze noch gar nicht richtig realisiert habe. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass mein Freund so etwas getan hat, hätte ich bis gestern definitv ohne zu zögern beide Hände für ihn ins Feuer gelegt und gesagt dass er das nie im Leben tun würde.


    Es ist bei den meisten Paaren so, dass der Mann deutlich stärker als die Frau ist, aber ich finde es so schlimm, dass er seine stärkere Position gegen mich verwendet hat. Es macht mich so traurig, ich könnte schon wieder weinen. Ich frage mich, ob er gespürt hat, dass ich mich gestern aus seiner Umklammerung befreien wollte. War ihm das ganz egal, wollte er einfach trotzdem auf seine Kosten kommen? Ihm muss doch klar gewesen sein, dass ich gegen ihn in der Postion wirklich chancenlos bin und da gar nicht wegkomme und ich denke auch, dass er gespürt hat, dass er mir wehtut? Andererseits ging alles so schnell und mittendrin habe ich keinen Mucks gesagt... Fragen über Fragen...

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    War ihm das ganz egal, wollte er einfach trotzdem auf seine Kosten kommen? Ihm muss doch klar gewesen sein, dass ich gegen ihn in der Postion wirklich chancenlos bin und da gar nicht wegkomme und ich denke auch, dass er gespürt hat, dass er mir wehtut?

    wenn ich an meine "vergewaltigungen" denke, würd ich sagen- definitiv ja :°_

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    Ich frage mich, ob er gespürt hat, dass ich mich gestern aus seiner Umklammerung befreien wollte. War ihm das ganz egal, wollte er einfach trotzdem auf seine Kosten kommen? Ihm muss doch klar gewesen sein, dass ich gegen ihn in der Postion wirklich chancenlos bin und da gar nicht wegkomme und ich denke auch, dass er gespürt hat, dass er mir wehtut? Andererseits ging alles so schnell und mittendrin habe ich keinen Mucks gesagt... Fragen über Fragen...

    Du, ich glaube nicht das es in der Situation in erster Linie um sexuelle Befriedigung ging. Es macht eher den Eindruck als ginge es darum dich unter Kontrolle zu bekommen, dich zu beherrschen damit du nicht gehen wirst. Da geht es dann nicht mehr darum auf die Kosten zu kommen, sondern nur um das beruhigende Gefühl alles und vorallem dich im Griff zu haben und nicht hilflos deiner Autonomie zu gehen ausgeliefert zu sein. In dem Sinne ist das dich-festhalten dann auch Teil des Beruhigung, im Grunde das Ziel und nicht nur Mittel zum Zweck.

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    War ihm das ganz egal, wollte er einfach trotzdem auf seine Kosten kommen?

    Ich kenne mich mit dem Thema nicht aus, habe aber schon oft gelesen, dass es, wenn sich ein Mann Sex mit Gewalt holt, ihm dabei nicht schwerpunktmäßig um Sex, sondern um Macht geht. Demnach wäre es deinem Freund da nicht darum gegangen (sexuell) "auf seine Kosten zu kommen".


    Wie soll es denn jetzt weitergehen, aus deiner Sicht?

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    Denn erstmal hat er es auch hier wieder mit Grenzverletzung (sich eintritt verschaffen)

    Nein, er bat, und sie ließ ihn rein. Das ist kein "Eintritt verschaffen".

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    und dabei ist sie blau im Gesicht

    Habe ich etwas überlesen? :-/

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    Willst Du ihr jetzt wieder versuchen einzureden, dass der aaaarme Mann es ja nicht besser wissen konnte??

    Nur weil es politisch nicht korrekt ist, ist für mich kein Denkverbot. Alias hat selbst geschrieben, dass beide im Streit sehr temperamentvoll sind, der oft in "wildem Sex" endet. Das liest sich für mich nicht so, als wären sie bisher zimperlich mit sich umgegangen. Wir sitzen beide nicht dabei, wenn es passiert und können nur ahnen, wie sich das dann abspielt.

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    Ich glaube, alles, was er braucht, ist eine Perspektive.

    Wie bitte?? Bei mir hätte er die bekommen und zwar "HAU.AB.UND.KOMM.NICHT.WIEDER"!

    Auch das kann eine Perspektive sein. Momentan weiß er aber gar nicht, wie es weitergeht. Dass er Scheiße gebaut hat, das weiß er selbst. Aber im Kontext des bisher schon öfter schwierigen Miteinanders der beiden weiß niemand von uns, wie dieser Schritt zum wilden Streit-Sex sonst immer geschafft wurde. Wir waren alle nicht dabei. Wieviel war diesmal anders? In Worten und Gesten? Dazu müsste man mehr wissen, wie es sonst abgelaufen ist.

    Okay, nochmal für Comran, der keinen Bock hat, ordentlich zu lesen!!

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    Er versuchte es noch einmal und wollte mich küssen, aber ich sagte "Lass das, ich will nicht." und drückte ihn weg. Da nahm er mich an den Handgelenken, hielt mich fest und drehte mich rum.

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    er drückte mich gegen die Wand, zog mir mit einer Hand Slip und Strumpfhose runter und begann...nunja. Ich versuchte mich, abzustützen und von der Wand wegzudrücken, aber es klappte nicht. (Er ist deutlich größer und stärker als ich)

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    Heute hat er mir dabei auch wehgetan. Ich habe sein ganzes Gewicht und seine ganze Kraft auf mir gespürt.

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    hat er mich erst festgehalten und dann regelrecht zwischen sich und Wand "eingekesselt". Ich konnte ihm da gar nicht auskommen und das war sehr schlimm. Ob er gemerkt hat, dass ich versucht habe, mich von der Wand wegzudrücken, kann ich nicht sagen. Er war so ungestüm und grob. Warum nur??

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    Als er fertig war, meinte er nur "Viel besser als Streit". Dann hat er seinen Gürtel aus seiner Hose gezogen, auf den Tisch gelegt und ist auf die Toilette gegangen. Ich hatte so einen Schreck, ich habe gar nichts gesagt und war einen Augenblick wie versteinert

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    Ich bin an der Wand stehen geblieben. Als er auf die Toilette gegangen ist, habe ich meine Strumpfhose ausgezogen, weil die kaputt gegangen war,

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    Ich fand es schlimm und es hat mich erschreckt. Es hat sich für mich nicht gut gefühlt, er hat mir weh getan,

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    Schlimm war auch, seine Kraft und körperliche Überlegenheit zu spüren. Er ist recht breit gebaut, ich bin klein und zart,

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    Im Laufe des Abends/der Nacht habe ich dann auch realisiert, dass es mir körperlich nicht so gut geht und da ein paar Dinge sind, die sich bis Montag hoffentlich von alleine wieder geben.

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    nur leichte Unterleibsschmerzen und eine ganz, ganz minimale Blutung.

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    Wir hatten sicher auch schon mal härteren, wilderen Sex, das war aber im "Gleichklang", das wollten wir beide und machten wir gemeinsam, aber nicht "so".

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    So ohne Rücksichtnahme, ihm war völlig egal, dass er mich fast zerquetschte. Meine rechte Gesichtsseite und mein Schlüsselbein sind heute ganz blau, weil er mich so an die Wand gepresst hat und ich mich ein paar Mal gestoßen habe.

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    Er hat mich nie so gepackt, wortlos rumgeschubst und einfach mein Höschen runtergerissen.

    Ja, Comran - noch weitere Rechtfertigungen und Verharmlosungen??


    Wie wäre es wenn Du das nächste Mal, gerade bei einem so sensiblen Thema!, erstmal den ganzen Thread sorgfältig liest, bevor Du so einen Müll ablässt?? ??

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    Ich kenne mich mit dem Thema nicht aus, habe aber schon oft gelesen, dass es, wenn sich ein Mann Sex mit Gewalt holt, ihm dabei nicht schwerpunktmäßig um Sex, sondern um Macht geht. Demnach wäre es deinem Freund da nicht darum gegangen (sexuell) "auf seine Kosten zu kommen".

    Das ist ein Mythos des Feminismus, der sich (leider) auch in der Definition von Vergewaltigungen widerspiegelt. Tatsächlich kann man das aber im Einzelfall nicht sagen und es gibt Argumente die dagegen sprechen, z.B. Anstieg von Vergewaltigungen bei gesetzlichem Verbot von Prostitution.

    Bitte streitet doch nicht. :-(


    Keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Ich möchte jetzt einfach ein bisschen zur Ruhe kommen und bin froh, dass das Wochenende vorbei ist. Die Arbeit wird mich hoffentlich ein bisschen ablenken... Blöd ist nur, dass man die Strieme im Gesicht morgen wahrscheinlich noch ein bisschen sehen kann. Was für mich aber feststeht ist, dass ich nicht mehr möchte, dass er zu mir in die Wohnung kommt und eigentlich will ich erstmal gar nichts von ihm hören und sehen.

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    Was für mich aber feststeht ist, dass ich nicht mehr möchte, dass er zu mir in die Wohnung kommt und eigentlich will ich erstmal gar nichts von ihm hören und sehen.

    Verständlich. Ich hoffe er akzeptiert das.