Ich finde es nicht besonders respektvoll, im Nebel zu stochern.


    Das lässt mich das Schlimmste befürchten für den Fall, dass Du, Alias, konkret wirst.


    Deshalb würde es mich freuen, wenn Du Dich auf eine allgemeine Diskussion einließest.


    Wie auch immer, ich geh erstmal wieder in Warteposition.


    :)D

    Zitat

    Ich bin jedenfalls froh, dass ich im Eingangspost noch nicht konkret auf das Problem eingegangen bin, aber natürlich interessiert mich eure Meinung auch dazu!

    Meinung zu was?


    Kein Problem - keine Meinung.

    Zitat

    Kein Problem - keine Meinung.

    Noch kein konkretes Problem - noch keine konkrete Meinung dazu.


    Ich habe Alias so verstanden, dass es erst mal um das strukturelle Problem gehen soll. Dann ist man noch nicht in automatischen Wertungen, die mit einer konkreten Ausprägung des strukturellen Problems einhergehen, gefangen. Damit hat man auch erst mal nicht die Beiträge derjenigen Schreiber, deren Schreibmotivation erst anspringt, wenn sie ihre Wertung zum Besten geben können.


    "Erst mal" heißt, dass es in einem zweiten Schritt auch um das konkrete Problem gehen wird. Und DANN interessiert sie auch unsere Meinung dazu.


    Mein Wunsch nach heiß-kalt-Informationen meint, dass man sich auch schrittweise vom strukturellen Problem dem konkreten Problem nähern kann. Wobei sich auf jeder konkreteren Ebene die Lösungsansätze der abstrakteren Ebene anwenden lassen. Beginnt man direkt mit dem konkreten Problem, findet sich vielleicht gar keine Lösung.

    Zitat

    Wobei sich auf jeder konkreteren Ebene die Lösungsansätze der abstrakteren Ebene anwenden lassen. Beginnt man direkt mit dem konkreten Problem, findet sich vielleicht gar keine Lösung.

    So hat eben jeder seine Problemlösungsstrategien. Ich sehe überhaupt keinen Nährwert darin, ein konkretes Problem zu abstrahieren. Mach ich in meinem Job ja auch nicht so. Wenn es ein konkretes Problem gibt, befasse ich mich mit dem und dann findet sich auch eine Lösung. Jede andere Vorgehensweise wäre mir zu kompliziert. Ich sehe nicht ein, dass ich etwas kompliziert machen muss, was auch einfach geht.


    Ich warte also weiter, ob/ bis die TE das Problem konkret beschreibt.

    So, da bin ich wieder. Ich habe zwar erst am WE wieder mehr Zeit, aber gerade muss ich noch auf jmd warten, da passts ganz gut :)


    Also das Thema um das es geht, ist Flirten. Wir haben da sowohl unterschiedliche Einstellungen dazu, als auch Auffassungen, was genau das denn ist.


    Allgemein gesagt: Ich bin eher die Zurückhaltende, ich bin nicht "Touchy", im Gegenteil, zu viel Berührung von Fremden ist mir unangenehm. In meinem Job liegt der Frauenanteil bei lediglich 10%, ich bin also den Tag über hauptsächlich mit Männern zusammen. Mit denen verstehe ich mich sehr gut, wir quatschen, lachen, albern rum usw. aber alles (aus meiner Sicht) ohne Flirten.


    Er:


    ... Für ihn gehört Flirten zum Spaß am Leben dazu und er will auf keinen Fall darauf verzichten. Zum Flirten gehört für ihn schon sich lustig unterhalten und Späßchen machen. Damit hätte ich kein Problem, nur zum Verständnis, dass wir selber manchmal Definitionsschwierigkeiten haben.


    Er hat aktuell zwei Jobs. Der eine, mit dem er sein Geld verdient, ist in der Eventbranche. D.h. er ist jedes WE auf diversen Veranstaltungen, bei denen er viele neue Leute kennen lernt. Dort wird er auch immer von Frauen angeflirtet. Er flirtet dann zurück, shakert mit denen rum, tanzt mit ihnen, hat Gefallen daran. Er tauscht auch mitunter Nummern, bleibt in Kontakt, lädt sie zu weiteren Veranstaltungen ein, besorgt Ihnen Tickets, macht Komplimente, flirtet weiter. Erst wenn diese Frauen konkret Interesse bekunden, erwähnt er, dass er eine Freundin hat. Das kann am gleichen Abend sein oder erst Monate! später. Als ich meinte, dass er damit sicherlich einigen Frauen falsche Hoffnungen mache, sagte er, dass das nicht sein Problem sei, wenn die Frauen was von ihm wollen, könnten sie das offen ansprechen und dann würde er ja erwähnen, dass er vergeben ist.


    Mir ist bei solchen weiblichen Bekanntschaften alles was über den Abend hinaus geht, Nummern tauschen, zu Veranstaltungen einladen, Enges Tanzen, Berührungen an gewissen Stellen (und ohne zu Erwähnen, dass er eine Freundin hat) einfach zu viel. Genauso wie manche Formulierungen, die er ihnen schreibt. Da ist bei mir eine Grenze erreicht und es verletzt mich auch ohne, dass er konkret fremdgeht bzw. ohne dass er überhaupt vorhätte fremd zu gehen.


    Er sagt auch, alles an Verhalten, dass er ggü Männern an den Tag legt und für mich ok ist, will er auch bei Frauen "dürfen" er macht da keinen Unterschied. Ich sehe da schon einen Unterschied.


    Auf meine Frage, ob dann mit einer Freundin von ihm zusammen in die Umkleide gehen, duschen, in die Sauna gehen, in einem Bett schlafen für ihn ok wären, sagte er Ja, allerdings hätte er das jetzt konkret nicht vor / es gäbe aktuell keine Situation wo das passieren würde. Er würde es sich aber nicht per se verbieten lassen wollen. Ich habe mit den oben genannten Situationen aber durchaus ein echtes Problem.


    Wir ticken was das Thema angeht sehr unterschiedlich und ich finde es nicht gerecht zu sagen, dass die eine Meinung die Richtige und die andere die Falsche ist.


    Er ist der Überzeugung, dass 99% der Menschen seine Einstellung teilen würden, was ich einerseits nicht glaube und unabhängig davon es mir auch völlig egal ist, wieviele Leute wie denken, ich sage ihm immer WIR müssen uns einig werden.


    Er steht zu seiner Überzeugung und seinem Verhalten, er ist ehrlich, wenn ich ihn nach bestimmten Situationen frage (wobei sich mir bei den Antworten manchmal echt der Magen umdreht). Er sagt, ich solle bitte nicht versuchen ihn zu ändern, er wünscht sich, dass ich ihn und sein Verhalten so akzeptiere. Aber ich finde dieses Verhalten einfach nicht in Ordnung, das ist meine Grundeinstellung zu diesem Thema. Das ist wie ich aufgewachsen, sozialisiert und geprägt wurde. Wie soll ich ändern können, wie ich dabei fühle. Wenn ich mich nicht mal ändern will, weil ich das aus dem Innersten heraus nicht richtig finde. Wieso soll ICH mich ändern? Es fällt mir schwer zu wissen, dass er dieses Verhalten ok findet, weil ich so weiß, dass er auch in Zukunft meine Grenzen immer wieder übertreten wird.


    Er bezeichnet mich in Bezug auf das Thema als übertrieben eifersüchtig. Ich selber sehe mich ganz ehrlich nicht so und sage, dass das eben eine Grenze bei mir ist. Er ist mir in einigen kleinen Dingen entgegen gekommen und erwartet nun von mir Entgegenkommen. Aber ich kann und will einen so krassen Grenzübertritt nicht hinnehmen, deswegen habe ich mich dazu noch nicht wirklich geäußert. Er sagte, bei IHM sei eine Grenze überschritten, wenn er nicht das darf was ER will und für richtig hält und wenn er nicht er selbst sein kann.


    Wir hatten schon so viele Gesprächsrunden.. das Thema belastet unsere Beziehung sehr.


    Wir wollen unbedingt eine Lösung finden, aber keine Ahnung, wie die aussehen könnte :-|


    Wenn ich am WE mehr Zeit habe, werde ich auf eure Beiträge eingehen.


    Vielen Dank schonmal und Gruß.

    Ich finde auch, da kann man nicht pauschal sagen, eine/r von Euch hat Recht und der/die andere Unrecht. Entscheidend ist, dass Ihr Euch als Paar wohl fühlt.


    Als Orientierungshilfen könntest Du noch die Antworten auf folgende Fragen (sofern bekannt) nehmen:


    - Betrachtet er die Flirts vorwiegend als eine Art Geschäftsfaktor?


    - Sind die angeflirteten Damen immer die gleichen oder eben wechselnde (ggf. Kundinnen)?


    - Ging er Deines Wissens in vergangenen Beziehungen fremd?


    - Hast Du Anlass zur Befürchtung, dass er während Eurer Beziehung schon fremdgegangen ist oder es tun könnte?


    - Bist Du evtl. sogar selbst aus so einem Flirt-Kontext heraus seine Partnerin geworden?

    @ Ella71:

    Zu deinen Fragen:


    1. Sowohl als auch. Er sagt, wenn er nicht flirten dürfte, hätte er keinen Spaß mehr im Leben (er flirtet ja auch abseits solcher Veranstaltungen). Und aber auch, dass die Leute bei den Veranstaltungen, das von ihm erwarten, dass er deshalb so erfolgreich ist in diesem Job, es "Business" wäre.


    2. Zum Teil die gleichen, aber auch jedes! WE neue.


    3. Nein. Allerdings hatte er in einer kurzen Beziehungspause direkt eine am Start


    4. Fremdgegangen nicht, aber es gibt eine Situation in der ich mich doch ziemlich verarscht fühle (ich schreibe dazu gerne noch mal ausführlicher am WE). Da er sein Verhalten auch in dieser Situation völlig in Ordnung fand, MUSS ich ja damit rechnen, dass etwas ähnliches irgendwann in Zukunft passieren könnte.


    5. Nein.

    Puuhhhhh......


    Was ist das für ein Job, wo Mann mit der Kundschaft flirten, eng tanzen und private Nummern tauschen muß?


    Ich würde nicht drauf wetten, dass es immer nur dabei bleibt. Und das kann dir dann ordentlich Kummer breiten.


    Nimm ihn genauso wie er ist oder lass ihn seiner Wege ziehen. Aber sei dir sicher, er wird sich nicht ändern. Auch in einem anderen Job nicht.

    Ich glaube auch, ihn gibt es nun mal nur so, wie er ist - er war sicher von Anbeginn so, und so hast Du ihn zum Partner genommen. Diese seine Art macht ihn (in anderen Bereichen) vielleicht gerade so anziehend für Dich.


    Aber ich gebe zu: auch wenn er ja nicht fremdgeht und man in unserer so offenen und toleranten Gesellschaft jaaaa keine Spaßbremse sein "sollte", für mich wäre es auch eher nichts, würde ein Partner sich regelmäßig und intensiv auf der von Dir beschriebenen Art anderen Frauen zuwenden. Ist Geschmackssache - was für Dich "richtig" ist, kann Dir hier keiner abnehmen. Ich würde da nicht Umfrageergebnisse o.ä. als Gradmesser nehmen, sondern stets das eigene Bauchgefühl.

    Ehering? Riesenfoto von dir im Geldbeutel?


    An deiner Stelle würde ich versuchen zu lernen damit umzugehen und ihm zu vertrauen. Hätte aber für einige Jahre ein sehr wachsames Holzauge.


    An seiner Stelle würde ich versuchen, dir soweit es geht die Unsicherheit zu nehmen, z.B. durch komplettes Offenlegen meiner Kommunikation, implizite Einladung zu allen Veranstaltungen, und am Wochenende öfters mal Bilder davon, wo ich gerade mit wem bin.

    Hilft euch natürlich nicht, aber ich kann dich sehr gut verstehen, das wäre auch zu viel des Guten für mich.

    Zitat

    Allerdings hatte er in einer kurzen Beziehungspause direkt eine am Start

    Eine Beziehungspause in eurer Beziehung? Die erst ein 3/4 Jahr geht?


    Den einzigen Kompromiss den ich sehen würde, wäre sich im Bezug darauf was an Flirten in einer Beziehung in Ordnung ist, in der Mitte zu treffen. Zum Beispiel Kontaktdaten austauschen ist in Ordnung, aber er sollte dann erwähnen, dass er in einer Beziehung ist, oder was auch immer. So, dass ihr Beide mit den "Regeln" leben könnt. Wenn er gar nicht bereit ist sein Verhalten zu ändern, wird es natürlich schwierig.

    Zitat

    Wir ticken was das Thema angeht sehr unterschiedlich und ich finde es nicht gerecht zu sagen, dass die eine Meinung die Richtige und die andere die Falsche ist.

    Ich stimme dir da zu. Und ich glaube, dass kein Paar immer und in allen Belangen zu hundert Prozent einer Meinung ist. Oft kann man Dinge ausdiskutieren, manchmal kann man aber die jeweils andere Sichtweise auch nur hinnehmen und respektieren. Und ich glaube, das ist ein Stück weit euer bzw dein Problem, oder?

    Zitat

    Es fällt mir schwer zu wissen, dass er dieses Verhalten ok findet, weil ich so weiß, dass er auch in Zukunft meine Grenzen immer wieder übertreten wird.

    Für mich fängt Betrügen da an, wo mein Partner wissentlich eine gemeinsam definierte Grenze überschreitet. Ganz unabhängig davon, ob das in einem sexuellen Kontext ist, oder nicht.


    Habt ihr denn überhaupt gemeinsam Grenzen definiert, die ihr beide bereit seid einzuhalten?


    Oder ist es bislang eher so, dass zwischen euch ein diffuses Unwohlsein herumwabert, ohne dass es klare Grenzen geben würde?

    Endlich Klartext. Ich kann zwar nicht so richtig erkennen, warum wir so lange zum Spekulieren aufgefordert wurden, aber egal…


    Ich glaube dir gern, dass dich sein Verhalten immer wieder an deine Grenzen bringt. Das ist nervig, anstrengend und negativ. Positiv könnte man werten, dass du auf diese Weise gezwungen wirst, dich mit diesen deinen Grenzen intensiv zu beschäftigen: Woher kommen sie? Warum sind sie dir wichtig? Was würde geschehen, wenn du diese Grenzen aufgibst? Und viele andere Fragen mehr.


    Es spricht alles dafür, dass du an deinen Grenzen festhalten wirst und dass eure Beziehung dadurch mehr und mehr belastet und letztlich nicht mehr glücklich sein wird. Denn du hast ganz konkrete Erwartungen an ihn, und wenn die dauerhaft nicht erfüllt werden, bleibt dir nur die Trennung. Ich könnte das nachvollziehen und einiges spricht dafür.


    Es kann aber sinnvoll sein, über Folgendes nachzudenken: Die Beziehung mit diesem Mann gibt dir offensichtlich sehr viel, du erlebst Glücksgefühle, du erfährst Liebe und gibst Liebe. Das drückst du selber in diesen Worten aus:

    Zitat

    Ich finde wir passen super zusammen und ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass es irgendwo da draußen jemanden geben könnte, der besser zu mir passt. Er sieht das genauso.


    Ich habe schon einige Beziehungen hinter mir und bei ihm denke ich mir ständig, was für ein Glück ich mit ihm habe und wie glücklich ich mit ihm bin.

    Wenn dieser Mann nun deine Erwartungen nicht erfüllt, deine Grenzen nicht zu seinen macht und deine Bedingungen nicht anerkennen will (oder kann), dann bleibt dir nur die Trennung, oder? Du würdest also all das, was dir Glückserleben ermöglicht aus eigenem Willen und in voller Absicht aufgeben, weil er in diesem Punkt deine Erwartungen nicht erfüllt? Du würdest dir damit also selber all das Positive nehmen wollen, weil dir das Negative wichtiger ist und weil dir die Tatsache, dass er deine Erwartungen und Bedingungen nicht erfüllen will wichtiger ist als dieses Glückserleben. Richtig?


    Ich vergleiche das immer gern mit der Biene. sie kann stechen und das tut dem anderen richtig weh, aber anshcließend stirbt sie. Bei euch würde dann also die Beziehung und Liebe sterben. ist es das wert?


    Man kann das natürlich machen, das machen viele. Aber man muss sich darüber klar sein, dass das dann kein Schicksalsschlag ist, sondern freier Wille, eine freie Entscheidung. Wenn du also bei ihm eine Änderung seines Verhaltens damit erzwingen willst, dass du eine Wenn-Dann-Bedingung stellst, musst du auch bereit sein, sie selber konsequent einzuhalten und die "angedrohte Strafe" dann auch umzusetzen. Oder beabsichtigst du andere Sanktionen?


    Dein Partner ist ausgesprochen freiheitsliebend, scheint mir. Ich habe den Eindruck, dass das Leben euch eine gewisse gemeinsame Zeit schenken will. Wie lange dieser Zeitraum dauert, bestimmt ihr selber. Wenn du sie durch Bedingungen verkürzen oder gefährden willst, ist das eine freie Entscheidung. Fälle sie, es hält dich niemand davon ab. Aber das ist dann kein Schicksal. Du selber hast die Wahl.


    Um auf deinen Titel zurück zu kommen "Inkompatible persönliche Grenzen"… Mit etwas Distanz könnte man das als "inkompatible persönliche Ansichten oder Meinungen" bezeichnen, denn du bist der Ansicht, dass dieses unkontrollierbare Flirten nicht zu einer Liebesbeziehung passt, er ist dieser Meinung nicht. Das ist zunächst noch nicht eine "Grenze". Du entscheidest dann aber, dass es eine Grenze ist, für ihn liegt die Grenze anderswo. Für ihn beginnt Untreue anderswo, für ihn hat Liebe mehr mit Freiheit zu tun. Diese beiden Ansichten stehen sich also gegenüber und sind tatsächlich nicht kompatibel, sondern müssten verhandelt werden. Wenn du allerdings sagst "Das ist meine GRENZE", dann ist das nicht mehr verhandelbar, denn Grenzen sind gezogen. Es geht also nicht nur um Inkompatibilität, sondern auch um Definitionen. Streng genommen sagst du unausgesprochen: "Wenn du mich wirklich lieben würdest, würdest du das nicht mehr tun!" und damit unterstellst du, dass er dich nicht genügend liebt, wenn er weiterhin flirtet. Richtig?


    Egal, was wir hier dazu sagen – wenn du das so siehst und definierst, wenn du es als Grenze ansiehst, dann IST DAS SO und dann wirst du auch die Konsequenzen ziehen müssen. Wenn du aber eine neue Entscheidung darüber treffen willst, was GRENZEN sind und was nur Meinungen und Ansichten sind, dann bist du noch frei und hast noch Handlungsspielraum.


    Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

    Etwas provokativ könnte ich behaupten, Deine Meinung ist richtig und seine Meinung ist falsch.


    Ganz so ist es selbstverständlich nicht. Ihr habt beide ein Recht auf Eure Meinung. Ich teile Deine Meinung. Seine Meinung halte ich für Verarschung. Aber Du wirst ihm seine Meinung nicht nehmen können.


    Ihr habt schon viel darüber geredet. Sein Ziel war es, Dich von seiner Meinung zu überzeugen. Dein Ziel war es, ihm seine Meinung zu nehmen.


    Seine Meinung ist schwanzgesteuert. Ich halte es deshalb für unmöglich, ihn mit rationalen Argumenten zu überzeugen.

    Zitat

    Er ist der Überzeugung, dass 99% der Menschen seine Einstellung teilen würden, was ich einerseits nicht glaube und unabhängig davon es mir auch völlig egal ist, wieviele Leute wie denken, ich sage ihm immer WIR müssen uns einig werden.

    Da ich Deine Meinung teile, muss er jetzt 198 Personen beibringen, die seine Meinung teilen.


    ;-D

    Zitat

    Wieso soll ICH mich ändern?

    Keiner von Euch beiden muss sich ändern. Aber einer von Euch beiden muss etwas machen, damit sich etwas ändert.


    Er hat keinen Grund dazu, weil er zufrieden mit der Situation ist.


    Du hast einen Grund, weil Du so nicht glücklich bist.


    Oder? Habe ich Eure Situation verkehrt erfasst?

    Zitat

    Er sagte, bei IHM sei eine Grenze überschritten, wenn er nicht das darf was ER will und für richtig hält und wenn er nicht er selbst sein kann.

    In diesem einen Punkt teile ich seine Meinung. Du hast kein Recht, ihm nach Kindergärtnerinnenart vorzuschreiben, was er zu tun und zu lassen hat.

    Zitat

    Wir wollen unbedingt eine Lösung finden, aber keine Ahnung, wie die aussehen könnte :-|

    Ich habe eher den Eindruck, er will unbedingt, dass alles so bleibt, wie es ist, weil es ihm gut geht, wie es ist.




    Das war jetzt erstmal meine Meinung und meine Interpretation. Als nächstes käme dann die Frage, wie ein Lösungsansatz aussehen könnte.