Irgendetwas fehlt in meiner neuen Beziehung, Unsicherheit

    Liebes Forum,


    ich hab so ein Bedürfnis, euch zu schreiben und hoffe, durch euch vielleicht einen neuen Blickwinkel auf mein Problem zu bekommen, oder etwas Unterstützung.


    Ich habe seit ca 4 Monaten einen neuen Freund. Ich war, seitdem ich ihn vor ca. einem Jahr kennengelernt hab, heimlich in ihn verliebt, habe aber nie irgendwelche Anstalten gemacht, da er 1. vergeben war, und ich 2. nicht dachte, eine Chance zu haben. Als er sich von seiner Freundin trennte, dachte ich: Jetzt oder nie, und das eine kam zum anderen, und wir fanden zusammen x:) Anfangs war es schwierig, da einige unserer Freunde etwas gegen unsere Liebe hatten bzw. sich verletzt fühlten (u.a. mein Exfreund, der sich noch Hoffnungen gemacht hatte, und auch mit meinem neuen Freund befreundet war). Ich hatte auch Vorbehalte, da ich nicht wusste, ob es auf was Ernstes hinausläuft (er ist ein ziemlicher "Player") und wir ein Hobby teilen, das mir sehr wichtig ist, und wo ich die Harmonie sozusagen nicht auf's Spiel setzen wollte. Nachdem ich mich jedoch durchgerungen hatte, mich fallen zu lassen, habe ich mich so richtig verliebt, und das war der Hammer |-o Ich war jedoch von Anfang an eher zurückhaltend und auf der Hut, aus Angst davor, verletzt zu werden. Und leider geht es mir immernoch so, und ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann, und endlich zur Ruhe kommen kann.


    Ich war seit meiner letzten Beziehung vor ca. 2 Jahren nicht mehr richtig verliebt, und erst Recht nicht in einer Beziehung, hatte mit vielen Männern kurze "Geschichten" - da war aber nie jemand, wo ich mir so richtig Mehr hätte vorstellen können. Auch deswegen hat das Ganze für mich eine besondere Größenordnung.


    Nun have ich in diesen 4 Monaten mehr oder weniger konstant Unsicherheiten erlitten, und ich weiß nicht, was ich von diesen halten soll, und ob die sich ausschließlich in meinem Kopf abspielen.


    Mein Freund arbeitet sehr viel, 7 Tage die Woche (hat sein eigenes Geschäft aufgemacht vor 2 Monaten), also sehen wir uns meist nur abends für ein paar Stunden und ich fühle. Er entschuldigt sich, so viel um die Ohren zu haben, und die Zeit, die wir miteinander verbringen, ist immer superschön. Ich weiß, dass ich in einer so stressigen Zeit für ihn nicht noch mehr Druck auf ihn ausüben sollte (was es auch so schwierig macht, über meine Wünsche zu sprechen), aber dennoch bin ich so oft am Zweifeln, ob er meine Gefühle denn genauso erwidert und er einfach keine Zeit hat, mir Nachrichten zu schicken, oder ob wir uns doch in 'ner "Schieflage" befinden.


    Jetzt bin ich für einen Monat nur am Wochenende daheim, wir werden uns also noch weniger sehen und der Schriftverkehr bzw. Telefonate finden ziemlich sporadisch statt. Ich fühle mich abgelehnt, wenn ich lange auf eine Antwort warten muss, er schnell müde ist beim telefonieren oder wenn der Kontakt auch meist von mir ausgeht. Ich will ihn auch nicht nerven.


    Ich war schon immer diejenige, die mehr Kontakt gesucht hat, auch bevor er seinen neuen Job bekam, also liegt es nicht nur am Stress, vielleicht haben wir einfach ein unterschiedliches Kontaktbedürfnis?


    Er war derjenige, der zuerst gesagt hat, dass er mich liebt, und auch eine feste Beziehung vorgeschlagen hat - darauf berufe ich mich innerlich immer, wenn ich so ein bisschen zu Zweifeln anfange.


    Ich bin nur so verwirrt über meine Gefühle - ich bin verliebt, aber fühle, dass ich ständig auf ihn warte und viel mehr will, als er mir geben kann/möchte? Und ich möchte auch nicht ständig das Gefühl haben, ihn zu etwas zu drängen, wenn er andere Sachen im Kopf hat. Gleichzeitig möchte ich mich aber auch begehrt und gewollt und vermisst fühlen, bin aber so unsicher wie schon seit Jahren nicht mehr! Vergleiche heimlich meine Exbeziehungen zu dieser (obwohl das Blödsinn ist) und kann merken, dass ich mich aus Selbstschutz viel weniger hingebe, als ich eigentlich Lust dazu hätte (obwohl das schon besser geworden ist als zu Anfang).


    Sollte ich mich an jeder lieben SMS extra lange wärmen und einfach darauf vertrauen, dass er genauso verrückt nach mir ist, wie ich nach ihm (denn das bestätigt er mir immer glaubhaft, wenn ich ihn danach frage/ihm meine Zweifel irgendwie zeige, obwohl mir das so unangenehm ist). Seine Komplimente sind sehr schön, nur irgendwie "halten die nicht lange vor", ich fühle dass ich ständig Bestätigung brauche und da eine Distanz zwischen uns ist...ich wünsche mir wirklich, mein Leben intensiver mit ihm zu teilen, nur ist da so ein Ungleichgewicht, was mich verunsichert.


    Ich muss unbedingt von dieser Einstellung/Warnehmung wegkommen, bzw die Situation verändern, da mir das alles nicht richtig gut tut und ich keinen richtigen Ausweg sehe. Ich habe in letzter Zeit wieder vermehrt mit Angst/Panik zu kämpfen und hatte (bevor wir offiziell ein Paar wurden) sogar fast 'ne Panikattacke mit ihm im Bett, weil ich mich so unsicher im Bezug auf seine Gefühle gefühlt habe. Mich jemandem so sehr zu öffnen ist ein riesiger Schritt für mich und ich habe irgendwie wirklich Bedarf nach viel Kommunikation und Bestätigung, kann ihn ja aber nicht dazu zwingen, mir ständig zu zeigen, dass er mich genauso liebt wie ich ihn - und was ist das auch wert, wenn man jemanden darum bittet und er es nicht freiwillig tut?


    Eine Sache: Wir haben gleich zu Anfang beschlossen, eine offene Beziehung zu führen, da wir beide zu dem Zeitpunkt Lust darauf hatten (und ich aufgrund meiner Vorerfahrungen (bin in meiner letzten sehr intensiven Beziehung belogen und betrogen worden und will unbedingt diesmal Ehrlichkeit) und seiner Äußerungen (offene Beziehung ist das einzig natürliche, er wollte das schon immer, auch bei seiner Ex, fand es schade, dass sie nicht mitmachen wollte) fast schon keine Alternative sehe), und ich richtig Angst davor hatte, durch eine feste Beziehung eingeengt zu werden. Die Regeln haben wir nicht so richtig besprochen und eigentlich auch nicht mehr darüber gesprochen, seitdem wir "fest zusammen sind". Das, denke ich, sollte ich bald mal zur Sprache bringen, weiß nur nicht genau, wie... ich hab große Angst, sehr verletzt zu werden.


    Was ist nur los mit mir?


    Was haltet ihr von der ganzen Sache, sollte ich mich einfach locker machen? Wieso hab ich ständig so 'nen kleinen Liebeskummer, obwohl ich doch eigentlich auf rosaroten Wolken schweben müsste? Jetzt hab ich endlich meinen Traummann an der Angel, aber die Beziehung ist so wenig intensiv :°(


    Vielen lieben Dank für's Lesen

  • 33 Antworten

    Rein nach meiner Interpretation deines Textes bist du nicht der Typ für eine offene Beziehung und genau damit beginnt deine Misere. Er hat arbeitsmäßig viel zu tun, du sitzt zuhause und sehnst dich nach ihm, während er ja eigentlich auch gerade mit einer anderen im Bett liegen könnte. Mir kommt es so vor, als seist du die Beziehung mit Abstrichen eingegangen, nur um unbedingt mit ihm zusammen zu sein. Das dir das garnicht gut tut, merkst du an deinem derzeitigen Befinden.


    Und richtig schlimm wird es erst für dich, wenn die rosarote Brille weg ist.


    Zu dir passt eher eine monogame Beziehung und nicht jeder neue Typ lügt und betrügt. Klogriffe hatten wir alle mal.

    Danke für die Antworten.


    Ich glaube auch, dass das mit der offenen Beziehung hier nur schief gehen kann - deswegen werd ich jetzt am Wochenende mit ihm sprechen, dass ich das wohl doch nicht kann, und was er dazu sagt.


    Ich denke aber auch, dass es nicht unbedingt per se meine Persönlichkeit ist, die 'ner offenen Beziehung im Weg steht...ich brauche aber doch 'ne Menge Bestätigung und Sicherheit, dass Sex mit anderen nicht unsere Beziehung gefährdet, eben weil wir so ein intensives Band haben.. Ist es nicht eher so, dass die Voraussetzungen hier in dem konkreten Fall nicht so gegeben sind?


    Abgesehen von der Frage mit der offenen Beziehung - wie schätzt ihr denn meine Wahrnehmung der Nähe-Distanz-Sache ein?

    Zitat

    Rein nach meiner Interpretation deines Textes bist du nicht der Typ für eine offene Beziehung

    Ich hab auch den Eindruck, dass du dich in der Beziehung unsicher fühlst und du gefühlsmäßig mit angezogener Handbremse unterwegs bist.

    Ich habe gerade Deine anderen Beiträge etwas überflogen und habe den Eindruck, dass Dein Leben zumindest die letzten 13 Jahre beziehungsmäßig immer recht dramenhaft verlaufen ist. :°_ Darf ich fragen wie alt Du bist? Du schriebst schon, dass er ein "Player" sei. Deine anderen Männer scheinen ähnlich gewesen zu sein?! Vielleicht solltest Du ganz generell mal Dein Beuteschema überdenken. Ich habe den Eindruck, Du brauchst einen ganz lieben Mann der Dir genauso zeigt wie wichtig Du ihm bist, wie Du es auch gern Deinen Partnern zeigst.

    Zitat

    Jetzt hab ich endlich meinen Traummann an der Angel, aber die Beziehung ist so wenig intensi

    Das kann sich ja leider wohl nur auf das Äußere beziehen, wenn Du psychisch so unglücklch bist :-/

    Zitat

    wie schätzt ihr denn meine Wahrnehmung der Nähe-Distanz-Sache ein?

    Das ist eigentlich völlig egal, denn jeder braucht verschieden viel Nähe/Distanz zum Glücklichsein. Der eine fühlt sich mit zu viel Nähe schnell eingeengt, der andere ungeliebt wenn keine da ist. So wie Du es jetzt empfindest brauchst Du es halt. Und er anscheinend leider nicht so sehr... Du kannst ja das Gespräch mit ihm suchen und schauen wie es sich weiter entwickelt, 4 Monate ist ja noch die Frischverliebtphase... und für später dann, würde ich generell immer meinem Bauchgefühl vertrauen.

    Zitat

    Vielleicht solltest Du ganz generell mal Dein Beuteschema überdenken. Ich habe den Eindruck, Du brauchst einen ganz lieben Mann der Dir genauso zeigt wie wichtig Du ihm bist, wie Du es auch gern Deinen Partnern zeigst.

    Sehe ich auch so!


    (Und nein, liebe Typen sind nicht automatisch langweilig!)

    Danke, ihr.


    Ich hab selbst auch schon oft drüber nachgedacht, wieso ich mich in einen verliebe, in den anderen nicht. Es gab einige tolle, liebe Kandidaten, die mich super behandelt haben, da hat es bei mir aber nie richtig gefunkt :-( Und so "bewusst" kann ich daran nichts ändern, ich habe es WIRKLICH mit denen versucht, bis hin zu Panikattacken, weil ich mich innerlich doch gesträubt habe, ich diesen "perfekten Partner" doch aber unbedingt hätte lieben sollen...auch aufgrund meiner Vergangenheit mit untreuen und instabilen Typen. Ich weiß also gar nicht, ob und was ich da ändern kann..ich kann auf jeden Fall keine Vernunftentscheidung in der Hinsicht. Leider, leider.


    Und ja, er ist sooo schön. Aber auch charmant, LUSTIG (das allerwichtigste für mich), kindlich-kreativ, warm und offen, unkompliziert, faszinierend und selbstbewusst. Und vieles mehr...

    Zitat

    Es gab einige tolle, liebe Kandidaten, die mich super behandelt haben, da hat es bei mir aber nie richtig gefunkt :-( Und so "bewusst" kann ich daran nichts ändern, ich habe es WIRKLICH mit denen versucht, bis hin zu Panikattacken, weil ich mich innerlich doch gesträubt habe, ich diesen "perfekten Partner" doch aber unbedingt hätte lieben sollen...auch aufgrund meiner Vergangenheit mit untreuen und instabilen Typen. Ich weiß also gar nicht, ob und was ich da ändern kann..ich kann auf jeden Fall keine Vernunftentscheidung in der Hinsicht. Leider, leider.

    Bei vielen Frauen soll sich das ab 30+ dann doch allmählich ändern, wenn die biologische Uhr anfängt zu ticken, ein Kinderwunsch besteht und dann doch eher ein liebevoller, treuer Partner bevorzugt wird, der auch den Kindern ein liebevoller Partner ist und sich nicht durch andere Betten vögelt.


    Andererseits scheinen manche Frauen einen Hang zur Selbstzerstörung zu haben, wenn sie sich immer wieder solche Typen suchen, dann braucht man aber auch nicht in Foren rumheulen.


    Mit diesem "Offene Beziehung = So ist es kein fremdgehen"-Konstrukt lügst du dich jedenfalls nur selbst an.

    Was Mann oder Frau tun oder lassen sollte, ja in Foren liest sich das oft recht simpel und einfach, und dann im real Life ist doch alles irgendwie so komplex und schwierig.


    Fangen wir mit dem Positiven der Betrachtung an:


    Du bist jung verliebt, im Rausch der Sinne und Dein Freund scheint oberflächlich gesehen viele Eigenschaften zu haben, die Dich richtig mit Emotion befeuern, ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung, der Mann von dem lange geträumt hast - wird nun zur Wirkklichkeit.


    Ja, wer liebt spürt manchmal auch diese Ängste. Geht alles gut, vertieft sich alles, hat das Ganze auch Zukunftspotential, sind Worte auch Taten und kommt man innerlich beim Partner an, so wie in einer Heimat bei der man auftankt, sich ruhig zurück lehnt und irgendwie ist alles alt vertraut schön.


    Einige Anteile gibt es offenbar zwischen euch. Und dann grätscht das große Aber dazwischen.


    Nun die etwas Negative Seite der Medaille:


    Da gibt es den neuen Partner, mitten aus einer Clique, man teilt quasi Vergangenheit und Gegenwart zum selben Zeitpunkt. Ehemals beide gebunden, als bei Dir die Verliebtheit schon eingesetzt hatte, dazu Freunde die euch aus unterschiedlichen Konstellationen kennen. Da gibt es immer noch alte Blickwinkel und unterschiedliche Bindungsgefälle, die sich auftun.


    All das belastet eine neue Beziehung, auch ganz ohne euer eigenes Zutun. Es wird verglichen, bewertet und eigene Gedanken dazu verbalisiert. Und all das arbeitet in Dir nach.


    Zudem die neue berufliche Situation im Umfeld Deines Freundes, nicht wissend wann das nächste Date erfolgt, wie lange oder intensiv. All das soll der Zwischenkontakt der Social Media auffangen und begleiten. Schwierig, wenn beide da nicht gleich ticken und logistisch/akkustisch und emotional anders "ticken". Du erhoffst Dir dieses intensive Vermissen vom Geliebten, er ist vermutlich gerade oft gedanklich in einer anderen Welt. Schaffe ich mein Pensum, kann ich Kunden an mein Geschäft binden. Reichen die Finanzen, kann ich meine Steuern und Versicherungen rechtzeitig bedienen, reicht mein Wissen und die Berufserfahrung für die Selbstständigkeit.


    Alles Fragen, die ein Neueinsteiger ständig im Hinterkopf hat, zudem die Schreibtischarbeit, ein Rhythmus der sich einstellen muss, dazu eine neue Liebe. Wie soll das alles unter einen Hut passen?


    Ich kann Dich insofern beruhigen, viele Deine Ängste sind unbegründet, der Mann hätte, wenn er sein Ziel ernsthaft verfolgt keine Zeit um noch Flirts oder Kennenlerndates zu veranstalten.


    Offene Beziehung gleich zu Beziehungsbeginn mal eben so salopp in die Waagschale schmeißen? Puhhh, da ist noch nicht genug Potential. Wenn überhaupt kann ich das nur Leuten empfehlen, die sich zum einen verdammt gut kennen, denen zumindest überwiegend Verlustängste fremd sind, die aber auch so objektiv denken und fühlen, dass sie gewissermaßen mit dem Feuer spielen das auch einen Teil des Reizes ausmacht, so eine Konstellation zu leben.


    Für euch, wie sich Deine Zeilen lesen ist es der falsche Zeitpunkt und sicher auch nicht das Fundament, um gleich so hoch im 'der Preis ist heiß' einzusteigen.


    Wie aus Deinem Dilemma raus finden. Mein erster Rat, bitte verbiege und verbeuge Dich für keine Liebe. Das funktioniert weder in Fern- noch Nahgeschehen. Es bringt nur etwas, wenn beide Partner mit den Gefühlen, auch den negativen Zweifeln offen und ehrlich umgehen. Sich verstellen, zurück halten und anpassen, bedeutet immer ein Stück Selbstverleugnung. Glaub mir, sowas spürt ein Mann früher oder später, wenn er sich für Dich als Frau und Mensch ernsthaft interessiert.


    Welche Art von Frau in Dir soll er denn lieben lernen? Die mit den Ängsten, den Zweifeln und dem Gefühl ich bin unzureichend?


    Oder die Fordernde, die heißblütig Sehnsuchtsvolle, die gern soviel mehr möchte als sie zeigt und gibt?


    Wenn Du Dir diese herausfordernden und flirtfreudigen Player-Männer suchst, gehört dazu auch eine große Portion Selbstironie, Humor und dieses Gefühl - 'dann mach doch, wenn Du meinst Du kannst das'. Es gibt Menschentypen Frau wie Mann, die durch ihre natürliche lockere und authentische Art gut ankommen. Das ist Ok, wenn Du bereit bist dafür die notwendige Gelassenheit zu entwickeln.


    Eine Beziehung mit Angstkomplexen führen frisst sehr viel der positiven Energie auf, und macht eine Liebe irgendwann schal und unerfüllt. Misstrauen wird versucht mit Kontrolle zu ersetzen, und das ist das Todesurteil der meisten Lieben, die wenn sie nicht nur logistische Gewohnheit wurde, und zerbricht.


    Wenn Du eine ehrliche Chance bei diesem Mann willst hab Mut zur Ehrlichkeit, Dir gegenüber und ihm als Partner. Redet über das Machbare der aktuellen Situation, schaut wo es Freiräume gibt, die für mehr gemeinsame Freizeit raus geholt werden kann. Interessiere Dich für seinen neuen Alltag, redet über Ziele, Wünsche und Träume. Das festigt Vertrauen, zeigt Interesse am Leben des Anderen und macht einen Teil der Bindungsfähigkeit aus.


    Schau nach vorn und nicht zurück. Andere Männer vor IHM können Dir keine Antworten auf das Heute geben. Er ist ein anderer, Du bist eine Andere als mit anderen Partnern, dass ist alles stets neu und wieder individuell was entsteht.


    Denke an diese Billionen Bestandteile von Zellen, Genen, Neuronen und Möglichkeiten, die den Menschen als Ganzes ausmachen. Das findest Du in keinem zweiten Mann. Liebe ist Mut zur Vergänglichkeit und ebenso das Vertrauen, dass nicht alles gut ausgehen muss, aber man selbst viel selbst in der Hand hat aus gemeinsamen Chancen eine Basis zu machen. Denke darüber mal in einer ruhigen Minute nach. Viel Glück dabei. @:) ;-)

    Mir fällt immer wieder auf, wie zwanghaft heute, in meinen Augen mehr Frauen als Männer, sich darauf versteifen, dass man dauernd SMS, WhatsApp und so weiter senden muß. Und wehe, da kommt nüschte, weil man sich nicht vorstellen kann, dass das beruflich nicht paßt.


    Hier baut jemand seine Firma auf, ist voll im Stress, konzentriert sich darauf und auf der anderen Seite wird da zumindest hier für mich lesbar genörgelt, weil zu selten was zurückkommt.


    Eigentlich finde ich das sehr egoistisch, dauernd auf so etwas zu pochen. Zumal es mir auch anzeigt, wie unsicher man doch selber ist und sich nicht zutraut, auch ohne so ein Handygezumsel innerlich in sich gefestigt zu sein und die Liebe des anderen zu spüren, sich selbst und dem anderen zu vertrauen.


    Zu wenig Nachrichten über was auch immer - das sind für mich Forderungen pur.


    Steht schon in der Bibel, was Liebe wirklich ist.


    Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht .... usw. Korinther sonstwas...


    Ich finde, da ist viel dran.


    Hier ist mir viel zu viel Eifer im Gange, die eigentlich dauernd eine Liebesbestätigung einfordern möchte.


    So kann man eigentlich jeden Partner Schicht um Schicht abtörnen...


    Vielleicht vertue ich mich ja, aber ich lese hier

    Zitat

    Mir fällt immer wieder auf, wie zwanghaft heute, in meinen Augen mehr Frauen als Männer, sich darauf versteifen, dass man dauernd SMS, WhatsApp und so weiter senden muß. Und wehe, da kommt nüschte, weil man sich nicht vorstellen kann, dass das beruflich nicht paßt.

    Ich mag es auch, den ganzen Tag über Whatsapp zu schreiben und ich kann mich da gut hineinversetzen, dass man gerade in der Verliebtheitsphase mal schnell ungeduldig wird, wenn mal zu lange keine Antwort kommt, vor allem, wenn man viel Schlechtes erlebt hat oder man weiß, dass der Partner auch so den ganzen Tag am Handy hängt. Klar sollte man berufliche und anderweitige Angebundenheit nicht aus den Augen lassen, das bessert sich dann auch schlagartig, wenn eine Beziehung stabil wird/ist.

    Naja, heutzutage gehört es für die meisten halt zum Alltag, mit seiner Außenwelt in ständigem Kontakt zu stehen. Wenn beide in etwa gleich alt sind und nicht unbedingt eher alternativ, dann würde ich schon davon ausgehen, dass texten mit Handy für beide zum Standard gehört. so tragisch und nervig es eigtl. auch ist mit der ständigen Erreichbarkeit. Wenn mir jmd. ziemlich wenig zurückschreibt, gerade in der Verliebtheitsphase, die bei 4 Monaten noch vorhanden sein sollte, dann gehe ich auch zuerst eher von Desinteresse aus als davon, dass ich jemanden erwischt habe, der auf "diese neumoderne Technik" nicht viel gibt. Und gerade als Businessmann muss er das Handy wohl eh ständig mit sich rumschleppen... Fernab der ganzen Handysache spürt die TE in diesem speziellen Fall denke ich aber auch einfach, dass ein Ungleichgewicht besteht. Und würde es sich nicht durch das fehlende texten bemerkbar machen, dann halt dadurch, dass er nie anruft. Im Übrigen hätten die Menschen früher die Texterei sicher auch genutzt, wenn es diese Möglichkeit schon gegeben hätte. Vieles ist halt einfach Gewohnheit.