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    Und nicht nur das, er hat auch den Wunsch geäußert, sich mit mir auf einen Kaffee treffen zu wollen... ;-)

    Will er Dir vielleicht einfach nur nen Job anbieten? Gehört auch zum Job des Hochschullehrers:


    Nachwuchs rekrutieren.

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    ja und ich fand das am Anfang des Fadens schon komisch;


    kenne echt keinen, der so etwas mit einer Studentin abziehen würde noch Kollegen, die sich auf so etwas einlassen würden, aber wie gesagt: evtl. andere Hochschulkultur.

    Wie gesagt, ich denke das hängt mehr von der Persönlichkeit ab, als von der Hochschulkultur. Man ist manchmal überrascht, wozu Menschen mit einem gekränkten Ego fähig sind. Selbst solche, die man vermeintlich sehr gut kennt.

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    Beispiele für Schaden durch Nichtstun (was aber natürlich nur für meine Arbeitsstellen gilt) - und ich betone ausdrücklich, dass das nur ein Aufzählen an MÖGLICHKEITEN ist:

    Naja - den meisten dieser "Maßnahmen" kann man ja vorbeugen, wenn man weiß, der Dozent ist einem nicht wohlgesonnen. Und wenn ich mich richtig erinnere, hat die TE ja auch kein Prüfungsleistung mehr bei dem betreffenden Dozenten.

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    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es hier weitergeht,


    evtl. hält uns die TE ja auf dem Laufenden, was der Kerl nun wirklich wollte ;-D

    Das würde mich allerdings auch interessieren :)z

    Hey,


    der Dozent hat das Kaffee trinken abgesagt bzw. nicht noch einmal konkret einen Termin vorgeschlagen. Ich besuche nun noch einmal eine Veranstaltung bei ihm - ganz komisch: Er schreibt mir nette Mails, hilfreiche Tipps, versucht mich zu motivieren im Hinblick auf die Abschlussprüfung bei ihm im Sommer. Im Kurs ist er total abweisend; er hat sogar meine Hausaufgabe, die ich wie die anderen per Mail geschickt habe, übersehen... Als ich ihn in der Sitzung darauf ansprach, weil ich echt Sorge hatte, deswegen Stress zu bekommen - Abgabe der HA ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Prüfung -, entschuldigte er sich gleich und schob nach, dass es ihm leid täte, dass ich die HA jetzt umsonst gemacht habe... Was ja de facto so nicht ist... Ganz merkwürdig.


    Ich bin froh, wenn ich die Prüfung hoffentlich sehr erfolgreich hinter mir haben werde.


    Da ich gerade auch Stress mit meinem einen Chef habe, was sich auch an der Fakultät herumspricht, ist die Stimmung dort auch komisch. Eine Sekretärin z.B., mit der ich mal zusammen gearbeitet habe, hat mir ihre Hilfe angeboten - allerdings ist sie auch verunsichert und macht sich Sorgen um mich. Außerhalb des Büros ist sie


    freundlich und distanziert.


    Ich finde es immer komisch, dass man hinter verschlossener Tür viel persönlicher ist und dann außerhalb des Büros auf Distanz geht. Dabei ist es ja auch gut und trägt dazu bei, dass die Sache nicht weiter hoch kocht.


    Wie sollte man sich auch sonst verhalten? Wobei ich ehrlich der Meinung bin, dass du sehr Ruhe und Distanz bewahren auch nicht gut ist.


    Von der Sache her finden es auch viele nicht gerechtfertigt, was mein Chef da abgezogen hat. Aber was will man machen, wenn man mit ihm arbeiten muss. Ich bin dabei auch selber auf mich sauer, dass ich nichts weiter machen kann. An die eigenen Grenzen stoßen ist immer blöd, also zu merken, dass man nichts mehr machen kann, um die Sache zu ändern :(


    Zum Dozenten zurück: Ich finde sein Verhalten mir gegenüber total merkwürdig. Zumal er ja anderen gegenüber deutlich macht, dass er mich als Studentin kennt... Schon komisch, dass er im Kurs so auf Distanz geht und mich irgendwie auch ein bisschen schlecht da stehen lässt, und dann fernab davon, also via Mail oder wenn er mit anderen spricht (weiß ich aus sicherer Quelle), mich dann deutlich kennt.

    Naja, er versucht zumindest, die Professionalität zu wahren. Dass er dich kennt ist ja auch erst mal nichts Schlimmes oder Verwerfliches und kommt eben vor - es gibt Unis oder Fachbereiche, da ist man als Student allgemein recht dicke und eng mit einigen Dozenten.

    Ich finde es merkwürdig, dass der Dozent mich offensichtlich so behandelt, also im Kurs.


    Wenn ich jemanden nicht leiden könnte, würde ich doch erst recht professionell freundlich sein - bin ich in den Übungen, die ich gebe, auch.


    Oder wie sollte ich seine Distanz sonst verstehen? Man geht doch nur zu jemandem auf Distanz, den man nicht leiden kann... oder ist das anders herum? Also weil man denjenigen mag und in einem Abhängigkeitsverhältnis zu einander steht? Dabei wäre er doch auf der sicheren Seite, weil er in der höheren Position ist.


    Wie seht ihr das ausgehend aus meiner beschriebenen Perspektive?

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    Man geht doch nur zu jemandem auf Distanz, den man nicht leiden kann...

    Oder wenn man eben nicht den Eindruck erwecken will, du hättest im Kurs eine Sonderstellung. Hast du nämlich nicht - du bist Studentin wie alle anderen auch.


    Allerdings ist "leiden können" und "Gefühle haben" ja schon ein Unterschied...

    Die Sache mit meinem Chef ist etwas komplizierter. Zumal sie im Zusammenhang mit einer noch komplexeren Angelegenheit steht, die u.a. meine beiden Fachbereiche betrifft.... Der Dozent, um den es mir hier geht, weiß zu einem Teil auch davon.


    Ich möchte hier bei dem Dozenten bleiben, von dem ich angefangen habe zu schreiben.

    Wenn du ihm sympathisch bist und ihr euch etwas näher steht, als das sonst üblich ist, finde ich sein Verhalten absolut korrekt und rücksichtsvoll dir gegenüber.


    Viele deiner Komiliton(in)en würden es bestimmt nicht toll finden, wenn sie den Eindruck haben, dass du bevorzugt wirst und da entstehen dann auch ganz schnell mal unschöne Gerüchte. Was auch für seinen Ruf nicht von Vorteil wäre, denn irgendwann landet sowas auch im Kollegium.


    Warum beschäftigt dich das denn so sehr?

    Wieso vergisst er dann aber meine Hausaufgabe komplett? Das ist doch auffälliger...


    Fanden manche aus dem Kurs auch super merkwürdig. Zumal die ja wissen, dass ich in solchen Dingen ausgesprochen zuverlässig bin.


    Wieso vergisst man denn jemanden, für den man vorher wohl stärkere Gefühle hatte, um es mal so auszudrücken...? Das verstehe ich nicht.


    das kenne ich so ein bisschen auch von meiner Oma: Für sie war ich auch immer ein wenig Lieblingsenkelkind - seitdem ich mit meinem ersten Freund auseinander bin, vergisst sie regelmäßig zurückzurufen oder ähnliches. Wenn ich mich dann mal nicht gleich melde, schiebt sie Panik. Das finde ich genauso komisch.


    Zumal ich es ausgesprochen sch* finde, dass sie aus dieser Sache so ein Drama macht - sie tut so, als wäre sie mit ihm zusammen gewesen. In ihren Augen bin ich nun auch ein bisschen diejenige, die "versagt" hat - man bleibt schließlich mit dem ersten Typen zusammen. Altmodische Denkweise halt.


    Jedenfalls finde ich das bei dem Dozenten ehrlich gesagt sehr übertrieben.


    Wir waren ja auch nie Kaffee trinken oder gar zusammen. So eine Reaktion ist doch echt übertrieben.

    Vielleicht hat er ja mal schlechte Erfahrungen gemacht und verhält sich deshalb so?


    Mich beschäftigt das so, weil ich bereits einmal schlechte Erfahrungen gemacht habe und sie mit meinem Chef ehrlich gesagt gerade wieder mache, nur noch schlimmer, weil ich als Hilfskraft und Studentin zugleich betroffen bin.


    Jedenfalls bin ich gerade tunlichst bemüht, den Ball flach zu halten, wie man so schön sagt.

    Vielleicht hat er sie auch einfach vergessen. Kann passieren.


    Ich glaube, du siehst da Kausalitäten, wo keine sind und denn Vergleich mit deiner Oma kann ich nicht so ganz nachvollziehen.


    Bist du denn auf den Job angewiesen?

    den Vergleich natürlich, nicht denn |-o


    Wie ist was gemeint?


    Aus meiner Sicht verhält er sich total ok. Er ist nett und hilfsbereit wenn ihr privat kommuniziert und distanziert in der Öffentlichkeit.


    Ich habe den Eindruck, dass du darauf hinaus willst, dass er gekränkt ist oder unfreundlich, weil er unglücklich in dich verliebt ist? Oder verstehe ich einfach nur nicht, wo das Problem für dich ist?

    Ich finde es aufgrund der Probleme mit meinem Chef schwierig, Verhalten von anderen einzuordnen. Bzw. konkret gesagt, zu vertrauen. Das hat mein Chef nämlich missbraucht und damit eine Lawine ins Rollen gebracht.


    Jetzt habe ich Sorge, dass mir das erneut passiert. Ich hätte es nämlich nicht gedacht, dass mein Chef sich einmal in den Kurs stellt und Interna ausquatscht. Also dass er mir in den Rücken fällt und dann auch noch behauptet, er habe das getan, um mir zu schaden, weil er ein Problem mit mir hat.


    Jedenfalls versuche ich aktuell den Ball flach zu halten. Bin sehr angespannt und auch sehr gefordert. Die Situation in der Uni ist sehr belastend. Zumal die Vorfälle mit meinem Chef Unigespräch sind. Ich bekomme von vielen Dozierenden und Profs sogar Unterstützung - der eine Prof hat sich sogar schon eingeschaltet. Leider nicht wirklich mit Erfolg. Ich habe deswegen auch gekündigt. Das ist nun auch für alle ein Schock, dass ich so konsequent bin.


    Ich bin auch gerade dabei, meinen Abschluss zu machen und habe echt Angst, dass ich das aufgrund meines Chefs nicht schaffe. Er hat mich schon in der Studierendenschaft ins Abseits geschoben und es auch schon, wie ich aus sicherer Quelle weiß, probiert, mich bei den Dozierenden schlecht zu reden.


    Die Situation ist sch*!!!!


    Auch wenn sich Sorgen machen nicht viel bringt - es kommt trotz Kündigung keine Ruhe in die Sache rein. Ich hatte das ja gehofft. Jedenfalls sorge ich mich nun auch im Studium. Und da fällt das Verhalten des Dozenten mit hinein. Wobei er gestern meinte, dass er unter schwierigen Umständen lebe, weil er sich Behandlungen beim Arzt unterziehen muss.