Cytex

    Zitat

    Sicher sind Väter und andere Männer auch sehr wichtig. Aber das emotionale Grundgerüst, das ewig Weibliche -oder wie immer das korrekt genannt wird- wird von der Mutter gesetzt.

    Wie meinen? Könntest du das "emotionale Grundgerüst" mal genauer ausführen? Ich weiß nämlich nicht was ich mir darunter vorstellen soll.

    Zitat

    Ich habe nur meine Zweifel daran ob diese Obsession dauerhaft losgelassen werden kann und sich mit der Zeit nicht einfach heimlich, still und leise wieder anschleicht wenn der dann für eine gewisse Zeit nur harmlose Wunsch nach einer Partnerschaft weiterhin unerfüllt bleibt.

    Ich glaube gar nicht das der Wunsch nach etwas wirklich so problematisch ist, wenn man denn Strategien entwickelt hat um mit nicht-erfüllten Wünschen anders als mit Verdränung umzugehen. Wenn man sich in seiner Traurigkeit ernstnehmen, sich trösten kann und über diese Traurigkeit nicht alles andere schöne im Leben übersieht.


    Ich habe, aufgrund zahlreicher Probleme, meine Jugend verpasst. Nun werd ich 30 und habe zwei Kinder und werde wohl kaum mehr dazu kommen das eine oder andere zu machen, was ich gerne gemacht hätte. Für viele Sachen habe ich die Altersgrenze eh schon überschritten, bei anderen verbietet es sich schon der Kinder wegen.


    Das ändert nichts an dem tiefen Wunsch in mir diese Dinge zu tun. Manchmal brennt es so, das mir die Tränen übers Gesicht laufen. Aber ich nehm die Trauer halt als Teil des Lebens hin, dass ich nun lebe und mir viele viele tolle Optionen bietet, meine Kinder, unter anderem.


    Es gibt ja zwischen Erfüllung und Überwindung auch noch tausend und eine Zwischenstufe.

    @ danae87

    Grundsätzlich würde ich dir zustimmen, aber der Unterschied ist halt der betroffene Wunsch. Ich glaube schon, wie auch NotMichaelCaine auf der letzten Seite in ihrer Antwort an mich geschrieben hat, dass der Wunsch nach einem Partner (und dann in Folge davon auch solche Dinge wie ein eventueller Kinderwunsch etc) für die meisten Menschen nochmal eine ganz andere Hausnummer sind als z.B.: Wünsche und Träume aus der Jugendzeit wie das Auslandssemester in den USA, der Backpackingtrip durchs Outback oder das Jahr als Aussteiger in Thailand wenn man das Studium hinter sich hat (die Wünsche sind natürlich nur Beispiele, waren halt die Paradebeispiele die mir eingefallen sind, ich weiß ja nicht was deine waren/sind ;-) ).


    Und damit will ich ausdrücklich nicht sagen dass letztere irrelevant oder leichter ignorierbar wären oder es einen nicht traurig machen kann, wenn zu viele/alle davon unerfüllt bleiben. Aber im Endeffekt schätze ich die negativen Folgen als weniger gravierend an (obwohl das natürlich auch wieder eine höchste subjektive Angelegenheit ist).