@ NotMichaelCaine

    Dieses Konzept, dass man an sich arbeiten muss, empfinde ich eher als toxisch und lähmend. Das ist diese protestantische, lustfeindliche Arbeitsethik a la USA. Wenn man unglücklich ist, dann hat man zuwenig an sich gearbeitet. Es funktioniert nicht.


    Meiner Erfahrung hilft eher loslassen, möglichst radikal.

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    Dieses Konzept, dass man an sich arbeiten muss, empfinde ich eher als toxisch und lähmend. Das ist diese protestantische, lustfeindliche Arbeitsethik a la USA. Wenn man unglücklich ist, dann hat man zuwenig an sich gearbeitet. Es funktioniert nicht.


    Meiner Erfahrung hilft eher loslassen, möglichst radikal.

    Wenn man nicht gut genug ist, dann hilft loslassen nicht weiter. Wer zu schlecht ist muss sich verbessern, oder verharrt in seinem Zustand. Das ist nicht toxisch, sondern unausweichlich.

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    Meiner Erfahrung hilft eher loslassen, möglichst radikal.

    Wenn das geht ist das immer eine gute Alternative. Dann ist ja auch kein Problem mehr da was man lösen muss?!


    Diejeninge die hier aufschlagen und sich auskotzen oder um Rat fragen weil sie keine Beziehung finden können ja offensichtlich diesen Wunsch nicht loslassen. Sonst wären sie nicht hier.

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    Prinzipiell gebe ich dir allerdings recht, dass Männern, die primär von ihrer Mutter erzogen werden, falsche Verhaltensweisen beigebracht werden. Meist eben Strategien, die für Mädchen und später Frauen funktionieren, aber für Jungen/Männer ungeeignet sind.

    Nein - das ist nicht mein Aussage. Meine Aussage ist, dass es eine Phase in der Pubertät gibt in der Jungen normalerweise - wenn ein emotionales männliches Vorbild da ist - den Unterschied zwischen Mutter und Frau lernen. Das bleibt Jungen bei denen der Vater nicht emotional anwesend ist oder selbst noch auf dem Kindstatus festhängt in dem die Partnerin emionale Versorgerin für alle darstellt verwehrt. Ein Junge der so aufwächst bleibt, wenn er nicht selbst anfängt zu reflektieren, weil er irgendwo aneckt oder checkt das hier was nicht stimmt, im "mama versorgt mich" modus hängen und der ist unattraktiv, weil das keine echte Partnerschaft werden kann.


    Diejenigen die nicht darin hängen bleiben sondern selber für sich sorgen lernen - emotional - kommen auch mit Mamas Flirttips weiter. Nur diejenigen die sich nicht von Mamas emotionalem Busen trennen können oder - sicher noch traumatischer - auch Mamas emotionalen Busen in früher kindheit missen mussten und gar nicht wissen wo hinten und vorn ist - haben echte Probleme bei der Partnerfindung, weil das eben durchscheint.


    Es scheint ja auch bei Frauen durch, deren Vaterbindung verquer ist. Psychisch gesunder Männer lassen die auch links liegen, wenn die das nicht selbst aufarbeiten. Diese Sorte Frauen sind im Durchschnitt nur von vorn herein eher dem zugänglich, dass das Problem in ihnen selbst und nicht im anderen liegt als die entsprechenden Männer. WEnn sie das nicht sind bleiben sie genauso allein.

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    Wenn das geht ist das immer eine gute Alternative. Dann ist ja auch kein Problem mehr da was man lösen muss?! Diejeninge die hier aufschlagen und sich auskotzen oder um Rat fragen weil sie keine Beziehung finden können ja offensichtlich diesen Wunsch nicht loslassen. Sonst wären sie nicht hier.

    Ja, genau, so ist es. Es geht nur, wenn man auch diesen Wunsch, oder diese Obsession loslässt. Und das ist wohl gerade das Schwierigste in dieser Situation, obwohl es eigentlich da Einfachste ist.

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    Na, ob es tatsächlich für jeden das einfachste ist mal eben so zu akzeptieren dass man den Rest seines Lebens allein verbringt sei mal dahingestellt

    Meint Cytex tatsächlich, dass man konkret akzeptieren soll immer allein zu sein?

    Zitat

    Es geht nur, wenn man' auch diesen Wunsch, oder diese Obsession loslässt

    Du erfasst vermutlich den Einfluss von eigener Haltung auf die zwischenmenschlichen Dynamik noch nicht völlig - aber Du hast aufgrund dessen wie Du schreibst bessere Chancen dahinter zu kommen als andere Beziehungslose hier. Entweder indem Du dran bleibst oder "Scheiss drauf - mir alle egal - ich mach jetzt einfach ausschliesslich was ich will" sagen und tatsächlich aus tiefstem Herzen meinen kannst. Letzteres ist das was Cytex meint. Die meisten gehn in dem Teil dann verloren, wenn sie keinen Zugang dazu haben was sie tatsächlich aus tiefstem Herzen wollen. Das hat bei Männern überdurchschnittlich häufig dann wieder mit Alexithymie zu tun, die eben in früher Kindheit unterschiedlich stark von aussen und dann vor allem von innen antrainiert wurde. Wenn der Zugang zu den eigenen Gefühlen nur beschränkt möglich ist ist es schwieriger einen eigenen Willen zu entwickeln, weil Wille die Emotion als Kathalysator braucht. Kannst Du einfach anhand eigener Erfahrungen überprüfen: wenn Du etwas wirklich willst spürst Du das ( wie beim Partnerwunsch z.B.). Wenn Du nichts mehr wirklich willst ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du grade Gefühle verschüttest.


    Der Partnerwunsch ist genetisch/biochemisch allerdings beim Menschen so stark, dass er sehr viel schwerer über die Mechanismen der Gefühlsverschüttung wie sie eben auch ein Junge / bzw ein Mann gelernt und trainiert hat zu ignorieren ist als die anderen Gefühle, wie z.B. Verletztheit darüber von anderen ausgelacht zu werden. Letztere kann man tatsächlich lernen sehr gut mundtod zu machen. Ist kein rein männliches Phänomen, aber Männer werden durch die Konditionierung "Was ein Mann ist" (nämlich weniger gefühlsbetont als eine Frau) in der Kindheit eher dazu angehalten diesen Mechanismus supergut zu lernen. Diejenigen die das dann ganz besonders intensiv betreiben und deutlich besser können als die meisten anderen, werden durch die biochemie spätestens in den 20gern dann deutlich darauf gedrängt den "Gefühlsdeckel" irgendwie aufzumachen (Sex - Beziehung). Das Problem ist, dass dann die innerliche Panik einsetzt, dass der ganze bislang unverarbeitete Gefühlsscheiss, den man sorgfältig dort verstaut hat ja bei Deckelöffnung mit hochkommen könnte und man ja nie gelernt hat anders als mit "wegstopfen" damit umzugehn.


    Die Masse der Männer scheitert bereits in der Pubertät mit der Taktik die Gefühle zu deckeln und findet dann den Ausweg Gefühle mitzuteilen notfalls eben nur Frauen gegenüber und unter dem Siegel der Verschwiegenheit damit die Männlichkeit unter Männern gewahrt bleibt. Ganz gut beobachtbar auch unter Schwulen - besonders solchen die ihre Neigung erst relativ spät erkennen, die trotzdem ihren Gefühlshaushalt noch mit der besten Freundin besprechen müssen, weil sie es ob der alten Konditionierung noch nicht schaffen sich ihrem Partner gegenüber zu öffnen selbst wenn sie einen haben.


    Heute ist Alexithymie auch zunehmend unter Frauen anzutreffen was u.a. eine mögliche Erklärung dafür bietet warum sexuelle Beziehungen, auch wenn sie länger andauern weniger zu tatsächlichen Beziehungen werden als es noch vor 10 Jahren der Fall war: wenn auf beiden Seiten Gefühlsarmut herrscht inclusive einem schlechten Zugang zu den jeweils eigenen Gefühlen ist ein auseinanderdriften sobald einer von beiden irgendwo von jemand anderem "mehr Gefühl" bekommt sehr wahrscheinlich, egal ob daraus dann etwas wird oder nicht. Frauen halten Alexithymie nur im Schnitt weniger lang aufrecht weil sie die daraus folgende Depressionen eher als solche erkennen und Frauen, weil sie ihre Weiblichkeit nicht über Gefühlsbeherrschung oder -armut definieren, deutlich früher ärztlich therapeutische Hilfen in Anspruch nehmen als Männer (siehe dazu auch den Männergesundheitsbericht von 2013). Da Depressionen in einem frühen Stadium besser behandelbar sind als später werden in Folge dessen mehr Männer aufgrund von Depressionen berented als Frauen, was bedeutet das deren psychische Gesundheit deutlich häufger verloren ist. Bislang jedenfalls. Die Entwicklung könnte allerdings auch bei den Frauen weiter in Richtung Alexithymie gehn, da Gefühlshärte ond Objektorientierung gesellschaftlich nach wie vor deutlicher materiell belohnt wird als Emotionalität und Mitgefühl.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Ich denke worüber sich die "kleine Männer sind chancenlos" Fraktion eigentlich wirklich ärgert ist dass Größe eben ein einfach anzuwendender Filter bei der Suche übers Internet ist und das Gro der Männer eben über 1,75 m ist und deshalb die Auswahl für Frauen in entsprechenden Portalen selbst mit Filter immer noch so breit ist, dass Frau noch zusätzliche Filter anwenden "muss" wenn sie selbst sucht, während die Zahl der Frauen, die gezielt kleinere Partner unter 1,70 suchen wohl eher gering ist. Vermutlich genauso gering wie die Zahl der Männer die Frauen über einem gewissen BMI suchen. Und über diesen Suchkriteriennachteil wird sich eben aufgeregt.

    Den BMI kann man aktiv beinflussen. Das einzige, was dazu nötig ist, sind Fleiß, ein Ziel vor Augen und ein nicht zu träger Geist. Die meisten, die dick sind, sind freiwillig dick und dürfen sich nicht beschweren.


    Männer können ihre Größe nicht ändern - Dicke aber ihr Gewicht. Um den Vergleich mal ins Krasse zu ziehen und meinerseits mal Political Correctness in Anspruch zu nehmen: das Gejammer von Dicken ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Menschen, der mit RICHTIGEN körperlichen Gebrechen zur Welt gekommen ist, der das beste aus seiner Situation machen will, sich den Arsch bis zum Nacken aufreisst, aber ES GEHT EINFACH NICHT. Und dann sitzen diese trägen, maßlosen und selbstgerechten Leute in ihren Sesseln wie Graf Koks und beklagen sich, daß ihnen die Schönhheit und der Erfolg nicht einfach in den Schoß fallen will. Sie haben es in der Hand sich diesen Traum von der Schönheit - mag er erstrebenswert sein oder nicht - zu verwirklichen und tun nichts dafür während andere bis an die Grenze der Selbstaufgabe gehen und es ihnen nicht gelingen will. Diese Menschen sind innen genauso unattraktiv wie außen.

    Für Männer ist die Körpergröße von Frauen nicht von Belang:

    Zitat

    Einer der wichtigsten (und kulturübergreifenden) Attraktivitätsfaktoren beim Mann ist die Körpergröße. Die Körpergröße einer Frau dagegen ist für ihre Attraktivität unerheblich.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Attraktivit%C3%A4tsforschung#Welche_Merkmale_werden_als_attraktiv_empfunden.3F

    Zitat

    Plus: Am eigenen Selbstbewusstsein zu schrauben geht genauso schwer oder leicht mit etwas Disziplin wie am Gewicht.

    Wie schraubst Du am Selbstbewusstsein? Sagst Du dir :"Selbstbewustsein, Simsalabim, komme mir mir! bim bim hex hex!"?


    => Selbstbewusstsein ist etwas, das sich aus Erfolgserlebnissen speist. Ohne Erfolgserlebnisse kein Selbstbewusstsein.

    Und zum dick sein, möchte ich auch was sagen...


    Ja ich bin dick. Ja es wäre für mich möglich dünner zu sein.


    Aber unter welchen bedingungen?


    Jeden Tag 4 Stunden Sport, ESSEN tu ich tatsächlich nicht viel mehr als andere, mein Stoffwechsel ist einfach im "Arsch" seit ich 8 Jahre alt bin. Seit damals nehme ich schon Schilddrüsenmedikamente. Ja ich habe eine Krankheit, die Übergewicht begünstigt, die einem bei nicht korrekter Einstellung jeden Antrieb raubt. Wenn man schon kämpfen muss seine Arbeit zu schaffen ohne einzuschlafen, wirst du nicht noch so viel Sport machen.


    Und dann gibt es Menschen...die Essen wie Scheunendrescher...machen keinen Sport und sind schlank...so what, klar beneide ich diese Menschen, aber mir ist das nunmal genetisch auch nicht gegeben.


    Genauso ist es mit der Größe...es ist genetisch nicht gegeben... Und es gibt durchaus schmerzhafte Prozeduren um zu "wachsen", aber das würde kein Mensch sich freiwillig antun...da werden einem nämlich die Knochen gebrochen, dafür dass die Beine ein paar cm länger werden.