• Ist Rache doch nicht so süß wie gedacht?

    Diesen Faden könnte man als die Fortsetzung von "Bin ich ein Sturkopf?" betrachten. Angenommen, ich hätte eine Ex-Freundin (was auch immer), die heimlich als Prostituierte arbeiten würde und diese hätte mir etwas subjektiv schlimmes angetan, wäre ich ein schlechter Mensch, wenn ich es auf FB ausplaudern würde was sie tut? Immerhin heißt es: Schenke…
  • 285 Antworten

    @ Der_Tim

    Du hast Genugtuung erlebt. Ein Gefühl, was zufrieden macht und verletzte Gefühle heilt.


    Ok, Rache ist zwar nicht nett, aber [...] ]:D

    Hier geht es doch um weit mehr als "nur Rache". :-/


    Messagio

    Zitat

    Schuldeingeständnis niemals, Schuldzuweisung ständig.

    Komplette Zustimmung. Das ist das was ich hier sehe und nichts Anderes.


    Da ist keinerlei Reflektion zu sehen – nein. Wie sonst auch, wird hier von Dir, Tim, nur wieder Bestätigung gesucht wie sehr Du doch im Recht bist. Das Schlimme: Du suchst Dir mithilfe hiesiger Beiträge in Deinen Antworten diese Bestätigung selbst. Dich interessiert nämlich nicht wirklich was die Menschen hier schreiben – Dich interessiert nur, was Du darauf antworten kannst.


    Und ist das dann jeweilig für Dich argumentativ zufriedenstellend, lehnst Du Dich zufrieden zurück.


    Zu der Sache mit dem Kind:


    Eine 6-jährige, deren Mutter (Vater? Eltern?) Du nicht mal wirklich kennst, zu dieser Du keinen Kontakt hast – kann gar keine so intensive Beziehung zu Dir haben, dass Du es -was schon fast unverschämt ist- mit anderen Menschen vergleichen kannst die in ihrem Leben schon mal ein Kind "verloren" haben.

    Zitat

    Ich schrieb doch bereits das ich nach der Denunziation kein Gesicht mehr in der Familie habe.

    Hättest Du in meiner Familie auch nicht mehr. Ich würde mein Kind (oder Enkelkind) vor Dir nur noch schützen wollen, nichts weiter.

    Zitat

    Tja, am nächsten Tag hat es mir auch leid getan und ich hab alles wieder gelöscht. Da hatten es aber schon genug gesehen. Was wird ihr Sohn denken wenn er es erfährt?


    Aber ist sie nicht selber schuld? Hätte nichts so kommen müssen.

    Nein. Sie ist daran nicht schuld.


    Du denunzierst sie und fragst Dich jetzt, was ihr Sohn wohl denken mag? Als wärst Du völlig außen vor?

    Zitat

    Solche kleinen Racheakte laufen nebenbei.

    Ich bin nicht gläubig. Aber ich bete darum, Dir niemals über den Weg zu laufen.

    Zitat

    Sie hat mir wohl nicht geglaubt, aber sie hatte Angst, denn sie hat mich angefleht was sie mir getan hätte (dabei wußte sie das ganz genau) und ob sie mir Geld schulden würde, dann solle ich meine Kontonummer geben. Aber wie sie zu geborgtem Geld steht wußte ich und ein erzwungenes Wiedersehen mit der Kleinen wo sie schon instruiert wurde mich nicht zu beachten, wollte ich auch nicht. Also hab ich es durchgezogen, so lange ich noch betrunken genug war um es nicht zu bereuen.

    Unglaublich. Unfassbar.


    Sie war verzweifelt! Und hat sogar gefleht darum, dass Du aus ihrem Leben verschwindest. Und Du fühlst Dich auch noch märtyrerhaft weil Du kein Treffen mit einem Kind (!!) erzwingen willst? Weil Dir nicht eine einzige Sekunde in den Kopf kommt, dass diese Menschen das Kind lediglich schützen wollen vor einer solchen Persönlichkeit wie Dir?


    Das macht Dir gar keine Gedanken? Darüber mal nachzudenken?

    Zitat

    Deinen ersten Satz kann ich nicht unterschreiben. Ich bin ein guter und Aufopferungsvoller Freund, so das mir schon ein Helfersyndrom unterstellt wurde.

    Du bist kein "guter Freund", sondern Du opferst Dich wenn dann höchstens auf um Etwas dafür zu bekommen. Bekommst Du es nicht – das Ergebnis sehen wir ja hier.

    Isabell, danke, dass du das mal so klar ausgedrückt hast. Mein Kind würde nicht eine Sekunde mehr mit ihm verbringen.. das ging mir die ganze Zeit schon durch den Kopf. %-|

    Zitat

    @ Der_Tim


    Du hast Genugtuung erlebt. Ein Gefühl, was zufrieden macht und verletzte Gefühle heilt.


    NLena

    Ist das beides so – fühlt sich das befriedigend an in dieser abstoßenden Weise Rache genommen zu haben und sind die verletzten Gefühle dadurch geheilt?

    Zitat

    Ok, Rache ist zwar nicht nett, aber [...] ]:D


    NLena

    Stimmt – wenn ich dafür sorge dass du deines Lebens nicht mehr froh wirst, weil du mich aus meiner Sicht nicht respektvoll behandelt hast (und sei es nur mich nicht gegrüßt zu haben), ist das völlig legitim. Wo kämen wir denn sonst hin, wenn alle immer nett bleiben würden. Sag dem Teufel in dir guten Tag und mach den anderen fertig für diese Hoheitsbeleidigung. Lass dich nicht davon beirren, wenn dieser dich bereits anfleht und sein Kind schützen möchte. Gnade und Empathie sind was für Weicheier.


    ??wer diese Sätze tatsächlich so sieht, sollte sich in Behandlung begeben; auch wenn das dank Fehleruneinsichtigkeit nicht passieren wird real??

    Ist das eigentlich so schwer verständlich? Man werfe einen Blick auf Kulturen und Zeiten, die vom Prinzip "Rache" dominiert sind/waren. Und was sieht man da? Syrien.


    Und alternativ dort, wo das Prinzip "Vergebung" dominiert. Da sehen wir Mitteleuropa in Frieden und Wohlstand miteinander.


    Es ist doch so offensichtlich wohin das führt.. warum darüber noch diskutieren!?


    Wobei das ja nicht heisst, das man sich alles gefallen lässt und nicht abgrenzt. Gesunder Egoismus ist schon wichtig, klar. Aber wahre Größe bedeuet "Prinzip Jesus". Wenn Dich einer auf die eine Wange schlägt, dann halte ihm noch die andere hin und bete dann für ihn. DAS ist der richtige Weg (auch wenn das halt das Extrem ist).

    Nanu – der Beitrag, den ich von NLena zitiert habe oben, wurde gelöscht?

    @ Jan74

    Das Jesus-Prinzip erscheint mir das andere Extrem zu sein und ich halte es persönlich für gleichermaßen ungesund wie blinde und inadäquate/überzogene Rache, die den anderen entweder de facto vernichtet (z.B. wirtschaftlich oder vom sozialen Ruf her) oder im Falle eines "Überlebens" Rachegelüste des anderen geradezu herausfordert (eben weil sie unangemessen gewesen ist), sodass es dann zu einem Kreislauf der Gewalt kommt, bei dem beide Seiten der Ansicht sind "nur Rache für erlittenes Unrecht" zu nehmen.

    Naja, so wie Jesus zu sein ist natürlich illusorisch. Aber ungesund ist es nicht, denke ich. Im Gegenteil – wenn man sowas kann, ist es ein Zeichen von höchster seelischer Stabilität und Ausgeglichenheit (ich ruhe SO SEHR in mir, bzw in Gott, dass ich keinerlei Rache nötig habe und allen vergeben kann. Nichts kratzt mich wirklich, nichts kann mich verletzen). Aber da die in der Form kaum jemand hat, ist es kein realistisches, zu erwartendes Verhalten.


    Aber wenn man sich den Sinn dieses Ideals und die psycholoischen Mechanismen klar macht, kann man erkennen, dass eine bewusste Orientierung des eigenen Verhaltens daran einem helfen kann, zu wachsen (wogegen Rache nur dazu führt dass man immer kleiner und verbitterter wird).


    Rache schadet doppelt, ja.. zum einen führt sie zum Aufschaukeln von Gewalt, zum anderen vergiftet sie die Seele des Rächers. "Rache" und "Gut sein" ist ein Widerspruch. Rache macht böse.

    Zitat

    Aber da die in der Form kaum jemand hat, ist es kein realistisches, zu erwartendes Verhalten.

    Das ist der Punkt ;-) ... Wer ist schon zu 100% kugelsicher? Und im Falle eines Treffers seine Gefühle diesbzgl. runterzuschlucken, um "darüberzustehen" kann bei starken Verletzungen doch ein sehr selbstverleugnender Akt sein; deshalb finde ich es ungesund. Das bezieht sich in erster Linie auf das Innenverhältnis zu sich selbst.


    Inwiefern man sich das nach außen hin gegenüber anderen anmerken lässt, ist eine davon getrennt zu betrachtende Frage. Aber auch dort erkenne ich keinen Sinn in einem "auch die andere Wange hinhalten"-Verhalten, weil es dem Gedanken zu sich zu stehen, sich für sich einzusetzen und (adäquat) zu verteidigen/zu wehren entgegensteht; so ein krasses "Einsteckverhalten" geht wohl nur, wenn man wirklich übermenschlich ist und derart über allen weltlichen Dingen steht, dass einen Menschen nichts anhaben können und egal sind; ein göttliches Wesen quasi.


    Sehe das eher pragmatisch statt idealistisch mit dem "Darüberstehen" und Vergeben. Vom Grundsatz her stimme ich dir aber darin zu, dass Rache (oder genauer: Der dahintersteckende Hass) sich destruktiv auf den Hassenden selbst auswirkt und er sich – gerde bei einer angesichts des Auslösers übertriebenen Racheaktion – selbst ins ethische & soziale Aus schießt. Es hat also neben ideellen bis ethischen – konkret praktische eigennützige Aspekte, warum man sich mit der Fantasie statt der Umsetzung begnügen sollte in den meisten Fällen. Kommt auch darauf an, was alles als Rache betrachtet wird; einen verhassten Konkurrenten in einem fairen Wettkampf zu besiegen (z.B. beim Sport) wäre eine Form von Rache, die ich sehr konstruktiv fände und die sogar dabei helfen kann mit etwas abzuschließen und seinen Frieden zu finden.

    Man kann sogar das nicht-rächen als eine effiziente Form der Rache betrachten.. weil man dem anderen damit signalisiert "ich muss mich nicht rächen. Du hast mich nämlich gar nicht wirklich getroffen. Ich stehe über Dir. Du hast gar keine Macht über mich".


    Wenn man sich fragt, ich will/muss mich rächen, aber WARUM?


    Antwort: Weil ich verletzt wurde, das nicht akzeptieren kann, keine Niederlage einstecken kann, getroffen bin.


    Und dagegen mich frage, ich muss mich NICHT rächen, warum dies?


    Antwort: Weil ich groß genug bin, über diesen Dingen zu stehen. Weil ich nicht wirklich verletzt bin, weil ich auf eine Art in mir ruhe, die mich unangreifbar macht. Weil mein Ego nicht von derlei "Niederlagen" abhängt.


    Nun ist letzteres aber nicht unbedingt der Fall. Dennoch plädiere ich da für das Prinzip "selbsterfüllende Prophezeiung". Wenn ich mich zumindest so zu verhalten versuche, als hätte ich diese besagte Größe, kann das eine Positivspirale in Gang setzen, die tatsächlich dazu führt, dass man wächst. Während hingegen, wer sagt, ich BRAUCHE die Rache, zwingend klein bleibt.

    Zitat

    Dir nicht eine einzige Sekunde in den Kopf kommt, dass diese Menschen das Kind lediglich schützen wollen vor einer solchen Persönlichkeit wie Dir?

    Seltsam das ihr all die Jahre zuvor nicht eingefallen ist, ihr Kind vor mir beschützen zu wollen.


    Wie immer in diesen Threads wird konstruiert und fabuliert was das Zeug hält, ohne auf den Gedanken zu kommen, den TE mal zu fragen. Zum Beispiel nämlich was überhaupt vorgefallen ist. Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Es war ja von einer Sekunde auf die andere.


    Wie gesagt, möchte ich bei Zeiten auf einzelne Kommentare eingehen. Inzwischen muß ich mir die Sache irgendwie schönreden. Eine Userin schrieb zu Anfang, das ich wohl nur ihr Freier war.


    Und... HEUREKA! Das isses! Ich war ohne es zu wissen ihr Freier und wurde nur von ihr ausgenutzt. Ich habe mir also nichts vorzuwerfen. Ich habe irgendeiner, für mich seelenlosen Hure eins ausgewischt. Davon sind keine Freundschaften betroffen.

    Zitat

    Und... HEUREKA! Das isses! Ich war ohne es zu wissen ihr Freier und wurde nur von ihr ausgenutzt. Ich habe mir also nichts vorzuwerfen. Ich habe irgendeiner, für mich seelenlosen Hure eins ausgewischt. Davon sind keine Freundschaften betroffen.

    und trotzdem bist ein trauriger hund, wenn du diese art von genugtuung brauchst :(v

    Es sind zwei verschiedene Ebenen, die Beziehung zu der Frau und die zum Kind. Als Mutter würde es mich nicht interessieren wie es zu deiner Reaktion kam. Du wärst einfach nicht der richtige Umgang für mein Kind. Und das entscheidet sie, nicht du, nicht die Oma.

    Zitat

    Und... HEUREKA! Das isses! Ich war ohne es zu wissen ihr Freier und wurde nur von ihr ausgenutzt. Ich habe mir also nichts vorzuwerfen. Ich habe irgendeiner, für mich seelenlosen Hure eins ausgewischt. Davon sind keine Freundschaften betroffen.

    Auweia wer dich als Freund hat, braucht keine Feinde mehr.Und obs dir passt oder nicht – auch Huren sind Menschen. ;-)

    Zitat

    und trotzdem bist ein trauriger hund

    Gerald, TE wird sich nicht trauriger ****, auch nicht als armer ****. ;-)


    Im Grunde genommen schlagen Narzissten wild um sich ohne zu erkennen, dass sie sich selbst schaden.


    Meinem EX-Ehemann-Narzissten habe ich vorausgesagt, dass er im Alter einmal sehr einsam sein wird.


    Seine Antwort werde ich hier nicht niederschreiben.


    So war es auch. Richtig frei von ihm habe ich mich (auch unser Sohn) erst gefühlt, als ich vom Ableben in seinem Heimatland (Ägypten) verständigt wurde.