• Jeden Tag Bier, was denkt ihr?

    Ich weiß es gab hierzu schonmal einen Fade aber aus dem konnte ich nicht so viele Meinungen ziehen. Mein Problem ist, das es mich stört, wenn mein Freund nach der Arbeit jeden Tag Bier trinkt. so 3 oder 4 sind es jeden Tag. Er tut dies gerne und ist auf keinen Fall abhängig, er könnte schon damit aufhören, er möchte das aber nicht weils ihm schmeckt... …
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    Es gilt einfach herauszufinden, ob derjenige der dies macht, auch problemlos darauf verzichten könnte. Ich meine jetzt nicht nur mal 2 Tage. Sondern so mal 2 Monate am Stück. Wenn er dies kann, hätte ich nicht wirkliche Bedenken, sondern denke, er genießt es. Wenn er es nicht kann, sollte man sich zusammensetzen und was unternehmen.

    Zitat

    Jetzt gebe ich auch mal meinen Senf dazu. Mein Freund hat, als wir uns kennengelernt haben, auch Abends Bier getrunken. Also jeden Abend. Ich kam damit nicht klar, weil mein Vater früher Alkoholiker war. Ist jetzt aber trocken. Wir haben dann einen Kompromiss geschlossen. Jetzt trinkt er so zwei mal die Woche Abends ein paar Bier. Die restlichen Abende verbringen wir zusammen. Damit komme ich klar. Ich denke eine Beziehung lebt davon, dass beide Kompromisse eingehen. Das hat auch nichts mit verbieten zu tun.

    Hallöchen Papula,


    absolut meine Meinung! Mein Opa ist Alki und noch einige andere aus meiner Familie. Als ich meinen Freund kennen gelernt habe, hat er mit seinen Freunden auch oft gefeiert und getrunken. Auch gerne bis er betrunken war. Seit wir zusammen sind hat er es (freiwillig) eingeschränkt, weil es ihm wichtiger ist was mit mir zu machen, als sich zu betrinken. Er trinkt mittlerweile fast gar nichts mehr.


    Ich finde es auch irgendwie selbstverständlich, dass man in einer Beziehung über sowas reden kann und man Kompromisse schließt.


    Gruß

    Alki = Alkoholiker = Leute, die regelmäßig trinken müssen, weil es ihnen "gut schmeckt", "man das eben so macht", man was "zur Beruhigung braucht" und die dann unter Umständen ihr Verhalten ändern.


    Leute, die sich und anderen glauben machen, dass sie keine Alkis sind, dass ihr Trinkverhalten kein Alkoholismus ist. Leute, die auf andere keine Rücksicht nehmen und ihr Trinkverhalten nicht mal für den Partner oder die Familie überdenken... Leute, die auch auf 1 Bier jeden Abend bestehen, weil "ja nix dabei ist".


    Es ist schließlich auch "nix dabei" einfach mal NICHTS zu trinken... Warum macht man's denn trotzdem?


    Dieses ignorieren anderer Leute Ansichten und dieses Gerede "Ich bin nicht süchtig, ich mach es, weil's schmeckt" ist vergleichbar mit Rauchern... Da sagen auch viele "ich kann aufhören wenn ich wollte.... ich weiß, dass es schädlich ist".... Das ist in meinen Augen bloß Gerede.... Wenn man sich und anderen beweisen will, dass man nicht abhängig ist, warum verzichtet man dann nicht mal?


    Ich z.B. verbiete meinem Freund nicht das Trinken. Und bei vernünftigen, nicht-süchtigen Menschen muss man das auch nicht verbieten. Denn mit ein bisschen Verstand im Kopf merkt man selbst, dass es unnütz und schädlich ist ständig zu trinken (oder zu rauchen)...


    Das ist meine Ansicht.

    Die Alkoholiker in meiner Familie behaupten auch alle sie seien nicht süchtig... Trinken einfach nur so...


    Weil's ja lecker ist und weil man mal zusammen sitzt usw...


    Mein Opa, der seit zig Jahren Alkoholiker ist, hat eine vorzügliche Leber... Kann auch mal passieren sowas...


    Wenn man es genau nimmt kann man das sicherlich auch nicht an einer gewissen Grenze feststecken...


    Das ist sowieso auch ein Endlosthema, da es immer Leute mit total gegensätzlichen Meinungen geben wird, die die Meinung des anderen nicht verstehen und akzeptieren wollen.

    Nee eben nicht... Er hat ne Leber mit super Werten...


    Keiner weiß wie das geht, weil er schließlich schon seit etlichen Jahren trinkt.


    Er hat schon getrunken als meine Eltern noch klein waren (also mindestens schon 40 Jahre).


    Allerdings war/ist er auch einer von der Sorte, die grapschen und eklig werden. Er schlägt zwar nicht, sondern geht irgendwann einfach schlafen, aber schlimm ist es trotzdem.


    Mich hat er schon angegrapscht und ich möchte mir nicht vorstellen, was er früher mit seinen Kindern gemacht hat. Ich kann ihm nichts unterstellen, aber zutrauen kann man ja Leuten so einiges.

    Das ist natürlich unterste Schublade so etwas. :-/ Vielleicht sagt er aber auch nur das er super Werte hat. Kein Alkoholiker gibt es von alleine zu. Meine Eltern hatten auch immer ganz ganz tolle Werte, bis ich selber mit dem Arzt gesprochen habe. Von daher………….

    Wisst ihr was? Es ist mir schnuppe, ob ich Alkoholiker bin. Ich bleibe bei meinem Bier. Wissenschaft hin oder her. Es schadet mir nicht. Das bestätigt mir alle Jahre mein Hausarzt.


    Ich bin ja auch Raser & Drängler, weil ich schneller und besser Fahre, als der Durchschnittslenker.


    Habt ihr noch irgendwas für mich? ;-D*:)

    Hallo zusammen....


    tja, eigentlich bin ich eher stiller Mitleser, aber diese Diskussion hier kommt mir nur allzu bekannt vor.


    Seit Anfang des Jahres bin ich mit meinem aktuellen Partner zusammen.


    Er ist ein super Kerl, aber auch er trinkt und das jeden Abend. Meistens auch so 3-4 Bier, oft aber auch mehr.


    Bis zu einem gewissen Pensum ist er "normal", dann wird er nörgelig/zickig und man sieht ihm auch an den Augen an dass er getrunken hat. Aggressiv wird er nicht und auch nicht laut... er geht dann irgendwann schlafen und gut ist.


    Mich belastet das aber schon sehr. Ich habe ihn gebeten unter der Woche nicht mehr zu trinken. Phasenweise klappt das auch, aber dann ist irgendwas wie zB Grillen oder was auch immer und er macht sich trotzdem eine Flasche auf (und 2 und 3 und 4....HALBE liter übrigens) Die letzten 4 Tage war ich zum babysitten bei einer Freundin 200km weiter weg und gestern komm ich nach hause und er hat schon wieder eine Fahne. Es ist doch zum K***en!:-/


    Da vergeht einem echt alles...


    Man ist so als Partner wirklich in einer Zwickmühle. Ich spiele oft mit dem Gedanken einfach wieder zu gehen. Soll er sich doch nen anderen Dummen suchen den er besoffen nerven kann, aber nicht mich.... aber dann bleibt man doch weil man eben Gefühle hegt.


    Er ist Mitte 30 und war die letzten Jahre ohne Partnerin. Ich schätze es war die Langeweile und die Einsamkeit die ihn mit dem Trinken haben anfangen lassen, aber immerhin ist das jetzt vorbei.


    Ich würde gerne auch mal Kinder haben, aber ein Vater der den Kleinen dann jeden Abend einen vortrinkt kommt für mich nicht in Frage


    Manchmal bin ich kurz davor das blöde Bier im Kühlschrank einfach wegzukippen, aber das ist ja dann nur eine trotzige Kurzschlußreaktion die mein Problem nicht aus der Welt schafft.


    Und wenn man mich jetzt militanter Antialkoholiker schimpfen mag... nun gut, gerne. Ich halte tatsächlich nicht viel von übermässigem Alkoholkonsum, trinke selbst auch nur maßvoll und selten.


    Tja, wie verhält man sich in so einer Situation? :-(

    Hallo,


    Also wenn jemand jeden Tag 3-4halbe trinkt besteht ja per Definition schon eine gewisse Form der Abhängigkeit ABER ich bin mir persönlich nicht sicher ob man eine gewisse kontrollierte Abhängigkeit nicht einfach als Bestandteil eines Menschen sehen kann weil derjenige das einfach so macht weil er es gern macht. Ich glaube schon, dass man damit aufhören kann, mit einem kleinen bisschen Überwindung ist das doch kein Problem.


    Jedoch glaube ich nicht, dass man einen Menschen einfach so umpolen soll bzw. ihm einreden oder anderweitig suggerieren sollte, dass er ein Problem hat oder irgendwas nicht passt an ihm.


    Meine Aussage soll kein Freischein zum Saufen sein, ich hab ja geschrieben, dass bei fast jeder regelmässig konsumierten Menge an Alkohol eine Abhängigkeit besteht aber man muss nicht immer alles gleich so aufblasen als ob das ein Riessenproblem wäre. Nicht jeder der gerne trinkt endet auf ner Parkbank am Bahnhof.


    Kennt ihr nicht alle einen Haufen Leute, die mal viel mehr getrunken haben, oder aber viel weniger und jetzt ein völlig anderes Trinkverhalten haben?


    Es ist m.M nach einfach immer irgendwie auch Lebensphasen bedingt. Man nimmt Eigenschaften an und legt sie wieder ab und so kommt man halt durchs Leben.


    Einzige Sache, die ich äusserst kritisch an dieser speziellen Sache sehen würde ,wäre wenn aus Frust getrunken wird. Also nicht einmal Volllaufenlassen weil irgendwas blödes passiert ist sondern wenn man aus dieser Nummer nimmer rauskommt. Ich glaube für Leute, die mit Problemen ohnehinschon nicht klar kommen kann Alkohol zum Teufel werden.

    Zitat

    Ich glaube für Leute, die mit Problemen ohnehinschon nicht klar kommen kann Alkohol zum Teufel werden.

    Das geht in Richtung der Henne/Ei-Problematik: Trinkt jemand, weil er Probleme hat oder hat jemand ein Problem, weil er trinkt?