• Jeden Tag Bier, was denkt ihr?

    Ich weiß es gab hierzu schonmal einen Fade aber aus dem konnte ich nicht so viele Meinungen ziehen. Mein Problem ist, das es mich stört, wenn mein Freund nach der Arbeit jeden Tag Bier trinkt. so 3 oder 4 sind es jeden Tag. Er tut dies gerne und ist auf keinen Fall abhängig, er könnte schon damit aufhören, er möchte das aber nicht weils ihm schmeckt... …
  • 155 Antworten

    Hallo Tinkerbell


    3-4 Bier jeden Tag? Da stellt sich keine Frage mehr nach Abhängigkeit. Wie lange geht das schon so?


    Wie wäre es, wenn ihr mal richtig miteinander redet, warum er das macht, gibt es Probleme bei Euch oder bei ihm in der Arbeit, oder Ausbildung? Verdränge dieses Problem nicht, sei aber behutsam und verurteile oder beschimpfe ihn nicht. Alkoholismus ist eine Krankheit, schleichend und hinterhältig, das Gemeine daran ist, das Alkohol gesellschaftsfähig ist, also fast jeder konsumiert ihn. Es gibt Menschen, die vertragen ihn gut und bleiben hängen, andere haben einen Brummschädel und müßen sich übergeben. Bier gilt als Einstieg, in Mengen genossen, zur Sucht. Eben weil Bier relativ geringe Mengen an Alkohol enthält ist es ein schleichender Süchtigmacher. Man kann seinen Rauschpegel kontrollieren, im Gegensatz zu Alkopops und harter Alkoholika wie Schnaps, Gin usw. Am gefährlichsten halte ich Wodka..Fast geschmacklos, dennoch unglaublich stark


    Tinkerbell, es liegt an Dir, Deinem Freund zu helfen...er sieht wahrscheinlich kein Problem in seinem Trinkverhalten.... also?

    @ tinkerbell,

    bist du zufällig mit meinem exfreund zusammen? der trinkt auch jeden abend 3 bier und mehr (so halbe-liter flaschen), man merkt ihm nichts an und natürlich kann er auch "jederzeit aufhören". nach eigener aussage fällt es ihm aber schwer, auch mal einen alkoholfreien tag einzulegen. abhängig ist er natürlich nicht... %-|


    er hat mich immerhin belehrt - wegen alkohol am steuer musste er schonmal zum idiotentest und sich deswegen mit dem thema befassen - es gibt 2 sorten alkoholiker - die eine trinkt alle paar wochen bis zum umfallen, die andere ist jeden abend/tag blau. aber da er ja in keine dieser beiden kategorien fällt, ist er kein alki.


    wie auch immer - ich finde 3-4 bier jeden tag auch bedenklich. vielleicht ist man dann noch kein "richtiger" alkoholiker, weil die entzugserscheinungen vielleicht (noch) nicht da sind. aber ich denke, man befindet sich auf dem besten weg dahin.


    ändern können wirst du das vermutlich nicht. du kannst es zwar ansprechen und versuchen gewisse regeln durchzusetzen (z.b. soundsoviele alkfreie tage pro woche), aber wenn sich wirklich was ändern soll, muss das von ihm kommen.

    Zitat

    ich glaube auf deine unqualifizierten Antworten hier kann man gut und gerne verzichten.


    Trage was konstruktives zur Diskussion bei oder halte dich bedeckt

    Diesen Kommentar kann ich gar nicht nachvollziehen. Denn dieses Statement:

    Zitat

    Wenn Du so uneinsichtig bist, wie er, müsst ihr euch trennen. Oder Du fängst mit "Anfängerbrause" Rotwein an.

    trifft es genau. Denn sie ist genauso uneinsichtig wie er. Sie entschuldigt sein Trinkverhalten bzw. spielt es herunter mit so Sätzen " er trinkt nur, weil es ihm so schmeckt" oder "nein abhängig ist er nicht" und "ein richtiger Alkoholiker sowieso nicht". Sowas nennt man Co-Alkoholikerin, d.h. sie steckt schon mitten drin, ihn im seiner Trinkerein zu UNTERSTÜTZEN! Sie spielt es herunter, verheimlicht, zwischendurch ein paar unglaubwürdige mahnende Worte an ihn, die sowieso keine Konsequenzen tragen und somit nur das Gegenteil bei ihm bewirken: Er bekommt Aufmerksamkeit, trinkt aus Trotz weiter... warum sollte er aufhören, passiert doch eh nichts.

    Klasse. Vielleicht schreibt er Fragesteller in seine Antwort demnächst rein, welche Antwort er erwartet. Dann käme er nicht in die Verlegenheit über andere Meinungen nachdenken zu müssen.


    Sie mag sein Trinken nicht, er mag ihre Meinung dazu nicht. Sie mögen sich also nicht besonders. Also Trennung. Macht euch das leben einfach.

    Nein, ich finde sie ist auf dem besten Weg dahin. Ich musste mit einem Alkoholabhängigen aufwachsen und weiß wovon ich rede... wollte es auch erst nicht wahrhaben. Wieso macht sie sich darüber einen Kopf, ob er abhängig ist, wie viel er trinkt, wie das auf ihn wirkt etc.? Das sind Gedanken, die er sich machen sollte und nicht sie. Sie sollte lernen, sich abzugrenzen und wirkungsvolle Grenzen zu ziehen. Das kann zum Beispiel so aussehen, dass sie mit ihm nicht den Abend verbringt, wenn er trinkt - eben weil sie es stört.

    Das ist in meinen Augen völlig übertrieben. Auch ich weiß wovon ich rede. Bei mir waren es beide Elternteile.

    Zitat

    Wieso macht sie sich darüber einen Kopf, ob er abhängig ist, wie viel er trinkt, wie das auf ihn wirkt etc.?

    Das ist ja wohl völlig normal.

    Zitat

    Das ist ja wohl völlig normal.

    Normal? Ja, normal in dem Sinne, dass es viele tun, doch deswegen ist es nicht automatisch richtig. Sie sollte sich diese Gedanken nicht machen, sondern sie ihm überlassen. Wenn für sie eine Grenze erreicht ist, sollte sie die ihm gegenüber auch ziehen. Sich über sich selbst Gedanken machen, sich aber nicht von ihm in seine Probleme durch endlose Grübeleien rein ziehen lassen.


    ich mache mir heute nicht mehr die gedanken, wie viel mein Familienmitglied trinkt, ob es mehr wird, warum und wie ich helfen kann. nein, denn ich habe eingesehen, dass ich dadurch nichts ändern kann und nur zu viel aufmerksamkeit dafür vergebe. wenn es mir zu viel ist gehe ich bzw. beende das gespräch - das wars. ich konzentriere mich auf mein leben.

    Das sehe ich vollkommen anders. Das sie sich Gedanken macht ob er vielleicht abhängig ist das ist ganz normal und sie will einen Weg finden ihm womöglich irgendwie zu helfen. Es ist ganz normal zu überlegen – es sei denn, man geht mit Scheuklappen durch die Gegend und lebt nur sein eigenes Leben ohne Rücksicht auf Verluste. Dann denke ich, ist man jedoch auch nicht beziehungsfähig. Sicher wird sie mit Ihm reden – wenn dann keine Rückmeldung kommt, dann ist es was völlig anderes. Aber so……

    Ok, ich habe halt eine andere Auffassung. Helfen kann sie ihm nicht, er muss sich selber helfen. Den Gedanken einem Süchtigen zu HELFEN habe ich schon vor Jahren aufgegeben - empfinde ich kontraproduktiv.


    Denn genau das:

    Zitat

    es sei denn, man geht mit Scheuklappen durch die Gegend und lebt nur sein eigenes Leben ohne Rücksicht auf Verluste. Dann denke ich, ist man jedoch auch nicht beziehungsfähig.

    trifft auf einem Süchtigen zu. Süchtige sind beziehungsunfähig und rennen mit Scheuklappen durch die Gegend. Doch das muss man als Angehöriger erst mal einsehen...

    Jeder Süchtige hat erst einmal eine Hilfe verdient. Jemand der ihm versucht die Augen zu öffnen. Sollte man dann auf Widerstand stoßen, dann ist es was anderes. Wenn man dann alles macht und tut ist es was anderes. Aber erst einmal hat jeder Hilfe verdient. :)z

    @ Chevlady

    Ok, vielleicht haben wir dann eine andere Auffassung von "helfen". :)z Klar, einfach sang und klanglos zu gehen, würde ich nicht. Ich würde in dem Sinne helfen, dass ich ihm meine Wahrnehmung und Bedenken über seinen Alkoholkonsom mitteile. Wenn dann aber auf der anderen Seite nur Widerstand ist, kann man nichts machen.

    Das ist richtig – wenn NUR Widerstand kommt, dann kann man nichts machen. Man kann einem Süchtigen nur helfen, wenn er Hilfe annimmt. Sonst richtet man gar nichts aus.


    Aber wir wissen ja immer noch nicht, ob der Freund der TE tatsächlich überhaupt süchtig ist ;-)


    Kerweborsch: die ganze Woche oder am Tag ??? ;-)