Warum soll man nicht alleine leben wollen? Es gibt Menschen, die sind sich selbst durchaus genug. Und nicht alle Menschen brauchen von anderen Berührungen oder ständige Zweisamkeit und können trotzdem soziale Wesen sein. Es gibt ja auch Menschen, die ständig berührt werden wollen und die ständig Zweisamkeit wollen, weil sie einfach nicht alleine sein können und die ihr Leben über andere leben.


    Und es gibt Menschen, die eine tolle Zweisamkeit haben und doch fühlen sie sich innerlich alleine und unverstanden.


    Da gibt es eine Menge Möglichkeiten, aber wo die Ursache liegt, ich würde sagen, selbst erkunden und mal nachsehen. Offene Wunden führen einen immer wieder zu den gleichen Personen und zu immer neuen Verletzungen.

    Zitat

    Hallo, Med1-Benutzer. Ich bin in letzter immer mehr darauf gekommen, dass ich Junggeselle bleibe. Warum? Ganz einfach. Ich wurde ziemlich oft verletzt. Einmal sogar richtig heftig. Da hab ich lange gebraucht, bis ich mich davon erholt habe. Ein paar Dates hatte ich zwar, allerdings nichts passendes dabei. Das Bauchgefühl sagte ganz einfach: Lieber nicht. Ich brauch diese Zweisamkeit irgendwie nicht. Die ist mir zuwider. Gibt bestimmt eine ganze Menge von euch, die das nicht verstehen können, aber bei mir ist es einfach so.

    Ok, cool :)^


    Dann ist ja alles paletti?!

    Man kann den Eindruck gewinnen, dass er nicht mit seinem Leben zufrieden ist und jetzt Zuspruch für seine Lebensform sucht.


    Reine Vermutung, weil wieso sollte er bei absoluter Zufriedenheit das Thema hier plazieren.


    Am besten der Inhaber äußert sich mal konkret.


    Grundsätzlich denke ich auch: Ist er zufrieden, ist alles in Ordnung. Ist er nicht zufrieden, muss er an sich arbeiten - alleine oder mit externer Hilfe.

    Eremit, ich verstehe dich. logischerweise- bin ja selber einer. :)^


    Hat mehr Vor- als Nachteile, rational gesehen.


    Es gab schon immer Eremiten, und mit ist dieser Paarungdrang auch ein Rätsel.


    Nicht unbedingt als Resultat aus "Beziehungs-frust", allerdings liegen bei mir schon frühkindl. Traumata vor, so dass es mir generell schon immer schwer fiel, Vertrauen zu einem anderen Menschen aufzubauen.


    Nicht ganz klar ist mir jetzt auch die Intention deines Threads? (ist da unterschwellig doch ein Leidensdruck vorhanden ":/ ).


    Ich fühle mich einfach sehr schnell meiner Freiheit beraubt, eingeengt, "krieg keine Luft mehr" (jetzt im Momoment auch, wg der HITZE, shit).


    Oft fühle ich mich durch Menschen einfach nur "gestört"- bei Tieren hab ich die Probleme nicht.


    Evtl bin ich auch leicht autistisch. Keine Ahnung. Aber das wichtigste ist, ich leide nicht daran, was ich bei dir in Frage stelle- ehrlichgesagt.


    Also evtl später mehr.


    Lieben Gruß! {:(

    Du hast Recht. Es gibt viele, die Dich nicht verstehen.


    Auf der anderen Seite gibt es auch eine Minderheit, die Dich ganz gut verstehen kann. Ich persönlich zähle mich zu dieser Minderheit, weil es mir ähnlich geht wie Dir.




    Um Deine Entscheidung konsequent durchzuziehen, brauchst Du meiner Meinung nach noch zwei weitere Gründe. Denn Du hast bisher erst einen Grund, der gegen eine Beziehung spricht.


    Neben diesem einen Grund gegen das Alte brauchst Du meiner Ansicht nach auch noch einen Grund für das Neue, für ein Leben als Junggeselle.


    Mir persönlich sind selbst zwei Gründe noch nicht genug. Ich brauche einen dritten Grund, und der dritte Grund ist mir der wichtigste.


    Wie siehst Du das? Wie viele Gründe brauchst Du? Meinst Du wirklich, ein Grund reicht?

    Zitat

    Grundsätzlich denke ich auch: Ist er zufrieden, ist alles in Ordnung. Ist er nicht zufrieden, muss er an sich arbeiten - alleine oder mit externer Hilfe.

    Kann man nicht auch zufrieden sein und trotzdem Selbstzweifel haben? Es ist nicht immer alles schwarz und weiß; gerade wenn die innere Empfindung mit gesellschaftlichen Konventionen kollidiert, kann es sehr schnell passieren, dass man eine Zerrissenheit empfindet, weil man damit konfrontiert wird, eine gute Entscheidung (etwas das sich gut anfühlt) oder eine richtige Entscheidung (etwas das sich richtig anfühlt) zu treffen.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es garnicht so einfach ist, keine Beziehung haben zu wollen, weil man andauernd damit konfrontiert wird. Die Familie fragt ständig, die Freunde und Arbeitskollegen versuchen (natürlich ungefragt) zu verkuppeln. Man befindest sich also unaufhörlich in einer Spirale der Rechtfertigung ohne das man über dieses Thema reden möchte. Das ist Gift für die Gedanken und natürlich zweifelt man hier und da mal am eigenen Lebensentwurf. Aber das ist nicht exklusiv und so haben schon viele Menschen in Partnerschaften ihre Beziehung hinterfragt, einfach weil es eine schlechte Zeit gab oder man einen schwachen Moment hatte. Endet das immer in einer Trennung oder ist das gar ein Kriterium für eine unglückliche Beziehung, die nie wieder Früchte des Glücks tragen kann?

    Ich kann das sehr gut verstehen.


    Verpassen tut man mit dieser Lebensform wahrscheinlich nicht viel, denn wenn man hier liest oder im persönlichen Umfeld mitbekommt, was manche für 'BEziehungen' aufrecht erhalten, die längst keine mehr sind und wo jegliche Zweisamkeit eingeschlafen ist, dann lieber alleine.

    Man kann für sich festlegen, dass man an der Vermeidung der bei jedem Kennenlernen zu erwartenden Enttäuschungen einen höheren Nutzen empfindet als an der Chance dafür, dass sich aus einem solchen Kennenlernen eine Beziehung ergibt.


    Bei einem Erfahrungsmuster von z.B. 99% Enttäuschung - 1% Chance ist das sehr vernünftig und überaus rational. Das ist es darüber hinaus vermutlich generell, weil es wenige Menschen geben dürfte, die Enttäuschung < Chance erlebt haben, mal rein von der Häufigkeitsverteilung her betrachtet.