Es ist vielen einfach nicht klar und auch nicht klarzumachen, dass sie sich das Leben durch Erwartungen selbst gestalten. Wer die Enttäuschungen als Argument nur für das Heutige, sondern auch für das Zukünftige herbei holt, verhält sich wie jemand, der nur auf ein verschlossenes Tor guckt, ohne die anderen Ausgänge zu sehen.


    Ständig werden die alten Geschichten widergekäut, und so verständlich auch die Angst ist, so etwas wieder zu erleben, so wichtig ist es doch, sich davon mal abzuwenden und mit neuem Mut weiterzugehen. Raus durch die Nebentore!


    Ich weiß jetzt schon, dass die einzige Antwort der Megaenttäuschten auf diesen Vorschlag nur ist: "Ach, die hat gut reden!". Okay, dann muss man sich eben mit dem einrichten, was man nicht mehr angeblich nicht mehr erwartet. Edison musste Tausende von fehlgeschlagenen Experimenten hinnehmen, bevor er dann doch die Glühbirne erfand. ;-)

    Ich geselle mich in Sachen Eremitendasein mal mit dazu.


    Ich brauche zwar schon hier und da eine kleine Dosis Mensch, zumindest online und im real life hier und da mal einen kleinen Smalltalk mit Leuten, die mal im Alltag so auf der Straße und in Geschäften kennenlernt.


    Aber das war es dann auch schon. Ansonsten lebe ich allein. Wohnungtechnisch sowieso, nie könnte ich mit jemandem zusammenleben, und auch meine Freizeitgestaltung ist immer ohne "Klotz am Bein".


    Früher habe ich schonmal was mit einer zweiten Person gemacht, was ich mit zunehmenden Jahren immer lästiger fand, bis ich mich der Sache entledigt habe.


    In meiner Jugend fand ich mal kurz Anschluß an Menschen, die zu mir passten wie Faust aufs Auge. Da konnte ich dann auch in der Truppe immer etwas unternehmen, aber diese Sache löste sich nach ein paar Jahren auf und das Eremitenleben holte mich immer mehr ein.


    Mittlerweile lebe ich seit ca.8 Jahren komplett als Eremitin. *:)

    Es gibt in Deutschland einen Männerüberschuss. Schon von daher finde ich es sehr vernünftig, wenn einige Männer freiwillig verzichten.


    Meiner Ansicht nach sollte man das weiter kultivieren. Anstatt sich zu verletzen im Kampf um eine knappe Ressource, wäre es sicherlich sinnvoller, wenn die Junggesellen eine solidarische Gemeinschaft bildeten.

    Zitat

    Ich meine ein Grund reicht vollkommen. Warum soll man mehrere brauchen?

    Du hast einen Grund genannt, der dafür spricht, als Junggeselle zu leben. Aber auch für Junggesellen gibt es natürlich viele Lebensentwürfe.


    Um sich zwischen den unterschiedlichen Lebensentwürfen eines Junggesellen zu entscheiden, wären deshalb weitere Gründe gut.

    Zitat

    Ist aber ein großer Unterschied, ob man zähneknirschend "entsagt" oder ob man aus einer gewissen Zufriedenheit (Selbstzufriedenheit?) heraus zu der Einstellung findet, allein zu bleiben.

    Agatha Christie


    :)^


    Word!

    Zitat

    Hallo, Med1-Benutzer. Ich bin in letzter immer mehr darauf gekommen, dass ich Junggeselle bleibe. Warum? Ganz einfach. Ich wurde ziemlich oft verletzt. Einmal sogar richtig heftig. Da hab ich lange gebraucht, bis ich mich davon erholt habe. Ein paar Dates hatte ich zwar, allerdings nichts passendes dabei. Das Bauchgefühl sagte ganz einfach: Lieber nicht. Ich brauch diese Zweisamkeit irgendwie nicht. Die ist mir zuwider. Gibt bestimmt eine ganze Menge von euch, die das nicht verstehen können, aber bei mir ist es einfach so.

    Wenn du dich damit so wohl fühlst, ist das eben so. Wo ist da die Frage? Das ist deine Entscheidung und d du musst damit leben können.

    @ mond+sterne

    Zitat

    Um sich zwischen den unterschiedlichen Lebensentwürfen eines Junggesellen zu entscheiden, wären deshalb weitere Gründe gut.

    Wozu?


    Warum muss man immer "Gründe" für oder gegen etwas finden?


    Wenn ich mich alleine wohlfühle, brauche ich keinen "Grund", der das für andere verständlich macht. Und für mich brauche ich erst recht keinen Grund. ;-)

    @ Antigone

    Man muss nicht immer Gründe für oder gegen etwas finden. Es wäre in diesem Fall meine Herangehensweise, weil es sich um eine wichtige Lebensentscheidung handelt.


    Es geht dabei natürlich nicht darum, andere zu überzeugen, sondern sein Bauchgefühl zu reflektieren, damit man zu einer zwischen Gefühl und Verstand ausgewogenen Entscheidung kommt.


    Wenn Du das schwer nachvollziehbar findest, liegt es vermutlich daran, dass das meine männliche Denkweise ist. ;-)


    ]:D

    @ mond+sterne

    Ich bin selbst (inzwischen) überzeugter Single. Mich nerven nur die Bemerkungen / Nachfragen von einigen Leuten.


    ICH will es so (ob ich Gründe habe, oder nicht). Und ICH fühle mich sehr wohl so.


    Nur für andere erfinde ich manchmal plausible Gründe.


    Und ich würde mir selbst etwas vormachen, würde ich nach Gründen für mich selbst suchen.


    Ich lebe mit sechs Haustieren (Hunde und Katzen). Richtige "Gründe" gibt es dafür nicht. ;-)


    ICH will es so! :)^

    Zitat

    Wenn ich mich alleine wohlfühle, brauche ich keinen "Grund",

    ":/ Das ist doch ein Grund. Was andere von einem denken, wird immer egaler, je älter man wird (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Zitat

    Es geht dabei natürlich nicht darum, andere zu überzeugen, sondern sein Bauchgefühl zu reflektieren, damit man zu einer zwischen Gefühl und Verstand ausgewogenen Entscheidung kommt.


    Wenn Du das schwer nachvollziehbar findest, liegt es vermutlich daran, dass das meine männliche Denkweise ist.

    Das ist nicht typisch männlich. ;-) Ich will auch wissen und verstehen. Ich entscheide nichts in irgendeine Richtung, weil ich vielleicht mit "den anderen" nicht zurechtkomme, sondern ich will wissen und verstehen warum ich so reagiere. Ich stürze mich auch nicht in irgendwelche Ersatzbefriedigungen, wenn ich auf der anderen Seite etwas anderes dafür missbillige oder sogar abwerte. Denn wenn ich auf diese Weise empfinde, dann hat das auch einen Grund und der liegt in mir und nicht in anderen.