BamBam

    ich möchte nur zu bedenken geben, dass es nichts bringt, eine Beziehung der Kinder wegen aufrecht zu erhalten. Es ist für die Kinder nicht gut, mit einer Lüge groß zu werden. Auch wenn sie es nicht sagen, auch Kinder spüren, dass etwas nicht stimmt. Ich habe den Fehler begangen und wollte meine Ehe der Kinder wegen erhalten, bis irgendwann mein Kind zu mir sagte: "Wenn du dich nicht bald trennst, gehst du ganz kaputt" Gut er war dann schon 12, aber Kinder merken dass oder wenigstens etwas. Es ist im Endeffekt besser, sie mit der wahrheit leben zu lassen, als ihnen was vorzulügen. Noch hast Du die Möglichkeit, dich "sauber" von deiner Frau zu trennen um ein gutes Verhältniss zu wahren und auch um Deiner Frau gegenüber Achtung zu zeigen, indem Du "ehrlich" zu ihr bist. Die andere Frau - Elfe - musst du nichts ins Spiel bringen, das verletzt Deine Frau nur noch mehr und nimmt ihr das Selbstwertgefühl. Und eine Trennung unter verletztem Stolz - weil sie es mit Elfe mitbekommt - schadet den Kindern dann wirklich. Jeder Mensch, versucht in dieser Situation seine Macht auszuspielen und sei es über die KInder. Wenn ihr Euch jedoch ehrlich und ohne Verletzungen voneinander trennt, haben die Kinder eine Chance auf ordentlichen Umgang mit Dir. Lieber einen Papa am Wochenende mit 100% als über die Woche verteilt mit halber Aufmerksamkeit (weil Papa von Elfe träumt) Auch wenn du sagst, Du bist voll bei deinen Kindern, das bist Du nicht.


    Werd Dir klar, was Du möchtest und dann geh ehrlich mit Dir und Deiner Familie um. Wenn Elfe dein Ziel ist, dann bitte. Rede mit deiner Frau, erklär ihr, dass Du selber nicht weißt warum, aber dass die Gefühle zu ihr nicht mehr da sind und Du ihr nichts vormachen möchtest.... usw. weiß ich nicht genau, aber bitte verletze sie nicht, dass hast du heimlich schon genug getan. Das musst du iohr nicht auch noch aufs Butterbrot schmieren. Lass ihr ihre Achtung für sich selbst. Frauen gehen nicht an Trennungen kaputt, sondern an den Begleiterscheinungen, den verlorenen Selbstwertgefühl.


    Ich wünsch Euch - Dir, Elfe und deiner Familie alles Gute und Kraft, wie auch immer du Dich entscheidest.:)*

    Bambam schaut derzeit meiner Meinung nach durch das rosa Brillchen ;-) Er will ja gar nicht einfach so zurück ins normale, öde Eheleben, traut sich aber eben noch nicht, die Probleme offen anzusprechen. So scheint es jedenfalls - und das ist auch ziemlich normal finde ich.

    @ vagabundin

    Ich schätze meine Frau auch.Ich empfinde viel "Achtung, Respekt und Freundschaft".


    Ich liebe Sie auch, aber das ist ja ein dehnbarer Begriff...


    Auf keinen Fall möchte ich ihr mehr weh tun als es sein muss oder ich bereits getan habe.


    Du hast also 3 weitere Jahre in der Eltern WG gewohnt, obwohl Dir klar war dass da was faul ist.


    Hast Du Dich in dieser Zeit bemüht etwas zu verändern und es ist gescheitert, weil dein Mann das Problem nicht gesehen hat und so zufrieden war wie es ist?


    Oder hast du es einfach weiterlaufen lassen ?

    Zitat

    Ich schätze meine Frau auch.Ich empfinde viel "Achtung, Respekt und Freundschaft".

    Mit diesen Zeilen sagst Du gibst Du eh schon zu verstehen, dass es keine "klassische" Liebe ist, sondern nur rein freundschaftliche Bindung zu ihr unterhälst.

    Zitat

    Ich liebe Sie auch, aber das ist ja ein dehnbarer Begriff...

    so ist es.

    Bambam,


    ich habe nicht versucht etwas zu ändern, weil ich mich gar nicht mehr um diese Beziehung bemühen wollte. Wir haben beide die Augen davor verschlossen und es geschickt verdrängt. Mein Mann war damals definitiv auch nicht zufrieden aber keiner von uns beiden hat sich getraut, das Thema auf den Tisch zu bringen; vermutlich aus Angst, vor den daraus notwendigen Konsequenzen... Ja, ich habe es einfach weiterlaufen lassen, ohne Sex, ohne Leidenschaft.


    Ich bin froh, dass es "nur" drei "verschwendete" Jahre waren.

    Vagabundin

    Ich glaube nicht, dass es verschwendete Jahre waren. Sie sind ein Teil von Dir und haben Dich zu dem gemacht, was Du heute bist.


    Meine Ehe war in den letzten Jahren der Horror. wenn die Kids im Bett waren, kamen die Freundin meines Mannes. Hab ich was gesagt, gabs Schläge oder ärgste Beschimpfungen. Aber trotzdem waren es für mich nicht verlorenen Jahre, denn sie haben mich geformt, haben mir geholfen, meine Werte zu definieren, meine Welt zu erklären. Ich glaube, ich bin heut erst so glücklich und weiß es zu schätzen, weil ich anderes erlebt habe. Viele Menschen könne die Beziehung zu ihrem Partner nicht schätzen und dementsprechend pflegen, weil sie es nicht als etwas besonderes sehen, sondern als selbstverständlich.


    Nenne sie nicht verlorenen Jahre, es waren Lehrjahre, die Dich geformt haben.


    :)z

    Sporteisbaer,


    also ich habe mich in den drei Jahren sehr gut mit meinem Mann verstanden aber eben nur rein freundschaftlich. Wir haben gut als Eltern funktioniert und uns unsere Freiräume gelassen.


    Trotzdem, in diesen drei Jahren war ich so unglücklich und habe nicht wirklich gelebt. Ich war so zerrissen zwischen "ich muss hier raus" und diesem "nein, denk an dein Kind etc.".


    Aber nun, das ist 10 Jahre her und tief vergraben ;-)


    Ich gehe jetzt ins Wochenende und glaube nicht, dass ich hier vor Montag wieder reinschaue. Zuhause kommt man zu nichts, das klappt nur im Büro ]:D


    Ich wünsche allen hier Schreibenden (und auch den HML's) ein superschönes, entspanntes Wochenende.


    Grüße *:)

    Nur um einmal David Richards zu zitieren, der mir immer einfaellt, wenn ein User oder Userin schreibt, man muss an der Liebe arbeiten, etwas tun...lacht


    "Respekt, Aufmerksamkeit, Zuwendung und Wir-Gefuehl sind Bausteine fuer eine gelungene Partnerschaft, aber sicher keine <Formeln> der Liebe."


    Waere es so, das man mit dran arbeiten und so die Liebe retten will, koennte man jede Liebe retten. Ist man ehrlich, will man die Partnerschaft retten. Aber zum gluecklich sein wird es eben nicht reichen.Man kann gewiss einiges "tun", aber doch nicht die eigenen Gefuehle erhalten oder die des anderen.


    Und noch mal zitiert.


    " Die Liebe ist eine so schoene Sache, dass man sie nicht staendig ueberfordern sollte. Und nicht jede Ehe verdient gerettet zu werden. Wie schrecklich, mit einem Partner ohne Liebe zu leben, wenn es vielleicht einen anderen Menschen gibt, mit dem das Leben schoener und erfuellender ist.


    Die Grenze der Verantwortung fuer den anderen ist die Verantwortlichkeit fuer uns selbst. So viel Egoismus muss sein. Denn welcher Partner moechte umgekehrt nur aus Verantwortungsgefuehl nicht verlassen werden?"

    Zitat

    Nur um einmal David Richards zu zitieren, der mir immer einfaellt, wenn ein User oder Userin schreibt, man muss an der Liebe arbeiten, etwas tun...

    Das mag die Meinung irgendeines David Richards sein, die ich keineswegs teile oder teilen muss.


    Liebe ist kein Selbstläufer und man verliebt sich auch nicht in einen anderen Menschen nur weil man sich in den anderen einfach so verliebt- es gibt dafür schon reale rationale Gründe, warum sich Menschen ineinander verlieben- nur sind uns diese Gründe nicht immer bewusst, sondern spielen sich in unserem Unterbewusstsein ab, die wir dann als Gefühle wahrnehmen. Gefühle entwickeln sich durch unser Denken, unsere Wahrnehmung und unser Gedächtnis und entstehen nicht im luftleeren Raum. Deswegen gibt es auch rationale (oft auch unbewusste) Gründe, die eine Liebe erkalten lassen oder die diese erhalten können. "Komischerweise" kannst Du bei vielen Partnerschaften, bei denen die Liebe erkaltet Parallelen finden...- wenn zum Beispiel aus dem sponanten, abenteuerlustigen, humorvollen, fröhlichen Menschen, den man liebte ein "Langweiler" wird. Oder wenn man die Situationen (interessant, romantisch, gefährlich, "schmutzig", ...), die so aufregend waren und die Liebe beflügelten, wegfallen.

    Zitat

    Liebe ist kein Selbstläufer

    Doch irgendwo schon!

    Zitat

    "Komischerweise" kannst Du bei vielen Partnerschaften, bei denen die Liebe erkaltet Parallelen finden...- wenn zum Beispiel aus dem sponanten, abenteuerlustigen, humorvollen, fröhlichen Menschen, den man liebte ein "Langweiler" wird. Oder wenn man die Situationen (interessant, romantisch, gefährlich, "schmutzig", ...), die so aufregend waren und die Liebe beflügelten, wegfallen.

    Ist auch ein Selbstläufer, wird ja keiner dazu angehalten, es läuft von selbst...


    Eine große Liebe läuft von alleine, da muß man nicht dran arbeiten, nur normale Dinge tun, die Menschen eben tun, wenn sie sich lieben.

    sensibelman

    Du setzt es schon so..."komischerweise". Ich bin ja mit Dir einverstanden, das es Gruende gibt, warum und in wen man sich verliebt.


    Aber, noch nie, wirklich noch nie habe ich erlebt, das ein Mensch, der die Charaktereigenschaften hat...spontan, humorvoll, froehlich und abenteuerlich ist auf einmal zum "Langweiler" mutiert. Oder man sollte mir erklaeren, wie ein anderer es schafft, diese Identitaet zu stehlen, ihm wegzunehmen.


    Was die Situationen betrifft...interessant,romantisch, gefaehrlich und schmutzig haben die "Verliebtheit befluegelt, weil, wie Du schon schriebst, die Aufregung da war. Warum die Aufregung? Weil es "neu" ist, weil es fremd ist, weil es die Neugier ist, die befluegelt. Oder konntest Du Deine Frau mit schmutzigen Unterhosen,Alltagsproblemen und Geldsorgen in den siebenten Himmel befluegeln?


    Und ich denke schon, das die Liebe verloren gehen "kann", wenn Naehe/Distanz nicht gleichwertig behandelt wird. Denn, um auf jemanden zugehen zu koennen, muss er ja erstmal entfernt sein, um dann Nah sein zu koennen.


    Deshalb denke ich, der TE muesste erstmal sich entfernen, um wissen zu koennen ob seine Gefuehle ausreichen, den Wunsch zu haben auf seine Frau wieder zugehen zu koennen.Und wenn er es denn kann, dann weiss auch seine Frau um seine Gefuehle. Bleibt es nur bei dieser Naehe wird sich garnichts aendern, man arrangiert sich. Sind die Kinder dann aus dem Haus hat man sich daran gewoehnt und resigniert, dann gibt es ja Med1 um wieder einen Faden zu eroeffnen.


    Sensibelmann, das es bei Dir anders ist, ist einfach nur, weil Deine Gefuehle und die Deiner Frau gleich geblieben sind. Eben bei Euch beiden. Deshalb helfen die gutgemeinten Ratgeber und Tips nicht, wenn deren "Wahrnehmung" wie Du schon richtig schriebst, andere sind.Du muesstest dann Deine ureigenste Idenditaet und Wahrnehmung auf zwei voellig verschiedene Menschen uebertragen koennen.


    Und diese Beiden leben dann "Dein" Leben.Zum Glueck ist im Mysterium "Liebe" noch nicht alles zu kontrollieren.Waere furchtbar es sich nur ausdenken zu muessen.


    Denn zwei die sich lieben sind fuer sich selbst schon das Besondere daran.Und Bambam und die Nachtelfe sind fuer den jeweils anderen das Besondere.Bambams Ehefrau war auch das Besondere, zu einer anderen Zeit, diese Besonderheit kann auch die Nachtelfe nicht durchbrechen.Tja, alles nicht so einfach.

    Respekt Nachtelfe.


    ich bin ja immer mehr der Meinung, dass Frauen da ehrlicher zu sich sind.


    Frauen gehen irgendwann, Männer halten lieber fest, was sie "erarbeitet" haben.

    @ Eichhörnchen

    Zitat

    Aber, noch nie, wirklich noch nie habe ich erlebt, das ein Mensch, der die Charaktereigenschaften hat...spontan, humorvoll, froehlich und abenteuerlich ist auf einmal zum "Langweiler" mutiert. Oder man sollte mir erklaeren, wie ein anderer es schafft, diese Identitaet zu stehlen, ihm wegzunehmen.

    ich möchte versuchen, es dir zu erklären. Ich habe mir diese Eigenschaften früher durchaus zugeschrieben, auch Freunde aus alten Zeiten würden diese wohl bei mir gesehen haben.


    Wo sind sie hin? Unterdrückt durch eine Partnerschaft, die uns beiden irgendwann nicht gut tat. Wenn meine spontanen Entscheidungen, die ich aus einer verrückten Laune heraus getroffen hab immer zu tagelangem, beleidigtem Schweigen führten, eine Stimmung im Haus, in der man friert, dann entscheidet man irgendwann nicht mehr spontan, und verrückt, dann überlegt man was wird wohl passieren.......


    Meine Therapeutin sagt, als Mutter hat man über lange Jahre immer im Sinn, es den Kindern heimelig zu machen, also hab ich mich immer weiter selbst zurückgenommen, damit die Stimmung im Haus nicht zu frostig wurde.


    Und mein Mann könnte mir vorwerfen, ich wäre in der Ehe nicht mehr spontan und abenteuerlustig sondern langweilig und vorhersehbar geworden bin.


    Wir haben uns beide zu dem gemacht.