Sadgirl2016


    Ich vermute, dass du vor allem dir selber nicht vertraust. Deine Gedanken kreisen sehr stark darum, was er tut oder nicht tut; es scheint, als machst du dein Wohl und Wehe abhaengig davon.


    Wie bist du klargekommen, als du Single warst?


    Was hast du fuer Interessen unabhaengig von ihm, was bedeuten dir Freunde, Familie, Arbeit?


    Wenn du ein groesseres Vertrauen in deine eigene Faehigkeit haettest, im Leben gut klarzukommen, muesstest du dich nicht so anstrengen, um ihn festzuhalten. Auch wenn du groesseres Vertrauen darin haettest, dass er dich liebt und will, so wie du als Mensch eben bist, und nicht bloss deswegen bei dir ist, weil du ihn kontrollierst und ihm keine Chance gibst, wegzulaufen.

    @ Lewian:

    Hmm, inwiefern vertraue ich mir nicht selbst? Ja, ich gebe zu, dass meine Gedanken stark um ihn/uns/diese Situation kreisen, und es durchaus so ist, dass es mir manchmal schlecht(er) geht, wenn die Stimmung zwischen und nicht so gut ist, aber ich mache mein Leben nicht komplett von ihm abhängig. Ich gehe mit meinen Freundinnen/ meiner Mutter weg und plane meine Termine, bin Zuhause, wenn das besser passt usw., auf der Arbeit läuft alles rund. Nachdem ich damals mein Leben eigentlich komplett aufgegeben habe für meinen Ex (freiwillig bzw. um auf "Abruf" zu sein %-| ) habe ich mir gewschworen, dass das nie wieder der Fall sein wird!


    Man muss halt dazu sagen, dass ich einen 9-5 Job habe mit WE frei und er früh, spät, nacht arbeitet und in einem unterschiedlichen Rythmus. Zudem wohnen wir knapp eine Stunde auseinander, d.h. wir müssen schon planen um Zeit zusammen zu verbringen.


    Ich war als Single super glücklich, habe eigentlich nichts vermisst. Ab und an vielleicht mal jemanden zum rankuscheln und irgendwie klar war da immer dieser Gedanke, dass ich älter und älter werde und immer länger Single bin, aber ich muss zugeben, es hat mich mehr gestört, was andere darüber vielleicht denken und als ich anfing zu daten war das immer meine Hassfrage (wie lange bist du schon Single?), aber mir hat das eigentlich nichts ausgemacht.


    Das mein Selbstbewusstsein nicht das Beste ist wird schon stimmen, obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste, weil ich schon viele Kämpfe alleine ausgestanden habe, aber irgendwie fühle ich mich oft klein und nutzlos und eben nicht liebens-/begehrenswert :-/

    Zitat

    Ich gehe mit meinen Freundinnen/ meiner Mutter weg und plane meine Termine, bin Zuhause, wenn das besser passt usw., auf der Arbeit läuft alles rund. Nachdem ich damals mein Leben eigentlich komplett aufgegeben habe für meinen Ex (freiwillig bzw. um auf "Abruf" zu sein %-| ) habe ich mir gewschworen, dass das nie wieder der Fall sein wird!

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    Ich war als Single super glücklich, habe eigentlich nichts vermisst.

    Zitat

    weil ich schon viele Kämpfe alleine ausgestanden habe

    Das finde ich sehr gut, denn es heisst, dass du eigentlich deinen Freund nicht unbedingt braeuchtest. Vielleicht hilft dir das, dich daran zu erinnern, wenn die eifersuechtigen Gedanken wiederkommen.


    Vorher schriebst du:

    Zitat

    Mein Problem ist meine krasse Verlustangst.

    Aber du kommst doch alleine gut klar, warum hast du dann so krasse Verlustangst? Was waere, wenn er weg waere? Du gehst nicht unter, du kommst klar.


    Ich schreibe das nicht, weil ich dir einreden will, dass er dich verlassen wird oder so. Nein, ich schreibe es, weil ich glaube, dass du den Schluessel selber in dir traegst, deine Verlustangst zu ueberwinden. Naemlich dass du lebensfaehig und wertvoll bist und darin nicht von ihm abhaengst. Und seine Liebe ist fuer dich nur deshalb etwas Wertvolles, weil (und so lange) er sie dir ganz frei gibt. Kontrolle und Zwang sind der Feind der Liebe. Du willst doch eigentlich gar nicht, dass er nur deshalb bei dir bleibt und dir treu ist, weil du ihn kontrollierst und gaengelst, oder? Wenn das so waere, stelle ich mir vor, wuerdest du ihn lieber gehen lassen. Du brauchst ihn ja im Grunde nicht.

    Gute Beobachtung. :)^ Wer gern mit sich allein ist, hat im Grunde nichts zu verlieren, wenn eine Beziehung nicht stimmig ist.


    Im Endeffekt ist es auch unerheblich, wer wirklich "schuld" ist! Es gibt einfach zwei Beteiligte, und selbst "Er ist so gut" und "Ich bin so ungerecht" kann nicht jedes Problem miteinander auflösen.