• Kann daraus eine Beziehung werden?

    Es ist die gleiche geschichte, die auf der welt schon zigmillionenmal passiert ist und dennoch glaubt man, dass es bei einem selbst anders ist. %-| %-| %-| ich bin 33 und habe im sommer im tennisverein einen mann (42) kennengelernt. Mein erster eindruck von ihm war: optisch ganz ok, sehr extrovertiert, sehr gesellig und lustig, aber – TOTAL harmlos. Ich habe…
  • 401 Antworten

    Erst hierzu:

    Zitat

    in unmittelbarer geographischer nähe befinden. und das wird auch vorläufig weiterhin so bleiben und wir alle (!!) werden uns darauf einstellen müssen. von meiner seite aus ist dies absolut kein problem, ich kann sowohl meinem exfreund als auch heidi wirklich normal gegenüber treten und zumindest einen umgang pflegen, der dieser situation entsprechend ist.

    Dann war das eine gute Übung und es ist eine Gelegenheit, die Ängste vor solchen Begegnungen nach und nach abzubauen. Hab aber Geduld mit dir. Unangenehm bleibt das so lange, wie man in den anderen etwas hineinprojiziert. Und Heidis Verhalten ist nicht dazu angetan, es dir leicht zu machen. Also wirst du die Nähe nicht suchen, aber damit umzugehen lernen, wenn sie nicht zu vermeiden ist.

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    hier sind wir ja gottseidank bereits ein stück weiter. wir müssen uns nicht mehr verstecken, nichts mehr verheimlichen. max spricht nun auch in der öffentlichkeit von mir als seine freundin. wir stehen also offen zueinander und sollten in zukunft situationen auftreten, wo alle beteiligten (heidi, max, mein ex, ich) sich auf demselben ort aufhalten (wobei, sollte nicht allzu oft vorkommen), werden wir das hoffentlich ohne dramen abwickeln können.

    Wie schnell das gelingt, das ist offen. Aber dass kein Versteckspiel mehr stattfinden muss, ist ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung. Und vor diesem Hintergrund kann man sich ein paar gute Antworten auf anstrengende Fragen vorbereiten. Frage: "Stimmt das, dass du jetzt mit Max zusammen bist" Antwort: "Ja, und das ist gut so!" Und Punkt. Keine große Fragen, keine Diskussion und schon gar keine Rechtfertigung. Nur mal als Beispiel.

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    natürlich ist heidi nicht (nur) überheblich, sondern auch sicherlich unsicher. so wie ich es auch bin.

    Ich bezog diese "Unsicherheit" auch mehr auf die anderen Anwesenden bei der Feier. Ebenso wie diese Mitfeiernden werden dir und euch ja immer wieder Menschen auf der Straße begegnen, denen man Überheblichkeit oder Verurteilung unterstellen könnte, weil sie vielleicht gerade im falschen Moment die Straßenseite wechseln. Meine Bemerkung betraf solche Situationen und ich wollte anregen, statt eventuell möglicher Verurteilung und Überheblichkeit einfach mal Unsicherheit zu unterstellen.

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    natürlich darf er das und ich kann es auch verstehen. er ist wirklich an der grenze seiner belastbarkeit, seine welt ist aus den angeln gehoben und außer der noch relativ frischen beziehung mit mir gibt es für ihn derzeit keine konstante, an der er festhalten kann. das muss extrem hart sein und dass max hier auch mal die nerven wegwirft, hätte mir eigentlich klar sein müssen.

    Gut. Jetzt ist es dir klar. Und weil es nicht das erste Mal war, ist es dir immer klarer. Du musst mit solchen Tiefs bei ihm rechnen, er darf das. Und du darfst auch deine eigenen Grenzen formulieren. Du musst ihn da nicht jedes Mal heraus holen, du darfst auch sagen, dass du dich damit überfordert fühlst und gerne wieder kommst, wenn es ihm besser geht. Jeder von euch muss lernen, dem jeweils anderen gegenüerb seine ganz persönlichen Grenzen zu definieren. Und das ist reiner Selbstschutz.

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    trotzdem hat mich diese situation am sonntag zunächst sehr verunsichert, weil ich einfach nicht wusste, wie ich ihr begegnen soll.

    Ein guter Satz, den man dann sagen kann: "Das verunsichert mich jetzt sehr, lieber Max, ich weiß jetzt gerade mal nicht, wie ich damit umgehen soll. Hilf mir bitte!"

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    ich denke, dieses gespräch war wohl eines der wichtigsten, das wir bisher geführt haben. und ja oldie, du hast recht, es werden wohl noch weitere folgen, es bleibt nur zu hoffen, dass wir diese eben so konstruktiv bewältigen können wie jenes am sonntag.

    In meinen Augen spricht nichts dagegen, dass ihr das könnt und dass es euch gelingt. Denn jedes gelungene Gespräch in Sachen Problembewältigung trägt bei zu dem, was ich "Bewältigungsgewissheit" nenne. Das ist eine enorm wichtige Komponente, die dabei hilft, nicht gleich wieder in Panik zu geraten, wenn Probleme auftauchen. Es ist die Gewissheit: "Wir haben Vergleichbares schon gut gelöst und gut besprochen. Es wird uns auch dieses Mal gelingen." Wenn man diese Gewissheit auch als Paar definiert und miteinander abgleicht, ist das umso wirksamer.

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    ich versuche es jeden einzelnen tag. solange ich merke und spüre, dass max bei mir ist (im sinne von "mich liebt"), werde ich nicht aufhören, in diese beziehung zu investieren.

    Vielleicht bereitest du dich darauf vor, auch mal "in Vorleistung zu gehen", wenn es ihm mal nicht so gelingt, dir seine Liebe zu zeigen. Mal kann der eine mehr Last tragen und mal der andere.

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    aber ich will max lieben und ihm treu sein, die einzige bedingung: er muss mich genauso lieben wie ich ihn.

    Liebe an Bedingungen knüpfen klingt irgendwie komisch...

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    Liebe an Bedingungen knüpfen klingt irgendwie komisch...

    grundsätzlich ja. aber warum jemanden lieben, wenn derjenige einen nicht zurückliebt? ich werde in diese beziehung investieren und liebe geben, wenn ich quasi "dafür" ebenfalls zurückgeliebt werde. alles andere macht ja keinen sinn. ;-)


    wenn ich merke, dass die liebe fehlt oder schwindet, werd auch ich mich zurückziehen. nur so war das gemeint und nicht anders.

    hallo oldie @:)

    falls du das liest, ich habe mir gerade deine letzten sätze hervorgekramt, weil sie mir in dieser zeit sehr helfen. @:) :)_


    du scheinst ja doch schon ein bisschen älter zu sein als ich ;-) und darüber hinaus scheinst du wirklich erfahrung mit solchen situationen zu haben, denn als ich mich auf max eingelassen habe, wusste ich gar nicht, was da alles für unterschiedliche gefühlsregungen, befindlichkeiten, rückschläge auf mich zukommen werden.


    du hast alles immer quasi "voraus gesehen" bzw. mir gut erklärt, womit ich es zu tun bekommen werde.


    am vergangenen wochenende gab es nämlich eine weitere situation, in der max sichtlich und spürbar alles zu viel wurde. und ich hab diesmal zunächst auch versucht, ihn da rauszuholen, als ich aber gemerkt habe, dass es in diesem moment gar nichts bringt, meine worte nicht ankommen, im gegenteil, er sich dadurch noch unverstandener gefühlt hat, hab ichs gelassen, meine überforderung mit der situation kund getan und mich zurückgezogen - mit dem ergebnis, dass er kurze zeit später wieder auf mich zugekommen ist.


    er WOLLTE sich in diesem moment gar nicht helfen lassen, er WOLLTE sich schlecht fühlen und sich in seinem selbstmitleid suhlen, er WOLLTE nicht verstanden werden. das ist wohl seine art, mit der situation umzugehen. das ist schwer für mich, weil ich in diesen momenten so weit weg von ihm bin und nicht an ihn rankomme, aber ich versuche, damit umzugehen.


    und noch was. ich habe so das gefühl, max kriegt nun muffensausen. nicht, was seine gefühle mir gegenüber anbelangt, sondern weil ihn der auszug von frau und tochter offenbar doch mehr trifft als er gedacht hat. ich bin froh, dass er mir das so offen erzählt und ich kann das zu einem gutteil sogar verstehen, denn auch ich war traurig, als mein expartner nach 15 gemeinsamen jahren ausgezogen ist und die ersten tage alleine in der ehemals gemeinsamen wohnung waren wirklich schrecklich.


    aber ich spüre schon wieder eine gewisse angst hochkommen, dass er plötzlich vor lauter überforderung mit der situation panik bekommt, alles bereut und rückgängig macht.


    wie kann ich am besten mit dieser angst umgehen?

    Zitat

    und noch was. ich habe so das gefühl, max kriegt nun muffensausen. nicht, was seine gefühle mir gegenüber anbelangt, sondern weil ihn der auszug von frau und tochter offenbar doch mehr trifft als er gedacht hat. ich bin froh, dass er mir das so offen erzählt und ich kann das zu einem gutteil sogar verstehen, denn auch ich war traurig, als mein expartner nach 15 gemeinsamen jahren ausgezogen ist und die ersten tage alleine in der ehemals gemeinsamen wohnung waren wirklich schrecklich.


    aber ich spüre schon wieder eine gewisse angst hochkommen, dass er plötzlich vor lauter überforderung mit der situation panik bekommt, alles bereut und rückgängig macht.


    wie kann ich am besten mit dieser angst umgehen?

    Vielleicht indem du dir klar machst das, sollte er tatsächlich zu seiner Frau zurück gehen (was ich nicht glaube, nach allem was du erzählt hast!), das nichts mit dir zu tun hat.


    Es ist unglaublich schwierig, schmerzhaft und anstrengend sich aus einer langen Beziehung zu lösen, du weißt das selbst und hast Jahre! gebraucht, bis du jetzt den Absprung geschafft hast. Viele schaffen das nicht. Das hat dann aber nichts mit dir oder eurer Beziehung zu tun, sondern mit der noch nicht abgeschlossenen Beziehung zu einem anderen Menschen (der Ex).


    Eigentlich kannst du nicht viel mehr machen als das, was du bereits tust: Max deine Liebe zeigen, für ihn da sein, mit ihm eine Zukunft planen, hoffen, dass es reicht. Ihm Zeit geben, sich aus seiner Ehe zu lösen.


    Dabei darauf achten dass deine Bedürfnisse und Gefühle nicht zu kurz kommen, du nicht im Scheidungskrieg vor die Hunde gehst. Hoffen, dass eure Liebe stark genug ist, diese anstrengende Phase zu überstehen. Deine eigenen Interessen, Hobbies, usw. pflegen, dich nicht völlig in der neuen Beziehung verlieren.


    Und das wissen, dass Max nicht der einzige Mann auf der Welt ist mit dem du glücklich werden kannst. Wenn es nicht klappen sollte mit euch, wenn eure Liebe diesen "Lösungsprozess" von seiner Frau nicht überlebt, dann wirst du irgendwann einen anderen Mann kennenlernen, wieder glücklich werden.


    Bleib bei dir, verliere dich nicht im Trennungs-Konflikt zwischen Max und seiner Frau.


    Ich finde du hast schon gut gehandelt indem du dich zurückgezogen hast diese Woche, als du gemerkt hast, du kannst ihm gerade nicht helfen. Du kannst ihm den Schmerz und die Probleme im Moment nicht abnehmen - da muss er selbst durch. Du kannst, soweit deine eigenen Nerven es zulassen, ihm beistehen - aber durch das Tal der Trauer über seine gescheiterte Ehe und den Zerfall seiner Familie muss er durch. Du kannst ihm die Hand dabei halten, wenn sie dir nicht zu schwer wird.

    das hast du schön geschrieben, sommerkind, danke! @:)

    Zitat

    Vielleicht indem du dir klar machst das, sollte er tatsächlich zu seiner Frau zurück gehen (was ich nicht glaube, nach allem was du erzählt hast!), das nichts mit dir zu tun hat.

    der kopf weiß das. der kopf weiß, dass es nicht in erster linie mit mir zu tun hat, wenn max die panik bekommen und zurückgehen sollte. doch das herz tut dann trotzdem weh.

    Zitat

    Es ist unglaublich schwierig, schmerzhaft und anstrengend sich aus einer langen Beziehung zu lösen, du weißt das selbst und hast Jahre! gebraucht, bis du jetzt den Absprung geschafft hast. Viele schaffen das nicht. Das hat dann aber nichts mit dir oder eurer Beziehung zu tun, sondern mit der noch nicht abgeschlossenen Beziehung zu einem anderen Menschen (der Ex).

    ja, und genau deswegen ist meine angst ja auch da. ich weiß, wie lange ich gehadert und gebraucht habe, mich von meinem ex zu lösen und bei max spielt halt noch eine ehe und sgar ein gemeinsames kind mit rein. und ich merke, dass er natürlich die beziehung zu seiner noch-ehefrau nicht ganz abgeschlossen hat, wie denn auch, wenn man nach wie vor unter einem dach wohnt und eben ein gemeinsames kind hat.

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    Eigentlich kannst du nicht viel mehr machen als das, was du bereits tust: Max deine Liebe zeigen, für ihn da sein, mit ihm eine Zukunft planen, hoffen, dass es reicht. Ihm Zeit geben, sich aus seiner Ehe zu lösen.


    Dabei darauf achten dass deine Bedürfnisse und Gefühle nicht zu kurz kommen, du nicht im Scheidungskrieg vor die Hunde gehst. Hoffen, dass eure Liebe stark genug ist, diese anstrengende Phase zu überstehen. Deine eigenen Interessen, Hobbies, usw. pflegen, dich nicht völlig in der neuen Beziehung verlieren.

    ich versuche das wirklich. und ich hoffe einfach, dass unsere liebe stark genug ist. max hat es mir gerade eben wieder gezeigt und gesagt, sodass ich berechtige hoffnung haben darf. aber was im sog der überforderung und überlastung noch alles passieren wird, kann man nicht vorhersehen und deshalb wird natürlich eine (gesunde?) skepsis bei mir hängen bleiben.

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    Du kannst, soweit deine eigenen Nerven es zulassen, ihm beistehen - aber durch das Tal der Trauer über seine gescheiterte Ehe und den Zerfall seiner Familie muss er durch. Du kannst ihm die Hand dabei halten, wenn sie dir nicht zu schwer wird.

    das klingt schön und traurig zugleich. :°(

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    er WOLLTE sich in diesem moment gar nicht helfen lassen, er WOLLTE sich schlecht fühlen und sich in seinem selbstmitleid suhlen, er WOLLTE nicht verstanden werden. das ist wohl seine art, mit der situation umzugehen. das ist schwer für mich, weil ich in diesen momenten so weit weg von ihm bin und nicht an ihn rankomme, aber ich versuche, damit umzugehen.

    Gefühle brauchen ihren Platz, ihre Zeit, auch Traurigkeit. Es bringt nichts, diese "schlechten" Gefühle weg zu schieben und jemanden in dieser Situation aufmuntern zu wollen. Die Trauer braucht Zeit. Ja, es ist eine Trauer, über den Verlust einer ehemals wunderschönen Zweisamkeit, gemeinsame Erinnerungen, ein gemeinsames Kind, ein gemeinsames Heim. Ein "Schwamm drüber und lächeln" ist da nicht angemessen. Und da Du schwerlich mit trauern kannst, muss Max das in dieser Situation mal ganz alleine tun.

    Zitat

    wie kann ich am besten mit dieser angst umgehen?

    Wovor konkret hast Du Angst? Dass Max sich mit der Ex versöhnt? Dass die beide die Liebe wieder finden und zusammen wohnen bleiben wollen? Ist das realistisch?


    Es gibt zwei Arten von Ängsten: Die eine Angst, die real ist, eine Angst vor Gefahren, die eintreten können. Davon kann man sich nicht frei machen, man muss lernen, mit ihnen zu leben. Sie dürfen nicht übermächtig werden. Man kann sie klein halten, indem man sich vor Augen führt, wie klein die Gefahr doch eigentlich ist. Und große Gefahren kann man auch meiden.


    Die zweite Art ist die Angst, die man sich selber macht. Eine Gefahr, die man sich einredet, obwohl da eigentlich gar keine ist. Da hilft es, mal in Ruhe drüber nachzudenken damit man sich klar wird, dass diese Angst irreal ist.


    Bei Dir ist es eine Mischung aus beidem: Du redest Dir eine eher kleine Gefahr groß, in dem Du viel darüber nachdenkst. Lass es. Konzentrier dich auf die schönen Dinge, die vor Euch liegen und nicht auf die Dinge, die schief gehen könnten.

    @ Alias

    Zitat

    falls du das liest,

    Ja, ist aber eher Zufall, weil du auf meinen letzten Beitrag nicht mehr geantwortet hattest.

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    du scheinst ja doch schon ein bisschen älter zu sein als ich

    Da mein Geburtsjahr im Namen steckt, ist mein Alter relativ leicht auszurechnen ;-D

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    und darüber hinaus scheinst du wirklich erfahrung mit solchen situationen zu haben

    Ja, vor allem aus unendlich vielen Begleitungen von Ratsuchenden in ähnlichen Situationen, aber letztlich auch durch eigenes Erleben und das meiner Kinder

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    denn als ich mich auf max eingelassen habe, wusste ich gar nicht, was da alles für unterschiedliche gefühlsregungen, befindlichkeiten, rückschläge auf mich zukommen werden.

    Das weißt du auch jetzt noch nicht, denn auch, wenn wir Menschen sehr gut kennen, so wissen wir doch nicht, was in ihnen bei Extremsituationen alles an Gefühlen entstehen kann. Das wissen sie manchmal selber nicht. Man lernt aber jedes Mal daraus.

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    du hast alles immer quasi "voraus gesehen" bzw. mir gut erklärt, womit ich es zu tun bekommen werde.

    Freut mich, aber gut, dass du Anführungszeichen verwendet hast, denn voraussehen kann ich natürlich nicht.

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    am vergangenen wochenende gab es nämlich eine weitere situation, in der max sichtlich und spürbar alles zu viel wurde. und ich hab diesmal zunächst auch versucht, ihn da rauszuholen, als ich aber gemerkt habe, dass es in diesem moment gar nichts bringt, meine worte nicht ankommen, im gegenteil, er sich dadurch noch unverstandener gefühlt hat, hab ichs gelassen, meine überforderung mit der situation kund getan und mich zurückgezogen - mit dem ergebnis, dass er kurze zeit später wieder auf mich zugekommen ist.

    Da hast du aber wirklich mutig gleich umgesetzt, was du gelesen hattest. Kompliment. Denn es gibt ja keine Garantie, dass es funktioniert. Wohl aber ist es enorm wichtig, die Grenzen des jeweils anderen anzuerkennen und sie ihm auch zu lassen. Wenn er sie dann von sich aus freiwillig wieder überschreitet und auf dich zu kommt, ist das letztlich auch ein Liebesbeweis. Ebenso wie es ein Liebesbeweis von dir war, ihm den Freiraum zu geben, der er IN DEM MOMENT brauchte.

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    er WOLLTE sich in diesem moment gar nicht helfen lassen, er WOLLTE sich schlecht fühlen und sich in seinem selbstmitleid suhlen, er WOLLTE nicht verstanden werden.

    Da unterscheidet er sich ja gar nicht mal so sehr von dir. Denn auch dir geht es ja immer mal wieder so. Allerdings hast du dann dieses Forum, in dem du das alles teilen und mitteilen kannst – und zudem noch gute Antworten bekommst. Ich gehe davon aus, dass Max das nicht hat. Und darum darf es ihm dann auch mal richtig dreckig gehen, ohne dass er das für sich behalten muss.

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    das ist wohl seine art, mit der situation umzugehen. das ist schwer für mich, weil ich in diesen momenten so weit weg von ihm bin und nicht an ihn rankomme, aber ich versuche, damit umzugehen.

    Dazu mag dir der Gedanke helfen, dass Gedankenwelten höchst kompliziert sind und NIE von außen verstanden werden können. Wenn du dann versuchst, in seine Gedankenwelt explizit einzudringen, um ihn besser verstehen zu können, können zweierlei Dinge geschehen:


    1. er könnte sich besser verstanden fühlen und dankbar sein


    2. er könnte sich bedrängt fühlen, dich als Eindringling betrachten und das als störend empfinden, weil es ihn zu Rechtfertigungen drängt.


    Es ist also DEIN Job, herauszufinden, welche der beiden Möglichkeiten wahrscheinlicher ist.

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    und noch was. ich habe so das gefühl, max kriegt nun muffensausen. nicht, was seine gefühle mir gegenüber anbelangt, sondern weil ihn der auszug von frau und tochter offenbar doch mehr trifft als er gedacht hat. ich bin froh, dass er mir das so offen erzählt

    Das was du unter dem Begriff "Muffensausen" zusammenfasst ist sehr viel komplizierter. Es gehören auch Schuldgeüfhle dazu und es gehört der Gedanke dazu, dass man es vielleicht doch hätte verhindern können. Ein Lebensplan ist gescheitert und je nachdem wie sehr man gelernt hat, dass man nicht scheitern darf, ist auch das Belastung. Darum rate ich immer dazu, nicht vom SCHEITERN zu sprechen, sondern vom Ende einer Liebe. Menschen sterben und auch Liebe kann sterben. Manchmal kann eine Beziehung trotzdem noch weiter geführt werden, aber nicht, wenn eine neue Liebe ins Spiel kommt wie bei euch.


    Zur Verarbeitung dessen, was ihn nun belastet, gehört natürlich auch, sich eure junge Liebe anzuschauen und sie eben NICHT als "schuldig an der Trennung" zu betrachten. Und wenn er keinerlei kompetente Hilfe dabei hat, kann ihn das schon mal ganz schön umtreiben.

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    aber ich spüre schon wieder eine gewisse angst hochkommen, dass er plötzlich vor lauter überforderung mit der situation panik bekommt, alles bereut und rückgängig macht. wie kann ich am besten mit dieser angst umgehen?

    Indem du sie nicht verdrängst, sondern sie anschaust und ihre Ursachen heraus findest. Keine Liebe ist SICHER. Auch eure nicht, ebenso wenig, wie es deine letzte Beziehung war und die Ehe von Max. Aber deine Ängste, die durch die Störungen in der aktuellen Beziehung mit Max sichtbar werden, stammen aus anderen Zusammenhängen. Du projizierst das, was du an anderer Stelle erlebt hast, und bei dem dann Ängste entstanden sind, auf die aktuelle Situation. Ängste sind immer älteren Ursprungs und werden sozusagen stellvertretend ausgelöst. Wenn man sie verdrängt, werden sie aber stärker und schlimmstenfalls diffus und allumfassend. Schau dir also vielleicht an, woher diese Angst stammen könnte und schau dir andererseits an, welche Probleme Max und du schon alles miteinander bewältigt habt, was ihr schon in die Wege geleitet habt, welche Pläne ihr schon geschmiedet habt und wie unendlich viel euch schon jetzt miteinander verbindet. Das alles spricht dagegen, dass er plötzlich wieder wegläuft. Denn er liebt dich ja. Damit kannst du vielleicht wieder ruhiger werden.


    Vertrau ihm also und sag ihm auch, dass du ihm vertraust: "Ich vertraue dir! Du schaffst das! und wir schaffen das dann auch!"

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    Gefühle brauchen ihren Platz, ihre Zeit, auch Traurigkeit. Es bringt nichts, diese "schlechten" Gefühle weg zu schieben und jemanden in dieser Situation aufmuntern zu wollen. Die Trauer braucht Zeit. Ja, es ist eine Trauer, über den Verlust einer ehemals wunderschönen Zweisamkeit, gemeinsame Erinnerungen, ein gemeinsames Kind, ein gemeinsames Heim. Ein "Schwamm drüber und lächeln" ist da nicht angemessen. Und da Du schwerlich mit trauern kannst, muss Max das in dieser Situation mal ganz alleine tun.

    natürlich. klingt alles total logisch und nachvollziehbar. auch ich habe um meine beziehung getrauert, obwohl ich sie ja beendet habe und sogar heute schleicht sich hie und da noch wehmut in mein herz, einfach, weil ich meinen expartner so lieb gehabt habe und ich mir wünsche, dass es ihm (bald wieder) gut geht.


    max hat alles recht dazu, den verlust seiner familie zu betrauern. die familie und dass diese zusammenhält, war ihm immer sehr wichtig und zum verlust an sich kommt vielleicht auch noch wie oldie treffend geschrieben hat, das gefühl dazu, nicht genug versucht zu haben bzw. keimen der tochter gegenüber schuldgefühle auf, dass sie in der prägendsten phase ihres lebens, der pubertät, plötzlich mit der scheidung der eltern zu kämpfen hat.


    wie gesagt. mein kopf versteht das alles. deshalb werde ich das max auch niemals zum vorwurf machen. damit, dass er trauert und ich dabei evtl das gefühl haben könnte, nicht mehr wichtig (genug) zu sein, muss ich alleine klar kommen.

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    Wovor konkret hast Du Angst? Dass Max sich mit der Ex versöhnt? Dass die beide die Liebe wieder finden und zusammen wohnen bleiben wollen? Ist das realistisch?

    ja, das sind genau meine ängste. ob sie realistisch sind, wage ich nicht zu beurteilen. laut max, seinen und meinen freunden sind sie das nicht. aber wie ebenfalls oldie bereits schrieb:

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    denn auch, wenn wir Menschen sehr gut kennen, so wissen wir doch nicht, was in ihnen bei Extremsituationen alles an Gefühlen entstehen kann. Das wissen sie manchmal selber nicht.

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    Konzentrier dich auf die schönen Dinge, die vor Euch liegen und nicht auf die Dinge, die schief gehen könnten.

    ich bin einfach ein kopflastiger mensch, ich habe mir immer schon viel zu viele gedanken macht und auch oft über dinge bzw. probleme, die dann in der realität gar nicht eingetroffen bzw. wenn doch, nur halb so schlimm waren.


    aber ich habe mich oft auch schon über dinge zu früh gefreut und bin dann bitter enttäuscht worden. das ist die andere seite. {:(

    lieber oldie

    es war keine ignoranz, dass ich auf deinen letzten beitrag nicht mehr geantwortet hab. vielmehr dachte ich bei mir: dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. sorry, wenn das vielleicht bei dir anders angekommen ist. @:)

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    Wohl aber ist es enorm wichtig, die Grenzen des jeweils anderen anzuerkennen und sie ihm auch zu lassen. Wenn er sie dann von sich aus freiwillig wieder überschreitet und auf dich zu kommt, ist das letztlich auch ein Liebesbeweis. Ebenso wie es ein Liebesbeweis von dir war, ihm den Freiraum zu geben, der er IN DEM MOMENT brauchte

    es war hart, aber es hat funktioniert. und ich denke, so kann es auch in extremsituationen wie diesen weiterhin funktionieren.


    ich weiß nun auch immer mehr, was max in solchen momenten braucht: keinen trost und auch keinen zuspruch, dadurch fühlt er sich nur in die enge gedrängt. er muss es sich zwar von der seele reden, aber er muss dann selbst damit arbeiten bzw. seine gedanken und gefühle arbeiten lassen. ohne dass jemand auf ihn einredet wie auf ein krankes kind. und danach kann er auch wieder auf mich zugehen. das habe ich nun gelernt und das gestehe ich ihm selbstverständlich zu.


    genauso, wie er mir meine kleinen "zickereien" manchmal zugesteht, ohne dass er gleich die ganze beziehung in frage stellt. das haben wir ja auch erst lernen müssen. ;-)

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    Keine Liebe ist SICHER. Auch eure nicht, ebenso wenig, wie es deine letzte Beziehung war und die Ehe von Max.

    ja, das sage ich mir eh auch immer. bzw. meine beiden besten freundinnen, die mittlerweile beide verheiratet sind und kinder haben, sagen mir auch immer, dass auch IHRE ehe niemals zu 100% sicher ist.


    ~~~


    ja, und dann ist da noch das thema mit meinen ängsten. :=o :=o :=o


    ich war und bin ein unheimlich ängstlicher mensch, das ist in bezug auf meine gesundheit so und offenbar auch in bezug auf meine beziehungen.


    ich brauche unheimlich viel sicherheit in meinem leben. ich habe auch schon versucht, herauszufinden, warum das bei mir so extrem ist, habe mit therapeuten und coaches gearbeitet und es scheint wohl etwas mit der (nicht ganz gesunden) beziehung zu meinem vater zu tun zu haben. nur hilft mir dieses wissen oft im alltag eben nicht und die ängste kommen wieder.


    bei meiner exbeziehung hatte ich diese verlustängste nicht, ich hatte ihn sicher. das soll nicht überheblich klingen, sondern das ist einfach fakt. wir waren beide voneinander abhängig.


    nun aber habe ich unglaubliche angst, das, was ich mit max habe, zu verlieren. ich bin nahezu fixiert auf diese ängste, hege und pflege sie jeden tag und je nachdem, wie die stimmung bei max gerade ist, wird dies natürlich auch durch sein verhalten geschürt.


    dafür kann er nix, das weiß ich ja mittlerweile. aber die ängste sind trotzdem da und ich kann max nicht jedesmal damit behelligen. ":/

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    schau dir andererseits an, welche Probleme Max und du schon alles miteinander bewältigt habt, was ihr schon in die Wege geleitet habt, welche Pläne ihr schon geschmiedet habt und wie unendlich viel euch schon jetzt miteinander verbindet. Das alles spricht dagegen, dass er plötzlich wieder wegläuft. Denn er liebt dich ja. Damit kannst du vielleicht wieder ruhiger werden.


    Vertrau ihm also und sag ihm auch, dass du ihm vertraust: "Ich vertraue dir! Du schaffst das! und wir schaffen das dann auch!"

    das hilft. das hilft mir ungemein. mit solchen gedanken kann ich mich auch wirklich gut beruhigen. aber eben immer nur für eine gewisse zeit. vielleicht werden diese phasen der ruhe aber einfach mit der zeit länger. darauf hoffe ich.

    Zitat

    es war keine ignoranz, dass ich auf deinen letzten beitrag nicht mehr geantwortet hab. vielmehr dachte ich bei mir: dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. sorry, wenn das vielleicht bei dir anders angekommen ist.

    Oh, es ging mir nicht darum, die beleidigte Leberwurst zu spielen. Wenn aber jemand auf meinen Beitrag nicht mehr antwortet, ist es kein Dialog mehr. Und dann schreibe ich wieder dort, wo es Dialoge gibt. Die Gründe für das Nicht-Antworten kenne ich ja nicht, gehe aber meistens davon aus, dass es nichts mehr zu antworten gibt und dann ist es ja auch gut so. Ich schaue dann halt nicht mehr regelmäßig in solche Fäden hinein. Wer mich erreichen will, kann mich ja jederzeit anschreiben.

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    es war hart, aber es hat funktioniert. und ich denke, so kann es auch in extremsituationen wie diesen weiterhin funktionieren.

    Es wird beim nächsten Mal weniger hart, weil ja die positive Erfahrung dahinter steht.

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    ich weiß nun auch immer mehr, was max in solchen momenten braucht: keinen trost und auch keinen zuspruch, dadurch fühlt er sich nur in die enge gedrängt. er muss es sich zwar von der seele reden, aber er muss dann selbst damit arbeiten bzw. seine gedanken und gefühle arbeiten lassen. ohne dass jemand auf ihn einredet wie auf ein krankes kind.

    Das gilt nun nicht nur für Max, sondern für viele Menschen, die ihren Kummer mitteilen wollen. Sie wollen nicht immer Hilfe, sie wollen nicht Verbesserungsvorschläge und Ratschläge (denn Ratschläge können auch Schläge sein). Oft fühlen sich Menschen durch Verbesserungsvorschläge zur Rechtfertigung genötigt, warum sie nicht so handeln wollen, wie es vorgeschlagen wird. Und dann kommt aus solch einem Gespräch keine Hilfe, sondern neuer Druck. Das hast du schon ganz richtig erkannt. "Sich-Ausweinen" ist also zunächst genau das und nicht mehr. Jemanden suchen, dem man sich anvertrauen kann, ohne gleich mit Lösungen bombardiert zu werden. Und das ist ja auch hier im Forum nicht immer auf Anhieb zu erkennen, in welcher Intention Forumsteilnehmer sich mitteilen.

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    ja, und dann ist da noch das thema mit meinen ängsten. ich war und bin ein unheimlich ängstlicher mensch, das ist in bezug auf meine gesundheit so und offenbar auch in bezug auf meine beziehungen.

    Das war nicht zu übersehen, wenn man aufmerksam mitgelesen hat.

    Zitat

    ich brauche unheimlich viel sicherheit in meinem leben. ich habe auch schon versucht, herauszufinden, warum das bei mir so extrem ist, habe mit therapeuten und coaches gearbeitet und es scheint wohl etwas mit der (nicht ganz gesunden) beziehung zu meinem vater zu tun zu haben. nur hilft mir dieses wissen oft im alltag eben nicht und die ängste kommen wieder.

    Dann war vielleicht der richtige Therapeut noch nicht dabei. Oder aber deine Altlasten sind noch nicht ausreichend aufgearbeitet. Oder aber deine Ängste sind dir so vertraut, dass sie dir fehlen würde, wenn sie einfach gingen.


    Ich aller Kürze habe ich darauf nur folgende Rat: Du kennst deine Ängste, also habe keine Angst vor deiner Angst. Wenn sie kommt, dann heiße sie willkommen: "Da bist du ja, du A…loch! Ich hatte dich schon vermisst. Und nun geh möglichst bald wieder, du störst mich gerade dabei, mich glücklich zu fühlen!" Das klingt bescheuert, ist aber ein Weg. Also die altvertrauten Ängste nicht vermeiden, nicht verdrängen ihnen nicht aus dem Weg gehen, sondern mehrfach sehr tief durchatmen und sich ihnen stellen. Keine Angst vor der Angst. Aber wenn sie kommt, nimm sie kurz in den Arm, die Angst, drücke sie fest und lass sie wieder gehen, egal mit welchen Vokabeln du sie belegst. Und vielleicht kannst du auch die Altlast noch mal gründlicher anschauen, aber das ist jetzt nicht der ideale Zeitpunkt dafür.

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    nun aber habe ich unglaubliche angst, das, was ich mit max habe, zu verlieren. ich bin nahezu fixiert auf diese ängste, hege und pflege sie jeden tag und je nachdem, wie die stimmung bei max gerade ist, wird dies natürlich auch durch sein verhalten geschürt. dafür kann er nix, das weiß ich ja mittlerweile. aber die ängste sind trotzdem da und ich kann max nicht jedesmal damit behelligen.

    Nein, das ist nicht sinnvoll. Aber du musst sie auch nicht verstecken. Sie ist da und sie wirkt auf dein Verhalten. Max kann zwar das Problem nicht für dich lösen, das ist dein Job. Aber er darf wissen, warum zu zitterst, warum es dir plötzlich schlecht geht und die Stimme anders wird, warum du tief durchatmest und andere typische Symptome zeigst: "Ach, das ist nichts Schlimmes, das ist nur die doofe Angst wieder, sie kommt immer mal vorbei und ärgert mich, aber sie geht auch wieder!"

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    das hilft. das hilft mir ungemein. mit solchen Gedanken kann ich mich auch wirklich gut beruhigen. aber eben immer nur für eine gewisse Zeit. vielleicht werden diese phasen der ruhe aber einfach mit der zeit länger. darauf hoffe ich.

    Davon gehe ich aus, wenn die befürchtete worst-case-Katastrophe einfach ausbleibt. Und in dem Stadium, in dem ihr beiden seid, spricht alles dafür, dass sie ausbleibt.

    Zitat

    Das gilt nun nicht nur für Max, sondern für viele Menschen, die ihren Kummer mitteilen wollen. Sie wollen nicht immer Hilfe, sie wollen nicht Verbesserungsvorschläge und Ratschläge (denn Ratschläge können auch Schläge sein). Oft fühlen sich Menschen durch Verbesserungsvorschläge zur Rechtfertigung genötigt, warum sie nicht so handeln wollen, wie es vorgeschlagen wird. Und dann kommt aus solch einem Gespräch keine Hilfe, sondern neuer Druck. Das hast du schon ganz richtig erkannt. "Sich-Ausweinen" ist also zunächst genau das und nicht mehr. Jemanden suchen, dem man sich anvertrauen kann, ohne gleich mit Lösungen bombardiert zu werden.

    mensch, dass ich das eigentlich nicht früher gecheckt habe. ":/ ":/


    ich wollte max anfangs immer extra verständnisvoll gegenübertreten, indem ich ihm mit rat zur seite stehe und war dann oft wie vor den kopf gestoßen, weil er meine ratschläge alle zunichte gemacht hat. da hatte ich wohl eine wirklich lange leitung. :-o |-o


    aber wie gesagt, mittlerweile hab ich es gottseidank kapiert und kann das auch sehr gut nachvollziehen.

    Zitat

    Du kennst deine Ängste, also habe keine Angst vor deiner Angst. Wenn sie kommt, dann heiße sie willkommen: "Da bist du ja, du A…loch! Ich hatte dich schon vermisst. Und nun geh möglichst bald wieder, du störst mich gerade dabei, mich glücklich zu fühlen!" Das klingt bescheuert, ist aber ein Weg. Also die altvertrauten Ängste nicht vermeiden, nicht verdrängen ihnen nicht aus dem Weg gehen, sondern mehrfach sehr tief durchatmen und sich ihnen stellen. Keine Angst vor der Angst. Aber wenn sie kommt, nimm sie kurz in den Arm, die Angst, drücke sie fest und lass sie wieder gehen

    genau das hat mir mein letzter coach auch gesagt. ;-D ;-D da waren diese ängste aber noch an einen anderen kontext gebunden und ich hab das dort eine zeitlang sogar recht gut hingekriegt.


    jetzt, in diesem neuen zusammenhang ist mir das einfach wieder total entfallen, ich werde es aber wiederum versuchen.

    Zitat

    Max kann zwar das Problem nicht für dich lösen, das ist dein Job. Aber er darf wissen, warum zu zitterst, warum es dir plötzlich schlecht geht und die Stimme anders wird, warum du tief durchatmest und andere typische Symptome zeigst: "Ach, das ist nichts Schlimmes, das ist nur die doofe Angst wieder, sie kommt immer mal vorbei und ärgert mich, aber sie geht auch wieder!"

    ja, ich kann das auch schlecht verbergen, das heißt, max bekommt es ohnehin mit, wenns mich wieder ein bisschen beutelt.


    meistens dann, wenn max nicht gerade das sagt oder tut, was ich mir in dem moment erwarte bzw. hören will. dann mach ich sofort dicht und werd ein bisschen schmollig. ich lege dann jedes wort auf die waagschale oder interpretiers nach belieben. :-X doch ich versuche, es mit ein bisschen humor zu nehmen, eben ganz auf die art: "ach, du kennst mich ja mittlerweile, das ist wieder mein blödes ich, bitte nimm mich gerade nicht so ernst" und max kann es dann auch meistens wirklich gut absorbieren. ;-D

    Zitat

    ...wenn die befürchtete worst-case-Katastrophe einfach ausbleibt. Und in dem Stadium, in dem ihr beiden seid, spricht alles dafür, dass sie ausbleibt.

    es ist schön, das zu lesen. ich habe euch wirklich immer die wahrheit erzählt, nichts beschönigt oder verschleiert und wenn ihr nach all dem theater nach wie vor das gefühl habt (achtung, ich weiß, ihr habt mir keine garantie oder sicherheit gegeben ;-D ;-D ), dass das mit max und mir funktionieren kann, tut mir das einfach gut und macht mich ein klein wenig gelassener.


    und gelassenheit werd ich mit sicherheit noch oft genug brauchen können in der nächsten zeit. ;-)

    Okay,


    dann ist ja etwas mehr Klarheit und – hoffentlich auch – Gelassenheit im Spiel. Ich lasse es dann auch erst mal wieder gut sein. Du kannst dich ja melden, wenn es Veränderungen gibt.

    hallo, hier bin ich wieder. ;-D


    leider heute ein bisschen entmutigt und ratlos. {:(


    ok, ich weiß mittlerweile, dass max mich liebt und mit mir zusammen sein will und ich weiß auch, dass er nicht wieder zu seiner ex zurück möchte, aber die fronten zwischen max und heidi sind mittlerweile so verhärtet, dass dies über unseren alltag herrscht wie eine dunkle wolke.


    heidi droht max nun angeblich damit, ihn ruinieren zu wollen, beruflich und finanziell und dazu sei ihr jedes mittel recht. denn auch wenn es dadurch in der folge ihr persönlich schlechter ginge (weil sie weniger alimente usw bekommen würde), wäre ihr das wurst, weil sie einfach nur will, dass es max auch schlecht geht.


    max ist derzeit sehr unter druck und glaubt, dass heidi niemals aufhören wird, ihm steine in den weg zu legen. und er sich quasi auf eine zukunft einstellen muss, wo heidi ihn ständig wegen irgendwelchen dingen belangen und ihm das leben schwer machen wird.


    ich kann das natürlich nicht beurteilen. ":/


    ok, derzeit ist heidi wohl wirklich voller hass und wut, aber ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass sie ewig daran festhält und es ihr in ihrem zukünftigen leben nur darum geht, max runinieren zu wollen, sodass er kein schönes leben mehr hat.


    aber max behauptet steif und fest, dass es so sein wird. argument: er kennt heidi schließlich besser als ich und er macht diese ganzen dinge zu hause mit und kann deshalb besser beurteilen, wie es weitergehen wird.


    tja, also er malt derzeit nur schwarz:


    sie wird in der neuen wohnung immer wieder absichtlich mit der tochter streit anfangen, damit diese zu papa "flüchtet", nur damit heidi die genugtuung hat, ihn in diesen momenten von mir weg zu holen.


    sie wird unsere geplanten urlaub sabotieren, indem sie an diesen terminen keine zeit hat, sich um die tochter zu kümmern, sodass max einspringen und unsere urlaube canceln muss.


    sie wird immer wieder die alimente überprüfen und jeden lohnzettel von ihm anfordern lassen.


    usw usw, die liste von max's befürchtungen ließe sich ewig fortführen.


    ich weiß einfach nicht, was ich davon halten und wie ich hier reagieren soll, es macht mich traurig und mutlos, dass max seine bzw. unsere zukunft so schwarz sieht. :°(


    bitte helft mir ein wenig, mit der situation besser umzugehen. was kann/soll ich tun?


    :°(

    Max hat wohl meine Warnung von ganz am Anfang dieses Fadens gelesen:

    Was soll man noch sagen? Im Moment führt sich Heidi auf wie eine dieser schlimmen Ex'. Das heißt nicht das sie für immer so bleiben muss.


    Vielleicht beruhigt sie sich noch, wird wieder vernünftig. Vielleicht aber auch nicht, und ihr verletzter Stolz macht euch das Leben zur Hölle. Keiner weiß was passieren wird.


    Du kannst im Grunde nur Geduld zeigen, Max beistehen, ihm Hoffnungen machen, dass Heidi nicht immer so bleiben MUSS. Aber wissen tut ihr es beide nicht. Und unter ihrem Terror leidet ihr letztendlich beide. Mit dem Unterschied, dass DU irgendwann gehen kannst wenn es dir zu viel wird, für Max ist das leider nicht möglich. Er ist, in irgendeiner Art und Weise, für immer an Heidi gebunden, und mindestens bis die Tochter fertig studiert hat, wird er mit ihr irgendwie auskommen müssen.


    Max fällt jetzt gerade in ein schwarzes Loch in dem er begreift was für ein Leben da auf ihn wartet. Dieses Loch ist ziemlich tief. Ich wünsche euch, dass es nicht so schlimm kommt wie von ihm erwartet. Pass auf dich auf und achte deine eigenen Grenzen. @:)

    liebes sommerkind @:)

    ja, als ich vorher meinen beitrag geschrieben habe, habe ich an dich und deine warnung gedacht und dass ich diese "damals" (so lang ist es ja noch gar nicht her) als absurd abgetan habe. {:(


    tja, nun scheinen zumindest für den moment deine befürchtungen realität zu werden - heidi ist außer sich und ist von ihrer zerstörungswut beherrscht.


    wie lange diese andauert, kann wohl hier keiner sagen, das weiß ich natürlich auch. aber ich frage mich immer: kann das alles wirklich sooooooo schlimm sein? was kann heidi in der realität alles unternehmen, um uns das leben schwer zu machen? ok, sie kann, wann immer sie weiß, dass max und ich gerade eine feine zeit verbringen, die tochter zu max schicken, weil sie weiß, dass er sie nicht vor der türe stehen lassen würde. sie kann auch genau zu unseren urlaubsterminen die obsorge verweigern, auch richtig.


    aber was kann sie im endeffekt wirklich ausrichten? ich mein, sobald die scheidung durch (was zwar auch noch lange dauern kann, aber nicht ewig) und die tochter 18 ist (in 3,5 jahren), ist auch heidi's handlungsspielraum beschränkt oder?


    wisst ihr, ich male mir - wie ihr vielleicht schon mitgekriegt habt ;-D - immer gerne das worst-case-szenario aus. deshalb: was kann es in diesem fall sein?

    Zitat

    Du kannst im Grunde nur Geduld zeigen, Max beistehen, ihm Hoffnungen machen, dass Heidi nicht immer so bleiben MUSS. Aber wissen tut ihr es beide nicht. Und unter ihrem Terror leidet ihr letztendlich beide. Mit dem Unterschied, dass DU irgendwann gehen kannst wenn es dir zu viel wird, für Max ist das leider nicht möglich.

    aber ich will doch gar nicht gehen. :°( :°( :°(


    eher habe ich angst, dass max irgendwann geht, weil es ihm zu viel wird. im grunde genommen steckt er in diesem schlamassel ja jetzt nur, weil er MICH kennengelernt hat. wäre ich nicht, würde es mit heidi sicher nicht so viel terror geben. und ich habe angst, dass max irgendwann mich zum sündenbock und zur schuldigen macht und mich deswegen auch bald hassen wird bzw. sich deshalb entlieben wird. :°(