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    so, und nun sagt mir bitte, wie man hier jemanden noch ermutigen kann bzw. wie man so einem verdrossenen, mutlosen und verzweifelten menschen helfen soll.

    klappe halten und in den arm nehmen?

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    da kann man aber auch verständige "oh je... ist schon echt mist gerade" dinge sagen und muss nicht einen auf grundsatz-diskussion, oder tschakkaaaahhhh, wie schaffen das machen ;-D

    hab ich ja eh getan, weil ich gemerkt hab, dass alles andere sowieso nix nutzt.

    dann sieh zu, dass du diese niedergeschlagenheit wirklich bei max lässt und all seine aussagen und launen nicht persönlich nimmst :)_


    so eine trennung ist halt einfach eine ausnahmesituation. ich selber fand meine äußerst... unschön - und auch die von meinem jetzigen mann war sehr... anstrengend!

    Es gibt Probleme, die sind real, es gibt Sorgen, die sind berechtigt. Die lassen sich nicht von Dir aus der Welt diskutieren. Solche Dinge wie, dass er sich Sorgen macht, dass sein erspartes statt für Tochters Studium nun an die Anwälte geht - die Sorge ist ja berechtigt. Siehe oben mein Beitrag - wenn das Kindeswohl hinten runter fällt... Die Mutter freut sich, Max zu schaden, dass dabei die Tochter leidet ist ihr egal, Max wird das Studium schon packen... Und das geht einem anständigen Elternteil natürlich an die Nieren. Da hilft nur trösten. :°_

    ach, heute ist einfach ein trauriger, besch... tag. :°( :°( :°(


    noch dazu wäre ich heute mit meinem ex für drei wochen nach malaysien und thailand gereist. die maschine ist vor 2 stunden ohne uns abgeflogen, ich hab die flüge nicht mehr stornieren können.

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    die maschine ist vor 2 stunden ohne uns abgeflogen, ich hab die flüge nicht mehr stornieren können.

    das spielt bestimmt auch mit in deine stimmung - ist ja auch irgendwie ein "abschluss"... und wahrscheinlich hast du deine tage, merkst langsam den heuschnupfen, magst deine unrasierten beine nicht und überhauptundallgemein... ;-)

    guten morgen alle zusammen!


    der tag gestern hat gottseidank noch sehr sehr versöhnlich geendet.


    max hat mich im büro besucht, weil ich ihm bei der erstellung einer präsentation geholfen habe. schon während wir gemeinsam an der präsentation gearbeitet haben, wurde die stimmung lockerer und angenehmer, wir haben gescherzt und gelacht und das war sooooooo wichtig für uns.


    und diese stimmung konnten wir gottseidank in den abend mitnehmen, wir waren was feines essen und haben danach bei mir zuhause noch sehr viel gekuschelt und spaß gehabt. das thema scheidung ist wenn übehaupt nur sehr kurz und am rande aufgetaucht.


    und ich denke, solche "auszeiten" tun uns beide einfach gut und wir müssen uns diese zeiten wirklich bewusst nehmen.


    und ich bin auch sehr froh, dass max es geschafft hat, kurz aus seinem tief aufzutauchen und den kopf ein bisschen abzuschalten.


    er ist heute morgen schon mit sehr viel mehr energie in den tag gestartet als er es zum beispiel gestern getan hat. ich weiß, es kommen immer und immer wieder rückschläge, aber gerade deswegen sollten wir uns auf solche "auszeiten" besinnen, weil sie für unsere beziehung lebenswichtig sind.

    Alias, dein letzter Beitrag klingt doch schon wieder etwas zuversichtlicher, Max steckt anscheinend gerade tief drinnen. Aber solange ihr noch schöne Momente zusammen erlebt und er sich ab und zu wenigstens aufheitern lässt, geht es doch voran.


    Nur solche Sprüche sollte er sich bald verkneifen, das trägt nicht zur Stabilisierung eurer Beziehung bei :

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    "ich kann ja nicht mal mehr zurückgehen, weils schon viel zu weit gekommen ist" (Hä? :-o :-o :-o )

    Das ist wieder so eine typische Männer-Äußerung (sorry!). Sowas darf er in dem ganzen Hin und Her und quasi Zerfall seines ganzen ursprünglichen Lebensplans mal denken. Aber sagen, nochdazu DIR sagen, die diese ganze Scheiß-Situation gerade miterleiden musst, finde ich ziemlich unpassend. Ist ihm sicher so rausgerutscht und ich würde da auch nicht zu viel rein interpretieren.


    Männer denken in der Tat oft unpassend-rational in solchen Momenten: Scheiße, (Ex)frau stresst, Kind weg, Geld weg --> Am besten alles rückgängig machen und Status quo wieder herstellen.


    Lass dich von solchen Sprüchen nicht verunsichern. Ich bin sicher er würde nicht glücklich werden, wenn er zurückgeht, nach allem was war. Das weiß er auch.


    Er wünscht sich vielleicht manchmal das alte Leben zurück in dem seine Ehe noch intakt und einigermaßen glücklich war. Aber die Zeit kann er nicht zurück holen, der Zug ist abgefahren.


    Das wird ihm auch bewusst werden wenn er länger drüber nachdenkt.


    Weiterhin alles Gute euch, drücke euch die Daumen, dass ihr es schafft @:)

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    Sowas darf er in dem ganzen Hin und Her und quasi Zerfall seines ganzen ursprünglichen Lebensplans mal denken. Aber sagen, nochdazu DIR sagen, die diese ganze Scheiß-Situation gerade miterleiden musst, finde ich ziemlich unpassend.

    da war mein jetziger mann in der zeit seiner trennung auch irgendwie... maga-unempathisch... oder einfach streckenweise so verzweifelt, dass er das einfach rausgehauen hat "ich wäre ja mit ihr zusammen geblieben, bis die kinder aus dem haus gehen... so schlecht war es ja nicht zwischen uns..."


    war für mich (und immerhin sind wir einander damals schon seit jahren die große liebe gewesen!) auch nicht immer so leicht zu schlucken!

    Seherin, das kann ich gut verstehen, dass das weh tat. Ich glaube das ist oftmals die Problematik bei solchen "warmen Wechseln". (Ohne dass ich das jetzt verurteilen möchte, Liebe ist, was ist ist, und fällt hin, wo sie eben hinfällt).


    Man möchte der Einzige für den Partner sein, er soll eindeutig nur Gefühle für einen selbst haben, bitteschön.


    Bei einem fließenden Übergang ist das leider selten der Fall.


    Da kann die neue Liebe noch so groß sein, meistens sind noch irgendwelche Gefühle für den alten Partner da, und das zu hören tut weh.


    Und es ist ja tatsächlich so: Jeder der schon mehrere längere Partnerschaften hinter sich hat, wird bestätigen können: Es passt niemals ALLES perfekt mit einem Partner, zumindest nach der ersten Rosaroten Verliebtheitsphase. Und dann erinnert man sich vielleicht an den Ex oder den Exex mit dem dieses oder jenes einfacher war oder besser oder unkomplizierter als in der neuen Beziehung. Das dafür ganz andere, wesentliche Aspekte der alten Beziehung nicht mehr gepasst haben, vergisst man dann gerne mal.


    Sowas darf man fühlen, man darf es auch denken und wenn es gar nicht anders geht vielleicht mit der besten Freundin/Freund mal besprechen.


    Aber dem neuen Partner gegenüber würde ich sowas für mich behalten - tut nur weh und belastet die frische Liebe.


    Der Grund warum die allermeisten Männer niemals ihre Ehefrau für die Geliebte verlassen, während die Mehrheit der Frauen nach einer längere Affäre ihren Mann für den neuen Partner verlässt ist der: Männer haben oft durch eine Scheidung viel mehr zu verlieren. Oft haben sie wenig enge Freunde, die Ehefrau war, bevor es die Geliebte gab, die einzige enge Bezugsperson. Durch die Scheidung verlieren sie die Kinder, die enge Bezugsperson, das Haus, das soziale Umfeld, eine Menge Geld. Da denken dann die meisten Männer trotz großer Verliebtheit irgendwann doch rational und stellen fest, dass die Scheidung den Ärger nicht wert ist.


    Das ändert sich meistens, wenn die Ehefrauen die ganze Wahrheit (Liebe zu einer anderen Frau) wissen - dann ist die Stimmung oft so im Eimer das nichts mehr zu kitten ist. Würde mich mal interessieren, wie viele geschiedene Männer diesen Schritt im nachhinein bitter bereuen.


    Aber dass ist Off Topic.

    Zitat

    Bei einem fließenden Übergang ist das leider selten der Fall.


    Da kann die neue Liebe noch so groß sein

    unsere liebe war nicht so ganz neu und der übergang floss fast 15 jahre - aber das ist eine ganz andere geschichte ;-)

    ich möchte dazusagen, dass dieser satz "ich kann ja nicht mal mehr zurückgehen, weils schon viel zu weit gekommen ist" auf das finanzielle bezogen war.


    damit meinte er, dass er nicht mehr auf die ursprüngliche forderung, die seine ex an ihn hatte, zurückgehen kann, weil das dann wie ein schuldeingeständnis ("ich geb dir das, was du willst, hauptsache, du versuchst nicht, mich in den dreck zu ziehen") wirken könnte und das geht max total gegen den strich.


    aber dennoch ists natürlich sicher ab und zu so, dass max so dermaßen überfordert ist, dass er sich möglicherweise den alten status quo, wo noch alles dem schein nach halbwegs in ordnung war, zurückwünscht.


    das tut zwar weh, ist aber durchaus verständlich, vor allem - wie sommerkind richtig sagt - wegen dem quasi nahtlosem übergangen aus seiner ehe in eine beziehung mit mir.


    und auch logisch, dass hier noch gefühle im spiel sind, und hier rede ich nicht mal von liebe. gewohnheit, verletzter stolz, schuldgefühle, nostalgie, hier spielen gan viele komponenten noch mit rein.


    ich merk das ja auch selbst bei meiner exbeziehung. in phasen, wo es mit max sehr schwer war, hab auch ich mir schon mal mein altes leben zurückgewünscht und in einer blöden situation hab ich das ja sogar auch mal vor max und anderen leuten so ähnlich gesagt (das war ja dieser streit, woraufhin er sich mal total zurückgezogen hat)


    ach ja, wir bewegen uns halt nach wie vor noch nicht in ruhige(re)m fahrwasser, aber wir haben gottseidank immer noch das steuer in mehr oder weniger fester hand. ;-)