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    Ich würde die Schuld für alles auch nicht bei seiner Frau suchen. Dass sie ihn unter Druck setzt usw.


    Es gehören immer überall 2 dazu.

    natürlich gehören da zwei dazu. er hat ja auch fehler zugegeben. er ist beruflich viel unterwegs und ein geselliger typ, er hat sicher in bestimmten phasen der beziehung frau und kind vernachlässigt. dafür hat er halt finanziell alles getan, damit die beiden es wirklich seeehr sehr annehmlich haben. er spricht auch nie schlecht über sie. er sagt auch, er würde sie niemals einfach so vor die türe setzen (vor allem wegen dem kind) und er ist sehr an einer fairen lösung - für alle - interessiert.


    mit dem "unter druck setzen" ist einfach gemeint, dass sie jetzt nicht mehr zugeben will, dass die trennung ursprünglich von ihr ausging und dass sie ihn betrogen hat und dass sie nun den spieß so dreht, dass er ja die scheidung will und falls er das durchziehen sollte, er bluten muss.

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    das nährt die hoffnung, dass es bei mir beziehungstechnisch nach all diesen doch schweren jahren und jahren der fehlversuche und unsicherheiten doch einmal hinhaut. aber gleichzeitig ist diese hoffnung halt auch gefährlich...

    ohne mut und ein wenig risikobereitschaft geht es wohl in der liebe nicht! ja, es kann passieren, dass sich seine frau ihn zurückholt, ja, es kann passieren, dass ihm alles zuviel wird und er dann lieber in der ehe verharren will, ja, er kann dir das herz brechen... aber er kann auch als deine große liebe mit dir alt und glücklich werden!! und du wirst das nicht rausfinden, wenn du dieses risiko nicht eingehst! mir ist ein leben mit den extremen heiß-kalt lieber, als ein lauwarmes "rumdümpeln".

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    und als ich dann gesagt, habe, er solle sich nicht über mich den kopf zerbrechen, er habe selbst genug probleme

    ;-D das sage ich jetzt auch mal zu dir! versuche im kopf nicht seine probleme zu zerdenken und zu lösen, sondern beackere erst mal deine trennungsbaustelle ;-D

    Er legt doch meiner Meinung nach da ein ziemliches Tempo vor und ich sehe aktuell keine Gründe, warum du dir Sorgen machen brauchst.


    Sieh dem ganzen mal positiv entgegen, es muss nicht immer so negativ laufen, wie man es bei vielen Fällen hier gewohnt ist.

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    Er legt doch meiner Meinung nach da ein ziemliches Tempo vor

    Sehe ich auch so!

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    und ich sehe aktuell keine Gründe, warum du dir Sorgen machen brauchst.

    Ich schon. Ihr habt beide Eure jetzt beginnende mit der vergangenen, langjährigen (und längst nicht verarbeiteten) Beziehung überschneiden lassen. Erst Affäre, und nun sollen binnen weniger Wochen Nägel mit Köpfen gemacht werden, nur um das ganze emotionale Chaos rund um die Trennung vom langjährigen Partner scheinbar leichter betäuben zu können? Wird so mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren.


    Ich würde mich hüten, den neuen Partner unter Erwartungsdruck zu setzen. Sonst ist es schon vorprogrammiert, dass das noch zarte Pflänzchen Liebe dem nicht standhält und jeder von Euch in die alten Gewohnheiten und Muster samt altem Partner zurückfällt, und dann geht der vertraute, aber fatale Kreislauf wieder von Vorne los.

    Hat er sich denn überhaupt schon entschieden, sich scheiden lassen zu wollen, oder zweifelt er noch daran?


    Vielleicht solltet Ihr erstmal einen Gang zurückschalten und Eure eigenen Baustellen getrennt voneinander in Angriff nehmen (Du Deine Wohnung, Er ob Trennung oder nicht).


    Dann kann er sich sortieren, und Du kannst Dich dann entscheiden, ob Du damit umgehen kannst.


    Und ganz nebenbei, es ist auch recht unerheblich, mit was seine Frau ihm alles droht (das sollte ihm aber auch sein Anwalt sagen können), es gibt kein Schuldprinzip mehr bei einer Scheidung. Sie kann fordern, was sie will und ihre Forderungsliste kilometerlang machen, aber ganz egal, wer die Trennung wollte (oder auch wer betrogen hat), sie wird das zugestanden bekommen, was ihr Recht ist. Nur muss dazu das obligatorische Trennungsjahr einfach mal beginnen.


    Er muss sich zumindest entscheiden was er will, und an Deiner Stelle wöllte ich das auch wissen. Das wäre in meinen Augen auch kein Druck, Du hast ja das Recht zu wissen, in welche Richtung Deine Reise gehen soll. Außer, Dir ist der "vorläufige" Affärenstatus egal, dann kannst Du es vielleicht auch noch eine Weile laufen lassen.


    Ob sie ihn bearbeitet oder wieder herumkriegt, das kann nur er wissen und Garantien gibt es im Leben sowieso nicht. Es kann was werden mit Euch, oder nicht, Du vertraust ihm oder eben nicht.

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    Er legt doch meiner Meinung nach da ein ziemliches Tempo vor

    naja, wenn ein Ehepaar in einem Bett schläft, ist es recht schwer, dass dann als "Trennungsjahr" zu betrachten. Und ohne Trennungsjahr ist eine Scheidung auch eher schwierig.....


    https://www.scheidung.org/trennungsjahr/

    Mal aus der anderen Sichtweise:


    Man kann nicht in den Kopf des Mannes schauen. Wenn er mit ihr seit 15 Jahren zusammen ist, und sie eine 14jährige Tochter haben, dann gibt man das nicht so leicht auf.


    Vielleicht wird ihm bewusst, wo er die Trennung ausgesprochen hat, dass es seine Frau ist, ohne die er nicht glücklich werden kann.


    Möchte dir keine Angst machen; aber solange er ihr NICHTS von DIR erzählt, würde ich dem Ganzen sehr kritisch gegenüberstehen.


    Wie soll eure Beziehung denn beginnen? Über mehrere Monate einfach heimlich, ohne seiner Exfrau was davon zu sagen? Das funktioniert doch so nicht...

    Wenn ich ehrlich bin habe ich das Gefühl, dass du dir irgendwie beweisen willst, dass die Trennung von deinem langjährigen Partner kein Fehler war und du dich deswegen so schnell in etwas Neues stürzen möchtest. Vielleicht solltest du dich stattdessen mit dir selbst beschäftigen, auch wenn du das nicht hören möchtest.


    Ob die Beziehung zu deiner neuen Bekanntschaft eine Zukunft haben wird, das zeigt die Zeit. Für mich wäre Geld kein Grund in einer unglücklichen Ehe zu bleiben.

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    wenn ein Ehepaar in einem Bett schläft, ist es recht schwer, dass dann als "Trennungsjahr" zu betrachten. Und ohne Trennungsjahr ist eine Scheidung auch eher schwierig

    Zusammen im Bett ist es vermutlich nicht schwer, sondern unmöglich als Trennungsjahr zu zählen. Speziell wenn einer der beiden Partner sich nicht scheiden lassen will, dann kann es dadurch unendlich rausgezögert werden.


    Und Ohne Trennungsjahr ist eine Scheidung in D nicht nur eher schwierig, sondern nicht vorgesehen.

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    "aber liebes, bei mir, da gehts doch nur ums geld und geld ist nicht wichtig. wichtiger ist, dass du wieder glücklich sein kannst und ich tue, was ich kann, um dich glücklich zu machen."

    :-/ Das sind leider weiter nichts als Worte, denen die konkrete Grundlage fehlt, zumindest im Moment. Da sieht es ganz danach aus, dass es auf eine Affäre hinausläuft und er die Trennung nicht gebacken bekommt.


    Bei solchen vollmundigen Versprechen, die dem Handeln aber quer gegenüber stehen, läuten bei mir die Alarmglocken.


    Das klingt nach einem 20jährigen, ein Mann in seinem Alter muss sehr wohl aufs Geld schauen, da er in aller Regel einen höheren Lebensstandard hat als ein romantischer Jugendlicher, der sich solche Worte leisten kann. Im wahrsten Sinne des Wortes.


    Aber es wurde ja bereits gesagt, ihr Forderungskatalog ist reichlich unerheblich, warte mal ab, was sein Anwalt dazu sagt.

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    Bei solchen vollmundigen Versprechen, die dem Handeln aber quer gegenüber stehen, läuten bei mir die Alarmglocken.

    Es muss ja nichtmal boshaft von ihm sein, oder dass er die TE absichtlich täuschen will.


    Zu einer Trennung gehört so extrem viel. Es steht für ihn so viel auf dem Spiel. Ich vermute er hat einfach noch nicht den Mut, zu seiner neuen Freundin zu stehen.

    @ DieKruemi

    Sorry, dieser feine Zynismus kam bei mir nicht an, konnte auch den Link nicht ansehen. ;-)


    Das war mir nur zu vorsichtig formuliert, daher kam ich bisschen direkter um die Ecke. Ist eben ein ziemlich wichtiger Punkt bei einer Scheidung.


    Er muss sich ja auch nicht "zu seiner Freundin stehen", ich wüsste zumindest nicht in welchem Zusammenhang. Aber er sollte sich ihr gegenüber positionieren, nach all den Líppenbekenntnissen. Entweder er will die Scheidung, dann wäre der erste Schritt (Trennungsjahr) zu gehen, oder er will sie nicht, dann muss er das der TE sagen, damit sie sich entscheiden kann, wo ihre Schmerzgrenze ist oder er weiß es nicht, dann muss er das eben auch zugeben.

    Es ist für deinen "Neuen" noch viel zu früh, sich schon über eine Scheidung Gedanken zu machen - das kann er frühestens in einem Jahr, wenn das Trennungsjahr abgelaufen ist. Solange er zuhause wohnt, hat das noch nicht mal begonnen. Ich würde an deiner Stelle von ihm erwarten, dass er so schnell wie möglich zu Hause auszieht. Alles andere, die Finanzen, was wird mit dem Haus - das kann man später regeln, wenn die Trennung "fix" ist und sich die Gemüter wieder beruhigt haben.


    Ausziehen ist jetzt wichtig, alles andere nicht!