Ja liebe leute, es gibt neuigkeiten und ich würde mich über euren rat sehr freuen. @:) *:)


    Wir haben seit gestern einen mitbewohner. Eine mitbewohnerIN, ums genau zu nehmen.


    Es ist – tataaaa – sandra! :-o


    Und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.


    Ich zerbreche mir schon wieder den kopf über tausend mögliche szenarien, dabei ist sie doch erst seit gestern hier. %:|


    ~~~


    Aber mal alles der reihe nach:


    Wie ihr ja wisst, hat sich der kontakt zwischen sandra und max nach unserem gemeinsamen urlaub, in dem alles super war, abrupt reduziert. Er hatte sie alle paar tage mal am telefon, aber meistens auch nur dann, wenn sie wohin chauffiert werden wollte.


    Wir hatten uns aber alle irgendwie damit arrangiert, max war froh, dass der kontakt zu sandra nicht ganz abbrach, ich war ehrlich gesagt auch nicht unfroh, weil so das risiko, zwischen die fronten zu geraten, relativ gering war.


    ~~~


    Nun denn, letzte woche kam sandra dann plötzlich nach monaten mal wieder bei uns vorbei.


    Sie hatte auf einem bekannten online-verkaufsportal schuhe gesehen. ;-D ;-D


    Wie auch immer, die schuhe wurden bestellt und wir verbrachten darüber hinaus aber einige nette stunden, haben uno gespielt und zusammen gegessen. War echt fein. :)^


    Dies wiederholte sich dann im laufe der letzten tage ein paar mal. Sandra kam vorbei, natürlich nicht, ohne zu erwähnen, dass ihr handy kaputt sei und dass sie für ihr neues moped (das sie noch nicht hat) natürlich auch unbedingt einen helm bräuchte ]:D , aber es war ok. Ich kann mich ja zum glück noch gut erinnern, wie ich als 15-jährige war. ;-)


    Gestern nachmittag, ich lag mit noch angeschlagen nach einem magen-darm-virus zuhause, max war beruflich unterwegs, rief max mich an: Sandra hätte ihn völlig aufgelöst angerufen, sie hätte mit ihrer mutter so gestritten, ihr sei das alles zu viel, sie könne nicht mehr und wolle nun zu papa ziehen. Sie hätte ihre koffer schon gepackt und würde wohl bald vor der türe stehen, ob ich eh zuhause sei. Er könne erst später heimkommen.


    :-o


    Ich war ein bisschen perplex, aber ok, solche streits mit muttern kenn ich ja aus meiner eigenen pubertät, nur konnte ich halt nirgendwo anders hingehen, wenngleich ich es oft angedroht habe. :_D


    Kurz später dann hat mich auch sandra angerufen, total verheult, ob ich schon wisse, was passiert sei und ob sie kommen dürfe.


    Keine 5 minuten darauf stand sie mit sack und pack vor der wohngstüre.


    Ich hab sie erstmal hereingelassen, ihr was zu trinken gemacht und sie beruhigt.


    ~~~


    Soweit sie es mir erzählt hat, war es meiner meinung nach ein typischer streit, der so in jeder familie mal vorkommen kann:


    sandra hat nach geld gefragt, mama hat geschimpft, warum das taschengeld schon aufgebraucht ist und ihr den ausgang verboten. Und so weiter und so fort, bis das ganze halt eben eskalierte und tochter wutentbrannt schrie, dass sie zu papa ginge und muttern wutentbrannt geantwortet hat, dass dies wohl die beste idee sei.


    Danach hat sandra ihre sachen gepackt und als sie gehen wollte, kam heidi nochmal auf sie zu und wollte sich ordentlich verabschieden, weil sie nicht im streit mit ihrer tochter auseinander gehen wollte.


    Jo, that's it.


    ~~~


    Und seitdem hab ich kopfkino ohne ende.


    Den nachmittag/abend haben wir gut rumbekommen. Ich hab lange mit sandra geredet und ihr auch gesagt, dass ihre mama nur ihr bestes will und dass es zwischen meiner mama und mir auch manchmal gewaltig gekracht hat. Und dass ich weiß, dass ihre mama sie lieb hat und ich mir sicher bin, dass sich das wieder einrenken wird.


    Danach hab ich sie zu einer freundin gebracht, wo sie dann ein paar stunden mal runterkommen konnte.


    Max, der dann zwischenzeitlich heimkam, hat sie dann um halb 9 von dort wieder abgeholt und wir haben den restlichen abend gemeinsam auf der couch verbracht. Soweit, so gut.


    Ich weiß nur jetzt schon nicht, wie lange ich das kann. %:|


    Es ist, als wäre mir der rückzugsort für mich und für max und mich genommen worden. Dabei ist sandra doch erst einen tag hier und es ist ja noch nicht mal klar, wie lange sie bleiben wird. ":/


    Dennoch stresst mich die situation. Sandra ist mir im grunde ja fremd. Die paar male vor dem urlaub und im urlaub konnten noch nicht die vertrautheit und intimität schaffen, die aber meiner meinung nach vonnöten sind, um als patchwork-familie zu funktionieren. Ich kann nicht einfach ich selbst sein, wenn sie da ist. ich bin unbewusst angespannt, will ihr nicht auf die nerven fallen, will aber auch nicht uninteressiert wirken. Es fühlt sich wie ein ständiger drahtseilakt an. Dabei will ich zuhause einfach nur meine ruhe haben... :-X


    Ich weiß, sandra kann nichts dafür und ich wusste, worauf ich mich einlasse. Max gibt es eben nur mit sandra und mir hätte klar sein sollen, dass es sein kann, dass sandra mal für eine weile zu uns kommt, wenn bei mama zuhause dicke luft herrscht.


    Und eigentlich sollte das alles kein problem sein. Eigentlich. Ich fühle mich nur jetzt schon so, als hätte man mir meinen raum zum atmen genommen.


    Noch geht es, klar, und ich weiß auch, dass ich das locker ein weilchen aushalte. Aber dann? Was ist, wenn sie bleiben will? :-o


    ~~~


    Und noch so ein gedanke, der mir durch den kopf geht (und jaaaa, ihr könnt mir danach selbigen auch gerne wieder waschen, weil ich mir keine gedanken über die motive der ex machen sollte! ;-) ):


    Vielleicht ist es heidi ja insgeheim sogar egal, dass sandra zu uns kommt, weil sie (zu recht) vermutet, dass das unsere beziehung belasten könnte…. :-X X- :-X


    Versteht mich nicht falsch, ich bin mir sicher, dass das nicht der plan von heidi war, aber eventuell ist ihr dieser gedankengang nicht so fremd….. :=o


    versteht ihr, wie ich meine?


    So, und da meine mädels alle mit kindererplanung und –erziehung beschäftigt sind und wir nur momentan nur sporadisch per whatsapp verbunden sind, müsst ihr herhalten. X- :)_


    Schimpft mich, bremst mich ein bisschen ein, was auch immer. Ich sage jetzt schon danke für eure antworten. @:) @:) @:)

    Du hast echt Talent, alles zu dramatisieren...


    Max hat eine Tochter, das weißt Du schon immer, und nun ist sie halt mal da. Dass Du keinen kinderlosen Single geangelt hast, ist Dir klar, nun jammer nicht rum. Überlegungen, was Heidi damit wollen könnte, bringen keinen weiter, ignorier das. Arrangiere Dich mit Sandra und gut ist. Offenbar ist Euer Verhältnis ja gut und herzlich, was will man mehr. Da kenn ich weit schlimmere Beispiele. Sich vom Kind des Partners gestört zu fühlen.. Ja mei, so ist das mit Kindern. Die Privatsphäre zu zweit wird eingeengt. Das findet sich, indem man sich zeitlich und räumlich sortiert. Mit 15 wird sie weder in Eurem Bett schlafen wollen noch mit Euch spazieren gehen wollen. Meist leben Teenager doch in ihrem Zimmer und gehen allen aus dem Weg.


    Als 15jährige in der Pubertät ist sie dabei, sich von den Eltern abzunabeln. Das braucht den Streit, die Reibereien, anders lässt sich eine so innige Bindung kaum lösen. Bereite Dich darauf vor, das auch Max das noch bevorsteht. Dir vermutlich nicht, Du bist da fein raus.

    Okay im Endeffekt lese ich genau ein Wort aus dem ganzen beitrag raus: Geld. Im Endeffekt habt ihr beide bzw. dein freund diese Entwicklung, also das sie jetzt erstmal bei euch wohnt wenn nicht verursacht, dann doch begünstigt. Ihr habt ihr das gegeben, was ihre Mutter ihr nicht mehr einfach so gegeben hat. Die logische Folge ist, dass sie dahin geht wo sie mehr davon bekommt, klassisches rational choice Abwägung.


    Faktisch habt ihr auch irgendwie die Erziehung ihrer Mutter, zu lernen mit dem tschengeld auszukommen, untergraben. Hätte sie nicht euch als erfolgreich getesteten Backup Plan gehabt, wäre diese Eskalationd es Streits vielleicht gar nicht passiert, also wenn sie gewußt hätte, das sihr ihr auch nicht einfach Geld gebt.


    Jetzt wird die zukünftige Entwickilung spannend: versucht dein Freund sie unter allen Umständen bei euch zu behalten und ist dafür bereit dauerhaft tiefer in die Tasche zu greifen? Und lässt sich ihre Mutter auch auf das Spiel ein, so dass es darauf hinausläuft, dass beide Seiten versuchen sie finanziell zu ködern und sie beide Seiten gegeneinander ausspielen kann?


    Also ist dein freund sich im Klaren darüber wie der Hase läuft oder denkt er sie wäre bei euch, weil sie sie ihn plötzlich einfach toll findet?


    Zu deinen Problem: Solltest du sie nicht dauerhaft da haben wollen gibt es ein einfaches Rezept finde ich, sprich sie bekommt genausoviel Taschengeld wie bei ihrer Mutter (Natürlich nur, wenn ihre Mutter ihr dan keines mehr zahlt) und ansonsten gibt es keine Extrazahlungen wie in den letzten Tagen. ich schätze mal, dass sie dann sehr schnell wieder weg ist.

    Zitat

    Du hast echt Talent, alles zu dramatisieren...

    du bist jetzt echt der erste, der mir das nachsagt. ]:D ;-) X-
    ~~~


    ach herrje, ja mag sein, dass ich eine dramaqueen bin, aber glaub mir, das bin ich manchmal gar nicht gern!!


    ich fühl eben so und im ersten moment erscheinen mir neue, unangenehme situationen immer als unüberwindbares hindernis als katastrophe und gerade deswegen tut es mir dann immer gut, mich mit anderen auszutauschen, die mich wieder ein bisschen auf den boden bringen.


    also danke dir für deine unaufgeregten worte! @:) :)_

    Zitat

    Okay im Endeffekt lese ich genau ein Wort aus dem ganzen beitrag raus: Geld. Im Endeffekt habt ihr beide bzw. dein freund diese Entwicklung, also das sie jetzt erstmal bei euch wohnt wenn nicht verursacht, dann doch begünstigt. Ihr habt ihr das gegeben, was ihre Mutter ihr nicht mehr einfach so gegeben hat. Die logische Folge ist, dass sie dahin geht wo sie mehr davon bekommt, klassisches rational choice Abwägung.

    soweit muss ich dir (leider) zustimmen.


    bei sandra geht es viel um geld und wo das herkommt, ist wahrscheinlich auf der hand liegend. :-X


    und auch max ist nicht immer konsequent, wenn sandra daherkommt und geld will. er nimmt es sich vor, er versucht es, er ist aber auch schon manches mal gescheitert.


    mehr als ihn sanft darauf hinweisen kann ich aber nicht. :-(


    er will halt seine tochter nicht verlieren und dabei kann eben manches mal der ein oder andere euro unterstützend wirken. :-X


    aber: max ködert sandra nicht mit geld! er kauft ihr keine teuren geschenke, er gibt ihr maximal hin und wieder mal einen fünfer, damit sie sich - wie sie als argument sagt ;-) - eine jause kaufen kann.

    Zitat

    Faktisch habt ihr auch irgendwie die Erziehung ihrer Mutter, zu lernen mit dem tschengeld auszukommen, untergraben. Hätte sie nicht euch als erfolgreich getesteten Backup Plan gehabt, wäre diese Eskalationd es Streits vielleicht gar nicht passiert, also wenn sie gewußt hätte, das sihr ihr auch nicht einfach Geld gebt.

    das hast du vielleicht falsch interpretiert: wir bzw max haben ihr das geld nicht gegeben.


    das war kein thema mehr, als sie zu uns nachhause kam.


    aber klar haben wir ihr was zum abendessen gekauft und auch eine jause für die schule heute.

    Zitat

    Jetzt wird die zukünftige Entwickilung spannend: versucht dein Freund sie unter allen Umständen bei euch zu behalten und ist dafür bereit dauerhaft tiefer in die Tasche zu greifen? Und lässt sich ihre Mutter auch auf das Spiel ein, so dass es darauf hinausläuft, dass beide Seiten versuchen sie finanziell zu ködern und sie beide Seiten gegeneinander ausspielen kann?

    ja, du formulierst das relativ hart, aber dennoch vermutlich treffend.

    Zitat

    Also ist dein freund sich im Klaren darüber wie der Hase läuft oder denkt er sie wäre bei euch, weil sie sie ihn plötzlich einfach toll findet?

    auf der nudelsuppe dahergeschwommen ist mein freund ja nun auch nicht. ;-)


    aber man darf davon ausgehen, dass sandra ihren papa lieb hat und das sicher nicht nur wegen dem geld. dass sie dennoch versucht, herauszuholen, was geht, steht auf einem anderen blatt. :-X

    Zitat

    Vielleicht ist es heidi ja insgeheim sogar egal, dass sandra zu uns kommt, weil sie (zu recht) vermutet, dass das unsere beziehung belasten könnte…. :-X X- :-X


    Versteht mich nicht falsch, ich bin mir sicher, dass das nicht der plan von heidi war, aber eventuell ist ihr dieser gedankengang nicht so fremd….. :=o


    versteht ihr, wie ich meine?

    Ich verstehe sehr gut, was du meinst und der Gedanke kam mir vorhin ehrlich gesagt auch. Trotzdem, versuch erst mal die Füße etwas still zu halten. Manche Probleme lösen sich von ganz allein ;-D

    Zitat

    Solltest du sie nicht dauerhaft da haben wollen gibt es ein einfaches Rezept finde ich, sprich sie bekommt genausoviel Taschengeld wie bei ihrer Mutter (Natürlich nur, wenn ihre Mutter ihr dan keines mehr zahlt) und ansonsten gibt es keine Extrazahlungen wie in den letzten Tagen. ich schätze mal, dass sie dann sehr schnell wieder weg ist.

    Das würde ich auch so handhaben. Nur nicht zu viel verwöhnen das Mädchen ;-D

    Liebe Alias, irgendwie habe ich sowas kommen sehen. Dabei ist de Tochter ja schon 15, also wahrlich nicht mehr klein.


    Du fühlst dich daheim nicht wohl, wenn die Tochter da ist, weil sie dir fremd ist und sie und dein "Reich" eindringt. Das geht sehr vielen Stiefmüttern so. Allerdings ist es auch Sandras Reich, weil sie zuerst dort gewohnt hat (früher).


    Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als deine Grenzen auszutesten und dann ehrlich zu kommunizieren. Wie viel Nähe hältst du aus zu ihr? Ist es ok wenn sie dauerhaft bei euch wohnt oder nur 2 Tage pro Woche?


    Ihr seid kein klassisches Paar sondern ein Patchwork-Konstrukt, da muss man immer Kompromisse machen und jeder muss ein bisschen zurück stecken.


    Was will Sandra? Dauerhaft bei euch leben? Was will Max? Was willst du? Womit kannst du leben?


    Da muss verhandelt werden - sonst gehst du vor die Hunde. Es nützt niemandem was wenn du jetzt Zuhause leise in dich rein leidest und dich hier täglich ausweinst.


    Ich würde in Ruhe mit Max drüber reden: Möchte er das Sandra dauerhaft bei euch bleibt? Kann er verstehen dass dir das Sorgen macht?

    Zitat

    p.s. die schuhe, die bestellt wurden, hat sandra als geburtstaggeschenk von max bekommen. wir haben sie ihr also nicht geschenkt.

    ahahahahaha, sorry, gerade gemerkt, wie dämlich dieser satz ist. X- X- X-
    also, ja, max hat ihr die schuhe sehr wohl geschenkt, aber zu einem anlass - eben ihrem bevorstehenden geburtstag nächste woche - und nicht einfach nur so, um die tochter damit zu "ködern".


    SO wollte ich das eigentlich formulieren. ;-D

    Zitat

    Was will Sandra? Dauerhaft bei euch leben? Was will Max? Was willst du? Womit kannst du leben?

    Also, ich glaube eh auch nicht, dass sandra dauerhaft bei uns bleibt.


    Sie hat ja in der neuen wohnung auch ein neues zimmer bekommen, das sie nach ihrem geschmack gestalten konnte und ich vermute mal schon, dass sie wieder dahin zurück will.


    Allerdings - und das könnte eventuell auch ein grund sein, weshalb heidi so gar nicht sauer war, dass sandra ihre sachen packt und zu uns kommt - hat mama eben kein eigenes zimmer, sie schäft im wohnzimmer auf der couch. Möglicherweise gibt es ja mittlerweile einen neuen freund oder zumindest einen lover in ihrem leben und sie möchte (verständlicherweise) mit dem mal alleine sein?!


    Wie auch immer, das führt ja nun schon wieder zu weit, es ging ja nur darum, was sandra möchte und ich denke, sie würde wieder zurückwollen, sobald sich die situation mit ihrer mama beruhigt hat.


    Was max will? Ja, keine ahnung, darüber konnten wir noch nicht sprechen.


    Vor dem urlaub, und als sandra da doch einige male pro woche den ganzen abend bei uns war - das ist ja allerdings schon einige monate her - hat er schon mal gemeint, dass es ok sei, wenn sie nicht ständig bei uns picken würde, da wir ja auch noch zeit für uns haben möchten. wie er das allerdings jetzt sieht, weiß ich nicht.


    ich weiß lediglich, dass, wenn sandra den wunsch äußern würde, dauerhaft bei uns zu bleiben, ihr diesen sicherlich nicht verwehren würde. für das liebt er sie einfach zu sehr.


    Ja, und ich? Ich würde mir wünschen, dass sie sich wieder mit Mama versteht, dort ihr fixes zuhause hat und uns natürlich besuchen kommen kann, wie sie möchte, gerne auch mal mit übernachtung, aber halt nicht für immer. :=o

    Zitat

    Da muss verhandelt werden - sonst gehst du vor die Hunde. Es nützt niemandem was wenn du jetzt Zuhause leise in dich rein leidest und dich hier täglich ausweinst.


    Ich würde in Ruhe mit Max drüber reden: Möchte er das Sandra dauerhaft bei euch bleibt? Kann er verstehen dass dir das Sorgen macht?

    prinzpiell hast du recht, das gehört ausgeredet.


    aber ich halte es jetzt noch für zu früh, ich will ja nicht schlafende hunde wecken.


    möglicherweise versöhnen sich mama und tochter ja in ein paar tagen wieder und sandra räumt gerne und freiwillig das feld, dann muss ich ja nicht vorher ein fass aufmachen.


    ich warte jetzt erstmal ein paar tage ab............

    Einem Kind mit getrennten Eltern kann man eigentlich nur von Herzen wünschen, dass es sich bei beiden Elternteilen nach wie vor so gut aufgehoben fühlt, dass es sich dort zu Hause fühlt. Das Kind ist also idealerweise nicht hier zu Hause und da nur zu Besuch sondern hat zwei zu Hause, zwischen denen es in Absprache mit den Eltern hin und her pendelt. Jetzt ist das mit der Absprache nicht immer einfach, wenn sich Eltern im Streit trennen, aber das darf man bitteschön nicht dem Kind anlasten.


    Als Vater von zwei Kindern finde ich den Gedanken befremdlich, dass meine neue Freundin sich wünschen würde, das Kind würde bei der Mutter wohnen und bei mir nur zu Besuch kommen. Bei allem verständlichen Wunsch nach Privatsphäre für euch zwei. Versuch nicht, es dahin zu treiben, dass Max das latente Gefühl bekommt, sich zwischen Euch zwei entscheiden zu müssen. Das Spiel kennt nur Verlierer.

    Zitat

    Als Vater von zwei Kindern finde ich den Gedanken befremdlich, dass meine neue Freundin sich wünschen würde, das Kind würde bei der Mutter wohnen und bei mir nur zu Besuch kommen. Bei allem verständlichen Wunsch nach Privatsphäre für euch zwei. Versuch nicht, es dahin zu treiben, dass Max das latente Gefühl bekommt, sich zwischen Euch zwei entscheiden zu müssen. Das Spiel kennt nur Verlierer.

    Weißt du ich kann das verstehen, das Väter so denken und fühlen, und ich sehe es als neutrale Außenstehende ebenso: Kinder gehören zu den Eltern und sollten sich bei beiden Elternteilen wohl fühlen dürfen und "Kind sein" dürfen.


    Wenn man allerdings selbst mal betroffen war, dann sieht man das ganze sehr viel differenzierter: Da ist ein für dich fremder Mensch mit im Haus, der sich zu dir auf die Couch setzt, im Nachbarzimmer schläft, Bedürfnisse hat, keine Rücksicht nimmt (den das tun Kinder nunmal selten). Das würde die allermeisten Menschen auf Dauer stören.


    Ich kenne ein paar geschiedene Männer, die genau wie du empört darüber waren, dass eine neue Frau an ihrer Seite auch nur das leiseste Gefühl der Genervtheit dem eigenen Kind gegenüber gespürt haben. Dann waren sie selbst in der Situation, plötzlich Stiefvater zu sein, und konnten es verstehen. Kinder sind oft anstrengend. Wenn es dein eigenes Fleisch und Blut ist, kannst du das gut vernknusten,sie lächeln dich einmal an und du vergibst ihnen alles.


    Wenn es Kinder anderer Leute sind, selbst die des Partners, ist das etwas völlig anderes. Gerade dann, wenn dir vielleicht von Seiten der Kinder sogar Ablehnung entgegen schlägt, wie es oft anfangs der Fall ist. Da muss man ein dickes Fell haben, das auszuhalten.


    Diese radikale Einstellung, die viele geschiedene Männer haben, man möge doch bitte ihre Kinder lieben, wie sie selbst sie lieben, führt dazu, dass viele "neue Partnerinnen" sich Verbiegen bis zum Gehtnichtmehr, über ihre wahren Gefühle den Kindern gegenüber lügen, so tun als ob es ihnen nichts ausmacht, und sich dann bei Freundinnen oder im Internet ausheulen. Es muss auch gesagt werden dürfen, wenn einen etwas im Zusammenleben stört. Auch dann, wenn es gegen die geliebten Kinder geht.


    Im besten Fall kann man das dann klären, im schlechtesten Fall funktioniert die Partnerschaft dann halt nicht.


    Ich wünsche mir hier mehr Verständnis für die Gefühle von Frauen wie Alias, die völlig natürlich sind. Es liegt in der Natur der Sache (Kinder die nicht die eigenen sind), dass man ihnen gegenüber nicht die selbe Frustrations-Toleranz hat wie eigenen Kindern, es sei denn man hat sie als ganz kleines Kind kennen gelernt und quasi "adoptiert". Davon kann bei einer 15-jährigen kaum die Rede sein.

    Zitat

    Versuch nicht, es dahin zu treiben, dass Max das latente Gefühl bekommt, sich zwischen Euch zwei entscheiden zu müssen. Das Spiel kennt nur Verlierer.

    Richtig, aber Alias sollte auch nicht das Gefühl haben, sie dürfe ihre Gefühle Max gegenüber nicht zeigen, weil sie unnatürlich wären. Er muss sich nicht entscheiden zwischen den beiden, aber er muss Alias Bedürfnisse auch ernst nehmen, sonst ist es keine Partnerschaft auf Augenhöhe, kein Geben und Nehmen.

    Oh, es liegt mir fern, Alias ihre Gefühle auszureden. Ich bin oft genug von meinen eigenen Kindern genervt, das Verständnis ist durchaus da. Aber was hilft es. Man braucht vom neuen Partner nicht verlangen, die Kinder zu lieben. Das kann man eh nicht erzwingen, es ist ein großes Glück, wenn das sich tatsächlich so ergeben sollte. Aber man sollte, denke ich, versuchen, sein Glück mit dem neuen Partner so zu planen, dass das Kind in dieser Planung berücksichtigt ist. Das bedeutet, dass man beim leben zu dritt sich die Freiräume schafft, wie gesagt, zeitlich und räumlich. Darauf zu hoffen, das Kind würde irgendwann wieder ausziehen ist m.E. der falsche Weg.

    hallo ihr lieben!


    ich hab es vielleicht falsch formuliert beziehungsweise ist diese aussage in meinem ersten gefühlchaos entstanden, dass ich am liebsten hätte, dass sandra wieder auszieht.


    mir ist bewusst, dass sandra sogar mehr daseinsberechtigung in der wohnung ihres vaters hat als ich, schließlich ist es das leibliche kind und hat bereits 14 jahre in dieser wohnung gelebt. ich bin weder mit meinem partner verheiratet, noch sonstwas und lebe erst seit ein paar monaten in seiner wohnung.


    und ich will max auf keinen fall das gefühl geben, dass sandra nicht erwünscht ist, erstens weil ich sowieso weiß, dass der schuss nach hinten losgehen würde und zweitens, weil es einfach nicht fair wäre.


    wie bereits richtigerweise erwähnt: ich habe mich bewusst für einen "gebrauchten" mann entschieden und dies mit allen konsequenzen, die da möglicherweise noch auf mich zukommen.


    klar wäre auch eine solche lösung wie ralph sagt durchaus machbar:


    Sich beim leben zu dritt sich Freiräume schaffen, zeitlich und räumlich.


    das wäre natürlich das optimalste für alle - aber so leicht lässt sich das eben nicht umsetzen.


    das, was sommerkind schreibt, finde ich absolut zutreffend, deshalb zitiere ich es eins zu eins:

    Zitat

    Da ist ein für dich fremder Mensch mit im Haus, der sich zu dir auf die Couch setzt, im Nachbarzimmer schläft, Bedürfnisse hat

    Zitat

    Diese radikale Einstellung, die viele geschiedene Männer haben, man möge doch bitte ihre Kinder lieben, wie sie selbst sie lieben, führt dazu, dass viele "neue Partnerinnen" sich Verbiegen bis zum Gehtnichtmehr, über ihre wahren Gefühle den Kindern gegenüber lügen, so tun als ob es ihnen nichts ausmacht, und sich dann bei Freundinnen oder im Internet ausheulen. Es muss auch gesagt werden dürfen, wenn einen etwas im Zusammenleben stört. Auch dann, wenn es gegen die geliebten Kinder geht.

    Zitat

    Ich wünsche mir hier mehr Verständnis für die Gefühle von Frauen wie Alias, die völlig natürlich sind. Es liegt in der Natur der Sache (Kinder die nicht die eigenen sind), dass man ihnen gegenüber nicht die selbe Frustrations-Toleranz hat wie eigenen Kindern, es sei denn man hat sie als ganz kleines Kind kennen gelernt und quasi "adoptiert". Davon kann bei einer 15-jährigen kaum die Rede sein.

    ja, ich wünsche mir auch verständnis. in erster linie von max natürlich. aber eine seiner sagen wir mal weniger positiven eigenschaften ist jene, dass er selten über den tellerrand blickt. ;-)


    er sieht sich, seine probleme und versetzt sich kaum in die lage des anderen. nicht nur bei mir, sondern generell.


    wenn man ihn vorsichtig mit der nase draufstößt, kann das durchaus unterschiedliche reaktionen hervorrufen.


    von bestürzung, nicht mit mehr weitblick gedacht zu haben bis hin zu empörtem wutschnauben darob, dass der arme kerl nicht verstanden wird, ist alles drin. ;-)


    ich bin mir sicher, in der aktuellen situation denkt er (noch) nicht daran, wie es mir damit geht oder auf dauer gehen könnte.


    allerdings ist er bei diesem thema doch recht sensibilisiert und ich hoffe mal, dass er schon verständnis zeigt, wenn ich mit ihm darüber spreche.

    Nur keine Panik, das wird schon. Wie gesagt, sie ist ein Teenager, sie braucht schon für sich selber Privatsphäre und wird nicht dauernd Euch auf der Pelle hocken.


    Ich weiß noch wie das bei mir war. Früher hieß es mal - "geh doch mal in Dein Zimmer spielen und breite nicht immer alles im Wohnzimmer aus". Später hieß es dann - "komm doch mal aus Deinem Zimmer raus, man sieht Dich ja gar nicht mehr". Irgendwann ziehen die Kinder aus und man vermisst sie...