Kann eine Affäre die Beziehung besser machen?

    das klingt wohl komisch. ich versuche mal, es zu erklären. in meiner beziehung läuft es seit jahren so, dass er sich immer wieder von mir zurückzieht, nicht reden will, seine probleme mit sich selbst ausmachen will. er liebt mich, aber er hat regelmäßig seine laungen, die er mir meistens nicht erklärt. ich liebe ihn, aber ich fühle mich oft alleine. wenn wir keine kinder hätten, hätte ich mich schon getrennt. das habe ich ihm auch gesagt. aber wir haben eben kinder, ein haus zusammen etc. wir lieben uns schon, aber ich bin immer wieder unglücklich. das habe ich auch wiederholt gesagt und versucht, ihn dazu zu bringen, sich mir zu öffnen. mittlerweile habe ich resigniert.


    nun habe ich kürzlich einen mann kennengelernt, der ganz anders ist. wir fühlen uns stark voneinander angezogen. wir haben noch nicht mteinander geschlafen, aber eigentlich wollen wir es beide. er weiß, dass ich verheiratet bin etc.


    seit ich ihn kenne, habe ich sehr gute laune. es hat mir unglaublich gut getan, dass jemand sich so für mich interessiert hat. er hört mir zu, er ist besorgt um mich. ich bin nicht verliebt, ich will meinen mann auch nicht für ihn verlassen, aber es ist so ein schönes gefüh, dass es jemanden gibt, der mich so viel wärme entgegenbringt.


    am liebsten würde ich mich weiter mit ihm treffen, selten, damit es nicht auffliegt, um kraft zu tanken.


    seit ich ihn kenne, habe ich bessere laune und erwarte weniger von meinem mann. dadurch läuft es besser zwischen uns. ich bin nicht mehr so enttäuscht.


    ich fühle mich außerstande, unsere ehe zu beenden, wegen der kinder. ich würde mich zu egoistisch fühlen. so schlecht läuft es ja auch nicht. ich denke, ich muss mind. noch ein paar jahre durchhalten, bis sie größer sind.


    haltet ihr es denn für möglich, dass sowas funktioniert?

  • 123 Antworten

    Das was du zur Zeit erlebst ist ein körperlicher, in sich geschlossener Chemieunfall. Viel Dopamin, wenig Serotonin. Ein verzerrter Hormonmix aus vielen, teuflischen Anteilen. Ausgeschüttet vom Hypothalamus, der wichtigsten Hormonquelle des Gehirns, wirkt Dopamin vor allem im limbischen System und verzerrt zu Gunsten des Triebes die Realitäten. Ist dieser diabolische Mix erst einmal aufgebraucht, dann kommt die Ernüchterung...

    Ich persönlich halte es nicht für möglich.


    Habe so das Gefühl, dass ihr ein großes Kommunikationsproblem habt. Es kann doch nicht sein, dass er auf deine Fragen gar nicht reagiert. Hast du denn nie deine Bedenken und Wünsche vernünftig äußern können und darauf eine Reaktion erhalten?


    Weiß dein Mann von dem Anderen?


    Egoistisch finde ich eher, dass du dich mit einem Anderen 'vergnügst'.


    Wenn du schreibst, dass wenn die Kinder nicht wären, hättest du schon Schluss gemacht, dann zeigt das doch, dass dir nichts mehr an der (Liebes-)Beziehung liegt.


    Ich werd nie verstehen, warum man eine Beziehung wegen der Kinder aufrecht erhält (meine Eltern haben sich übrigens getrennt als ich 5 war und ich habe noch viele Erinnerungen daran). Auch Kinder haben ein Gespür dafür, ob es zwischen Mama und Papa harmonisch läuft oder nicht. Eine VERNÜNFTIGE Trennung ist für alle Beteiligten in so einem Fall das beste - und ehrlichste.

    Zitat

    ich fühle mich außerstande, unsere ehe zu beenden, wegen der kinder. ich würde mich zu egoistisch fühlen. so schlecht läuft es ja auch nicht. ich denke, ich muss mind. noch ein paar jahre durchhalten, bis sie größer sind.

    Und dann?


    Ist das so ein heimlicher und langfristiger Schlussmach-Plan, auf den du dich in aller Ruhe vorbereiten kannst, während dein Parter nichts ahnt? Fände ich ziemlich arschig. :-(

    natürlich bst du verliebt, du gestehst es dir nur nich ein. is ja auch blöd, wenn es an DIR liegt, daß deine ehe scheitert


    und nein, es is nich förderlich. wie willst du dich deinem mann öffnen, wenn du im herzen an wem anders hängst?


    und: würdest du es auch ok finden, wenn es andersrum so wär?

    Mir stellt sich genau die Frage, die Comran gestellt hat: was ist anders, wenn sie älter sind, dass du dich dann trennen kannst? Mal ketzerisch gefragt: Wie alt müssen Kinder sein, damit man sich trennen kann?


    Ich glaube auch nicht, dass es irgendwas besser macht. Es macht es für dich nur erträglicher. Das ist ein großer Unterschied und würde im Grunde nur verdecken, dass du eine Entscheidung fällen müsstest: bleiben oder gehen? Und bei beidem, unter welchen Bedingungen? Kinder halte ich häufig für einen vorgeschobenen Grund, auch wenn ich verstehen kann, dass sie einen mehr aneinander binden. Aber gleichzeitig stellt sich auch die Frage, welches Beziehungs- und Lebensmodell man ihnen vorleben will. Sie kriegen ja mehr mit als man annehmen könnte.

    Gerade wenn Kinder im Spiel sind, hat man m.E. eine besondere Verantwortung, den Partner anständig zu behandeln. Nicht zuletzt damit es im Falle einer Trennung eben KEINEN Grund für einen Rosenkrieg auf Kosten der Kinder gibt! Wenn du deinen Partner jetzt hintergehst, dann begibst du dich ins Unrecht und er wird später ZURECHT eine schlechte Meinung von dir haben (können).


    Wenn du eine verantwortungsvolle Mutter sein willst, dann verbietet sich daher ein Betrug am Vater der Kinder.


    Entweder du trennst dich sauber von deinem Mann oder du bleibst und ihr arbeitet an eurer Beziehung. Nur zum Schein zu bleiben und dich nebenbei mit einem anderen zu amüsieren, fände ich unfair und unehrlich.

    Eine heimliche Affäre - Nein. Das glaube ich nicht, denn diese endet so gut wie immer mit großer Verletzung. Es ist immer ein Hintergehen.


    Aber eine offen gelebte "Affäre", eine Absprache, eine Form des kontrollierten Ausbrechens - JA.


    Ich würde meinem Partner zugestehen, sich etwas Abwechslung, etwas ihm Fehlendes auswärts zu holen. Das kann eine Beziehung retten, es kann sie ebenso zerstören. Aber den Versuch wäre es mir wert, wenn mir wahrhaft viel an dem Menschen liegt.


    Manchmal genügt ja eine neue Erfahrung, eine Anregung, die dann in die eigentliche Paarbeziehung einfließt und diese belebt. Es gibt dabei viele viele Dinge zu beachten, aber es kann eine Beziehung meines Erachtens voranbringen.

    Zitat

    wegen der kinder.

    Jaja ihr wunderbaren super Eltern.. Merkst du nicht was du deinen Kinder für eine Beziehung vorlebst?


    Du machst niemand glücklich dadurch, dass ihr zusammen bleibt. Insbesondere nicht die Kinder.. :|N

    Zitat

    Es macht es für dich nur erträglicher.

    So würde ich das auch ausdrücken.


    Und was die Kinder angeht: Unsere Eltern haben sich nicht gestritten, also war es uns am liebsten dass unsere Eltern zusammenbleiben, weil sich für uns dadurch nichts geändert hat.

    was die kinder betrifft, kann man nicht so einfach pauschalisieren. meine eltern haben sich getrennt und darunter habe ich sehr lange gelitten. ich hätte mir gewünscht, dass sie zusammenbleiben.

    Jetzt schlagt mal nicht so auf sie ein. Ihre Gedankengänge sind mir ziemlich vertraut. Und wenn sie sich nur halb so an ihrem Ehemann abgearbeitet hat, wie ich mich damals an meinem, ohne ihn je zu erreichen, dann ist man irgendwann müde...und will so, so gerne wieder ein bisschen was, worauf man sich freuen darf, woran man denken kann, um sich einfach glücklich zu fühlen. Ich würde von heute aus auch anders handeln, aber hinterher ist man immer klüger. Und was man in dieser Situation mal so überhaupt nicht gebrauchen kann, sind Internet-Moralapostel.

    @ alias:

    Nein, das wird nicht funktionieren. Du klingst so traurig, was deine Ehe anbelangt, hast du denn überhaupt noch Gefühle für deinen Mann? Magst du ihn noch? Bist du ernsthaft daran interessiert, diese Ehe zu retten? Oder hast du dich eigentlich schon verabschiedet und lebst eine Vater-Mutter-Kinder-WG? Ist da noch Liebe zu deinem Mann?


    Wenn ja, solltest du euch die Chance geben, das Ruder nochmal rumzureißen. Hau ihm alles um die Ohren, sag ihm, dass du dich verliebt hast, dass du nicht weißt, ob du weiterhin mit ihm zusammensein kannst, wenn sich nicht sehr bald ganz viel ändert. Vielleicht, vielleicht rüttelt ihn das wach.


    Wenn du ihn aber gar nicht mehr liebst? Ja, dann solltest du das beenden, möglichst bald.


    Eine Affäre wird deine Ehe nicht verbessern oder gar retten. Mag sein, dass du jetzt gerade bessere Laune hast und den Alltag etwas frohgestimmter in Angriff nehmen kannst - weil du ja dein kleines, süßes Geheimnis hast, wohin du dich gedanklich jederzeit zurückziehen kannst -, aber auf Dauer geht das nicht.


    Ich wünsche dir viel Kraft. Egal, was passiert, du wirst sie brauchen.

    Zitat

    wenn wir keine kinder hätten, hätte ich mich schon getrennt.

    Das halte ich für eine große Ausrede und Selbstbetrug.


    Eine Affäre löst keine Beziehungsprobleme, sie stellt nur eine Flucht davor dar (meistens bei entscheidungsschwachen Menschen), in der Hoffnung, alles andere könne so bleiben wie es ist. Ich halte das für Selbstbetrug.

    Oberflächlich gesehen, kann dieses Konstrukt vermutlich eine ganze Weile funktionieren und das kompensieren, was Du in Deiner Hauptbeziehung schmerzlich vermisst. Von außen gesehen, lässt sich sehr leicht agieren und formulieren, wie man so ein Eheproblem und seine Dynamik zu händeln hat.


    Selbst mitten drin steckend, alle Für und Wider abwägend, führt es häufig in die innere Erstarrung, die lähmt und zu keinem konsequenten Ergebnis führt. Wie stark die innere Zerrüttung zu Deinem Mann bereits fortgeschritten ist, kann ich rein vom iForum her, nicht realistisch einschätzen. Mir verständlich scheint aber, dass man sich einem Mann stetig weniger emotional verbunden fühlt, der seine Problemlagen meint mit sich selbst ausmachen zu müssen, weil er sich sonst (vielleicht) vor Dir schwach und im eigenen Ego ramponiert fühlt.


    Möglich sind auch depressive Schübe, die ihn phasenweise erreichen, wenn er mit irgendetwas innerlich nicht klar kommt. Es gibt Menschen, die sich stillschweigend mit Versagerängsten, Ängsten vor Krankheit, Problemen am Arbeitsplatz oder was auch immer von vertrauten Menschen zurückziehen. Gerade als Mann steht man noch häufiger Als Hauptverdiener gesellschaftlich als der Macher in der Verantwortung, umso mehr wenn es um den Bestand einer Familie und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten geht.


    Du beschreibst eure Situation als bereits seit Jahren existent. Nach guten Phasen der Ehe hoffst Du wahrscheinlich, den toten Punkt zwischen euch überwunden zu haben bis es wieder zum Show Down kommt.


    Was ich nicht beurteilen kann, wie euer Kommunikationsverhalten in solchen Situationen ist. Deshalb ist es schwer schnellen Rat zu geben. Wie läuft euer Alltag miteinander, wenn Dein Mann in seine schwierigen Phasen kommt? Kümmert er sich daheim noch um familiäre Belange, um das Alltagsgeschehen innerhalb der Familie oder zieht er sich dann "nur" vor Dir zurück? Spricht er generell wenig oder gar nicht über eigene Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse? Hat Dein Mann Hobbies und persönliche Interessen außerhalb seiner Rückzugsphasen? Pflegt er Freundschaften mit anderen Leuten? Habt ihr gemeinsame Freunde mit denen ihr Aktivitäten teilt? Wie sehen die familiären Strukturen zu Großeltern und Geschwistern aus (falls vorhanden)?


    Wie sehen die Phasen aus, wenn es zwischen euch positiver läuft? Gibt es zwischen euch erneut partnerschafliche Nähe, Paarsex, Kuschelzeit und gemeinsame Aktivitäten oder ist dies selbst in guten Phasen beständig weniger geworden?


    Warum ich diese Fragen stelle. Es geht darum rauszufinden, was euch beide realistisch noch verbindet. Gibt es noch tiefergehende Liebesgefühle, die Nähe und Anziehung auf Deiner Seite ausmachen oder ist mehr die reine Gewohnheit der gelebten Jahre im Spiel.


    Ohne eure gemeinsamen Kinder fiele Dir die konsequente Entscheidung offenbar nicht mehr sehr schwer. Wäre es für Dich vorstellbar daheim Klartext zu reden und die Mühen einer Paartherapie auf Dich/euch zu nehmen oder ist auch diese Option für Dich bereits weit weggerückt?


    Was Deinen Affären-Mann angeht. Ja, es kann für einen Zeitraum X funktionieren, so lange es auf keiner von beiden Seiten richtig Zoom gemacht hat, und alle Sicherungen durchknallen. Allerdings, und das bemerkst Du bereits jetzt nach kurzer Affärendauer, es macht aus Dir eine glückliche Frau. Deine Ehe wird mit jedem euphorischen Zusammentreffen außerhalb Deiner familiären Alltagssituation daheim weiter in die Schieflage rutschen. Je mehr Gefühle sich in Richtung Affären-Mann aufbauen, desto weiter wirst Du innerlich von Deinem Ehemann entfernen. So gesehen ist es ein Trugschluß zu glauben, die Situation entspannt sich daheim dauerhaft und die Ehe wird wieder zum Erfolgsmodell.


    Ich kann den tiefen Zwiespalt verstehen, der Dich umtreibt. Als Familie habt ihr euch vieles aufgebaut, die Kinder haben einen Alltag mit Eltern, die Logistik bleibt bestehen. Aber vergalappiere Dich nicht in den Gedanken, dass Du längere Zeit unbedarft als 'Schauspielerin' nach Haus kehren kannst. Den inneren Schalter zu Hause umlegend, um dort weiter als WG-Frau und Mutter zu funktionieren.


    Das wird zunehmend schwerer, weil sich in Dir irgendwann zum Zeitpunkt X noch mehr innere Unzufriedenheit, Verachtung für Deinen Hauptpartner aufbaut und Selbsthass sich einstellen kann, warum man das eigene Leben so vergeudet.


    Mit jeder glücklichen Stunde in den Armen des anderen Mannes, werden die inneren Grabenkämpfe größer und die Verzweiflung darüber, warum Du daheim weiter funktionieren musst. Ich bin weit davon entfernt Dir Vorwürfe zu machen, warum Du diesen Eiertanz der Gefühle eingegangen bist. Solche Dinge passieren, wenn Partner sich über viele Jahren unkonstruktiv aneinander abarbeiten.


    Der schlimmste Zustand in meinen Augen, der eintreten kann, (es häufig auch tut) - die stille Resignatiion. Die Akzeptanz, ER oder SIE, ist eben so. Nur noch dieses nebeneinander her existieren, ohne Freude über das eigene Ehezusammenleben zu empfinden. Das eure Kinder von all dem nichts bemerken ist ein Irrglaube. Sie werden ohne zu ahnen warum, zuerst Deinen inneren Wandel bemerken. Sie haben die Antennen dafür. Wir sind überwiegend als Menschen nicht dafür ausgelegt hormonvestärkte Verhaltensänderungen zu unter-


    drücken zu können.


    Welchen Rat ich Dir gebe. Organisiere Dir einen Kurzurlaub ganz für Dich allein. Kinder je nach Möglichkeit innerfamiliär oder im Freundeskreis betreuen lassen.


    Einen Tag für Dich entspannen und versuchen los zu lassen, was Dich an Problemen bedrängt. Unternimm etwas Schönes nur für Dich allein. Dann gehe in die ehrliche Selbstanalyse. Wieviel Liebe und Wollen für Deinen Ehemann gibt es noch? Spiegel Deine Ehe und Euren Alltag im Werdegang kritisch und auch selbstkritisch wider. Um eine Ehe an die Wand zu fahren gibt es zwei Anteile, seinen und Deinen.


    Kommt dabei raus, dass Dein Mann für Dich noch mehr als nur Vater Deiner Kinder ist, Du ihm gegenüber zumindest in guten Phasen euer Ehe innerlich Verbundenheit und Begehren spürst, dann krieg die Hufe hoch und unternimm etwas für euch beide, bevor auch das den Bach runter geht.


    Empfindest Du allerdings kritisch nur noch den Wunsch, keine Veränderungen zu zulassen, weil es Hof, Haus und Garten und eine grundversorgte Familie gibt, dann halte ich den Preis für zu hoch, dafür ein Leben als unglückliche Frau und Mutter weiterzuleben. Der Kraftaufwand wird ständig höher, um das aufrecht zu erhalten, zumal wenn Du weiter verliebst.


    Was wirst Du tun, wenn Dein Affärenmann, in den Du zum Zeitpunkt X noch mehr verliebt als heute bist, Dich vor eine Entscheidung stellt? Der Tag wird kommen, es sei denn es ist nur eine rein sexuell motivierte Verbindung, die nach dem ersten Strohfeuer verfliegt. Ich wünsche Dir viel Kraft für eine Entscheidung, die für euch alle positive Ergebnisse bringen kann. @:) :)*

    Meine Antwort auf deine Frage ist auch eindeutig.Nein!


    Ich hatte auch eine Affäre, worauf ich nicht stolz bin, aber es war der falsche Weg aus der Beziehung heraus.


    Momentan bekommat du das, was dir in deiner Beziehung fehlt und deshalb bist du entspannter.


    Leider kannst du diesen status aber nicht erhalten. Wenn du eine Affäre beginnst, fangen die Gewissensbisse an. Du weißt nicht, ob deine Affäre nicht doch mehr will. Es wird zu einer Tortur werden.


    Es ist wirklich vernünftiger, wenn du dich sauber trennst.

    Ich möchte noch einen Gedanken einwerfen: wie lange sollte man "wegen der Kinder" eine Scheinehe fortführen? Wenn der Betrug für den anderen Partner offensichtlich wird, dann geht der Leidensdruck los und wird auch den Kindern nicht verborgen bleiben.


    Und wenn die Kinder dann noch studieren wollen? Das Haus noch nicht abbezahlt ist usw.usw.

    Man kann eine eingefahrene in Langeweile erstarrte Ehe durch Impulse von außen durchaus beleben. Man kann auch versuchen, das, was einem in der Beziehung fehlt, durch dritte dazu zu holen. Offene Beziehungen basieren auf diesen beiden Ideen und ja, das kann funktionieren. Aber nur in engen Rahmen.


    Von Heimlichkeiten halte ich in dem Punkt nicht viel, denn die Heimlichkeit verhindert eine Auseinandersetzung mit dem Thema zwischen beiden Partnern mit dem Ziel, da auch in der Beziehung etwas zu ändern. Aber gut, wenn der Partner sich diesen Änderungswünschen permanent widersetzt...


    Du wärst nicht die erste, die eine Affäre hat und damit glücklich ist. Aber Vorsicht, wenn die Liebe zuschlägt ist es ganz schnell vorbei mit der geplanten nebensächlichen Sex-Geschichte. Dann wird daraus plötzlich eine ganz andere Sache, die die Ehe dann sehr schnell vor die Wand fahren kann. Du kannst Dir dann beruhigend sagen, dass die Affäre etwas gezündet hat, was eh lange überfällig war. Aber der Vorsatz, die Ehe zu retten wegen der Kinder ist damit dann passé. Von daher. Wenn der Sex fehlt, halte ich die Affäre für eine nützliche Sache. Wenn die Liebe fehlt, halte ich eine Affäre für gefährlich und zerstörerisch.

    Zitat

    seit ich ihn kenne, habe ich bessere laune und erwarte weniger von meinem mann. dadurch läuft es besser zwischen uns. ich bin nicht mehr so enttäuscht.

    In meinen Augen versuchst Du damit, die Affäre/den Betrug schönzureden...


    Im Übrigen - und da spreche ich aus eigener Erfahrung - sollte man von anderen nicht erwarten, was man selbst nicht oder nur begrenzt gibt. Das was Du in Deiner Ehe erlebst ist ein Kreislauf, und ein Rädchen greift immer ins nächste.