@ sensibelman

    Hallo!


    Warum verschenkte Lebenszeit? Es ist nur verschenkte Zeit, wenn die Beziehung das wichtigste von allem ist...


    Man kann aber doch auch den Fokus verlegen...dem Beruf, Freundschaften, Hobbies usw mehr Bedeutung beimessen. Positive Energien darausziehen.


    Ich kann die Themenstellerin gut verstehen.


    Ihre Ehe läuft eher unaufgeregt, sie wünscht sich mehr Bestätigung.


    Sie hat aber auch ein festes Fundament mit gemeinsamen Kindern, gemeinsamen erlebten Jahren...


    Was spricht dagegen, wenn sie eine ruhige Ehe führt ohne große romantische Schnörkel, von denen hier so viele scheinbar träumen.


    Sie sollte bei sich Bestandsaufnahme machen. Was ist ihr wichtig? Wie kann sie kompensieren möglichst ohne Fremdzugehen.


    Manchmal sind es auch nur Phasen. Da gibt's jm, man fühlt sich toll, flirtet...aber 2 Wochen später sieht die Welt wieder anders aus...ich weiß wovon ich spreche. ;-)


    LG

    Zitat

    Kinder kommen über den Anfangsschmerz einer Trennung gut hinweg, wenn die Mutter hinterher glücklicher, unbeschwerter und fröhlicher erscheint.

    Das sehe ich als Ex-Kind, dessen Eltern sich nicht getrennt haben, ganz anders, nämlich so wie Fara. Es ist fies, aber nach meiner Erfahrung (ich kenne etliche Trennungskinder) ist es Kindern am wichtigsten, dass sie ihr gewohntes Umfeld mit ihren Freuden haben, und solange die Mutter nicht geschlagen wird oder ständig rumheult, sondern still vor sich hinleidet, ist für die Kinder alles bestens. Es ist halt immer eine Abwägung, in dem Beispielsfall für die Mutter: Wie viel bin ich bereit um der Bequemlichkeit für die Kinder willen (und natürlich spielt auch die eigene Bequemlichkeit da durchaus eine Rolle) hinzunehmen, und wo ist die Grenze so weit überschritten, dass jezt halt leider auch die Kinder aus dem gewohnten Umfeld rausgerissen werden müssen, kaum Geld für schöne Reisen und coole Klamotten da ist, usw.

    Zitat

    Warum führt man dann nicht ne offene Beziehung oder eine Art Freundschafts-WG oder einfach Zweckgemeinschaft?

    Die TE hat doch geschrieben dass ihr Mann das nicht will. Die Frage wäre, was passieren würde wenn sie es einfach machen würde. Ich denke, wenn meinem Mann meine Bedürfnisse egal wären, wäre es mir auch egal wie er über Fremdgehen meinerseits denkt. Und wenn ich die Entscheidung getroffen hätte wegen der Kinder das Zuhause nicht zu verlassen, würde ich mir einen Lover suchen. Und ob ich meinem Mann von ihm erzählen würde oder nicht würde ich mir sehr gut überlegen.

    @ Cote

    Huhu!


    Ich kann und möchte aus beiden Positionen sprechen: Als Kind hatte ich ein Elternhaus gepaart mit Gewalt,viel Streit usw. Sogar als 7jährige fand ich es erleichternd, dass meine Mutter sich trennte. In so einem Fall ist Trennung IMMER besser für alle, eben auch für die Kinder. Denn es gibt einen Missstand unter dem auch die Kinder leiden.


    Nun spule ich vor....


    Ich bin nun selbst Mutter von zwei Kindern, führe seit vielen Jahren eine Ehe in der es nicht mehr sprudelt für Romantik, Aufmerksamkeit und erotischer Spannung.


    Viele zucken jetzt und besonders die Jüngeren/ Ohne Kinder denken sofort "Urgs, Trennung!"


    Aber wie viele schon wissen, gibt es Punkte die mich an meinem Mann stören. Jedoch liegt für mich ja nicht der Fokus auf der Ehe, ich ziehe viel Rückmeldung, positive Energien aus anderen Lebensbereichen.


    Meine Kids haben eine schöne Kindheit. Sie haben Papa, Mama, alle Großeltern in der Nähe.


    Es mangelt Ihnen an nichts, weder an Familie, Zuwendung, Horizonterweiternden Erlebnissen wie Unternehmungen, Reisen in andere Länder, sie haben eigene Zimmer, Freunde usw.


    "Nur" weil unsere Beziehung als Paar nicht dem Rosarot-Ideal entspricht, gibt es nichts was die Kids stört / fehlt in unserem Leben als Familie.


    Würde ich mich nun trennen,dann würden die Kids aus allen Wolken fallen und schlimmer noch es wäre vorbei mit dem Leben wie bisher.


    Sie würden Papa nur noch am WE sehen, Oma u Opa ebenfalls, wir müssten aus dem Haus ausziehen, die gewohnte Umgebung wäre weg ggf sogar Schulwechsel( da ich 35km entfernt arbeite),bei Wohnortwechsel neue Freunde finden, natürlich auch gewisse räumliche Einbuße....


    Nein, für die Kids wäre das schlimm.


    Daher kann ich die Themenstellerin gut verstehen. Wenn man Kinder hat, muss man abwägen, ist der mütterliche Leidensdruck so groß, um das in Kauf zu nehmen?


    LG

    @ fara:

    eben. ich denke, dass es für die kinder ganz schlimm wäre. ich leide nicht so sehr, wie sie leiden würden. ich finde, dass ich es meinen kindern schulde, ihnen eine schöne kindheit zu geben. die nächsten zehn bis 15 jahre stehen sie noch im mittelpunkt. danach kann ich tun, was ich will. aber im moment sind sie wichtiger.


    mein mann will nun mal keine offene beziehung. ich weiß, dass er es zumindest nicht erfahren will, wenn ich ihn betrüge. ch würde es umgekehrt übrigens auch nicht wissen wollen.

    @ cautesauvage:

    wenn ich es ihm erzählen würde, würde er sicher sagen, dass ich es sofort beenden muss, wenn wir zusammenbleiben wollen. bloß würde das auch nicht wikrlich was ändern.

    Zitat

    Sie würden Papa nur noch am WE sehen, Oma u Opa ebenfalls, wir müssten aus dem Haus ausziehen, die gewohnte Umgebung wäre weg ggf sogar Schulwechsel( da ich 35km entfernt arbeite),bei Wohnortwechsel neue Freunde finden, natürlich auch gewisse räumliche Einbuße....

    Es ist überhaupt nicht. zwangsweise so, dass alles schlechter wird. Zudem könnte irgendwann ein neuer, angenehmerer Papa den alten ersetzen, die Wohnung kann sogar größer und schöner werden. Es ist ja nicht so, dass sich mittelfristig alles ins Negative kehren müsste. Im Übrigen zog nach der Scheidung meiner Eltern mein Vater aus- wir Kinder bleiben mit unserer Mutter in unserer Wohnung.


    Außerdem haben meine Kinder auch ohne Trennung Wohnungswechsel und Wohnortwechsel durch. Oma und Opa haben meine Kinder wesentlich seltener als nur am Wochenende sehen können. Sie haben das nie besonders problematisch gesehen. Am Anfang ist das sicherlich nicht angenehm, aber die Kinder gewöhnen sich relativ schnell an die neue Situation. Mehr noch- unsere Kinder sind im Nachhinein sogar über den Wohnortwechsel sehr froh. Man muss Änderungen keineswegs immer negativ einfärben.


    Zukunftsaussichten können durchaus auch positiver sein

    @ alias

    Huhu...


    Wer will schon eine offene Beziehung? Ich behaupte mal das sind die wenigsten.


    Darf ich fragen, was genau dir fehlt? Was so interessant an dem anderen Mann ist?


    Geht es um das Gefühl , mal wieder Aufmerksamkeit von einem Mann zu bekommen? Bestätigung als Frau? Flirten und ein bisschen den Marktwert ausloten nach vielen Jahren?


    Oder geht es um Sex? Fehlt dir da was und du möchtest mehr/was neues?


    Ich selbst kann dich gut verstehen. Habe auch zwei noch junge Kinder, eine Ehe in der alles im Alltag läuft,für die Kids alles gut...Aber als Paar....? Da macht jeder seine Aufgaben im Familienalltag, aber große Worte, knisternde Erotik, Bestätigung für mich als FRAU ( und nicht als Familuenmanagerin) ist eher Fehlanzeige.


    Das fällt mal mehr, mal weniger auf...Letztes Jahr im Sommer war es in der Phase "mehr".


    Der Besitzer eines Geschäfts , wo ich mehrfach hin musste bzgl bestellter Ware...war/ist sehr attraktiv, war ich im Laden unterhielten wir uns sehr lange u gut, er war/ist witzig...Das ging schon über normalen Kundenkontakt hinaus, blieb aber stets unsexuell.


    Ich genoss das sehr, fühlte mich belebt, steigerte mich sicher auch etwas rein, meine Fantasie bekam Flügel... |-o


    Er verheiratet, zwei Kinder, ebenso wie ich. Irgendwann hätte ich ihn direkt anbaggern müssen z.b zum Kaffee außerhalb des Ladens einladen o.ä.


    Das tat ich aber nicht.


    Ich genoss die kleine "Backfisch"Phase, es ist ja schon aufregend zu wissen, man könnte vielleicht...Man muss es aber nicht tun. ;-)


    So blieb ich platonisch, die Phase ebbte ab und wieder alles gut.


    Ich ziehe viel Bestätigung/Energie aus meiner Arbeit/tollem Teamwork etc.


    Ich denke, wenn man eine Affäre startet sollte man immer abwägen, was auf dem Spiel steht: Nämlich Scheidung und genau das was man ja eigentlich für die Kids nicht wollte.


    LG

    Fara, das ist ja auch kein Problem (mit den unterschiedlichen Ansichten). ;-)


    Wobei ich in deinem Fall zumindest das Argument mit den Kindern (auch wenn es evtl. ein wenig vorgeschoben ist?!) nachvollziehen kann. ABER auch nur, wenn man auch in der Situation ehrlich zum Partner ist.

    @ sensibelman

    Wenn man genau hinschaut, sind es meist die Frauen die mit den Kids ausziehen. Warum? Meist ist der Mann Hauptverdiener und kann sich nach der Trennung das Familuendomizil noch leisten. Manchmal nicht , da viel Unterhalt gezahlt werden muss.


    Als Frau verdienst du in der Regel weniger als der Partner und kannst dir nach der Trennung ein großes Haus/große Wohnung nicht leisten.


    Somit ist schon mal die räumliche Komponente in der Regel eine Verschlechterung.


    Ich selbst verdiene als Frau sogar gut, bin Beamtin, aber ein großes Haus wie jetzt könnte ich mir nicht leisten. Ich müsste dann schon Vollzeit arbeiten und wer würde sich dann um die Kids kümmern? Papa weg und Mama ganz viel auf Arbeit... :-(


    Wenn der leibliche Vater ein guter Vater ist, ist er durch einen Stiefvater nicht ersetzbar!


    Zukunftsaussichten sind dann positiv eingefärbt, wenn die Gegenwart für alle negativ besetzt ist.


    Ist sie das nicht, verschlechtert es sich automatisch für jm.


    LG

    @ Anna

    Warum denkst du das es vorgeschoben ist?


    Ich gebe offen zu, früher legte ich einen großen Fokus auf die Beziehung, mein Partner sollte mich glücklich machen, sollte für mein Wohlergehen/ Bestätigung zuständig sein...Damit überfrachtet man einerseits den Partner, da man permanent sein Verhalten deutet, Rückschlüsse auf die eigene Person zieht...Ganz schlecht!


    Dank einer langen tiefenpsychologischen Behandlung kann ich die Dinge seit einigen Jahren anders sehen. ICH bin für mein Wohlergehen verantwortlich, ich darf mein Seelenheil/Wert nicht aus dem Verhalten einer einzelnen Person ziehen.


    Ich kann nun meine Energie aus anderen Bereichen des Lebens ziehen.


    Natürlich ist der Mensch auch ein Stück weit in der Routine verankert, erst recht wenn ein bestimmter Alltag/Ablauf/Beziehung seit fast 20 Jahren besteht.


    Da kann man sich so schnell nichts anderes vorstellen.


    Aber mir ist es wichtig, dass ich andere Wege gefunden habe und WENN irgendwann die Luft völlig raus ist, zu wissen ich kann es als Frau auch alleine packen und bin weder finanziell abhängig, noch überfordert in einem Alltag ohne Partner.


    LG

    Alias 727428

    Zitat

    eben. ich denke, dass es für die kinder ganz schlimm wäre. ich leide nicht so sehr, wie sie leiden würden. ich finde, dass ich es meinen kindern schulde, ihnen eine schöne kindheit zu geben. die nächsten zehn bis 15 jahre stehen sie noch im mittelpunkt. danach kann ich tun, was ich will. aber im moment sind sie wichtiger.

    Wenn ihr sie so erzogen habt, dass ihnen Statussymbole wichtig sind. Du musst einschätzen können, womit es den Kindern besser geht und Du musst wissen, was Dir wichtiger ist. Auch lebst Du den Kindern genau das wieder vor - wenn es schwierig wird und wenn es droht, dass die Statussymbole flöten gehen, gibt auf, denn materielles ist das Wichtigste.


    Was ist es eigentlich, was Dir in der Beziehung zu Deinem Mann fehlt? Ich meine, es kann ja nicht sein, dass es nur die flirtenden Blicke eines Mannes sind, oder doch?


    Es hört sich auch so an, als wäre Dein Mann dafür verantwortlich, dass Du unglücklich und unzufrieden bist. Womit bist Du denn unzufrieden?


    Wie schaut Dein Alltag aus?