kann es sein, dass Partnersuche heutzutage nahezu unmöglich ist?

    und zwar quer durch alle Altersgruppen und Schichten, für beide Geschlechter? Diesen Eindruck habe ich. Zumal dazu kommt, dass man erst einmal einen Partner in seinem näheren Wohnumfeld/Stadt finden sollte, wer will schon alle paar Tage hunderte Kilometer durch die Gegend fahren um den Partner zu sehen. Oder gibt es Leute, die nach 3 Tagen zusammenziehen? Und diese sogenannten Wochenend-Beziehungen sind auch nicht das Gelbe vom Ei. Es gibt viele Leute, die Schicht und am Wochenende arbeiten müssen..


    Auch auffallend ist, dass in Internet-Partnerbörsen, Discotheken und ähnlichen Einrichtungen keinerlei Annäherung mehr zwischen den Geschlechtern stattfindet so wie vor vielleicht 20 Jahren und alle in ihrer jeweiligen Geschlechtergruppe abhängen. Diese Entwicklung wird meines Erachtens dazu führen, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet in Leute mit Beziehung und Leute ohne Beziehung, wobei der Anteil derer ohne feste Beziehung offensichtlich Jahr für Jahr immer grösser wird. Dabei sehe ich jüngere Leute etwas im Nachteil im Vergleich zur älteren Generation. Vorausgesetzt, der Partner stirbt nicht oder trennt sich nicht im Alter. Ein Haustier kann man sich anschaffen, einen Partner nicht, das ist doch alles sehr seltsam..

  • 140 Antworten

    Find ich auch


    Wird immer schwieriger


    man weiß ja auch nicht ob er oder sie schon vergeben ist, schwul, lesbisch oder bi


    und dann ist ja auch jeder noch ao wählerisch


    Übers Internet ist es natürlich viel einfacher "neue leute kennen zu lernen"

    Bei solchen Aussagen

    Zitat

    Wird immer schwieriger


    man weiß ja auch nicht ob er oder sie schon vergeben ist, schwul, lesbisch oder bi

    frage ich mich ernsthaft, wie das die Menschen vor den heutigen Generationen hin bekommen haben, denen wir verdanken auf der Welt zu sein. ;-) ]:D Es gab zwei große Kriege, denen viele Männer zum Opfer fielen oder physisch und psychisch stark gezeichnet/beeinträchtigt heim kamen.


    Auch in Generationen davor war es nicht weniger eingeschränkend. Frauen starben jung im Kindbettfieber, weil man ihnen damals noch nicht nachhaltiger helfen konnte. Menschen kamen allgemein im jüngeren Alter ums Leben, weil viele Seuchen und Infektionskrankheiten noch keine höheren Heilungschancen hatten.


    Heute können sich die Geschlechter Dank Internet und großer Mobilität quer durch Länder und unterschiedliche Kontinente, Sprachbarrieren uvm. treffen und kennenlernen. Die vielfältigen Kontaktmöglichkeiten waren nie so ausgefeilt wie zum heutigen Zeitpunkt. Man muss nicht mal das traute Heim verlassen, um in die interaktive Kennenlernphase zu einzutreten. Dank Skype, mobiler Handy-Datenübertragung, medialer Messenger, Dating-Apps uvm. gibt es einen Ozean von Möglichkeiten, wie interessierte Menschen aufeinander treffen können. Schüleraustausch, Auslandssemester, weltweiter beruflicher Erfahrungssuche, medialer Hobbies usw. Die Chancen sind reichlich vorhanden, wenn Menschen sie ernsthaft genug nutzen wollen.


    Dennoch scheint es so, dass durch mediale Dauerbeschallung in Sachen Liebe/Partnerschft und Erotik eine große Verunsicherung darüber eingetreten ist, wie man eine Beziehung aufbaut und weiter bis zur Partnerschaftstauglichkeit pflegt.


    Es hängt scheinbar damit zusammen, dass bei einigen zu wenig Vorstellung darüber besteht, wie man seine Partnerschaft alltagstauglich leben kann.


    Die erste Hürde zeigt sich bereits im Kommunikationsverhalten, wenn nicht häufig genug geschrieben oder schnell genug medial geantwortet wird. Darüber Uneinigkeit herrscht, wieviele Außenkontakte noch über die Beziehung hinaus existieren dürfen. Welchen zeitlichen Raum Hobbies, Familie, Freunde inner- und außerhalb der Beziehung einnehmen darf.


    Wie geht es mit der Nähe und der Distanz zwischen den Partnern. Es scheint heute einen ganzen Katalog von Verhaltensregeln, Anforderungsprofilen und Diskussionen über Freiraum-Gestaltung zu geben.


    So massive Probleme gab es offenbar in den Generationen vor der heutigen nicht so detailiert ausgeprägt.


    Sicher gab es auch zu jener Zeit Handikaps und Anbahnungsprobleme, sei es über Elternkonsequenz, die den Kontakt selbst, die Häufigkeit und die Ausgangszeiten gesellschaftskonsensmäßig angepasst/reglementiert haben. Nicht immer zur Freude der künftig Liebenden.


    Zudem gab es bei Weitem nicht die mediale/motorische Mobilität heutiger Generationen, aber dennoch scheint das Verlieben, sich miteinander treffen/beschäftigen und dabei unbändige Freude zu empfinden "schwereloser" stattgefunden zu haben.


    Ich sehe in der größeren Verunsicherung der Geschlechter, wie wer zu sein und zu handeln hat, und im höheren Anspruchsdenken, was Frau und Mann zu bieten haben sollten, die größte Hürde für die reibungslose Kennenlernphase.


    Aber ingesamt ist es weder unmöglicher noch komplizierter, wenn partnerinteressierte Menschen sich die hohen Hürden nicht selbst in den Weg legen würden.

    Angebot und Nachfrage haben sich dank digitaler Medien um ein Vielfaches vergrößert. Dadurch ist es auf der einen Seite einfacher geworden, irgendeinen Partner zu finden, auf der anderen Seite sind die Ansprüche dahingehend gestiegen, nicht mehr irgendeinen Partner nehmen zu müssen.


    Mit anderen Worten: Willst du eine Frau, sind es goldene Zeiten für dich. Zig chronisch Kranke, Alte, Verschrobene und sonstwie Unvermittelbare in meinem Dunstkreis haben so jemanden gefunden. Willst du hingegen eine ganz bestimmte Frau, so haben sich deine Chancen verschlechtert. Denn diese Frau hat nun wesentlich mehr Auswahl, und du musst ihr erstmal einen Grund liefern, warum sie bei all dieser Auswahl ausgerechnet dich wählen sollte.

    Ich finde heutzutage ist es nicht unmöglich einen Partner zu finden. Es liegt wahrscheinlich eher daran, dass die Leute immer wählerischer werden, weil einem vorgegaukelt wird, dass es immer noch besser geht und der perfekte Partner nur einen Mausklick entfernt ist. Viele hängen ja eh nur noch virtuell rum und machen alles übers netz. Ich glaube deswegen gibt es so viele Singles.

    Ich sehe es genau anders rum: Heute ist es einfacher als früher. Während du früher darauf hoffen musstest das in den alltäglichen Begegnungen jemand dabei ist der auch wirklich hetero, single und interessiert ist kannst du heute viel leichter dich in einem größeren Umfeld (müssen ja keine 500km sein, 50 tun es auch) umzuschauen. Und dank Internet ist es viel einfacher in Kontakt zu bleiben selbst wenn man sich nicht jeden Tag sehen kann.


    Darf ich ehrlich sein ? Für mich klingt das mehr nach so nem "Ich bekomm keine ab, das muss an der Welt und den Menschen als Ganzes liegen und nicht an mir" Thread. Kann mich aber auch täuschen und lasse mich gerne eines besseren belehren.

    Bin schon gespannt, mit welchem Namen er als Nächstes wieder aus dem virtuellen Grab steigt, um seine geisterhafte Klage anzustimmen und an den fest versperrten Türen der Nerven anderer med1-User zu scharren und zu kratzen. ;-D

    Hm - hab jetzt scheinbar den Grund der Sperrung verpasst.


    Grundsätzlich würde ich dem TE nämlich Recht geben - ich finde es fast unmöglich, einen Partner kennenzulernen. Kann daran liegen, dass ich am Wochenende nicht 24/7 auf Achse bin, aber ich bin durchaus häufig unter Menschen, aber da tut sich überhaupt nichts.


    Ich fand es früher (vor 15 oder 20 Jahren) extrem einfach, jemanden kennenzulernen. Es kam immer irgendeine Freundin/irgendein Freund mit jemand Neuem im Schlepptau an, oder aber es wurden Feten gefeiert und man lernte dort neue Leute kennen. Heutzutage passiert so etwas nicht mehr, zumindest nicht in meiner Altersklasse (um 50) oder in meinem Freundeskreis.

    Man könnte ja mal untersuchen wie lange seine Zombimanifestationen hier im Forum jeweils Bestand haben, diesmal waren es ca 5h. ]:D


    Dennoch:

    @ Thread:

    Für mich hat sich die Partnersuche unglaublich verienfacht weil ich nämlich gar nicht mehr suche. ;-D


    Was auch mit meiner inneren Einstellung dem Singeldasein gegenüber zusammenhängt.

    Zitat

    Heutzutage passiert so etwas nicht mehr, zumindest nicht in meiner Altersklasse (um 50) oder in meinem Freundeskreis.

    Ich denke, das hat mehr etwas mit Deiner Alterklasse und Deinem Freundeskreis und weniger mit "heutzutage" zu tun.

    Es war auch eher so gemeint, dass das in meinem Freundeskreis früher üblich war, heutzutage aber nicht mehr (bei den gleichen Leuten). Ich meinte nicht das heutzutage, das für alle Menschen gilt. ;-)

    Also, wenn ich mir pausenlos mit dem Hammer auf den Daumen klopfe, dann habe ich auch das Gefühl, pausenlos einen Hammer auf den Daumen zu bekommen. Oder aber ich lasse diesen Unsinn.


    Ich denke eher dass es hier um: 'Die die i krieg, die mog i net. Die, die i mog, die krieg i net' geht. Schlechte Ausfilterung und falsche Ursachenforschung erschweren oft das Urteilsvermögen. Dann ist es besser, einmal die Crux bei sich selbst zu suchen. Wenn man einen Partner wirklich will, dann bekommt man auch einen. Auch im Jahre 2016.

    Zitat

    Wenn man einen Partner wirklich will, dann bekommt man auch einen.

    Hm, also das würde ich so nun auch wieder nicht sagen. Es ist mMn Glückssache, schon immer, wird es immer sein (zumindest bis wir das Konzept der Körperlichkeit aufgeben und uns alle digitalisieren lassen).

    Zitat

    Ich meinte nicht das heutzutage, das für alle Menschen gilt. ;-)


    expectation

    Achso, alles klar! :-)

    Ich sehe das auch so.


    Alle meiner Single-Freundinnen sind hübsche, intelligente Mädels und ich sehe bei ihnen, wie schwierig es für sie ist, jemanden zu finden, der zu ihnen passt.


    Und dabei liegt es meist an den Männern selbst.


    Ich hatte das Problem auch, bis ich meinen Freund fand. Ich finde es auch wirklich schwierig. ":/