Können wir mal festlegen, wie der Faden weitergehen soll?

    Wir fangen jetzt wieder mit einem anderen Thema an, der Integration. Das gehört nicht in den Islam, denn das hat eher was mit Deutschland zu tun und Gesetzen die sich, sicherlich, noch bilden werden. Jedoch steht im Koran nichts von integration in deutschland.


    Um beim Thema Islam zu bleiben, was könnte man diskutieren, damit sich das Verständnis erhöht und wir ein ausgeglichenes pro contra verhältnis schaffen können?


    Vielleicht können wir dahingehend aufklären, das bestimmte, vom hörensagen aufgefasste Sätze erklärt werden und vorurteile abgebaut werden können.


    wir sind immer noch beim Thema Religion, keiner Integration!

    Seh ich genauso. Auf Seite der Einheimischen ist die Toleranz und das Zugeständnisse machen bedeutend höher als auf Seiten der Zuwanderer.


    --> mit zuwanderer wären dann aber alle gemeint.. auch italiener porugisen und tamilen.. ???

    family du hast zwar recht.. aber im moment versuchen die verschiedenen leute gerade position zu beziehen.. bzw. zu verstehen wer was und warum für eine position einnimmt.. zum beispiel die aussage von today

    Zitat

    ...Nun magst Du mir umgehend erklären, daß "WIR" es


    den Ausländern, ... Muslimen viel zu schwer machen, gell..

    zeigt eindeutig auf dass er nicht weiss woran er mit mir ist.. bzw.. mein statement davor zeigt deutlich dass ich keine ahnung habe was er eigentlich meint.. und die vielen zitate von theseus sind zwar alle hilfreich aber irgendwie kommt man da auch nicht weiter..

    peacefull

    Zitat

    das geht ja in richtung meiner frage wie will man in zukunft miteinander auskommen.. zuhause im stillen kämmerlein schimpfen.. oder statistiken über terorristen hervorziehen hilft da nämlich nur beschränkt.. oder einem muslim vorwerfen sie seien doch ein koran lesendes terroristenpack das in der freizeit ehrenmorde begehe hilft noch weniger..

    Das problematische an Ehrenmorden ist, dass sie nicht unbedingt immer religiöse Ursachen haben, sondern traditionelle und das ist nicht dasselbe. Mädchen, die an sich liberale Eltern haben, die nicht sonderlich religiös sind, können genauso plötzlich mit einer Zwangsheirat konfrontiert sein, wie Mädchen aus strenggläubigen islamischen Familien - und das im Namen der Ehre. Ich habe gerade letztes Wochenende eine Sendung über Ehrenmorde http://www.zdf.de/ZDFde/einzelsendung/0,1970,2459775,00.html


    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,2278079,00.html


    http://www.serap-cileli.de/Home.htm


    http://www.wdr.de/tv/frautv/archiv2004/f170304.phtml#A . Viele zwangsverheiratete Mädchen kommen aus der Türkei. Die Gesetzeslage ist allerdings so, dass sie 2 Jahre verheiratet sein müssen, damit sie überhaupt den Mann verlassen können. Die Wahl, die sie haben ist also - entweder bei einem Mann bleiben, der sie oft misshandelt und einsperrt oder zurück in die Türkei, wo sie ihres Lebens nicht sicher sind. Verlassen sie den Mann und bleiben in Deutschland, dann sind sie sich ihres Lebens auch nicht sicher und sie leben in ständiger Angst. Das Problem ist, dass es kaum Hilfsorganisationen gibt, die solchen Frauen helfen. Frauenhäuser sind dieser Problematik nicht gewachsen. Das wäre z. B. Hilfe von Seiten der Regierung aber die bleibt aus. Mädchen, die in Deutschland geboren sind, wie auch Neshe, haben dasselbe Schicksal. Dadurch, dass sie aber niemanden außer der Familie haben, gehen sie oft zurück, weil sie sonst komplett isoliert sind.

    Zitat

    Das Problem ist, dass es kaum Hilfsorganisationen gibt, die solchen Frauen helfen. Frauenhäuser sind dieser Problematik nicht gewachsen.

    Es gibt eine Art Zeugenschutzprogramm in Deutschland für ausländische Frauen die ihre Familie/Religion verlassen möchten bzw. einer Zwangsheirat oder ähnlichem entfliehen wollen. Sie bekommen dann eine neue Identität und Hilfe vom Staat, damit sie sicher vor der Familie (und deren Rache) sind.

    hmm ich mach mal nen anfang


    1) ich habe im prinzip nichts gegen den islam oder das christentum oder was auch immer für eine religion


    2) ich hasse aber alle extremisten bzw. verdamme alle die die religionen benutzen um sich vorteile zu verschaffen oder kriege anzetteln..


    3) ich glaube nur bedingt an bücher sei es bibel oder koran..


    4) ich bin mit teilen der aktuelle auslegung und interpretation kommt derselben nicht einverstanden (zbp. stellung der frau..)


    5) mir ist es völlig wurscht wie hoch der anteil an ausländer in meiner heimat ist (zurzeit haben wir 30 % in zürich.. dazu zählen auch deutsche :-/ ..)


    6) ich bin gegen jede unterdrückung und kann demzufolge kopftücher.. ehrenmorde.. und alles andere was theseus ausgegraben hat nicht nachvollziehen und stehe da auf einer linie mit ihm


    7) ich versuche nicht zu verallgemeinern.. das heisst ich schliesse nicht von einzelnen vorfällen auf eine ganze religion oder rassen


    8) ich bin der meinung dass falls es im kleinen nicht funktioniert im grossen nimmer funktionieren wird..


    9) ich denke ohne dass sich was in der mentalität der menschen ändert und ohne eine gewisse toleranz wird das zusammenleben in zukunft einiges härter..

    Zur Integration gehört - aus meiner Sicht - auch, dass sich Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen näherkommen.


    Erst wenn wir den Anderen kennenlernen können wir ihn besser verstehen.


    Wenn unsere ausländischen Mitbürger sich aber in ihrer Freizeit nur mit ihren gleichsprachigen Freunden treffen, kann keine Integration erfolgen.


    Die gegenseitigen Vorurteile bleiben so weiterhin bestehen!


    Sie müssen sich unter uns und wir unter ihresgleichen mischen.


    Es gibt genügend Interessen, die alle Menschen dieser Welt teilen.


    Dazu gehört z. B. der Sport!


    Hier könnte u. U. mehr getan werden.

    Andrea

    Zitat

    Dazu gehört z. B. der Sport!

    Sport ist gut. Neulich haben sie hier Fußbal gespielt, Amateure, eine der Mannschaften war wohl eher türkisch, Türkspor oder wie die sich nennen.


    Als der Schiedsrichter sich erlaubte, einen Türken nach einer Tätlichkeit vom Platz zu stellen, wurde das Spielfeld gestürmt :-)


    Danach gab's eine nette Keilerei...

    Zitat

    Sie müssen sich unter uns und wir unter ihresgleichen mischen.

    Da fängt es schon an. Du beziehst Dich jetzt zwar nur auf die freundschaftliche Basis, aber ich erweitere die Aussage mal auf die Ehe. Es gibt nur sehr wenige muslimischen Mädchen die einen "ungläubigen" Deutschen heiraten dürften. Im Gegenzug fordert man aber Toleranz und eine Multi-Kulti-Gesellschaft. Wie soll das gehen wenn nur eine Seite bereit ist sich zu vermischen?


    Dazu kommt die übertriebene liberalität der Deutschen, weil man aufgrund der Geschichte Angst hat immer sofort als Nazi abgestempelt zu werden. Wenn ein deutscher Vater sagen würde: "Meine Tochter wird niemals einen Türken heiraten", dann würde man ihn sofort als Nazi betiteln. Wenn ein türkischer Vater aber sagt: "Meine Tochter wird niemals einen Deutschen heiraten", dann akzeptiert man das und nimmt es schulterzuckend hin.


    Schadet zuviel einseitige Liberalität und Toleranz nicht auch das gemeinsame Zusammenleben?

    Andrea

    Zitat

    Jemand sollte denen die Ohren lang ziehen!

    Wem?


    Die Aborigines hier haben sich gefreut, daß es endlich mal wieder zünftig zugegegangen ist. Früher sei das nichts Ungewöhnliches gewesen...

    kleio

    Zitat

    Ich finde, es müsste sehr viel getan werden. Aufklärung gehört dazu. Wie würde diese Aufklärung aber am besten für beide Seiten gestaltet sein müssen? Welche Bedürfnisse haben Muslime - welchen Rahmen bietet das demokratische System und was wäre eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung? Welche Schritte können beide Seiten aufeinander machen? Aus staatlicher Sicht hieße es ganz einfach, finanzielle Mittel aufzubringen, dass überhaupt ein aufklärender Unterricht stattfinden könnte. Aber auch das wäre meiner Meinung nach der zweite Schritt. Der erste wäre einfach der, dass diese Mauer der gegenseitigen Ausgrenzung abgebaut wird und wer macht den ersten Schritt?? Wohl keiner. Das wird aber langfrisitg zu weitaus eklattanteren Situationen führen, als sie schon heute zu sehen sind

    ich möchte mich doch einmal kurz zu wort melden.


    liebe kleio


    um auf den 1. schritt einzugehen, wir gehen auf unsere nachbarn ein und bieten allen interessierten an uns zu besuchen, und fragen zu stellen es werden handzettel verteilt und änliches unm darauf aufmerksam zu machen. es gibt die interreligiösen tagungen, wir gehen in die schulen und einiges mehr.


    der 2. schritt wird auch getan der staat, respektive das BdI unterstützt die tagungen mit finaziellen mitteln.


    mfg