Theseus

    Zitat

    Du solltest vielleicht auch mal darüber nachdenken, warum die Geburtenrate in den letzten Jahren gesunken ist.

    Ja

    Ich meinte nur, wir sollten froh sein, dass wir die haben...

    Zitat

    Falsch. Es wird zukünftig immer weniger Hilfsarbeitertätigkeiten geben.

    Möglich. Ich sagte auch nicht, dass die Zahl gleich bleibt oder steigt, aber es wird weiterhin welche geben!

    Zitat

    Da lehnst Du Dich etwas zu weit aus dem Fenster. Vor Arabisch kommt noch Chinesisch, Englisch, Spanisch und Hindi.

    Warum drehst du mir immer das Wort um??? Ich habe nicht gesagt, dass Arabisch die wichtigste Sprache sei, sondern nur das sie überhaupt wichtig ist. *kopfschüttel*

    Zitat

    Warum also Arabisch und nicht eine der anderen Sprachen? Begründung?

    ich verstehe die Frage nicht. Ist auch schwer, wenn du immer alles aus dem Zusammenhang rausreist...

    :)D

    Zitat

    Oder nennt man Eurozentrismus das, wenn man will, dass Zuwanderer nach 30 Jahren die Landessprache sprechen können? Oder bin ich jetzt schon ein Nazi?


    Antwort auf die erste Frage: In gewisser Weise JA!

    Okay nenn mich Eurozentrist! *kopfschüttel*


    Hase wird nicht mehr diskutieren, nein, Hase ist sich des Diskutierens überdrüssig. Hase hat sein Schnäuzchen voll. Man kann alles übertreiben. Und nein ich bin nicht mehr hier, ich sagte schon, ich bin im Zelt.

    @ all

    Jetzt seid mal alle bitte ehrlich: Seid ihr nicht der Meinung, dass hier einige Sachen x-mal wiederholt werden? Wir drehen uns im Kreis, oder nicht?

    @ Fabelwesen:

    Dir wünsche ich sehr viel Geduld mit diesem Gesprächspartner.


    *vorlauterkarussellfahrenkotzkrampfkrieg*

    Kleio

    Honig will ich meinem PC nicht antun, deshalb ein :)^


    (An alle: Das war so: ;-) gemeint, denn ich schmiere nicht mit Honig rum, sondern stimme anderen gelegentlich nur mal zu, das sollte in jeder Diskussion erlaubt sein.)


    Kleio: Auch mit deinem zweiten Teil hast du natürlich recht, ich habe ja auch nichts gegen Englisch! Man sollte nur - überall auf der Welt - aufpassen, dass Englisch andere Sprachen deshalb aber nicht unterdrückt bzw. verdrängt. Deshalb fordern SprachlehrforscherInnen wie ich konsequent: MEHRSPRACHIGKEIT! Es gibt übrigens auch Sprachökologen, das sind Wissenschaftler, die sich weltweit für die Erhaltung von (Minderheiten-)Sprachen einsetzen. Sprache ist ja immer auch mit "Kultur" (ich sage lieber: Lebensweise) verbunden. Wenn also Sprachen verdrängt werden, werden auch "Kulturen" verdrängt.


    Finde ich aber wieder zu extrem, da werden zu viele (kulturelle) Unterschiede künstlich aufrechterhalten oder auch herbeigeredet. Ich fände allgemein eine Vermischung schön, von Lebensweisen, meine ich. Die Menschen (alle!) sollten sich aussuchen dürfen, was sie gern von anderen übernehmen würden. Es sollte niemandem aufgezwungen werden. Das wäre eine schöne Globalisierung...

    Zitat

    Es sollte niemandem aufgezwungen werden.

    Das widerspricht aber dem Koran/Islam. Eine der obersten Pflichten eines gläubigen Moslems ist es, Andersgläubige zum Islam zu bekehren. Laut Koran sollte man das, wenn Notwendig, mit dem Feuer und dem Schwert tun.

    Nochmal ich...

    Im Islam gibt es keinen Zwang. Denn, wenn es so wäre, dann müsste doch der Prophet zuerst seinen Onkel Abu Talib zur Konversion gezwungen haben. Aber dem ist nicht so, weil Abu Talib als Nichtmuslim starb (nicht, dass ihr meint, er wurde umgebracht. er führte sein nichtmuslimisches Leben weiter und behielt seinen alten Glauben). Und das weiss jeder...


    Gehört zu den Grundkenntnissen im Islam...


    lg

    Nochmal zum Thema bekehren und friedlicher Islam:

    Die Kurden werden von den Moslems auch nur wegen Ihrer Religion unterdrückt und getötet. Moslems vertreten die Meinung, daß die Kurden vom rechten Weg abgekommen sind und bekehrt oder getötet werden müssen. Denn beides bringt Seelenheil.

    Fabelwesen

    Zitat

    Honig will ich meinem PC nicht antun, deshalb ein

    :-D

    Zitat

    Kleio: Auch mit deinem zweiten Teil hast du natürlich recht, ich habe ja auch nichts gegen Englisch! Man sollte nur - überall auf der Welt - aufpassen, dass Englisch andere Sprachen deshalb aber nicht unterdrückt bzw. verdrängt.

    Das ist aber gar nicht wirklich möglich, solange es eben diese Ansichten gibt, dass nur das richtig ist, was man selber tut und alles, was anders ist, schlecht ist. Zu dieser Denkweise ist keine Religion oder eine Fremdsprachigkeit nötig. Auch wenn man "nur" die Einheimischen anschaut, floriert schon die Diskriminierung in der Sekunde, in der man nicht der gesellschaftlichen "Norm" entspricht. Alles andere sind "Zugaben", die Menschen sofort in einen Topf katapultieren, aus denen man sie nie wieder herausnimmt (jetzt aus der Sicht derer, die der Norm entsprechen). Gerade der Kapitalismus, der Materialismus bringt das Englische mit hinein. Menschen mit diesen Werten, werten eben alles andere ab – schon in der eigenen Sprachgruppe. Daher auch meine Idee, dass das nur dann geändert werden kann, wenn man den Schülern auch kritisches Denken beibringt. Je mehr Bildung, auch emotionale, umso größer die Chance auf Toleranz (was für ein grässliches Wort).

    Zitat

    Deshalb fordern SprachlehrforscherInnen wie ich konsequent: MEHRSPRACHIGKEIT! Es gibt übrigens auch Sprachökologen, das sind Wissenschaftler, die sich weltweit für die Erhaltung von (Minderheiten-) Sprachen einsetzen. Sprache ist ja immer auch mit "Kultur" (ich sage lieber: Lebensweise) verbunden. Wenn also Sprachen verdrängt werden, werden auch "Kulturen" verdrängt.

    Ja, aber Minderheiten lassen sich weder ihre Sprache noch ihre Kultur so leicht nehmen. Darum wäre da das Einbinden der Eltern ein leichtes, denn sie wollen sich ja "ihre" Sprache erhalten. Wenn es aber zum Kampf kommt, indem man von ihnen fordert ihre Identität – denn auch das bedeutet die Muttersprache – abzulegen, kommt es zu diesem Phänomen, dass die Bereitschaft sehr begrenzt ist, die Landessprache zu lernen oder eine von zwei Sprachen aufzugeben. Dass das langfristig für sie große Nachteile hat, bedenken die Betreffende oft nicht, weil es ein viel zu persönlicher Angriff ist. Fast überall, wo es Minderheiten gibt, herrscht Krieg, dabei geht es auch anders. In Kärnten z. B. gibt es zweisprachige Aufschriften (Deutsch/Slowenisch), es gibt zweisprachige Schulen, im Burgenland gibt es dasselbe - auch in Wien (Deutsch/Ungarisch - auch Deutsch/Französisch, und sowieso auch internationale Kindergärten und Schulen), etc. etc. Für wen aber sind die internationalen Kindergärten und Schulen? Wür Dimplomatenkinder und Manager. Damit wird schon wieder die Weiche zur Zweiklassengesellschaft gelegt. Ich hatte einen japanischen Vorgesetzen, der auf solchen internationalen Schulen erzogen wurde - der hatte aber genauso eine große Distanz zur "traditionellen japanischen Gesellschaft", genauso aber zur hiesigen Gesellschaft, da er nur wenig Deutsch konnte. Sicher kein angenehmes Gefühl.

    Zitat

    Finde ich aber wieder zu extrem, da werden zu viele (kulturelle) Unterschiede künstlich aufrechterhalten oder auch herbeigeredet. Ich fände allgemein eine Vermischung schön, von Lebensweisen, meine ich. Die Menschen (alle!) sollten sich aussuchen dürfen, was sie gern von anderen übernehmen würden. Es sollte niemandem aufgezwungen werden. Das wäre eine schöne Globalisierung...

    Sowieso sind das künstlich erzeugte Vorurteile und Angstmacherei. Wenn man ein Volk generell zu einer Sprache und keiner Offenheit anderen Sprachen und Nationen gegenüber unterrichtet und erzieht, fühlt sich dieser "Normmensch", der ja vom System erst dazu gemacht wird von zwei- oder mehrsprachigen Menschen bedroht – hat also zu wenig Selbstbewusstsein. Wie gesagt, es hat nicht unbedingt mit der Fremdsprachigkeit zu tun, denn dieser "Normmensch" fühlt sich auch schon von einheimischen Akademikern bedroht, dafür kommt er sich dann gegenüber einem "ausländischen" Hilfsarbeiter besser vor. Wenn sich dann andere in einer Sprache unterhalten, er nicht versteht, was gesagt wird und geht in seinem Minderwertigkeitskomplex davon aus, dass über ihn gesprochen wird und das auch noch schlecht, genauso ist ein zwei- oder mehrsprachiger Mensch auf dem Arbeitsmarkt eine Konkurrenz und er sieht sich wieder bedroht. Die Reaktion ist aber nicht Weiterbildung, sondern Ausgrenzung.


    Darum bin ich auch dafür, dass zweisprachig Unterrichtet wird und auch anteilig beides Kulturgut im Unterrichtsstoff vermittelt wird. Damit wäre einer multikuturellen Gesellschaft mehr Raum gegeben, egal welche Sprachen sie nun spricht.

    :-/

    Theseus: Da du ja aus dem Koran auch unvollständig zitierst, muss ich mich nicht wundern, dass du das auch mit meinen Texten tust. Du hast zitiert:

    Zitat

    Warum erwarten die Sudanesen zum Beispiel nicht, dass die Westler dort Arabisch lernen? Sondern bedienen diese auch noch!


    Findest du das nicht irgendwie unmenschlich, um nicht zu sagen rassistisch?

    Ich schrieb aber:

    Zitat

    Warum erwarten die Sudanesen zum Beispiel nicht, dass die Westler dort Arabisch lernen? Sondern bedienen diese auch noch! Das ist Eurozentrismus und hat sehr viel mit dem Prestige von Sprachen und damit immer auch "Kulturen" zu tun??? Findest du das nicht irgendwie unmenschlich, um nicht zu sagen rassistisch?

    Der Satz, den du weggelassen hast (von "das ist" bis "zu tun"), beinhaltet nämlich meine EIGENTLICHE Aussage. Du hast dann den Schluss gezogen:

    Zitat

    Warum erwarten die Deutschen zum Beispiel nicht, dass die Türken dort Deutsch lernen? Sondern bedienen diese auch noch!


    Dann wäre es laut Deiner Definition auch rassistisch, wenn die hier lebenden Türken kein Deutsch sprechen.

    Das wäre es durchaus, WENN die Türken hier herkämen, in Luxusvillen wohnen würden und von deutschem Personal, dass für diesen Job jedoch möglichst Türkisch lernen sollte, bedient würden... Erinnert doch irgendwie an Kolonialismus, oder? Nun, diese Vorstellung ist gar nicht so unrealistisch, standen doch die Osmanen vor ca. 400 Jahren schon vor den Toren Wiens...


    Hey, Gangsta, wie findest du diese Vorstellung? Darf ich bei dir zu Hause abwaschen? *g*

    Kleio

    Gartuliere dir, du hast dich wieder perfekt profiliert. Deine Denkweise vermittelt mir, das du sehr sehr sehr engstirnig und einseitig denkst.


    Aber was ist jetzt mit Eltern, die ihre Kinder nicht 2-sprachig, aus schulischer Sicht, erzogen haben wollen? Es gibt auch Eltern, die ihr Kind einfach "normal" bzw. traditionell erziehen wollen. Ich denke die haben auch ein Anrecht dazu.


    Ausserdem wird keiner etwas sagen, wenn man 2 Sprachen spricht. Man verbietet den Zuwanderern doch ihr Sprache nicht, es wird nur gefordert (Staatsbürgerschaft), das ein österreichischer Staatsbürger auch Deutsch sprechen kann. Das ist nirgends anders. Du forderst österreichweit 2-sprachigen Unterricht, aber Zuwanderer sollen natürlich nicht verpflichtet sein, Deutsch zu lernen, nur die österreichischen Kinder Türkisch, oder was?


    Und es kommt sich in Österreich kein Mensch besser vor, als der andere. Das hatte ich bis jetzt nur in Wien erlebt, das es dort dauernd den Vergleich, wer bin ich, wer bist du, gibt. In Deutschland zum Beispiel habe ich soetwas noch nie erlebt. Da ist ein Student genauso respektiert, wie ein Manager. Wie gesagt, fahre mal aus Wien raus, da ist vieles anders und unkomplizierter, als in Mundlhausen.

    Zitat

    Da du ja aus dem Koran auch unvollständig zitierst...

    Das ist eine unwahre Behauptung.


    Meine Koranzitate waren vollständig. Google und lies sie auf tausenden von Seiten nach (auch auf islamischen). Außerdem solltest Du die Verse als angebliche Islamwissenschaftlerin eigentlich kennen!?

    Kleio

    Ein schöner Beitrag! Und deshalb:

    Zitat

    Daher auch meine Idee, dass das nur dann geändert werden kann, wenn man den Schülern auch kritisches Denken beibringt. Je mehr Bildung, auch emotionale, umso größer die Chance auf Toleranz (was für ein grässliches Wort).

    ... sollten Menschen, die in irgendeiner FOrm im pädagogischen Bereich tätig sind, auch weiterhin gegen die Windmühlen ankämpfen! Ich werde es tun, sollte die Chance für Veränderung auch noch so klein sein wegen:

    Zitat

    Das ist aber gar nicht wirklich möglich, solange es eben diese Ansichten gibt, dass nur das richtig ist, was man selber tut und alles, was anders ist, schlecht ist. Zu dieser Denkweise ist keine Religion oder eine Fremdsprachigkeit nötig. Auch wenn man "nur" die Einheimischen anschaut, floriert schon die Diskriminierung in der Sekunde, in der man nicht der gesellschaftlichen "Norm" entspricht.

    Übrigens, alle Achtung, dass du das Wort "Toleranz" hier öffentlich als negativ bewertest. Ich empfinde es genauso, hätte mich das aber (noch) nicht zu sagen getraut, da ich der Meinung war, dass dies keiner verstünde. Gott sei Dank habe ich mich geirrt!