Striptease

    Ich will dich hier nicht angreifen. Ich sehe, dass du dir schon Gedanken zum Thema machst und nicht ausschließlich mit Vorurteilen um dich wirfst. Die Tendenz ist aber leider da, nicht nur bei dir, sondern bei vielen hier und allgemein in Deutschland, wo die Angst vor dem Islam durch die MEdien geschürt wird. Das es so unschöne Fälle gibt, wie du und andere sie erwähnten, macht das Ganze noch komplizierter. Dennoch sollte man einfach nicht verallgemeinern, so schwer das auch fällt...


    Hier meine Kommentare zu ein paar Punkten von dir:

    Zitat

    und dann fragte ich mich, ob er sich vielleicht überlegt später eben mit den kindern in sein muslimisches land zu gehen. anders kann man das vorhaben in deutschland geborene kinder muslimisch zu erziehen nicht vernunftig begründen

    Oh doch, das kann man wohl begründen! Der Islam ist nämlich FÜR ALLE MENSCHEN gedacht, nicht nur für eine bestimmte Region oder ausgewählte Gruppe. Ein in Deutschland lebender gläubiger und praktizierender Muslim wird daher seine Kinder nach seinem Glauben erziehen, das hat REIN GAR NICHTS mit dem Ort zu tun, an dem er lebt.


    Übrigens: Kinder "übernehmen" im Islam die Religion des Vaters, sie werden also automatisch als Muslime geboren. Ob sie dann später daran glauben oder nicht, ist eine andere Frage. Aber "austreten" kann man aus dem Islam nun mal nicht - für sich selbst privat eine andere Religion leben schon (abgesehen davon, dass man dann nach Ansicht der Gläubigen in die Hölle kommt).


    Das erklärt auch, weshalb eine Muslima keinen Nichtmuslim heiraten darf, z.B. einen Christen. Die aus dieser Verbindung entstehenden Kinder wären dann Christen und keine Muslime mehr, was dem "Verbreitungswillen" des Islam entgegen stünde...


    Übrigens ist es im Judentum ähnlich, nur umgekehrt, da geht die Religion von der Mutter auf die Kinder über.

    Zitat

    die mehrheit der konservativen muslime angesichts der vereinzelten toleranten abzustreiten ist einer rosa farbenen brille gleich.

    Das kann schon sein, aber "konservativ" ist doch NICHT GLEICH "schlecht", "unterdrückend", etc., oder??? Und "konservativ" ist auch NICHT das Gegenteil von "tolerant". Ich glaube, ich habe weiter oben auch schon erklärt, dass ich von dem Wort "Toleranz" nicht viel halte, aber ich benutze es hier in dem SInne, in dem du es wahrscheinlich meinst - "modern", "offen",...

    Zitat

    und es für ihn nichts schöneres gibt als eine Familie die den Koran als Leitfaden nimmt für das Eheleben wie auch als Eltern.


    dazu muss man doch, bei allem respekt, nicht mehr sagen.


    würde er für dich seine religion ändern? (ich meine, falls du eben eine strenge christin wärest)

    Das ist eine hypothetische Frage. Family ist nun mal KEINE strenge Christin. Wäre sie es, "dürfte" sie es auch bleiben, da ein Muslim nun mal durchaus eine Christin heiraten kann (hat mein Mann ja auch gemacht), doch warum SOLLTE er deshalb zum Christentum konvertieren??? Abgesehen davon, dass der Islam das nicht zulassen würde, ist er doch nun mal gläubiger MUSLIM. Wieso also konvertieren???


    Und was meinst du mit "dazu muss man nichts mehr sagen"? Ist denn etwas verwerflich daran, wenn er SEINE Interpretation des Korans als Leitfaden fürs Leben nimmt?

    Zitat

    das christentum passt sich der wandlung der welt an, der islam nicht oder nur schwer.

    Ups, seit wann denn das? Hab ich was verpasst? Das Christentum passt sich an? Ist mir zumindest nicht bewusst; ich habe bis heute immer gedacht, dass zumindest Mitteleuropa immer mehr SÄKULARISIERT wird. In anderen Regionen der Welt ändert sich da nämlich nicht viel. Bitte dringend um Aufklärung!!!!

    Zitat

    wenn die es selbst später wollen, bin ich die erste, die meiner tochter ein kopftuch kauft, aber nach dem willen meines mannes und seiner familie (die selbst ja auch einen unterschied zwischen muslimen und christin macht) meinem kind eine enge religion aufzuzwingen, die nicht in diese gesellschaft passt finde ich unverantwortlich und egoistisch.

    Hier stimme ich mit dir überein. Zumindest mit dem ersten Teil des Satzes. :-) Die Kindererziehung ist bei meinem Mann und mir auch noch nicht geklärt, jedoch haben wir auch noch keine. Dennoch sollte man das nicht auf Family übertragen, denn sie interessiert sich ja selbst mehr und mehr für den Islam, will wohl auch selbst konvertieren, und warum sollten dann also die Kinder nicht auch muslimisch erzogen werden???


    Wenn du von einer "engen religion" sprichst, "die nicht in diese gesellschaft passt", kann ich dir leider NICHT zustimmen! Obwohl es vielen Deutschen nicht "passt" ist der Islam nun mal nach Protestantismus und Katholizismus die dritte Religion in Deutschland. SIe ist also schon da, Deutschland IST ein Einwanderungsland (geworden) und immer mehr Deutsche konvertieren auch zum Islam. Sie MUSS also "passen"...

    "Anpassung" oder "Aktualisierung" des Christentums?

    Dieses Thema beschäftigt mich wirklich. Das ist KEINE Ironie!


    TheHappy schrieb:

    Zitat

    wird der Koran eigentlich auch ständig Aktualisiert? wie mit der bibel?

    Die Bibel wird ständig aktualisiert

    Nach meinem bescheidenen Wissen benutzt man in der evangelisch-lutherischen Kirche zum Beispiel die "Luther-Bibel". Und die ist ja nicht besonders neu. In anderen Kirchen gibt es andere Bibeln, aber seit wann kann man das "Wort Gottes" ständig aktualisieren??? Da müsste es ja neue Propheten geben. :-/


    Bin verwirrt, bitte klärt mich auf...

    Zitat

    wird der Koran eigentlich auch ständig Aktualisiert? wie * mit der bibel?

    *ich glaube da fehlt ein ist


    Fabelwesen

    Zitat

    wo die Angst vor dem Islam durch die Medien geschürt wird.

    Kannst du für etwas Toleranz fordern,wenn du nicht selber bereit bist das Gleiche zu geben?


    Vergleich mal Saudi Arabien mit Italien,beides sind religiöse Zentren!


    Bist du praktizierende Christin oder hast du nun entdeckt,das der Islam doch das Richtige ist!


    Da ja Adam und Eva der Ursprung sind,bin ich und du Bruder und Schwester,also toleriert der Koran und die 'Bibel Inzest?


    Auf die gleiche Frage nach Huhn und EI/Evolution usw,antwortete ein Freund mit Allah!(ist einer mit Diplom,kein ungebildeter)!

    Ich finde,hier steckt ziemlich viel wahres drin!


    Ps man könnte den Text auch als Vorurteil verstehen!!!

    @fabelwesen

    Zitat

    Kinder "übernehmen" im Islam die Religion des Vaters, sie werden also automatisch als Muslime geboren.

    das allein ist doch ein zeichen der einengung. man kann die nationalität übernehmen, aber man kann doch nicht durch geburt in einen glauben reingezwungen werden.


    ja, deutschland ist ein einwanderungsland, dennoch ist der islam keine dritte religion in diesem land. deutsche, die zum islam konventieren, tun es aus ähnlichen privaten gründen, wie du oder family.


    früher wäre eine abtreibung im christentum undenkbar, weiterhin siehe dir doch nur mal die aussagen der christlichen prediger, führer auf http://www.frauenfeindliches-arschloch.de (ich glaub mit bindestrich, bin mir aber nicht sicher). die gesamte einstellung zur frau hat sich verändert.


    wenn kinder christlicher eltern nicht gläubig sind, ist es kein drama (aus eigener erfahrung weiß ich, dass es im islam durchaus ein problem für das kind ist), früher war es auch im christentum undenkbar.


    ich ergreife hier keine partei für das christentum, wie gesagt, jede religion ist mehr oder weniger einschränkend, deshalb lehne ich alle ab. aber zwei übel wählt man das kleinste....und im mom ist es eben das christentum.


    man kann doch nicht bestreiten, dass es nun mal viele erzwungene kopftuchträgerinen gibt, schon klar, dass es nicht so gedacht war, aber die realität ist, was eine rolle spielt. beschneidungen, und die doku-bücher von frauen aus saudi-arabien.


    ich bin bestimmt kein pro sieben u.ä. fan. ich habe auch gelernt alles zweiseitig zu sehen und ich fürchte mich nicht vor etwas was ich nicht kenne, sondern lerne es kennen. deshalb habe ich mich für augenzeugenberichte, erlebnissberichte entschieden um mir ein bild vom islam zu machen.


    und obwohl mir jetzt klar ist, dass der gedanke ganz anderes, und an sich wundervoll ist, so wird diese religion dennoch in vielen teilen dieser erde als unterdrückung praktiziert.


    und unsere gesellschaft ist nicht islamisiert. es ist nun mal ein klaffender kulturunterschied und das wird es solange bleiben, bis der islam in seiner gängigen interpretation toleranz gelernt hat.


    lg

    FIDELIO *:)

    Danke, bin zwar etwas müde, da ich von der Arbeit gekommen und seit Tagen nur am Schaffen bin..Ziemlich hart alles >:(


    Wie gehts denn dir? Schon lange nichts mehr von dir gehört!


    Nun zu deiner Frage:

    Zitat

    Ich meinte natürlich, ob ein Moslem eine Nichmuslima heiraten darf, wenn die nicht daran denkt, seinen Glauben anzunehmen und Nichtmuslima bleiben will

    Die nichtmuslimische Frau MUSS den Glauben ihres muslimischen Mannes NICHT annehmen. Sie kann ihre Religion weiterhin praktizieren.

    Zitat

    ..oder darf sie etwas eine "Ungläubige" bleiben?

    Hmm, was meinst du eigentlich mit "Ungläubig"? Juden und Christen gelten im Islam als "Schriftbesitzer = Ahl al-Kitab" und sind deswegen keine Ungläubigen. Heiden z.B. sind Ungläubige oder Atheisten (soweit ich weiss).


    Deshalb darf ein muslimischer Mann "Frauen der Heiligen Schrift (Bibel/Thora)" heiraten, aber halt keine Atheistin.


    Ach, da muss ich dir meine Geschichte erzählen, von der ich denke (warum auch immer), dass sie hier schön reinpasst :-p


    Alsoooo, ich hatte doch schon mal in irgendeinem thread von meinem jüdischen Verehrer erzählt gehabt (ich glaub sogar im Psycho-Forum), dass er nicht mehr ganz normal im Kopf wäre usw. Mittlerweile hab ich festgestellt, dass er auch anders sein kann, sprich nicht bekloppt (ich hatte ernsthaft gedacht, er sei schizophren). Wie dem auch sei...Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe versucht mir vorzustellen, wie es denn gewesen wäre, wenn es soweit kommen und wir heiraten würden. Da er aber ein orthodoxer Jude ist und nur eine Jüdin heiraten darf, war das alles ja für ihn eigentlich von vornherein irgendwie schon ausgeschlossen. Ich glaube auch nicht, dass er mich als "Muslimin" geheiratet hätte, wenn, dann würde er bestimmt wollen, dass ich konvertiere. Der Blödmann soll sogar meiner Freundin gesagt haben, dass er mich als "zweite Frau" haben möchte, d.h. die erste Frau müsse nach jüdischem Recht, der halakah, eine Jüdin sein, wenn er die Absicht hätte, eine Nichtjüdin zu heiraten. Somit dürfte ich wohl meinen Glauben als "Zweite Frau" behalten dürfen. Wusste ich auch nicht, dass es so was im Judentum gibt. Na ja, was soll's...Möchte die Geschichte hier beenden..


    Die Moral der Geschicht': So was gibt es nicht nur im Islam, sondern auch im Judentum. Weiss aber nicht, wieso das keiner miterwähnt. Bei den Juden ist es ja genauso (oder irre ich mich? Ich lasse mich gern eines Besseren belehren ;-))


    liebe Grüsse und mach's gut


    ciao

    Striptease

    Zitat

    Kinder "übernehmen" im Islam die Religion des Vaters, sie werden also automatisch als Muslime geboren.


    das allein ist doch ein zeichen der einengung. man kann die nationalität übernehmen, aber man kann doch nicht durch geburt in einen glauben reingezwungen werden.

    KANN offensichtlich wohl! Auch wenn es nicht jeder (auch nicht jeder geborene Muslim) gut findet.


    Für MICH ist jede Religion ein Stück weit Einengung, deshalb bin ich auch nicht besonders religiös. Aber Gesetze gibt es auch in säkularen Staaten, und Gesetze braucht es, weil der Mensch nun mal nicht per se lieb ist. So ist es auch mit Religionen. Die gehen normalerweise davon aus, dass Menschen "schwach" sind, Fehler machen oder wie man im Christentum sagt, Sünden begehen. Deshalb braucht es Gesetze, damit es den Menschen leichter fällt, sich wenigstens neben dem "rechten Weg" aufzuhalten. Spannendes Thema, ich beschäftige mich diesbezüglich gerade mit einem philosophischen ROman, übrigens im 12. Jahrhundert geschrieben von einem Muslim...

    Zitat

    ja, deutschland ist ein einwanderungsland, dennoch ist der islam keine dritte religion in diesem land.

    Okay, dann eben die zweite. ;-D Wenn du bei google "zweitgrößte Religion in Deutschland" eingibst, findest du 71 Einträge. Und es handelt sich dabei um... na? Ja, richtig! Auch wenn du es nicht wahrhaben willst...

    Zitat

    deutsche, die zum islam konventieren, tun es aus ähnlichen privaten gründen, wie du oder family.

    Nun, warum denn sonst??? Vielleicht weil sie dazu gezwungen werden? :-/ Natürlich aus privaten Gründen...


    Übrigens bin ICH NICHT konvertiert und habe es auch nicht vor...

    Zitat

    wenn kinder christlicher eltern nicht gläubig sind, ist es kein drama

    Du, da habe ich aber auch schon Anderes gehört. Auch aus Deutschland. Hier passiert das vielleicht nicht soo häufig, aber in anderen Regionen der Welt gibt es auch Christen. In der arabischen Welt zum Beispiel. Oder in Lateinamerika, Afrika, USA.... Stell dir mal vor, die Kinder von Busch wollten plötzlich keine Christen mehr sein, gar zum Islam konvertieren... ;-D

    Zitat

    die gesamte einstellung zur frau hat sich verändert.

    Nun, in Mitteleuropa vielleicht im allgemeinen schon. Das ist aber auch schichtspezifisch. Wenn ich da aber an Geschichten aus der "Pampa" Griechenlands denke. Oh nein, lieber nicht, wo kämen wir denn da hin? ;-D

    Zitat

    man kann doch nicht bestreiten, dass es nun mal viele erzwungene kopftuchträgerinen gibt, schon klar, dass es nicht so gedacht war, aber die realität ist, was eine rolle spielt. beschneidungen, und die doku-bücher von frauen aus saudi-arabien.

    UND

    Abgesehen davon kenne ICH kaum welche...


    Beschneidungen? Hmm, Frauenbeschneidungen meinst du sicher, denn gegen die von Jungen ist ja wohl nicht viel einzuwenden, das kannst du ja nochmal spezifizieren. Frauenbeschneidungen gibt es in den meisten islamischen Ländern NICHT. So viel ich weiß, "nur" im Sudan und in Somalia und in anderen afrikanischen Ländern, in denen Muslime leben. Es ist eine schreckliche Tradition, das gebe ich zu. SIe stammt aber aus der VORislamischen Zeit in Afrika, wird leider mit dem Islam gerechtfertigt. Aber DAS ist nun wirklich kein Argument. Sehr viele muslimische Autoritäten haben sich imo schon dagegen ausgesprochen...


    Die Doku-Bücher? Oh bitte! Realität sind die NICHT! Diese Frauen, angefangen mit Betty Mahmoody, bekommen sicher ne Unmenge Geld aus dem Westen, damit sie zur Aufrechterhaltung des Islam-Feindbildes beitragen. Kotz! Damit WILL ich mich nicht immer wieder auseinandersetzen müssen, es nervt nur noch...

    Zitat

    ich bin bestimmt kein pro sieben u.ä. fan. ich habe auch gelernt alles zweiseitig zu sehen und ich fürchte mich nicht vor etwas was ich nicht kenne, sondern lerne es kennen. deshalb habe ich mich für augenzeugenberichte, erlebnissberichte entschieden um mir ein bild vom islam zu machen.

    Na gratuliere! Diese Sachen sind aber NICHT zweiseitig!

    Zitat

    und unsere gesellschaft ist nicht islamisiert. es ist nun mal ein klaffender kulturunterschied und das wird es solange bleiben, bis der islam in seiner gängigen interpretation toleranz gelernt hat.

    Habe ich auch nicht gesagt, das "unsere" Gesellschaft islamisiert sei. Aber der Islam ist nun mal da.


    Zum Thema Toleranz werde ich mich gleich noch äußern.


    *:)

    Touch7

    Zitat

    Kannst du für etwas Toleranz fordern, wenn du nicht selber bereit bist das Gleiche zu geben?

    Ich verstehe nicht ganz. Was bin ich nicht bereit zu geben und wem? Wenn du darauf anspielst, dass ich gesagt habe, dass ich von dem WORT "Toleranz" nichts halte, dann will ich es gern nochmals erklären. Obwohl du auch oben nachlesen könntest. Ich bin mir (ist ja lange her) nicht mehr sicher, ob ich das selbst schon erklärt habe oder nur Kleio zugestimmt habe. Ich weiß aber noch, dass Kleio und ich da die gleiche Meinung vertreten.


    Also, "Toleranz" impliziert immer einen Machtgedanken. Nehmen wir an, Person A toleriert Person B. Okay? Warum? DAS impliziert, dass B etwas tut, was A fremd ist bzw. was A nicht so machen würde. A entschließt sich aber, B zu "tolerieren", zu DULDEN. Was gibt A denn das REcht dafür??? Ist das nicht auch Diskriminierung? Wenngleich vielleicht gut gemeint. Es kommt nicht selten vor, dass A dann sagt: "Also diese B, das wird doch nie was mit uns beiden, so intolerant wie die ist! Ich aber bin tolerant!" (So ähnlich formulierte es übrigens heute jemand auf genau dieser Seite) A toleriert also B und sagt damit aus, dass sie in der besseren Position ist, auf der besseren Seite, sprich "der bessere Mensch"...


    Ich hoffe, meine Ausführungen sind einigermaßen verständlich. "Toleranz" ist leider im allgemeinen eher positiv besetzt, der Effekt, den dieser Begriff aber hat, wird leider nur von wenigen gesehen. Ich empfehle allen, mal ernsthaft darüber nachzudenken, bevor gleich mit Steinen geworfen wird.


    Mein Vorschlag: Toleriert die anderen nicht, sondern geht vorurteilsfrei auf sie zu! *:)

    Zitat

    Vergleich mal Saudi Arabien mit Italien, beides sind religiöse Zentren!

    Was meinst du damit?

    Zitat

    Bist du praktizierende Christin oder hast du nun entdeckt, das der Islam doch das Richtige ist!

    Weder noch! Ich weiß zwar nicht, warum das hier wichtig sein sollte, aber ich kann die Frage gern beantworten. Auf dem Papier bin ich Christin, ich glaube auch an Gott, bin aber nicht besonders religiös. Es gibt sowohl im christlichen als auch im islamischen Glauben Dinge, die mir nicht gefallen bzw. die ich mir einfach so nicht vorstellen, nicht glauben kann. Ich sage immer, ich bin gläubig, aber nicht religiös.


    Warum fragst du das?

    Zitat

    Da ja Adam und Eva der Ursprung sind, bin ich und du Bruder und Schwester, also toleriert der Koran und die 'Bibel Inzest?

    Wie bitte? Was willst du damit sagen? Erstens denke ich nicht, dass es zwischen uns beiden irgend etwas geben wird, was auch nur im Entferntesten an Inzenst erinnern könnte! ;-D


    Und imo falsch: Adam und Eva sind NICHT der Ursprung, sondern Gott ist der Ursprung! Wir sind "Kinder Gottes", denn er gab uns unsere Seelen, er ließ es geschehen, dass wir überhaupt existieren. "Kinder Gottes" sehe ich im übertragenen Sinn; und übrigens glaube ich an die Evolution...

    Zitat

    Auf die gleiche Frage nach Huhn und EI/Evolution usw, antwortete ein Freund mit Allah! (ist einer mit Diplom, kein ungebildeter)!

    Dachte ich mir, dass das kein Ungebildeter war, denn die Antwort ist doch klasse! :)^ Wenn man an Gott glaubt, an einen Schöpfer-Gott, dann ist doch völlig klar, dass dieser vor Ei und Huhn da war! Danke!!! Den muss ich mir merken, super originell. Schade, dass du es nicht verstanden hast...

    Fabelwesen

    ok nicht Toleranz,sondern Akzeptanz!


    Was ich mit den vergleich von Italien und Arabien gemeint habe ist einfach!


    In Rom wirst du locker eine Moschee finden,in Riad(ich hab bewusst nicht Mekka bzw Medina erwähnt) ist das mit der Kirche oder anderen Gotteshäusern schon schwieriger!


    Ich werfe dir nix vor,auch den Moslems nix!


    Ich finde eben nur, man sollte nicht das verlangen, was man nicht selber bereit ist zu geben!


    Ich hoffe diese Beispiel war nicht zu unpassend,will auf keinenfall eine ausfallende Diskussion!

    Zitat

    und übrigens glaube ich an die Evolution

    das deckt sich leider nicht ganz mit Adam und Eva Theorie,trotzdem finde ich sind Religionen generell gut,sie geben dem Menschen halt in bestimmten Situationen.

    Zitat

    Dachte ich mir, dass das kein Ungebildeter war, denn die Antwort ist doch klasse! Wenn man an Gott glaubt, an einen Schöpfer-Gott, dann ist doch völlig klar, dass dieser vor Ei und Huhn da war! Danke!!! Den muss ich mir merken, super originell. Schade, dass du es nicht verstanden hast

    Jetzt hast du mir einen Banane gegeben,ich wollte zwar auf was anderes aufmerksam machen,bin aber jetzt der Worte geraubt;-D!


    Ich wollte nur anmerken,das gebildete Menschen(Religion ist mal egal) an sowas wie Gottesflut glauben(in der Flut angeblich Namen Gottes erkenne),Fakten wie die Plattentektonik ausser Acht lassen,Kamikazeflieger befürworten,einenganze Volksgruppe hassen und gleichzeitig Toleranz/Akzeptanz oder sonstwaserwarten.


    Warum ich das hier aufgeführt habe???,ist ganz einfach.


    Ich gehe davon aus,das sehr viele,nicht alle Moslems(Türcken möchte ich besonders ausschliessen,die werden ja von vielen Arabern als Nichtmoslem angesehen) genau diesen Standpunkt vertretten!


    Ich könnte noch mehr reinschreiben,bringt aber nix,weil wir uns sonst zu weit weg entfernen.


    Ich kritisiere nun mal die Opferhaltung,wen gleichzeitig Tätergedanken in so manchen Hirnen spucken!


    Fabelwesen ich tarzan du jane,nix inzest und adam ;-),falls es den Anschein hat, ich verallgemeinere nicht und bin selber vorurteilfrei.


    Nehme mir aber das Recht zu kritisieren!!!

    Und

    wer hat denn eigentlich Gott gemacht?


    Wäre die logische Folgefrage auf die Kausalkette, dass er für unsere Existenz verantwortlich ist. Aus dieser quälenden Frage heraus, woher wir kommen und wohin wir gehen, habe sich die Menschen ihn ja vielfältig in den Kulturen über die Jahrtausende hinweg geschaffen.


    Die Hindus, die Griechen und Römer hatten ja wenigstens ein paar Göttinnen zu bieten, die Christen kennen nur Gott Vater, Sohn und Taube (?), Muttern war irdisch, naja. Und Allah? Männlich? Oder etwa nicht? Tja, die Frauen müssen sich mit der Nebenrolle begnügen, bitter sowas, aber steht im Koran und in der Bibel.


    Rein juristisch wäre die Schöpfung Gottes übrigens ein Garantiefall. Kein TÜV hätte sowas abgenommen. Mit soviel Murks könnte höchstens noch Bill Gates konkurrieren. Ständig bringen sich die Gläubigen der verschiedenen Fraktionen gegenseitig um und alle hoffen, dass sie im Paradies dafür belohnt werden (oweia) und am jüngsten Tag der jeweils zuständige Gott es der Gegenseite mal so richtig zeigt (Jammern und Zähneknirschen). Oder der Herr läßt eine Tsunami ranrauschen und wieder mal müssen die Ärmsten dran glauben.


    Ohne Religion hätte familyportrait diesen Trouble überhaupt nicht erst, wir würden kommen und gehen, wie Oma Sonntags zum Kaffee. Aber wir hätten auch nicht diesen schönen Faden. Hat alles auch sein Gutes, schönen Gruß zurück, Da-Gangsta.


    Jetzt hatten wir in Mitteleuropa nach Hauen und Stechen endlich die Religionen soweit, wo sie hingehören, nämlich in die relative Bedeutungslosigkeit, das kommt schon die nächste wieder an und nervt.


    Übrigens ist der Koran so unveränderlich, dass man ihn nicht einmal kopieren darf und eigentlich auch nicht übersetzen, doll.

    @Fabelwesen

    Findest Du es tolerant, daß eine muslimische Frau keinen Christen heiraten darf?


    Warum muß FamilyPortrait eigentlich zum Islam konvertieren? Warum konvertiert ihr Freund nicht zum Christentum?


    Weil er nicht darf und weil er sonst als Abtrünniger gelten würde! Und Du erzählst hier was von Toleranz im Islam!? Das ist mehr als lächerlich!

    Zitat

    So was gibt es nicht nur im Islam, sondern auch im Judentum. Weiss aber nicht, wieso das keiner miterwähnt.

    Lies dazu mal die Threadüberschrift. Hier geht es um den Islam und nicht um's Judentum!

    Katholikin + Moslem => möglich wäre es...

    So, jetzt muß ich auch mal was dazu sagen... :-)


    Ich verfolge das hier jetzt schon eine ganze Zeit lang.


    Ja, und ich war auch einige Zeit mit einem Moslem zusammen, sogar verlobt, und "WAR" nicht etwa wegen der Religion. Daß wir nicht mehr zusammen sind hat andere Gründe, wäre mit einem Deutschen nicht anders gelaufen.


    Ich will jetzt nicht sagen, daß alles einfach war, aber es war sehr interessant und hat unserer beide Horizonte erweitert. Das wichtigste ist, daß man miteinander redet, denn wenn 2 Glaubensrichtungen aufeinandertreffen, dann ist das anfangs schwierig. Bei Family ist es etwas einfacher, weil sie nicht so an ihrem Glauben festhängt wie ich.


    Jedenfalls haben er und ich sehr viel geredet, uns gegenseitig erklärt, unsere Meinungen und Wünsche uns mitgeteilt. Und wenn nicht beide Seiten bereit zu Kompromissen gewesen wären, offen und bereit aufeinander zuzugehen, dann hätte es vom ersten Tag an nicht geklappt. Es funktioniert nämlich nicht, daß einer sich total verbiegt und der andere macht was er will. Das klappt vielleicht ein Jahr und dann setzt der Frust ein.


    Möglicherweise hat es bei uns so gut geklappt, weil ich ein zähes Biest bin und weiß was ich will, ohne mich einschüchtern zu lassen.


    Seiner Family gegenüber ging das nicht, da mußte und wollte ich mich anpassen, genauso wie er bei meiner. Das sind ältere Generationen, die kann man nicht verbiegen. Aber was sind schon die paar Stunden im Monat... seine Family hat mich geliebt und meine ihn...


    Für seine Kumpels (hatten alle verschleierte Hausfrauen mit Kindern zu Hause sitzen, gingen aber immer alleine weg) war ich wie ein weiterer Kumpel, eben eine Frau mit Sonderstatus, die mit ihnen weggegangen ist und mit der sie auch offen reden konnten.


    Man muß sich eben immer das vor Augen halten: bei denen gibt es schlechtes und bei uns auch, aber es gibt auch auf beiden Seiten gutes.


    Man muß REDEN REDEN REDEN. Es kann super schwierig werden, aber auch super spannend.


    Man muß es selbst erlebt haben, um mitreden zu können, es ist alles eine andere Welt, aber es war wert, diese Welt zu sehen, ich bereue keinen einzigen Tag.


    Die Spanierin

    Schönen Guten Morgen

    ICh wollte mich für meinen ton gestern entschuldigen, ich war einfach nur wütend auf gewisse Kommentare und hätte wohl erstmal tief durchatmen müssen. Tut mir wirklich leid, aber ich versuche es mal netter zu formulieren.


    Ich meine der Anfang der Fadens war eigentlich der das mir erzählt wird was sich in meinem Leben (sonst christlicherseits, durch Schule, Weihnachten etc., was mich aber lang nicht zum Christen macht, aber meine Verwandten sind es alle wodurch man solche feste zwangsweise mitfeiert und reinwächst) ändern wird, wenn ich in den islam übertrete oder mit einem Moslem zusammenlebe. Ich wollte einfach nur wissen was sich mit der Zeit ergibt, welche Feste man feiert, wie man betet, was einen moslem "ausmacht" und ob sich in dieser Hinsicht mein Leben schlagartig verändert wird.


    Ist wirklich schön zu sehen das sich dieser Faden immer weiter entwickelt und immer größer wird. Hier fallen zum teil Aspekte, an die ich noch nie gedacht geschweige denn gehört hätte, wenn man an den Vergleich mit anderen Religionen denkt.


    Ich freue mich auch wenn dieser Faden noch eine längere Zeit läuft, weil ich einfach wissen will was es noch für Aspekte gibt im Bezug auf Islam, Vergleiche mit anderen Religionen, geschichtliches etc.


    ich habe mich nur einfach aufgeregt, weil diese Beispiele direkt auf meinen Engel angewandt werden. Es ist so als würdet ihr ihn jemandem beschreiben, der ihn nicht kennen würde. Mir kommt es so vor als ob er nur im schlechten Licht da steht, weil er Moslem ist.


    Die Religion kann jeder für sich auslegen, und ich denke das genau da auch das Problem liegt.


    Der Koran ist in Hocharabisch geschrieben, was nicht viele gelernt haben, es sich also aneignen müssen. Ich denke das bestimmte Dinge einfach sehr schwer zu übersetzen sind, und man diese Dinge dann eben dem Sinne nach auslegt. (Fabelwesen hatte kleinere Auszüge mal erwähnt) Ich denke das man genauso viel gutes wie auch negatives hineininterpretieren kann, wenn man will. So denke ich das viele Leute (meinetwegen mal das krasse Beispiel Kamikazeflieger o.ä.) sich das zusammenstricken was sie hören wollen, das über Generationen weiter geben ohne das sich andere eine eigene Meinung darüber gebildet haben (bilden durften) und somit wieder zum Feinbild beitragen.


    Das der Koran nicht viel damit zu tun hat, das wird in den Medien nicht gesagt. Es fallen immer nur begriffe wie Moslem, Dschihad, araber, im namen Gottes. Was ständig auf den Koran zurückgeführt wird. Selbst wenn wir die "mildere Ausgabe" dessen betrachten, was in Familien abläuft und damit gerechtfertigt wird, wird nicht hinterfragt.


    Alles wird immer nur mit der Religion gerechtfertigt. Das vielleicht manche LEute einfach nur zu blöde sind zu lesen, der (Hoch)arabischen sprache nicht mächtig sind und genauso wenig im übertragenden sinne zu denken, daran denkt kaum einer. In den arabischen Ländern herrscht auch nicht dasselbe Niveau wie hier. Dort kann nicht jeder lesen, dort sind viele arm. Diese Leute werden auch genau damit verarscht. Diese Leute sind es doch die sich dem unterwerfen, was wir täglich in den Medien zu sehen bekommen und widerum auf den Koran ableiten.


    Genau solche Vollidioten unterdrücken auch ihre Frau, schlagen ihre Kinder und saufen sich zu tode. gehen dann freitags in die Moschee und bezeichnen sich als Moslem.


    Und da sind wir schon beim Teufelskreis der nie enden wird. Diese Idioten gehen dann ins fernsehen und sind stolz darauf ihre frau zu unterdrücken und schreien auch noch lauthals "ICH BIN MOSLEM BITTE MITSCHREIBEN!!"


    Das Problem was dadurch entsteht, sehen wir hier in diesem Faden. Wir pauschalisieren (bitte nicht schlagen ;-D ) bzw. beziehen die schemas/(schemen??? plural ka*peinlich*) oder STATISTIKEN auf andere muslemische Mitbürger und machen ihnen das Leben noch schwerer als es ohnehin schon ist.


    Generell denke ich das Religionen nichts böses wollen, warum auch? dann würden wir uns alle selbst zerstören und das würde im NIchts enden. sie will uns ebenso wenig was einbläuen oder frauen einengen/unterdrücken. Sie zeigt uns das wir alle gleich sind, egal woher wir kommen, wer wir sind, an welche Religion wir glauben und ob wir glauben.


    Ich verbinde eigentlich mit dem reinen Glauben nichts negatives, bzw. mit dem Wort Religion. wenn ich alle Geschichten ausblende und nur an meine interpretation der bibel oder (teilstücke) des Korans denke(habe erst angefangen, nicht viel gelesen)


    Ich denke auch das sich viel mehr Menschen der Religion widmen würden wenn sie nicht immer unter Zwang stattfinden würde und soviel negatives darüber berichtet wird. ich denke das die religion einfach nur eine Erklärung dessen ist was wir existenz nennen und diese existenz braucht einen Leitfaden oder eine Struktur der wir uns annehmen können. Sie kann uns das Leben erleichtern, bereichern oder sonstigen Zuspruch geben, den wir oft brauchen.


    Sogar Gesetze geschaffen.


    hier ist der Satz gefallen das vieles einfacher wäre ohne Religion. Ich denke genau andersherum. wo wären wir jetzt, hätten wir uns nicht teilweise danach gerichtet (abgesehen von Hexenverbennungen, kreuzzügen etc., die aber sehr wahrscheinlich auch etwas im nachhinein bewirkt haben, was uns jetzt erspart bleibt)


    wie gesagt ich habe eine positive Auffassung von religionen. Es sind die menschen, wie oben erwähnt, die etwas daraus machen was nicht mehr annehmbar wird oder unerträglich.


    ich frage mich nur, wenn ich dieser auffassung bin, mein Freund ebenso, warum es so schlecht ist muslemin zu werden.


    Würden wir nicht dieselben Gedanken haben, dieselben Ansichten, die gleichen Werte verinnerlicht haben, dann wären wir nicht zusammen. Würde er mich in irgendeiner Form unterdrücken, dann würde ich mich dagegen wehren.


    ich bin Herr (oder besser Frau) meiner sinne und kann mich auf sie verlassen.


    dieser mensch ist das Beste was mir in meinem Leben passieren konnte. vielleicht ist es auch der weg der für mich vorgesehen ist.


    Mich verärgert es einfach nur das manche menschen meinen, das er mich gezwungen hätte diesen Weg zu gehen.


    Wir haben uns sehr lange damit auseinander gesetzt.


    mir war Religion nie wichtig, ich habe an Gott geglaubt, stand aber damit auch in Konflikt (der seit einigen Jahren wieder behoben ist).


    Mein vater hat versucht mir das Christentum einzubläuen wogegen ich mich mit zunehmendem Alter strickt gewehrt habe und eine Abneigung gegen das christentum entwickelt habe, wodurch ich auch nicht getauft wurde (was mir selbst überlassen wurde)!


    jedoch hatte das nicht viel mit dem Christentum zu tun, sondern eher damit, das er es mir zum verrecken eintrichtern wollte.


    könnte heute noch kotzen, sorry |-o


    jedenfalls habe ich mich, seit meinem freund, mit dem thema religion wieder auseinander gesetzt. Ich war fasziniert davon das einem religion soviel geben kann, aber einem nicht vorschreibt was hier gefallen ist!!!!!


    dann kam dieses Gespräch in dem er wissen wollte was ich denke und er von mir wissen wollte ob es ernst war, was ich sagte.

    fortsetzung

    ich denke das die angst auch wieder durch die Schlüsselerlebnisse von damals herrührte und ich den schwanz ein wenig eingezogen habe. nachdem sich dieses gefühl gelegt hat und ich ihm meine Ängste und Bedenken genannt habe, haben wir ausführlich darüber geredet. diese Gespräche waren sehr wichtig für mich, haben mir auch die einsicht gegeben, das ich ebenso den Vorurteilen unterliege/unterlag wie manch anderer ihnen immer noch unterliegt.


    zu dem Entschluss bin ich selbst gekommen, keine angst1


    Dann habe ich mich entschieden denselben Weg zu gehen, den er geht. warum sollte ich mich jetzt noch dem christlichen Glauben annehmen, wenn wir doch etwas haben, was wir gemeinsam haben? Womit wir beide leben können. Wir werden unsere kinder nicht einengen oder ähnliches. sie werden sport mitmachen, schwimmen können, bikini tragen, alles das was ich auch gemacht habe.


    Er ist nämlich der ansicht es anders zu machen als sein Vater, weil er alle unterdrückt und keinem freiheiten gibt. er weiß ja selbst wo das endet, und das will er nicht noch einer generation mitgeben.


    Klaro möchte er sich abkapseln, aber das geht nicht so einfach. warum, habe ich am Anfang des Fadens erklärt. er wird mich nie mögen, aber dann ist das was anderes. dann haben wir uns.


    Wir leben dann für uns, jetzt lebt er noch nach seinen Regeln.


    Zugegeben es schon gewöhnungsbedürftig sich nicht auf eine Kirchbank zu knien sondern auf einer Gebetsdecke/teppich zu knien und dann seine hingabe durch gesten zu zeigen und auswendig gelernt suren. jedoch nur deshalb weil ich nie was anderes gesehen habe als kirchen und wir auch nie was anderes gefeiert haben als christliche Feste. warum denn nicht? wenn ich gott so zeigen kann das ich an ihn glaube und ihm dankbar dafür bin was ich habe, dann ist es das wert.


    Ich denke das es jetzt gerade anfängt, das sich menschen damit erst auseinandersetzen müssen. sich mit dem gedanken anfreunden das diese Religion auch in unserer heimat stattfindet und nichts negatives bedeutet. ich denke das wir noch jahrzehnte dafür brauchen das zu akzeptieren und tolerieren.


    jedoch würde das alles schneller gehen, würden alle leute etwas positives aus dem Koran ziehen. Das auch ausleben und ZEIGEN das es anders geht. Es offen BEkuNDEN das der Islam etwas gutes sein, wenn man nur will.


    ich finde es so schade das der koran immer nur an negativen Beispielen gemessen wird, aber keiner genauer darauf eingeht, wenn mal danach gefragt wird. Dafür informieren sich sender zu wenig und auch praktizierende moslems nicht.


    Es heißt immer andere Länder andere Sitten, aber wenn diese anderen Sitten mal in unser Land kommen dann wird sofort dementiert.


    es fehlt vielleicht einfach nur an aufklärung und positiven beispielen. kein Mitternachtsreportagen-niveau das haben wir im überfluss.


    Wenn ich sehe wie die menschen auf meinen Freund zugehen bzw. alles mögliche versuchen es nicht zu tun, dann tut mir das richtig weh. Er sieht nicht aus wie ein schlimmer junge, kleidet sich ordentlich, pflegt sich vernünftig, und redet hochdeutsch mit den leuten die meinen ihn wie einen idioten behandeln zu müssen nur weil er offensichtlich ein moslem ist.


    Er hat mir schon so viele dinge erzählt, die unfassbar sind, die mir richtig weh tun weil ich nichts an der Einstellung der menschen ändern kann um ihm das Leben in der Hinsicht zu erleichtern.


    Ich hoffe mein standtpunkt ist jetzt ein wenig klarer, bzw. erklärt meine Beweggründe und erklärt auch warum ich denke das mein freund anders ist und nicht die Bahn einschlägt die hier allzuoft erwähnt wird.


    mein Freund ist weder unterstützer solcher menschen, noch ist er attentäter er ist einfach nur ein moslem der akzeptiert werden will und fordert noch nicht einmal das verständnis sich in ihn hineinzudenken. er ist ebenso Deutscher wie wir, mit dem unterschied das er einer anderen religion nachgeht und seine Vorfahren aus arabischen Ländern kommen.


    Er kann nichts für seinen Vater, er hat nur gelernt es besser zu machen. das muss nicht heißen das er ebenso intolerant reagiert.


    Er bildet sich eigene meinungen und geht vorurteilsfrei an menschen heran. schon alleine das ist ein Unterschied von 80% wenn man ihn mit seinem vater vergleichen würde.


    In diesem sinne wünsche ich noch eine schöne restwoche bis zum wochenende *:)


    (achtet nicht auf die Großschreibung, Umschalttaste ist kaputt)

    Zitat

    Seiner Family gegenüber ging das nicht, da mußte und wollte ich mich anpassen, genauso wie er bei meiner. Das sind ältere Generationen, die kann man nicht verbiegen. Aber was sind schon die paar Stunden im Monat... seine Family hat mich geliebt und meine ihn...

    Danke das es mal jemand anderes sagt, das war mir auch mal wichtig. mich versteht keiner in der hinsicht.


    ich denke da genauso wie du, kann dem nichts mehr hinzufügen, außer schönen Tag noch *:)

    @fabelwesen

    Bei uns läuft alles Bestens. Wir sehen uns zwar nicht sooft, weil wir beide viel arbeiten, aber wir nehmen uns Zeit zu reden, und sagen wenn der andere was auf dem Herzen hat. ich habe viel mit ihm geredet was dieses thema angeht, auch weil ich dazu lerne.


    Ich lerne außerdem gerade arabisch. er bringt mir was bei, obwohl ich online besser lerne :-p


    konnte letztens bei arabern sogar häppchenweise verstehen worum es ging ;-D wenn die wüssten


    Naja, jedenfalls läuft wirklich alles gut und ich bin super zufrieden.


    Wenn das genauso in der Schule laufen würde... naja


    melde mich noch in einer pm bei dir am wochenende. muss jetzt zur schule und bin in eile. bis dahin alles liebe