relig. unterricht

    Zitat

    Tun sie aber nicht. Also sollte der Islam sich auch nicht immer so wichtig nehmen. Die Zeugen Jehovas, Juden, Yeziden oder Buddhisten fordern auch nicht das ihre Religion per Unterricht gelehrt/verbreitet wird.

    wenn dieses dann aber im privatkreis/privatschule getan wird, dann wird es auch kritisiert. wobei ich zugebe und verurteile, dass die lehrinhalte und die art und weise der lehre nicht den erfodernissen entsprechen.


    mfg

    Religionsunterricht:

    Es gibt Religionsunterricht und dann sollte jede Religion unterichtet werden, oder keine. Wenn keine, dann sollen einfach die Insitutionen außerhalb der Schule Religion unterrichten - aber dann auch die Katholiken. Wenn christliche Kinder ihren Unterricht haben, gibt es doch kein Problem, dass in der Stunde der Islam unterrichtet wird. Oder es gibt generell Religionsunterricht, in der jede Religion durchgenommen wird und das für alle. Dadurch hätten die Kinder auch die Chance, alle Religionen kennen zu lernen und keine Vorurteile aufzubauen.


    Kopftuch:


    Es gibt ein Kopftuchverbot für Lehrer und was Schüler anziehen, da gibt es keine Kleidervorschrift - das ist nun einmal die "Uniform" der Lehrer. Ich finde, dass das Kopftuchtragen nicht automatisch ein religiöser Punkt ist. Solange ein Kopftuch freiwillig getragen wird, sehe ich kein Problem darin. Dass man ein Kopftuch nicht immer tragen kann, hat weniger mit Religion als mit gesellschaftlichen Normen - genauso, wie es in der Bank nicht erlaubt ist mit der Lederjacke zu arbeite, so ist es nun einmal nicht erlaubt ein Kopftuch zu tragen - das hat nichts mit der Religion zu tun, sondern mit gesellschaftlichen Kriterien. Privat kann ja jeder tragen, was er will, Kopftuch oder was auch immer. Dass man die Kopfbedeckung abnimmt, wenn man in einen Raum kommt - das gehört zu allgemeinen öffentlichen Benimmregel, an die sich nun einmal jeder halten muss, wenn er sich in diese Öffentlichkeit integrieren will. Er muss es ja nicht.

    relig. unterricht

    hier in diesem forum wird aufgezeigt, dass die meisten angelegenheiten des islam nicht dem entsprechen, wie es sein soll. wenn nun aber über einen an staatlichen schulen durchgeführter relig.-unterricht einerseits dieses bild des islam und den muslimischen kindern andereseits ein von traditionen befreiter islam (wie ihr es nennt , bleibt euch überlassen) vermittelt werden kann. dann sträuben sich fast alle dagegen, und machen uns muslimen aber dann auch weiterhin vorwürfe, was alles im namen des islam an terror passiert. irgendwie kann ich dass nicht begreifen.


    mfg

    Deswegen

    hat ja Frankreich völlig richtig ALLE religiösen Symbole aus den Schulen verbannt. Wie sie es mit dem Unterricht halten, weiß ich nicht, am besten wäre meiner bescheidenen Meinung nach KEIN Religionsunterricht jetweder Religion.


    Erinnert euch an Bayern, dort musste ein Kreuz aus einem Klassenraum entfernt werden, weil Eltern dagegen geklagt hatten. Es wurde gemacht und das in BAYERN!!!


    Wenns denn sein muss, dann eher einen allgemeinen für alle Schüler, wie Kleio ihn schon beschrieben hat, mit staatlich abgesegneten Inhalten.


    Was nicht sein kann ist Religionsunterricht a la Yusef Sonstewie aus Kreuzberg, der jetzt ausgewiesen wird (eine Instanz hat er noch), der auch noch staatlich gefördert würde.

    Warum wird der islam immer so kritisiert?

    Ich versteh das nicht. Ob man nun Koptuch trägt oder nicht ist doch egal. Ist doch jedem seine Sache. Jeder sollte so rum laufen wie er will. Es wäre find ich auch schöner wenn jeder Mensch etwas mehr gläubiger wäre. Dann würden auf dieser Welt keine Vergewaltigungen und Morde passieren. Weil jeder Mensch an Gott glauben würde und Respekt vor ihm hätte. Ob christlich oder muslimisch.

    Die meisten Morde

    werden doch gerade von den besonders eifrig Glaubenden begangen, fürher von Kreuzrittern und Conquistadores, heute von Islamisten.


    Mach dir doch mal die Mühe und lies den Faden von vorne.

    Ein Mensch der gläubig ist würde kein Mord begehen. Die Islamisten die jetzt morde begehen sind in meinen augen keine moslems das sind terroristen. Wenn ein Deutscher ein Mord begibt und dies auf den christentum schiebt, heißt es schon lange nicht das es so ist.

    Theseus

    Zitat

    Es gibt noch genug andere Religionen auf der Welt. Wieso sollte man ausgerechnet Islam an deutschen Schulen lehren? Was hätten die einheimischen Kinder davon?

    Das habe ich nicht gemeint! Ich meinte natürlich auf freiwilliger Basis, und somit vor allem für muslimische Kinder. Wenn Kinder aus christlichem Elternhaus das auch wollen - warum nicht?


    Ich finde übrigens, dass alle Kinder, die in Deutschland zur Schule gehen, einheimische Kinder sind! Ausgenomen vielleicht Diplomatenkinder, die sich für begrenzte Zeit hier aufhalten, AustauschschülerInnen sowie die Kinder auf internationalen Schulen. Ein Kind von Migranten, das bereits die dritte oder vierte Generation darstellt, IST ein einheimisches Kind!!!

    Zitat

    Das tragen von Kopftüchern in öffentlichen Gebäuden ist in der Türkei verboten. Warum sollte man hier etwas zulassen, was selbst im eigenen Land nicht erlaubt ist?

    Warum sollten wir uns nach der türkischen Gesetzgebung richten??? ;-D Dann müssten wir ja auch z.B. die Iranerinnen in Deutschland zwingen sich zu verhüllen! ;-D Dafür gibt es keinen Grund! Zudem gibt es nicht nur türkische Muslime hier, die gern ein Kopftuch tragen würden.


    Aber wie gesagt, ich finde nicht, dass wir das hier diskutieren müssen.

    Zitat

    Und das christlicher Religionsunterricht gegeben wird sollte klar sein, da Du Dich hier in einem christlichen Land befindest.

    Daran ist GAR NICHTS klar! Deutschland ist offiziell kein christliches Land, hier herrscht Religionsfreiheit. Es ist aber christlich geprägt, klar, das kann man nicht leugnen. Da es aber keine Staatsreligion gibt, ist der Religionsunterricht auch freiwillig !

    @ Theseus

    Zitat

    Das tragen von Kopftüchern in öffentlichen Gebäuden ist in der Türkei verboten. Warum sollte man hier etwas zulassen, was selbst im eigenen Land nicht erlaubt ist?

    Gleiches mit Gleichem vergelten?


    (ein Zitat von Dir)


    lg

    Immer wieder das Gleiche - gähn

    Fidelio:

    Zitat

    andererseits würde ich J E D E Form der Religionsausübung (natürlich auch Kopftücher als zahlenmäßig zunehmende und besonders wahrnehmbare Symbole der Unterdrückung) oder Lehre aus offentlichen Gebäuden verbannen.

    Hast du dich denn schon mal mit muslimischen Frauen unterhalten??? Es gibt 1001 Grund, ein Kopftuch zu tragen. Man kann es nicht pauschal als "Symbol der Unterdrückung" abwerten. Wurde das nicht schon oft genug gesagt?

    christliches deutschland?

    soweit das grundgestz, mit dem ich konform gehe. denn das gebietet der islam, die staatsmacht des landes anzuerkennen und nach den geltenden gesetzen zu leben. mit einer einschränkung: sie dürfen nicht dem islam zuwiederlaufen.


    und damit bin ich zumindest hier in deutschland verpflichtet, das grundgesetz und alle anderen daraus resultierenden gesetze anzuerkennen!


    **

    Zitat

    Und das christlicher Religionsunterricht gegeben wird sollte klar sein, da Du Dich hier in einem christlichen Land befindest

    **


    Artikel 7


    [Schulwesen]


    (1) Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.


    (2) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.


    (3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.


    (4) Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet. Private Schulen als Ersatz für öffentliche Schulen bedürfen der Genehmigung des Staates und unterstehen den Landesgesetzen.


    wo steht da jetzt, dass nur christlicher religionsunterricht gebgeben werden darf oder muß ?

    fabelwesen

    ich denke, du hast Theseus nicht richtig verstanden. Er meinte, dass, wenn sogar die Türkei als muslimisches Land das Tragen von Kopftüchern in öffentlichen Einrichtungen verbietet, dann ist es doch um so verständlicher, wenn ein historisch cristlich orientiertes Land das erst recht tut.


    Auf die Gründe für ein zwanghaft in der Öffentlichkeit getragenes Kopftuch bin ich echt gespannt. Es ist schon erstaunlich, wie verbissen hier "Rechte auf Unterdrückung" geltend gemacht werden, die dann noch öffentlich zur Schau gestellt werden sollen, z.B. von Lehrerinnen im Unterricht. Nur weil vermeintlich vor 1300 Jahren jemand in einem Buch geschrieben hat, dass auch andere Männer Haare einer Frau "interessant" finden könnten, wird alles verpackt, was nach Haar aussieht, aber es wird sich geschminkt, dass die Schwarte kracht und man stöckelt auf High Heels durch die Gegend, auf dass ja kein Mann das geil finden solle


    Das nenne ich Doppelmoral.


    Man kann argumentativ alles ins gewünschte Licht setzen, z.B. kann man bei einer Erblindung auch die postive Schärfung der Gehörs ins Felde führen, also verschone uns mit Argumenten wie bei der Beschneidung, die ja unbedingt schon ein ungefragter Säugling erdulden muss, weil er später vermeintlich "länger kann" oh weia.


    Geh bitte etwas sparsamer mit dem ;-D um, es wirkt hämisch.

    Religions-Unterricht an deutschen Schulen

    in der Jetztzeit kann durchaus diskutiert werden, was vor einigen Jahrzehnten undenkbar gewesen waere:


    Religionsunterricht mit ausschliesslich informativem und vergleichendem Charakter.


    Eine meiner sehr fruehen Vorstellungen, die ich versucht habe bei meinen Kindern zu realisieren (uebrigens auch an deren Schulen, dort aber immer abgewiesen wurde) war:


    Religionslehre zu verstehen als Informatives Unterrichtswerk in dem die Grundzuege und die Unterschiede der grossen Weltreligionen vermittelt werden.


    Sowas geht aber erst mit Schuelern, die eine gewisse Platform und Basiswissen mitbringen, wie z.B. Geschichte, Geographie, Biologie und musische Zweige. Alle diese Grundlagen sind naemlich gefordert, um gegenseitiges Verstehen und die daraus folgernde Akzeptanz / Toleranz zu erleben.


    Die Religionslehre als glaubensorientiert getrennten Unterricht zu sehen kann in einem aufgeklaerten Staat nicht mehr funktionieren.


    Gerade bei einem so wichtigen Thema, wo es um Verstaendniss und Verstaendigung geht, darf gerade in der meinungsbildenden Phase (der Schueler) keine Separation stattfinden. Das genau ist das Gift, dessen Wirkung sehr lange anhaelt.


    Wenn ich durch monotone Psalmbeterei den Gottesdienst der christlichen Kirchen nicht mehr verstehe, oder wenn ich durch unglaubwuerdiges Verhalten der Erwachsenen (anders, als die Glaubenswerte von uns erwarten) die Beziehung zu einem verantwortungsvollen Leben verliere, kann das nicht im eigentlichen Sinne der Religionen sein.


    Wer unter Strafandrohungen und mit schlechtem Gewissen die Unterweisungen in richtiges Verhalten nur eingetrichtert bekommt, kann spaeter keine wirklich richtigen Entscheidungen treffen.


    Die Gesetze in Deuschland sind eindeutig:


    " Es gibt Religionsunterricht" Aber, wie schon richtig bemerkt, ""... dann sollte jede Religion unterichtet werden, oder keine....""


    ""... Wenn keine, dann sollen einfach die Insitutionen außerhalb der Schule Religion unterrichten - aber dann auch die Katholiken.""


    Darin saehe ich eine sehr grosse Gefahr fuer unsere Kinder, weil die notwendige Kontrolle ueber die Inhalte nicht gegeben ist.


    "" Wenn christliche Kinder ihren Unterricht haben, gibt es doch kein Problem, dass in der Stunde der Islam unterrichtet wird. ""


    Moeglicherweise gibte es ein personelles (finanzielles Problem)


    ""Oder es gibt generell Religionsunterricht, in der jede Religion durchgenommen wird und das für alle. Dadurch hätten die Kinder auch die Chance, alle Religionen kennen zu lernen und keine Vorurteile aufzubauen.""


    Genau das ist es, was wir alle anstreben sollten: vergleichende Religionslehre! Das wuerde, vorrausgesetzt, dass erst gar keine Vorurteile damit aufgebaut wuerden, allen helfen die Position der jeweils 'anderen' richtig zu verstehen.


    Dann wuerde auch familyportrait einen klareren Durchblick und keine Angst vor ihrer Zukunft haben.