• Kann mir ein Moslem hier mal erklären, was auf einen zukommt?

    Hallo, ich habe ein Problem was ich möglichst mit jemandem diskutieren möchte der auch wirklich Ahnung davon haben könnte. Es geht darum: Ich bin schon ein paar jahre mit meinem Freund zusammen. Er ist Moslem. ER hat einen strengen Vater der nur eine Moslimin an seiner Seite akzeptiert. Ich, selbst nicht getauft, entspreche nicht diesem "Ideal". Wir…
  • 1 Antworten

    fidelio

    was ich mir wünsche ist ein staat, in dem die gläubigen aller religionen gleichberechtigt miteinander leben können, ihre eigenheiten bewaren dürfen und in dem eine gerechte rechtssprechung gültig ist, die niemanden benachteiligt.


    mfg

    Fidelio

    "" ... wünscht du dir eigentlich in der (weiteren) Zukunft für Deutschland die Scharia und auch einen Gottesstaat, wenn sich diese Frage aufgrund demographischer Entwicklungen mal stellen könnte? ... ""


    Diese Frage an Dawuud zu stellen ist zwar berechtigt, aber gemein.


    Er kann nicht über seinen Schatten springen und müsste aufgrund der Zugehörigkeit zu etlichen islamischen Gremien JA sagen.


    Er weiß aber auch aus eigener Anschauung, daß das nicht die Lösung sein kann. Also müsste er für sich selbst und seine Kinder NEIN sagen.


    Ich kann aus meiner Erfahrung aus einem solchen Staat NEIN sagen.


    Ich möchte es selbst meinem ärgsten Feind nicht zumuten, zu frühester Morgenstunde von 5-6 verzerrenden Lautsprechern aus dem Schlaf gerissen zu werden.


    Ich möchte meinen Söhnen das Recht erhalten, ein Kaufhaus zu jeder Stunde während der Öffnungszeiten zu betreten, ohne sich vorher eine weibliche Verwandte zu diesem Besuch aufzugabeln.


    Ich möchte meiner Tochter das Recht erhalten, selbst zu bestimmen, wann sie sich wo aufhalten möchte und wie und wohin sie ohne Begleitung eines männlichen Verwandten verreisen darf.


    Ich möchte, daß meine Frau und meine Tochter ihre Schönheit mit Stolz jedem zeigen darf, den sie sich selber aussuchen. Sie brauchen sich nicht hinter einem Schleier zu verstecken. Sie dürfen sich auch auf Photos ablichten lassen, wenn sie es für richtig halten und nicht irgendeinen Mutawah um Erlaubnis zu fragen.


    Ich möchte auch, daß ich meine Freunde / Freundinnen aus der Entfernung erkennen kann, weil sie sich individuell kleiden dürfen, und sich nicht hinter Einheits-Ganzkörperschleiern verstecken müssen. Ja ich möchte sogar mit ihnen in der Öffentlichkeit sprechen dürfen.


    Und wenn ich mal einen Unfall habe, oder sonstwie dringende Hilfe brauche, möchte ich von einem jeden verfügbaren Menschen in die nächste Klinik gebracht werden können und nicht erst auf einen männlichen Fahrer warten müssen.


    Und ich möchte mich zu den Zeiten, wo andere ihrem Gebet nachgehen, einfach ohne schlechtes Gewissen zu haben auf eine Parkbank oder einen Treppenabsatz setzen können, ohne die Angst vor einer Peitsche zu haben.


    Ich möchte bei einer Fahrt durch eine fremde Stadt nicht von der Polizei angehalten werden um an einer Hinrichtung teilzunehmen, sozusagen um die Öffentlichkeit zu verifizieren.


    Ich möchte bei einer Verkehrskontrolle nicht über meine religiöse Einstellung befragt werden.


    Ich möchte auch mal hin und wieder eine weibliche Bekannte im Auto transportieren dürfen, auch wenn sie ihre Verwandtschaft mit mir nicht nachweisen kann.


    Ich möchte während der Fastenzeit selbst bestimmen dürfen, ob, wie und wann ich die mir zugestandene Nahrungsaufnahme vollziehe. Und wenn ich aus medizinischen Gründen hin und wieder während der Fastenzeit einen Kaugummi kauen muss; dann möchte ich dafür kein ärztliches Atest bei mir tragen müssen.


    Ich möchte mich in der Fastenzeit auch tagsüber auf Taxi- und Busfahrer verlassen können, und nicht Angst haben zu müssen, daß diese total übermüdet sind und abgeschlafft ihre Arbeit nicht richtig ausführen können. Das gleiche gilt für Ärzte, Polizisten, Piloten, Feuerwehrleute etc...


    Ich möchte nicht von einem Shariah-Kommitee zu körperlicher Verstümmelung verurteilt werden; wenn es sich (was ja schon mal vorkommen kann) um einen Beweisirrtum handelt. Eine abgetrennte Hand, ein abgetrennter Finger, ein amputiertes Ohr .... kann nicht erfolgreich wieder angenährt werden.


    Und ich möchte mich in meinem Glauben frei entscheiden dürfen.


    Wenn ich Zweifel habe, wenn ich mich geirrt habe, möchte ich meinen Fehler korrigieren dürfen.


    Alles das sind nur Äußerlichkeiten, ich weiß.


    Alles das kann uns erwarten, wenn es soweit kommen sollte.


    Alles das kann aber auch 'Familyportrait' erwarten, wenn sie "mal eben" den Opa besucht und dann aus irgendeinem Grunde dableiben muss.

    wuschig

    fidelio hat eine frage gestellt und eine antwort bekommen. kann diese nicht wertungsfrei stehen bleiben?


    wenn es meine überzeugung wäre hätte ich auch anders antworten können. das hat nicht mit meiner "arbeit" zutun.


    ich steh zu meinen gegebenen wort, auch wenn es mir "nachteile" bringen sollte.


    ich habe meine überzeugung, auch bei "bekleidung" . zum beispiel krawatte, ich bekommen immerwieder von meinen arbeitskollegen einen "anranzer" aber ich habe keine krawatte und ich habe kein hemd mit kragen für dieselbe.


    theseus


    die frage von fidelio war


    1. auf deutschland gestellt,


    2. ein staat ist aufgabe genug,


    3. kann die welt nicht ein staat sein?


    wobei ich auch nicht in einen überheblichkeitswahn verfallen möchte.


    mfg

    theseus

    Zitat

    Die Moslems müßen sich selbst ändern. Ihre Länder, ihren Glauben reformieren und nicht versuchen andere Länder verbiegen zu wollen, weil man selbst nicht von seinem Weg abweichen will.

    ... hier muß daran erinnert werden, dass die gesetzgebung über ein neues problem, die auslegung oder irgendeinem anderen fall von entwicklung des islamischen gesetzes- selbst wenn sie aus dem konsens gelehrter entwickelt wurdem- doch später bei anderer lage der dinge durch entscheidung anderer juristen, die den gleichne vorgang(konsens) wiederholen, durch ein anderes gesetz abgelöst werden kann.


    aus das rechtliche system des islam


    somit ist reformation im islam verankert.


    es werden aber die gesetze von der führung für den eigenen machterhalt mißbraucht. es sind nach gesetz alle menschen gleich ob nun bauer oder staatspräsident, leider sind die syteme aber so aufgebaut, das dem gesetz keine geltung verschafft werden kann

    fidelio

    nun einansatz zu abrogation im islam:


    Der Koran


    Die Gliederung des Korans (Suren und Verse)


    Der Koran besteht heute aus 114 Abschnitten oder Suren unterschiedlicher Länge mit insgesamt rund 6.200 Versen. Die kürzeste Sure umfasst nur 3 Verse, die längste 286 bzw. 287 (Sure 2).


    Üblicherweise werden die Gebote des Korans in vier Hauptkategorien eingeteilt: die Glaubensartikel (arab. 'aqa'id), die religiösen Pflichten (arab. 'ibadat), die ethischen Vorschriften (arab. ahlaq) und die Vorschriften für die zwischenmenschlichen Beziehungen (arab. mu'amalat).


    Einige Theologen versuchten, moderne Fragestellungen durch Analogieschluss zu beantworten: Eine aufkommende Frage wird dabei mit im Koran oder der Überlieferung geschilderten Situationen verglichen und dementsprechend entschieden.


    Die Sammlung des Korantextes


    Auch von muslimischer Seite unbestritten ist die Tatsache, daß bei Muhammads Tod (632 n. Chr.) der Koran nicht als vollständiger Text vorlag. Die einzelnen Teile sollen, so mehrere traditionelle muslimische Berichte, "von 'Zetteln, Steinen, Palmstängeln und den Herzen der Menschen' zusammengetragen" worden sein. Es existierte wohl eine Art schriftliche Vorform zum heutigen Koran, jedoch keine vollständige Sammlung, da sonst nach Muhammads Tod keine Sammlung des Korans hätte erfolgen müssen. Es existierten wohl bereits einzelne Suren, da der Koran selbst diesen Ausdruck verwendet (2,23; 10,38)


    Wurde der Korantext verändert?


    Obwohl der Koran unter Verbalinspiration bei Ausschaltung der Persönlichkeit Muhammads zustande gekommen sein soll, hat die muslimische Theologie nicht bestritten, daß einzelne Verse des Korans nach ihrer erstmaligen Offenbarung später wieder abrogiert (aufgehoben) worden sind, da sie nur zeitlich begrenzt gültig gewesen seien.


    Dass eine Buchreligion wie der Islam die Möglichkeit der Abrogation anerkennt, ist eine interessante Tatsache. Man geht davon aus, daß Gott selbst sein Wort geändert habe. Einige dieser später aufgehobenen Verse sind im heutigen Korantext in der ursprünglichen und der korrigierten Fassung noch enthalten. Ein Beispiel dafür ist die Anweisung, die Gebetsrichtung für die fünf täglichen Pflichtgebete von Jerusalem auf Mekka zu ändern (2,142-150) - dies geschah, nachdem die Juden in Medina Muhammad als Prophet Gottes endgültig abgelehnt hatten. Sure 73 fordert zum Gebet während des "größten Teils der Nacht" auf (73,1-4). Vers 20 derselben Sure relativiert und schränkt diese Forderung erheblich ein und fordert vom einzelnen nur das an nächtlichem Gebet, was ihm zu leisten möglich ist. Dies sind also zwei Beispiele für Anweisungen, bei der sowohl das alte als auch das neue Gebot noch im Koran enthalten sind. Bei anderen Versen ist die ursprüngliche Version nicht im Koran erhalten geblieben. Dazu gehört z. B. der 'Steinigungsvers', der für Ehebruch die Todesstrafe durch Steinigung fordert. Dieses Strafmaß, das heute in der muslimischen Theologie als rechtlich verbindlich anerkannt wird, wird nur noch in der Überlieferung erwähnt, nicht jedoch im Korantext selbst. Man kann annehmen, daß auch der Koran einmal eine solche Anweisung zur Steinigung von Ehebrechern enthalten hat. Nach dem heutigen Text verlangt der Koran nur noch die Auspeitschung der Schuldigen (24,2ff.).


    Gründe für die Textänderungen im Koran


    Der Koran selbst übergeht die spätere Abänderung von Korantexten nicht stillschweigend, sondern greift sie selbst auf. Sure 2,106 lautet z. B.: "Wenn wir einen Vers auch austilgen oder in Vergessenheit geraten lassen, bringen wir einen besseren dafür bei oder einen, der ihm gleichwertig ist" (2,106). Sure 22,52 berichtet ganz unumwunden, daß es dem Satan gelungen sei, jedem Gesandten in der Geschichte seine eigenen Wünsche als Gottes Offenbarung unterzuschieben, daß Gott dann aber diese falsche Botschaft auslöschte und die richtige Offenbarung endgültig festlegte. Auch Sure 87,6-7 spricht von der Möglichkeit einer Abänderung des ursprünglichen Korantextes, allerdings durch Gottes Willen: "Wir werden dich vortragen lassen, und du wirst nicht vergessen, außer dem, was Gott will! Wahrlich, er weiß, was offen, und was verborgen ist".


    Umgekehrt berichtet Sure 10,15 davon, daß Muhammad von seinen Zeitgenossen aufgefordert wurde, den Text des Korans selbst zu verändern. Gegen dieses Ansehen wehrte sich Muhammad jedoch, ohne jedoch grundsätzlich abzustreiten, daß der Korantext verändert werden könnte: "Sprich: Ich darf ihn nicht von mir aus abändern. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird. Wenn ich mich meinem Herrn widersetze, habe ich die Strafe eines gewaltigen Tages zu fürchten" (10,15).


    Der Koran nennt selbst also drei Gründe für die Abänderung von Korantexten nach ihrer ursprünglichen Offenbarung:


    1. Muhammad vergaß etwas davon.


    2. Der Satan schob Muhammad eine falsche Offenbarung unter.


    3. Gott selbst tauschte einige Passagen gegen bessere Offenbarungen aus.


    Aus der frühislamischen Literatur und deren Koranzitaten können Tausende von Korantextvarianten entnommen werden, die sich im heute offiziell gültigen Korantext nicht mehr finden.


    ich werde später dazu weitere beiträge einstellen, wenn es gewünscht ist


    mfg

    casanova1

    Zitat

    Wie ist eine friedliche Koexistenz zw. Islam und Christentum möglich - im gemeinsamen Land oder zwischen den Ländern ?


    Radikalismus der Religionen?

    Der Grundsatz bei den Beziehungen zwischen Menschen ist das gegenseitige Kennenlernen, das Zusammenleben in Güte und Gerechtigkeit und die gegenseitige Hilfeleistung bei der Erledigung von Dingen.


    1- Allah der Erhabene hat gesagt:


    "O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander Kennenlernen möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist."[49:13]


    Allah der Erhabene zeigt auf, daß Er sie zu Völkern und Stämmen gemacht hat, damit sie sich gegenseitig Kennenlernen und nicht, um gegenseitig voreinander zu prahlen und sich gegenseitig gering zu schätzen. Der Märtyrer Sayyid Qutb sagt in der Erläuterung bezüglich dieses Verses:"... Derjenige, Der euch mit diesem Aufruf aufruft, ist Derjenige, Der euch aus Mann und Frau erschaffen hat. Und Er zeigt auch den Zweck auf, weswegen Er euch zu Völkern und Stämmen machte... es ist nicht deswegen, auf daß ihr euch gegenseitig streitet und zankt, sondern auf daß ihr euch gegenseitig kennenlernt und miteinander harmoniert. Die unterschiedlichen Hautfarben, Sprachen, Wesensarten und Charaktere, die unterschiedlichen von Gott gegebenen Gaben und Möglichkeiten - diese Unterschiedlichkeit sollen nicht Streit und Uneinigkeit nach sich ziehen. Sie sollen vielmehr ein gegenseitiges Helfen bei der Erfüllung aller auferlegter Pflichten und anstehenden Dinge nach sich ziehen. Die Unterschied in der Hautfarbe, Geschlecht, Sprache und Heimat ist vor Allah bedeutungslos.


    Vor Allah gibt es nur einen einzigen Maßstab, an dem der Vorzug eines Menschen gemessen wird: "... Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist." ... und so werden alle Unterschiede bedeutungslos, und alle Maßstäbe werden außer Kraft gesetzt bis auf einen, mit dem die Menschheit untereinander richtet... und so verschwinden jegliche Gründe für eine Auseinandersetzung und einen Streit auf der Erde, und es tritt ein großer und offenkundiger Grund für eine gegenseitige Zuneigung und ein gegenseitiges Helfen zu Tage: Die Tatsache, daß alle Menschen Gott dienen sollen und daß die Menschen aus einem Ursprung geschaffen wurden... "


    2- Allah der Erhabene hat gesagt:


    "Allah verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht wegen des Din bekämpfen und euch nicht aus euren Häusern vertreiben, gütig zu sein und redlich mit ihnen zu verfahren; Wahrlich, Allah liebt die Gerechten." [60:8]


    Der Meister der Qurankommentatoren Ibn Dscharir Tabari sagt in seinem Tafsir bezüglich dieses Verses, nachdem er verschiedene Meinungen angeführt hat, folgendes:"... Das korrekteste, was bezüglich dieses Verses gesagt wurde, ist, daß dieser Vers bedeutet, daß Allah euch nicht verbietet, gegenüber jenen aus allen möglichen Glaubensrichtungen und Religionen gütig und korrekt zu sein und Verbindungen zu knüpfen, die euch nicht wegen eurer Religion bekämpfen.


    Allah der Erhabene hat mit seiner Aussage "... Jene, die euch nicht wegen des Din bekämpfen und euch nicht aus euren Häusern vertreiben..." Allgemein jeden mit eingeschlossen, auf welchen diese Eigenschaften zutreffen. Es sind nicht einige davon ausgeschlossen. Und derjenige, der behauptet, daß diese Aussage abrogiert ist, hat nicht recht. Und zwar aus dem Grund, weil das Güteerweisen eines Muslim gegenüber denjenigen, die mit den Muslimen keinen Friedensvertrag haben bzw. sich im Kriegszustand befinden (arab. al-harbiyy) - ob sie Verwandte sind oder nicht - weder verboten (arab. haram) noch unstatthaft (munhi 'anhu) ist, sofern weder für ihn noch für diejenigen, die sich mit den Muslimen im Kriegszustand befinden bzw. kein Friedensvertrag besteht, ein Anzeichen dafür besteht, daß dadurch interne Angelegenheiten bzw. Geheimnisse der Muslime aufgedeckt und entblößt werden, oder daß dadurch eine militärische Stärkung der Feinde der Muslime entsteht


    leider ist nur wenigen dieser text bekannt, ob wissendlich oder unwissendlich spielt dabei keine rolle. denn es verstößt damit gegen eine aussage des propheten (saws):


    Der Prophet Muhammad (saws) selbst hat immer wieder darauf hingewiesen, welche wichtige Rolle Wissen und Bildung im menschlichen Leben spielen. Hier einige seiner Ermahnungen: "Sucht das Wissen, selbst wenn es in China wäre." - "Das Streben nach Wissen ist eine heilige Pflicht für jeden Muslim, Mann oder Frau." - "Die Tinte des Gelehrten ist heiliger als das Blut des Märtyrers." - "Wer sein Heim auf der Suche nach Wissen verlässt, schreitet auf den Wegen Gottes."


    auch dass ist in vielen ländern nicht bekannt


    mfg

    dawud

    Danke für die Antwort. Auf meine Frage nach Scharia und Gottesstaat hast du ausführlich geantwortet, so dass man vermuten kann, was du wünschen könntest, allerdings bedarf deine Antwort immer noch der Interpretation. Dabei kann es so einfach sein:


    1. Ja, ich möchte Scharia und Gottesstaat in Deutschland haben oder


    2. Nein, ich möchte niemals Scharia und Gottesstaat in Deutschland haben.


    Bist du nochmal so nett und schreibst einen der beiden Sätze?

    1. Das kennen wir auch von unseren Politikern, die manchmal etwas vergessen, sehr praktisch das.


    2. Das ist ja wohl die fadenscheinigste Nummer, das nenne ich Schuld auf jemanden schieben, der sich praktischerweise nicht dagegen wehren kann, (weil er nicht existiert), aber die simpelsten Lösungen werden von Volk bekanntlich am besten geschluckt.


    3. Ist allerdings der größte Hammer, da wird Allah unterstellt, dass er beim ersten Versuch nicht in Topform war und ihm seine Allmacht und sein Allwissen ein Beingestellt hat. (?)


    Trotzdem schon bemerkenswert, dass Mohammed mit solchen Erklärungen durchgekommen ist, aber der Orient ist ja auch bekannt für seinen Hang zu Märchen.

    Zitat

    Man kann annehmen, daß auch der Koran einmal eine solche Anweisung zur Steinigung von Ehebrechern enthalten hat. Nach dem heutigen Text verlangt der Koran nur noch die Auspeitschung der Schuldigen (24,2ff.).

    Klingt alles etwas gewalttätig, wenn man noch das Hände abschneiden und das Vorhautabschneiden berücksichtigt, gäbe es zur Zeit in Deutschland eine Menge Krüppel und etwa je ein Drittel Männer und Frauen würden durch Steinigung einfach fehlen. Nur mal eine Frage dazu: Hast du den letzten Spiegeltitel gelesen?


    Ok, der Islam ist, was die Frauenfrage anbelangt, kleverer als die anderen. Bei uns würde man bei Verkehr mit einer 9-jährigen wegen Kindesmißbrauchs belangt. Auch das Schlagen, Wegsperren und Verhüllen hat nirgends und bei so hoher Akzeptanz so gut geklappt, von der Möglichkeit, gleich 4 Frauen zu "besitzen" mal ganz abgesehen, Hut ab.

    Nochmal dawud

    Zitat

    "Sucht das Wissen, selbst wenn es in China wäre." - "Das Streben nach Wissen ist eine heilige Pflicht für jeden Muslim, Mann oder Frau." - "Die Tinte des Gelehrten ist heiliger als das Blut des Märtyrers." - "Wer sein Heim auf der Suche nach Wissen verlässt, schreitet auf den Wegen Gottes."


    auch dass ist in vielen ländern nicht bekannt

    Ist wohl deshalb nicht bekannt, weil der Islam damit nicht sehr erfolgreich war. Könnte es nicht eher so sein, dass alle "Wächter" des Islam ihren Islam möglichst so lassen wollen, wie sie ihn kennen und alles Neue als Bedrohung und Verunreinigung des Islam empfinden? Nach dem kulturellen Senkrechtstart des Orient seit 7000 v. Chr. mirt Städtebau, Astronomie, Allgebra usw kam in den letzten Jahrhunderten nicht mehr viel Neues, oder doch?


    Selbst das Öl, das einigen muslimischen Staaten ungeheuren Reichtum brachten, musste mit ausländischer Technik gefördert werden und für das Öl selber konnten sie ja auch nix, das war einfach schon da, Glück gehabt, sonst sähe es noch trauriger aus.

    fidelio

    Zitat

    ...und etwa je ein Drittel Männer und Frauen würden durch Steinigung einfach fehlen.

    um jemanden der aufgrund des außerehelichen verkehrs anzuklagen sind 4 "tatzeugen" vonnöten. die müßten dann "die lampe gehalten haben" alles andere ist ungültig es zieht nicht nur die die bestrafung ders anklägers nachsich, mit der gleihen strafe, die eigendlich die angeklagten erwartet, und dieser ist zu aneren gerichtsverfahren als zeuge nicht mehr akzeptabel. so sieht es dass recht vor .

    Zitat

    von der Möglichkeit, gleich 4 Frauen zu "besitzen"

    niemand darf 4 frauen "besitzen , die möglichkeit der heirat von 4 frauen ist aus der rechtlichen situation entstanden, dass der status eibner verheiratetn frau besser ist als z.b.einer unverheirateten witwe.


    ausserdem empfielt der koran die einehe, da niemande mehrere frauen alle gleich behandeln kann.


    und wenn der mann mehr als eine frau heiraten möchte , kann die ehefrau dass über den ehevertrag verbieten, so dass es dann zur scheidung kommt .


    und es müßen alls beteiligten frauen mit der mehrehe einverstanden sein.


    das die "wächter" angst um ihre position in ihrem patriachalischen system haben, das ist bekannt und wird auch verurteilt


    mfg

    Was ist daran 'besser'?

    "" ... der status eibner verheiratetn frau besser ist als z.b.einer unverheirateten witwe. ... ""


    Was versteht der Islam genau unter einem 'besseren Status'?


    Dass eine Frau Witwe wird, hat sie nicht in allen Faellen selbst zu verantworten und hat es doch schon schwer genug durch den Umstand, die Kinder nun alleine grossziehen zu muessen. In vielen Gegenden des Globus kann sie keine bezahlte Arbeit bekommen oder sie wird unterbezahlt. Meinst Du das als Status? Daran kann die jeweilige staatliche Macht etwas aendern oder die Lebensgemeinde / Familie / Klan / Dorfgemeinschaft ... etc.


    In vielen Katastrophengebieten gibt es hunderttausende Witwen.


    Sind die quasi freigegeben als Zweit- oder Dritt-Frau?


    Ich glaube, diese Witwen sehen in einer Mehrfachehe nicht alle einen besseren Status.


    Manche schon, moechte ich mal annehmen. Aber das ist doch nichts, was es ueber Religionsgesetze zu regeln gilt.


    Das ist ein rein menschliches Gesellschafts-Problem.


    Damit mischt sich doch die Religionsgemeinschaft in Dinge ein, die sie im Grunde nichts angeht.


    Aus gutem Grund haben sich die europaeischen Rechtsprechungen von den Lampenhalter-Zeugen gruendlich verabschiedet.


    "" ... um jemanden der aufgrund des außerehelichen verkehrs anzuklagen sind 4 'tatzeugen' vonnöten. die müßten dann "die lampe gehalten haben" ... ""


    Die Jungs haben naemlich ganz selten die Lampe gehalten, sie haben meistens mitgemischt und sich irgendwann bei ihren Prahlereien verplappert. Und dann fiel ihnen die Maer von der Lampe ein.


    Meistens wird eine Frau Opfer solcher Beschuldigungen. Sie ist dabei 2-faches Opfer: einmal fuer die Vergewaltigung und einmal fuer die oeffentliche Anklage.


    Fuer den Taeter selbst gibt es selten eine Anklage.


    Und was ist mit Gewalt in der Ehe?


    Und was ist mit sexueller Gewalt gegenueber Bediensteten, wenn die eigene Ehefrau Schiss hat, den Mann vor den Kadi zu bringen?


    Das sind die Faelle, bei denen die Richter und Anklaeger in den genannten Laendern vorbeisehen.

    wuschig

    was machst du?


    du liebst deine frau. leider kann sie keine kinder bekommen. du möchtest kinder haben.


    möglichkeit 1 : du bleibst bei deiner frau und bist unglücklich.


    möglichkeit 2 : du lässt dich trotz liebe zu deiner frau scheiden, und bist unglücklich.


    möglichkeit 3 : du bleibst bei deiner frau und hat ein aussereheliches verhältniss aus dem kinder entstehen. die mutter der kinder hat dann keine rechte auf unterhalt u.ä.


    eine weitere ehe in europa ist nicht möglich, da du dann als bigamist verurteilt wirst.


    möglichkeit im islam : du heiratest mit einverständniss beider faruen einzweites mal und hast kinder. beide ehefrauen haben die gleichen recht auf unterhalt,... und kannst glücklich sein.


    natürlich kann es bei dieser kontelation zum "unglücklich" sein kommen, wenn es aber über den ehevertrag eine genaue regelung gibt, minimiert sich diese möglichkeit.

    Zitat

    Und was ist mit sexueller Gewalt gegenueber Bediensteten, wenn die eigene Ehefrau Schiss hat, den Mann vor den Kadi zu bringen?

    das ist doch wohl auch ein gesellschaftliches problem, dass auch in anderen religonen auftritt, dafür gibt es genug beispiele.


    mfg

    fidelio

    wie interpretierst du gottes-staat?

    Zitat

    Präambel zum GG: Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.

    enn ich das GG lese und es in seinem vollem umfang auch anwendung findet, dann kann ich mit guten gewissen sagen: nein, keine scharia und gottestaat in deutschland.


    mfg

    Wenn die Mehrheit der Moslems einen Gottesstaat oder sonstiges wollen, warum gehen sie dann nicht in einem islamischen Staat und versuchen dort ihre "Visionen" zu verwirklichen? Wäre doch auch einfacher, weil mehr Menschen dort evtl. so denken.


    Wieso versucht man immer sowas in anderen Ländern durchzusetzen? Die Zeit der Kreuzzüge und des Missionierens sollten doch eigentlich vorbei sein. Und wieso sollte ein mittlerweile kultiviertes Land wie Deutschland religiös in das Mittelalter zurückfallen?