Mir ist gesagt worden, dass nur derjenige der betrügt, Karma auflädt! Die Schmerzen, die man selbst als hingehaltene und verletzte Affäre hat, sind eben das, was man sich selber antut ... Hat mich selbst ein wenig gewundert, aber gut.

    Mir wurde gesagt, dass es kein Karma in dem Sinne gibt, wie ihr es "anwendet". Die Kirche droht mit Hölle, und Karma in dem Sinne ist ja auch wieder so ein Angstkonzept. In allen Religionen heißt es Gott/die Urkraft/der Schöpfer ist die Liebe. Und gleichzeitig gibt es scheinbar immer etwas um die Leute mittels Angst an die Kandare zu nehmen. Also nach meinem Dafürhalten passt das nicht zusammen. Bzw. wie die Österreicher sagen, das geht sich nicht auf. In meinen Augen sind diese Angstkonzepte allen Menschen gemacht.

    Zitat

    Mir wurde gesagt, dass es kein Karma in dem Sinne gibt, wie ihr es "anwendet". Die Kirche droht mit Hölle, und Karma in dem Sinne ist ja auch wieder so ein Angstkonzept.

    Naja - du kannst es auch einfach mal aus Sicht der heutigen Neurowissenschaften betrachten und diese religiösen/ spirituellen Konzepte als natürliche Folge der Existenz von Spiegelneuronen betrachten. Ich vermute diese Zusammenhänge werden nach und nach immer deutlicher werden. Das sind womöglich alles Beschreibungen eines existierenden Phänomens das auch in uns genetisch angelegt ist, mit dem wir aufgrund unserer neurologischen Grundausstattung und der Fähigkeit soziale Gruppen anders zu bilden als beispielsweise Tiere einfach nur sehr viel komplexer z.b. auch Zeit verzögerter umgehen können.

    @ Springchild,

    so gesehen gebe ich dir Recht. Nur empfinde ich es so, dass in dem speziellen Fall Dualseele1980 es so sein soll, da sie ihren vorletzten Ex mit ihrem jetzigen Ex eine Woche lang betrogen hat, ist ihr genau das mit ihrem jetzigen Ex so passiert. Also er hat sie auch genau eine Woche betrogen als Resultat ihres Betruges ihrem vorletzen Ex gegenüber. Gleiches wir mit Gleichem vergolten.


    Weil sie also Schuld auf sich geladen hat, soll sie jetzt die Strafe klaglos tragen.


    Das ist in meinen Augen aber etwas ganz anderes als das Konzept von Liebe und Vergebung. Vergebung geschieht ganz allein von mir aus ohne, dass vorher irgendwas erfolgt sein muß.


    Und dieses Karma, weil ich etwas böses getan habe, wird mir entweder in diesem oder einem späteren Leben, das gleiche passieren, klingt doch "verdammt" nach Zahn um Zahn. Ich liebe Religionen die reine Liebe predigen ohne das Element der Angst.

    @ NotMichaelCaine,

    wenn ich dich richtig verstehe erklärst du die Existenz von Religionen dadurch, dass der Wirkmechanismus für das Entstehen von Religionen in uns Menschen angelegt ist. Das ist ein interessanter Gedanke. Allerdings sagt er noch nichts über die Eigenschaften der Religionen aus. Nämlich, dass fast, bitte Betonung auf fast, jede Religion das Element der Angst, Schuld und Betrafung enthält. Oder meinst du dieses Element auch mit den Spiegelneuronen erklären zu können?

    Zitat

    Nur empfinde ich es so, dass in dem speziellen Fall Dualseele1980 es so sein soll, da sie ihren vorletzten Ex mit ihrem jetzigen Ex eine Woche lang betrogen hat, ist ihr genau das mit ihrem jetzigen Ex so passiert. Also er hat sie auch genau eine Woche betrogen als Resultat ihres Betruges ihrem vorletzen Ex gegenüber. Gleiches wir mit Gleichem vergolten.


    Weil sie also Schuld auf sich geladen hat, soll sie jetzt die Strafe klaglos tragen.

    Mh - das ist zwar eine Interpretation der Situation, aber inwieweit sie zum Buddhismus passt.. Ich merke gerade das das vielleicht zuweit führt und vor allem nicht zum Faden passt. Auch wenn die Fadenstarterin sich soweit ich das gesehen habe verabschiedet hat bin ich nicht so sicher ob wir sowas hier weiter diskutieren sollten.


    Ich versuchs nochmal verkürzt: Gleiches mit gleichem vergolten hat im Buddhismus eigentlich nichts mit Schuld und Strafe zu tun, sondern beschreibt das "Naturgesetz der Erfahrung": Wenn Du A machst wirst Du mit A wieder konfrontiert. Daraus zu folgern dass A eine Strafe ist funktioniert ja nur wenn A etwas ist was Du als negativ empfindest. Wenn A was ist was Du toll findest wirst Du einfach immer weiter A machen, weils Du mit A belohnt wirst.


    Die Herausforderung besteht also darin Dich zu fragen was passiert wenn A negativ ist. Wiederholst Du A weiter? Je nachdem wie "furchtbar" A ist bekommen manche die Kurve früher und tun A eben seltener oder gar nicht mehr und andere versuchen A zu machen obwohl sie nicht aushalten wenn A ihnen dann wieder passiert, aber sie können nicht aufhören ( warum auch immer - kurzer Kick, unbewusst)


    In Dualseeles Fall wäre eine "Karmalektion": Besteht sie bei der nächsten Beziehung zuerst auf geklärte Verhältnisse ( falls sie sich z.B. jetzt in einen verheirateten Mann verlieben würde und umgekehrt) oder wiederholt sie indem sie sich wieder auf Heimlichkeiten einlässt.


    Karma beschränkt sie ja nicht in ihren Reaktionen zu ihrer Situation. Es sagt nur: Was auch immer Du machst - es passiert Dir auch. Dabei bezieht sich das "was Du machst" auf die 8 edlen Wahrheiten und nicht zwangsläufig auf den tatsächlichen Akt: Wenn Du vor Wut den Porsche Deiner Ex zusammenfährst bedeutet das nicht, das jemand Deinen Porsche zusammenfährt, besonders wenn Du gar keinen hast. Es bedeutet, dass das was Du aussendest an:


    1.rechte Einsicht/Anschauung


    2.rechte(s/r) Gesinnung/Absicht → Denken → Entschluss


    3.rechte Rede


    4.rechte(s) Handeln/Tat


    5.rechter Lebenserwerb/-unterhalt


    6.rechte(s) Streben/Üben/Anstrengung


    7.echte Achtsamkeit/Bewusstheit


    8.rechte Sammlung/Konzentration → Versenkung


    eben wieder zurückkommt. In Sachen kaputter Porsche müsstest Du Dich also fragen: was war die rechte Einsicht, zu welcher Gesinnung führte das - rechte Rede käme hier vermutlich nicht vor, weil du das der Ex nicht ankündigen würdest ;-) - war die Handlung ( porsche kaputt machen) richtig und so weiter. Auf diesem Niveau würde dann was ähnliches passieren - z.B. eine Ex behält ein Lieblingsstück von Dir an dem Du genauso hängst wie Deine jetzige Ex an ihrem Porsche und Du bekommst es nicht wieder, weil sie behauptet es wäre weg.


    Ist nur ein Beispiel, aber da könnte dererseits ein ähnlicher Ablauf stecken wie bei dir bei der Porsche Geschichte. Es könnte sogar ein Freund sein, der dir diese "Lektion" erteilt, weil er aus anderen Gründen gerade frustriert ist.


    Das kann man natürlich alles auf Zufälle zurückführen. Wenn man das nicht tut sondern anfängt damit zu experiementieren ( wobei der erste punkt - right intention - für uns Westerners oft der schwierigste zu erfassen zu sein scheint) und sich dann vor allem mal ein paar postitive A's schaffen kann und bewusst erlebt wie die wieder zurück kommen wird es leichter zu verstehen woher das Prinzip kommt - reine Beobachtung die zu einem - in dem fall auch noch - flexiblen Konzept zusammengebaut wurden.


    Nun wurde es doch viel ;-). Ich belass es mal dazu.

    Zitat

    wenn ich dich richtig verstehe erklärst du die Existenz von Religionen dadurch, dass der Wirkmechanismus für das Entstehen von Religionen in uns Menschen angelegt ist. Das ist ein interessanter Gedanke. Allerdings sagt er noch nichts über die Eigenschaften der Religionen aus. Nämlich, dass fast, bitte Betonung auf fast, jede Religion das Element der Angst, Schuld und Betrafung enthält. Oder meinst du dieses Element auch mit den Spiegelneuronen erklären zu können?

    Religionen sind verkürzt gesagt aus meiner Sicht der Versuch innerliche Beobachtungen und Erfahrungen mit der Aussenwelt zu etwas zu verknüpfen, was in Worte gepackt Sinn macht um zu erklären warum die Welt ist wie sie ist. Wissenschaft versucht dasselbe materiebasiert für ganz spezielle Ausschnitte. Sprache scheint bislang zu begrenzt zu sein um eine gesamte Situation z.b. zu erfassen. Trotzdem kann jeder von uns eben die Erfahrung machen das es Prinzipien gibt die sich wiederholen - manche kollektiv - viele individuell.


    Insofern sind Angst und Schuld eben ein Teil dessen was wir an uns beobachten können und was Religionen in ihre Konzepte mit aufgenommen haben zu einer Zeit als kein wissenschaftliches Wissen da war, weil sie ja versuchen Gesamtzusammenhänge zu erklären - hauptsächlich im sozialen Bereich. Die Henne / Ei Frage ist da bereits geklärt: Wir alle haben ein originäres (biologisches) "Angstprogramm" was uns z.B. vor Gefahr warnt und so weiter. Zusätzlich dazu haben wir ein psychosoziales Angstprogramm was sich im Wandel der Geschichte und der Sozialisation verändert. Durch die Rolle der Religionen in der Geschichte, die Welt zu erklären war der Einfluss auf diesen Anteil - auf das psycholsoziale Angstprogramm - recht gross und ist er in einer Reihe von Ländern immer noch. Die Angst erfunden hat die Religion allerdings nicht - sie ist Teil unseres Systems.


    Spiegelneuronen an sich sagen nichts über die Entstehung von Angst aus -über die Ursache. Sie sorgen wohl aber dafür, dass sie sich z.B. ausbreitet. Insofern könnten sie Karmarelevant sein ;-).

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    Zitat

    Aus buddhistischer Sicht führen positive Taten/Entscheidungen/Ansichten zu positiven Konsequenzen, negative Taten/Entscheidungen/Ansichten zu negativen. Das ist kein Angstkonzept, sondern logisch.


    Springchild

    Stimmt, es erscheint logisch.


    Aber meine Beobachungen zeigen immer anderes.


    Den Ar***löchern scheint es ständig gut zu gehen und man wartet vergebens darauf, dass diese Leute Karma abarbeiten müssen und liebe Menschen bekommen es oft knüppeldicke.


    Ich beobachtet im Durchschnitt also genau das Gegenteil: je mieser man ist, um so besser geht es einem auf Dauer.


    Diese Tatsache gefällt mir nicht.

    Den Eindruck habe ich leider auch. Schlechte Menschen werden noch belohnt, gute Menschen werden bestraft. Irgendwas stimmt da doch nicht!? >:(

    Ich fühle mich missverstanden. ;-D Naja ist auch egal, um Buddhismus zu verstehen habe ich Jahre und mehrere gute Lehrer und unzählige Bücher gebraucht, und ich bin kein Lehrer, also ist es wohl etwas zuviel verlangt, das in drei Sätzen verständlich rüberzubringen.

    Zitat

    Den Eindruck habe ich leider auch. Schlechte Menschen werden noch belohnt, gute Menschen werden bestraft. Irgendwas stimmt da doch nicht!? >:(

    Das ist die falsche Sichtweise bzw. falsches Verständnis von Karma, aber wie gesagt, ich kann es auch nicht gescheit erklären. Wenn's euch wirklich interessiert sind die Bücher von Tenzin Wangyal Rinpoche ein guter Einstieg.

    Zitat

    Das ist die falsche Sichtweise bzw. falsches Verständnis von Karma, aber wie gesagt, ich kann es auch nicht gescheit erklären. Wenn's euch wirklich interessiert sind die Bücher von Tenzin Wangyal Rinpoche ein guter Einstieg.


    Springchild

    das was Seelenbeben da schreibt, ist keine Sichtweise, sondern eine Beobachtung, die Fakt ist. Viele andere und auch ich stellen es im Leben auch immer fest, dass es den Bösen immer gut geht, und die Guten ständig gestraft werden. Das ist eine bekannte Beobachtung vieler Menschen.


    Aber das ist ja immer so, bei solchen Esodingen. Wenn dann die Fakten auf den Tisch kommen, die alles widerlegen, wird auf einmal widersinnig dran vorbeiargumentiert, so dass auf deren Seite immer mehr Unklarkeit vorherrscht, während die Fakten ja eh klar sind. Man will sie nur nicht zugeben, das wird die Sache sein.