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    Hach... ja, wahrscheinlich. Also bleibt wohl doch eher die Frage, wie ich selbst entspannter damit umgehen kann.

    Genau. Ich würde wohl damit anfangen die Erwartungshaltugn abzubauen. Also immer wenn der vielleicht-heute-Gedanke aufkommt, würde ich da aktiv gegen an denken. Gezielt den Gedanken verbannen und mir eine Aufgabe für die Wanderung suchen. Also konzentrieren auf Vögel oder an Weihnachten auf das Licht oder was auch immer ich schön finde. Immer davon ausgehen, dass er keinen Antrag macht. Dazu kann man sich ja auch aktiv erziehen in dem man so eine Art Gedanken/Erwartungshygiene betreibt.

    Es hat sich noch immer nichts geändert, nur bin ich jetzt gerade mal wieder total down - jeder, JEDER heiratet gerade, verlobt sich oder bekommt Kinder. Es ist zum Kotzen.


    Vor allem da wir allein in diesem Monat auf zwei Feiern waren, wo genau das irgendwie auch ständiges Thema war. Erst gestern wieder, und ständig der Seitenblick auf uns und "wann es denn so weit sei".


    Dazu seine Mutter, die gefühlt geradezu hämisch meint, dass sie ja frühestens in 10 Jahren Enkel bekommt. Blablabla, ich kann es nicht mehr hören.


    Und ja, ich bin natürlich immer noch traurig. Mäh.

    Nun, gegen Mütter und Schwiegermütter hatte ich ein recht wirkungsvolles Mittel: Denen haben wir kommuniziert, dass derzeit keine Kinder geplant sind und wir andere Prioritäten haben. Damit hatte sich das Thema erledigt. Und anderen habe ich gesagt, dass viel Fragen nicht schneller schwanger macht.

    Das versuchen wir mehr oder minder seit Jahren, geändert hat sich wenig - im Gegenteil, je älter wir werden, desto mehr scheinen die Sprüche zu werden.


    Und selbst obwohl eigentlich deutlich ist, dass gerade Kinder zum jetzigen Zeitpunkt auch einfach nicht ideal wären, hört man dann auch mal ein "Ach naja, vielleicht passiert ja ein Unfall ;-) "


    Das Blöde ist halt, dass die Sprüche nicht einfach nur nervig sind, sondern mir die Laune verhageln, weil ich doch total motiviert versuche nicht an das Thema zu denken.


    Und noch dazu - ich habe das Gefühl ich werde in Bezug darauf ganz eklig missgünstig. Nein, nicht direkt anderen Personen gegenüber, aber so in mir drinnen, ganz leiste... bah.


    Da denke ich mir dann schon mal, warum die oder die denn eigentlich heiraten und wie lange das wohl hält... :-X

    Dann frag Du ihn halt...


    Wenn Du etwas machen willst, kannst Du das entweder selber machen, oder Du kannst versuchen, in anderen Menschen den Wunsch zu wecken, das zu tun, damit die das dann für Dich machen. Letztere Methode ist ungleich schwieriger und nicht immer zielführend, wenn die andere Person andere Ideen im Kopf hat.

    Hach.. ich will ja gar nichts machen. Oder anders gesagt: Mir ist klar, dass ich nicht viel machen kann. Außer abzuwarten und dabei möglichst entspannt zu bleiben. Letzteres funktioniert nur eher semigut.


    Und mir ist auch klar, dass hier niemand die Wunderlösung für mich hat @:)


    Aber letztendlich ist das auch ein Thema, über das ich so in der Form auch nicht mit meinem Freund sprechen kann, weil das eben doch nur den Druck erhöhen und alles noch schlimmer machen würde. Daher ist der Faden vielleicht auch einfach nur ein kleines bisschen Möglichkeit zum Rumheulen. ;-) Und vielleicht geht es ja doch dem ein oder anderen genauso oder irgendjemand hat etwas tröstendes zu sagen - wenn ich leide ich einfach einsam vor mich hin ;-D

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    Hach.. ich will ja gar nichts machen.

    Oh doch... Du willst heiraten. Aber anstatt die Dinge in die Hand zu nehmen und Deinem Freund einen Antrag zu machen - ist ja durchaus im Bereich des möglichen - wartest Du lieber, dass er das tut.

    Muss ich Ralph recht geben :)=


    Du bist in einer Art Dornröschen-Haltung und wartest drauf, glücklich geküsst zu werden.


    Ich war 7 Jahre mit meinem Mann zusammen, als ich eben "den nächsten Schritt " tun wollte und heiraten wollte.


    Mein mann war schon mal verheiratet und ist ausserdem furchtbar pragmatisch ;-D


    Da hätte ich mit nem Antrag bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten können.


    Als hab ich ebenfalls völlig unromantisch irgendwann gesagt, wies mit heiraten aussieht und wir auch nicht jünger würden. Da wurde er erst hellhörig und meinte dann, dass wir das denne mal machen könnten.


    Ein halbes Jahr später sind wir nach Las vegas gedüst und haben geheiratet :)^


    Genauso hab ich das dann später wegen der Kinderfrage gemacht ;-)

    Sicher wäre es viel einfacher, wenn ich so abgeklärt und pragmatisch wäre, dass ich ihm das einfach so sagen könnte. Oder eben besser gesagt, wenn ich ihm einfach einen Antrag machen würde.


    Ich denke nicht, dass er nein sagen würde. Aber es hätte einen für mich faden Beigeschmack.


    Gut möglich, dass ich da einfach falsche Erwartungen habe. Und ganz bestimmt hat es auch viel damit zu tun, dass ich eben meine Vorstellungen davon habe, wie es so idealerweise sein soll. Nur kommt es wohl immer anders, als mach denkt.


    Aber das zu wissen hilft mir gerade nicht so sehr, weil es eben irgendwie nichts ändert. Ich bin wahlweise traurig, bockig oder enttäuscht. Oder alles ein bisschen.


    Nein, nicht permanent. Nein, es ist nicht mein einziger Lebensinhalt und alles ist furchtbar, wenn der sich nicht so erfüllt. Aber ich fühle mich doch einigermaßen oft damit konfrontiert und den richtigen Umgang damit habe ich noch nicht gefunden.

    Hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn er mit dem Thema so ganz pragmatisch umgehen sollte und dich nebenbei mal fragt, ob ihr nicht heiraten wollt?


    Das würde dir auch weh tun, oder?


    Ich denke, du kannst gar nichts anderes machen als weiter warten und versuchen, ihn vorsichtig in die Richtung zu stupsen und auch klar zu machen, wie du dir einen Antrag wünschen würdest.

    Als jemand, der den Antrag gemacht hat - ganz spontan, ungeplant, aus einer sehr sehr schönen Situation heraus - kann ich das nur empfehlen. Keine Vorformulierungen, kein spezielles Wochenende, einfach ein Moment, in dem die Liebe aufglüht weils grad so schön ist. Da ist nichts schal oder fade. Probiers aus ;-). ... und - wenn frau sich ernsthaft mit dieser Aufgabe auseinandersetzt, merkt man erst, dass das alles andere als einfach ist.

    Mh, gute Frage. Ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen würde. Um ehrlich zu sein denke ich ohnehin nicht, dass er da viel Tamtam drum machen würde, einen Antrag mit Herzen aus Teelichtern, Rosenblüten auf dem Boden und einen Streichquartett im Hintergrund wird es nicht geben :-D


    So ein ganz pragmatisches "Ich glaube, wenn wir heiraten würden, könnten wir Steuern sparen, wie wärs?" würde mich aber wohl wirklich.. nicht verletzen, aber enttäuschen, ja.


    Andererseits wäre es immer noch besser, als überhaupt nicht zu heiraten. Ich könnte mich letztendlich also sehr wohl darüber freuen, es wäre ja noch immer das gleiche Zugeständnis.


    In die Richtung schubsen.. ja, vielleicht. Komischerweise fällt mir das beim Thema Kinder viel leichter, sicherlich aber auch weil er da auf die Frage "möchtest du Kinder (mit mir)" viel direkter Ja gesagt hat, als mit seinem blöden "da hab ich mir lange keine Gedanken mehr drum gemacht" auf die Frage nach dem Heiraten.

    Upela, so wie du das beschreibst, klingt es sehr schön @:)


    Ob ich nun also planen sollte, ganz spontan, unformuliert und aus dem Moment heraus einen Antrag zu machen? ;-D Wer weiß, vielleicht frage ich ihn tatsächlich irgendwann. Wenn es passt und ich das Gefühl habe, dass es nun so sein soll.


    Im Moment würde ich mich dabei wohl noch doof fühlen und es wäre nicht ganz das, was ich wollte. Wenn ich noch lange auf glühenden Kohlen sitze, ändert sich das aber vielleicht tatsächlich. ;-)

    Ich hab nicht lange auf einen Antrag gewartet ... so wirklich Ja gesagt hätte ich erst so im letzten halben/dreiviertel Jahr - und da wurde auch zwischen uns beiden das Thema öfters mal aufgenommen. Schwer zu sagen, für ihn war wohl immer schon klar dass wir zusammengehören und wir Kinder haben werden und auch als es konkreter wurde (also eine Jahreszahl wo man mit Kindern anfangen könnte) dachte ich, irgendwann wird er doch mal fragen. Dass ich vorm Kinderkriegen heiraten wollte, wusste er schon - aber wenn so Herbst/Winter 2017 für Kinder im Raum steht, hab ich mich dann schon so Anfang Jänner mal gefragt wie er sich das mit der Hochzeit noch vorstellt. Muss ja geplant werden und so ;-D Aber ich glaub über sowas denken Männer nicht nach.


    Ihm gegenüber hab ich ihm das nie so angesprochen ... dass er irgendwo so fix davon ausging dass wir für immer zusammen sein werden, war mir schon Bezeugnis genug. Und da die Ehe seiner Eltern auseinanderging, hatte ich auch so das Gefühl, dass ihm die Ehe an sich, emotional nicht so wichtig ist wie mir.


    Naja Ende letzten Jahres kam halt immer mehr in die Richtung und gipfelte darin, dass ich auf der Hochzeit meiner Schwester den Blumenstrauß gefangen habe ;-D Natürlich kamen von allen Seiten dann blöde Fragen auf ihn ein und es tat mir leid, dass da soviel Druck dahintersteckte - nicht von mir ... von außen eben. Zu Weihnachten hab ich ihm dann deutlich gesagt, dass ich nicht möchte, dass er das Gefühl hat Erwartungen erfüllen zu müssen ... ich warte bis er soweit ist. Und ja Anfang des Jahres hatte ich dann so das Gefühl, dass er eigentlich will aber nicht weiß wie. ":/ Da waren halt so Momente ... und er sagte auch vom Heiraten, er wüsste ja nicht wie das geht. Tjoa ein Handbuch gibts da nicht ;-D Irgendwann während einer sehr langen Busfahrt hab ich darüber so nachgedacht ... und vorallem warum es noch soviele Vorbehalte gibt wenn Frauen den Antrag machen.


    Stammt das von früher, dass man um eine Frau noch werben muss?


    Soll es den Eindruck erwecken, dass der Mann so ein Glück mit der Frau hat wenn sie ja sagt ... ich hab doch mindestens genausoviel Glück ihn gefunden zu haben x:)


    Unterstellt man, dass Männer nur Ja sagen würden, weil sie es der Frau zuliebe machen? Und wenn ja ... warum gilt das nicht umgekehrt? Würde jemand denken ich hätte nur Ja gesagt weil Nein sagen sich nicht gehört? ;-D Nein eben nicht ...


    Und dann ging mir ein Licht auf und ich hatte so ein tiefergreifendes Gefühl, dass ich es tun muss. ICH WERDE DEN ANTRAG MACHEN!


    Und Mitte Februar hab ichs dann getan - ohne viel Tamtam - einfach bei einem Spaziergang seine Hände genommen und ihn gefragt. Und weisst du was? Seine erste Reaktion war: Ich will dich auch fragen!


    Er hat sich einfach nicht getraut und nicht gewusst wie es sein soll. Aber ich wusste es. ;-)