Hatschepsut


    Da würde ich nochmal anrufen und fragen, da muss es ja eine Option geben. Vielleicht kann er doch hin und du kriegst die Beratung am Telefon oder so. ;-D ;-D Kann ja nicht sein, dass sie dich im Zweifelsfalle da mit KS Narbe hinzerren, nur weil du vorher schon Pech hattest.

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    Du verdrängst den wesentlichen Teil, der Deinen Freund vermutlich umso mehr beschäftigt.

    Und warum sollte das meinen Freund umso mehr beschäftigen? Solange keine Kinder da sind, bin ich "die Besserverdienende". Probleme damit finanziell füreinander einzustehen hatten wir beide im Übrigen nie, und wie danae schon sagt, dieses Gerede, dass nach der Scheidung die Frau auf ewig durchgefüttert werden muss, ist inzwischen ziemlicher Quatsch.

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    Ich finde du hast eine gewisse Zwanghafte Tendenz, bei dem Thema.

    Das mag hier durchaus so wirken, bitte vergesst aber auch nicht, dass der Faden hier eben für mich genau nur dafür da ist, um mich über das Thema auszulassen. Und ja, es beschäftigt mich in vielen Situationen, es ist aber definitiv nicht so, dass ich einen halben Nervenzusammenbruch beim Gedanken an die Kennzeichen erleide ;-D


    Hier ballt sich mein "Frust" eben sehr, verteilt auf die ganze Zeit spielt es an den allermeisten Tagen gar keine so große Rolle. Und dann gibt es eben wieder Tage, an denen es sehr doof ist, eben wenn ich wieder sehe wer alles so heiratet, wenn eine Gelegenheit wäre, wo man denken könnte jetzt fragt er, wenn es zu Situationen kommt wo ich denke "wären wir verheiratet, müsste ich mir die Frage nicht stellen und es wäre einfacher".


    Deswegen hat es auch nicht einfach etwas mit schlechter Kommunikation zu tun, dass es meinem Freund nicht klar ist, wie ich da manchmal so denke. Der würde mich ja für bescheuert halten, das denk ich ja selbst schon von mir ;-) Weil mir eben an und für sich schon klar ist, dass die Hochzeit nicht wichtig ist und unsere Beziehung auch ganz ohne sehr sehr super ist.

    Was mir entgegensprint, ist:


    * Andeutungen


    * Hinweise seitens der Familie


    * Gespräch im angeheiterten Zustand


    * theoretische Gespräche nach einer besuchten Hochzeit


    Gut, Familie würde ich ignorieren, die ist für mich nicht relevant mit Ratschlägen. Klar, ich habe die Botschaft verstanden, aber wenn mir das Thema nicht so wichtig wäre, würde ich da auch eher passiv reagieren. Allerdings sehe ich das Problem eben als schwierig an, weil mein Vorschlag wäre die simple Frage "Schatz, wann geht es zum Standesamt? Ich möchte jetzt mit dir einen Termin ausmachen."


    So haben mein freund und ich uns übrigens geeinigt, das wir noch warten. Es ging mir gesundheitlich sehr schlecht und ich habe ihm gesagt (ich selbst will eigentlich nicht heiraten), dass ich bereit wäre, ihn zu heiraten, um ihn jetzt abzusichern. Und dass ich auch kurzfristig bereit wäre. Gut, romantisch war es absolut nicht, aber klar. Und so war er am Zug und wir haben das Thema (für mich zum Glück) geschoben. Und diesen Zugzwang sehe ich eben bei ihm nicht.

    Aber mich gemeinsam mit ihm einigen und mal eben zum Standesamt zu gehen, ist nunmal leider nicht das, was ich möchte :-)


    Also - würde er nun sagen, dass er gar keine große Feier möchte, dann wäre es auch okay für mich eine kleine aber schön gestaltete Feier zu haben, ich muss nun nicht zwanghaft 20.000 Euro aus dem Fenster werfen.

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    Was machst du wenn er nicht heiraten will? Heute nicht, morgen nicht und sonst auch nie?

    Dann wäre ich sicher traurig und ein wenig enttäuscht, aber dann wäre es eben so. Wie schon gesagt, es würde nichts an der Beziehung ändern, ich stelle nichts in Frage, nur weil wir nicht heiraten.

    Könntest du einfach davon ausgehen, dass sein bisheriges nicht-agieren quasi ein "Ich will nicht heiraten", welches er nur nicht aussprechen möchte, um dich nicht zu verletzen, oder weil er Angst vor Streit hat?

    Zitat

    Passen sie zu deinen?

    Tun sie :)z

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    Könntest du einfach davon ausgehen, dass sein bisheriges nicht-agieren quasi ein "Ich will nicht heiraten", welches er nur nicht aussprechen möchte, um dich nicht zu verletzen, oder weil er Angst vor Streit hat?

    Nein, das denke ich nicht. Ich habe ihm ja auch schon gesagt, dass es in Ordnung ist, wenn er nicht heiraten möchte, dann möchte ich das bloß wissen.


    Und ich denke wenn das alles für ihn gar nicht Thema wäre, würde er nicht ohne Anlass mit mir überlegen, wen man einladen würde, sondern das Thema wohl eher meiden wie der Teufel das Weihwasser.


    Prinzipiell denke ich schon, dass wir heiraten werden. Irgendwann, irgendwie. Und meine Ungeduld hilft niemandem, aber ich kann das eben nicht einfach so abstellen. Nervig..

    Ich muss gestehen, dass ich keine Ideen mehr habe.


    Beide Partner reden angeblich drüber, haben dieselben Vorstellungen, wollen beide heiraten, Auto wird Kindergerecht angeschafft. Trotzdem wird nicht geheiratet - entweder ein Parameter ist doch nicht so eindeutig oder aber ich habe irgendetwas nicht auf dem Schirm, was gegen eine Hochzeit spricht.

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    Aber mich gemeinsam mit ihm einigen und mal eben zum Standesamt zu gehen, ist nunmal leider nicht das, was ich möchte :-)

    Naja, es ist halt so, dass man nicht alles im Leben bekommt, was man möchte - und selbst wenn, dann manchmal eben nicht so, WIE man es gern möchte. Das ist doch ganz normal. Und gerade dann, wenn zwei "Parteien" betroffen sind.


    Denn vielleicht ist das obige Zitat genau das, was dein Partner sich wünscht: keinen Zugzwang, ein Ritual auszuführen, hinter dem er nicht vollständig steht, sondern eine Vereinbarung auf Augenhöhe: Wir machen das jetzt.


    Wessen Wunsch wiegt denn schwerer?

    Ganz einfach: sie hat eine ganz feste Vorstellung davon das er den Antrag machen soll und er macht das nicht, jedenfalls bisher.


    Ich habe den Eindruck, dass beide einfach an zwei verschiedenen Punkten sind. Für ihn ist das alles noch so Zukunftsmusik, man spinnt rum, träumt wie es sein wird, aber da steht kein konkreter Plan hinter, dafür spricht meiner Meinung nach auch seine Nachfrage ob sie denn heiraten wollen würde, obwohl sie schon mehrfach fabuliert hatten wie es denn sein sollte. Für ihn ist es also mehr ein gemeinsames Träumen, wenn sie darüber reden wie sie es wollen, während sie eine andere Hochzeit besuchen.


    Sie dagegen ist viel weiter. Für sie ist die Hochzeit viel näher und realer, ein konkreter Plan und kein freies Träumen mehr. Was er fabuliert kommt bei ihm als Absichtserklärung an. Am Ende scheinen also beide das zu hören, was sie hören wollen, aber eigentlich sind sie an total verschiedenen Punkten und reden schlußendlich mit einem ganz anderen Grad der Ernsthaftigkeit über scheinbar ein und dieselbe Sache.


    Beide ständig aneinander vorbei. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei der konkreten Kinderplanung genauso wäre und das Auto hier auch so ein Ding ist. Sie achten zwar drauf, für sie ein klares Statement das Kinder absehbar sind, er hat es, unter Umständen, eher für eine zeitlich noch unbestimmte Zukunft mit im Auge. Quasi ein festeres Träumen, aber noch immer ein Traum, eine Idee von der Zukunft.

    Nochmal zur Klarheit, weil der Gedanke irgendwie nicht rauskommt.


    Das Träumen von der Hochzeit hat eher die Funktion von romantischer Versicherung der Liebe. Während es bei ihr kein Träumen ist, sondern ein "darüber sprechen" mit dem Zwecke konkreter Willensbildung.


    Wenn ich Recht habe, machen beide beim Sprechen zwei ganz verschiedene Dinge die nur gleich ausssehen, weil das Thema oberflächlich betrachtet, dass gleiche ist.