Auch wenn wir uns Kinder wünschen, jetzt ist dafür nicht der richtige Zeitpunkt. Und vor allem möchte ich, dass eine so große Entscheidung von uns gemeinsam getroffen wird. Und nicht, dass das Kind dann Mittel zum Zweck wird :-o


    Abgesehen davon - wer weiß ob das dann überhaupt etwas ändert, zumal ich nicht schwanger heiraten möchte.

    Tja, nun sind wir im Urlaub, alles ist wunderbar, ich bin auch überhaupt nicht so im "hoffentlich macht er mir einen Antrag"-Modus, sondern voll entspannt - bis, ja bis der gefürchtete Moment kommt und seine Familie auf das Thema kommt: Wann machst du ihr denn mal einen Heiratsantrag??!


    Ich hab gar nicht viel dazu gesagt, nur als jemand meinte, dass der Antrag ja nun total groß und romantisch sein müsse, habe ich eingeworfen dass ich sowas doch eh nicht brauche und mir was kleines reicht. Er hat nur verlegen gelacht.


    Und was sagt seine Mutter? "Eher schneits im August, als dass das noch passiert"


    Zack, schon könnt ich heulen :°(


    Bald kauf ich mir doch nen Anzug und mach das einfach selbst %-|

    och süße... immer, wenn ich denke, dass du das schön langsam mal gebacken bekommst, lässt du dich von irgendeiner dämlichen bemerkung wieder zum heulen bringen :°_


    so langsam habe ich echt das gefühl, dass du tatsächlich das hier tun solltest...

    Zitat

    Bald kauf ich mir doch nen Anzug und mach das einfach selbst %-|

    ... damit das thema mal endlich vom tisch ist. sonst macht deine latente ungeduldige unzufriedenheit noch eine schöne beziehung kaputt!

    Nein im Ernst. Ich würde vermutlich irgendwas runterschneien lassen, ihnanstrahlen und rufen: "Es ist ein Zeichen!" und dann einen Antrag machen. Nen Mann der darüber nicht lachen muss ist nicht meiner. ;-D ;-D

    mir würden ja auch sofort ein paar witzige sachen einfallen, wenn ich im "komm du mir nach hause modus" wäre... aber ich fürchte, dass unser Granatäpfelchen einfach nicht humorvoll-entspannt genug bei dem thema ist :)_

    Zitat

    immer, wenn ich denke, dass du das schön langsam mal gebacken bekommst, lässt du dich von irgendeiner dämlichen bemerkung wieder zum heulen bringen

    Ja, das Gefühl habe ich auch. Ich konnte ja auch tatsächlich entspannt in den Urlaub starten und alles war in Ordnung, ich habe weder mit einem Antrag gerechnet, noch ständig danach gelechzt.


    Aber solche Kommentare machen mich fertig, dagegen kann ich (bis jetzt) irgendwie noch nichts machen. Gerade wenn es für alle anderen so unverständlich ist, dass wir nicht heiraten, frage ich mich innerlich wohl jedes Mal, warum er dann so zögert.


    Mit Kommentaren bzgl. Kindern kann ich viel besser umgehen, obwohl ich mir (oder wir uns) eigentlich auch jetzt schon ein Kind vorstellen könnten - aber das ist eben bloß aus rationalen Gründen auf später verschoben, das ist ein gemeinsamer Entschluss, und da weiß ich viel deutlicher, dass er ja auch Kinder will.


    Beim Heiraten gibt es keine so richtig handfesten Gründe dagegen, vielleicht aber eben auch keine objektiven Gründe dafür. Außer dass ich mich selbst ganz wahnsinnig mache.


    Ich bin ja schon wirklich froh, dass ich nicht vor ihm (oder noch schlimmer: vor seiner Familie!) geheult habe, aber gut gings mir eben nicht. Man man man....

    Zitat

    aber ich fürchte, dass unser Granatäpfelchen einfach nicht humorvoll-entspannt genug bei dem thema ist

    Keine Sorge, so ganz humorlos bin ich dann doch nicht ;-D Und letztendlich wäre es mir auch lieber, generell so mit dem Thema umgehen zu können, das ganze Geseiere hilft mir ja nun wirklich nicht.


    Wenn alles so läuft, wie ich im Moment denke, machen wir dieses Jahr noch zwei bis drei kleinere Urlaube, einer davon Ende des Jahres - wer weiß, vielleicht nehm ich mir den letzten tatsächlich mal vor und ergreif doch die Initiative. ":/


    Ich weiß gar nicht, wie er das finden würde. Aber ich denk mal da drauf rum.

    Zitat

    Beim Heiraten gibt es keine so richtig handfesten Gründe dagegen, vielleicht aber eben auch keine objektiven Gründe dafür.

    Ich glaub, das ist DER Grund. Durch eine Hochzeit ändert sich faktisch recht wenig. Klar, wenn man jetzt von Notfall, Krankenhaus etc. ausgeht, dann schon. Aber an der Beziehung, am Zusammenleben etc. ändert es nichts.


    Bei manchen hat es bei Versicherung/Steuer noch Vorteile, scheint bei euch aber eher nicht der Fall zu sein.


    Ich kenn im Umfeld etliche Paare, die gehreiratet haben, als sich der Nachwuchs angekündigt hat. Einfach weil dann ein konkreter Grund vorlag (Vaterschaftsanerkennung, Absicherung für den Notfall, Steuern).


    Wir wurden gestern noch gefragt, was sich denn in dem Jahr, das jetzt seit der Hochzeit rum ist, geändert hat. Von beiden kam: Nichts. Wir fühlen uns nicht "zusammengeschweißter" oder "zusammengehöriger". Wir hatten eine tolle Party, sparen jetzt etliches an Steuern und können die Familienversicherung nutzen. That's it.


    Wenn man es auf so etwas herunterbricht, ist das Thema Heiraten (jedenfalls für mich) nicht mehr so groß, wie es für viele scheint - die Bereitschaft zu heiraten oder nicht sagt für mich nicht sonderlich viel über die Beziehung und den Bindungswillen aus.


    Da ist die Entscheidung Kind ja/nein/wann viel viel größer, wichtiger und weitreichender.