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    Heutzutage werden über die Hälfte der Ehen wieder geschieden. Die Frauen sind emanzipiert, verlassen die früher mal als geschützt angesehene Ehe und gehen zu ihrem neuen Lover. Und dann wird der Exmann ausgenommen. Die Hälfte seiner Rente und seines Vermögens wird gerne von der Ex eingeklagt ("das steht mir zu!") und die Scheidungsindustrie reibt sich die Hände.

    Dieser Fall wird immer unwahrscheinlicher, da man mittlerweile seit Jahren nachweist, dass Frauen im Vergleich zu Männern formal gebildeter sind, damit steígt auch die Chance auf besser bezahlte Jobs für sie. Wieso sind dann Männer "immer" Zahlesel? :-/


    Die Frauen fallen nur dann iwann hauptsächlich deshalb gehaltsmäßig zurück, weil sie nach wie vor immer noch eher für die kids zu Hause bleiben, in einer Zeit, in der man sich am besten beruflich konsolidieren kann.


    Mann wird nur dann zum Zahlesel, wenn er seiner gleich oder tendenziell höher qualifizierten Ehefrau automatisch durchwachte Nächte, Kindergruppen und Kinder-sociallife aufdrückt und dafür lieber von 8 - 17 oder noch länger in die Firma rennt. Wenn man die Kinderzeit gleich auf Mann und Frau verteilt, gibt es später keine Zahlesel, weder weibliche noch männliche noch duramantische.


    Auch solche Überlegungen gehören zu einer Partnerschaft.

    Mal eine kurze Zwischenfrage: Wieso sollte er nicht "Nein" sagen können, wenn du ihn fragst? Ich weiß gar nicht mehr wieoft ich eine entsprechende Bitte meines heutigen Mannes abschlägig beschieden habe, weil ich mir nicht sicher genug war und aus finanziellen Gründen und überhaupt. Ich sehe nicht, wieso man das nicht tun sollte. ":/ ":/

    Hm. Schwierig. Männer sind da einfach anders als Frauen glaub ich :)


    Weiß er denn, wie wichtig Dir die Hochzeit ist?


    Hast Du es schon mal auf die "witzige" Ebene versucht? Sag doch mal zu ihm "... ich hätte gedacht, ich bekomme einen Antrag" wenn Du es erwartest hättest - natürlich ohne Dir die eigentliche Enttäuschung anmerken zu lassen?


    ... ich wurd auch nicht direkt gefragt. Manchmal brauchen Männer einen Schubs (vlt. auch manche Frauen, keine Ahnung ^^) :=o :-p

    ....by the way.


    Du liest die Statistiken falsch. Nicht fast die Hälfte aller Ehen wird heutzutage geschieden, sondern eine Ehe, die 2014 /das letzte erfasste Jahr/ hat eine Scheidungswahrscheinlichkeit von 0,43, also 43 % (Quelle statista). Welche Wahrscheinlichkeit eine 2016/17 geschlossene Ehe hat, wird sich herausstellen.

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    Ja, nur wie oft soll man soetwas ansprechen? Es ist ja noch nicht so irre lang her, dass wir das Thema hatten. Und es wird sicher auch nicht besser, wenn ich dauernd nachfrage.

    Ich habe irgendwann auch nicht mehr thematisiert. Mein Mann wusste ja, dass ich warte und mir das wichtig ist. Ich wollte ihn auch nicht drängen. Auf der anderen Seite habe ich es auch nicht verstanden. Er will zusammen bleiben, möchte auch heiraten.. Warum fragt er dann nicht? Ich hatte irgendwann den Eindruck, dass er das Gefühl hatte, nicht fragen zu können, weil es dann so aussehen würde, als würde er es nur machen, weil ich "Druck" gemacht habe. Ich habe aufgehört, darüber zu reden und habe geduldig gewartet bis dann die heiß ersehnte Frage kam.


    Wenn andere Paare zusammen kommen, wenn sie schon etwas älter sind, ist das Thema sehr viel schneller auf dem Tisch und es wird nicht so lang gewartet. Ich glaube wirklich, dass es damit zusammen hängt.

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    Wieso sollte er nicht "Nein" sagen können, wenn du ihn fragst?

    Das war vielleicht blöd ausgedrückt, selbstverständlich könnte er auch einfach Nein sagen. Aber das wäre ja für mich noch trauriger ;-D


    Wenn ich ihn fragen würde, hätte ich einfach die Sorge, dass er nur mir zuliebe Ja sagt, und weil er sich dann eben erst recht dazu gedrängt fühlt. Und weil er ein Nein ja in der Situation wohl viel mehr begründen müsste, als jetzt.


    Wenn er mir sagen würde, dass er sich nicht sicher genug ist, wäre ich sehr irritiert. Wir haben gemeinsam ein Haus gekauft, wir sprechen von gemeinsamen Kindern, und er ist sich nicht sicher genug, ob er für immer mit mir zusammen bleiben möchte? Hm.

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    Hast Du es schon mal auf die "witzige" Ebene versucht?

    Ja, schon. Als er letztens mit der Patientenverfügung ankam, meinte ich scherzhaft zu ihm, dass er mich ja einfach heiraten kann. Und es kommen ja auch von außen immer mal wieder nachfragen und Witzchen darüber, gestern beim Bleigießen zum Beispiel wurde er hartnäckig versucht zu überzeugen, dass das was er da gegossen hat das Zeichen für Heirat ist. ;-)


    Er weiß, dass ich das möchte, ja. Zweifellos.

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    Ich habe aufgehört, darüber zu reden und habe geduldig gewartet bis dann die heiß ersehnte Frage kam.

    Und wie lange hast du dann gewartet?


    Aber wer weiß, vielleicht wäre es wirklich besser, das Thema ein wenig ruhen zu lassen.


    Das Schlimme ist ja, dass ich selbst merke dass es mich belastet, weil das Thema ständig in meinem Kopf herum spukt. Da bekommen Freunde Kinder, hier wird sich verlobt, das Paar heiratet.. ätzend.

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    Das war vielleicht blöd ausgedrückt, selbstverständlich könnte er auch einfach Nein sagen. Aber das wäre ja für mich noch trauriger

    Na, aber traurig wird es doch auch, wenn er nun auf Drängen hin eine Erklräung abgibt und besonders glücklich wirst du in der Dauerwarteposition doch auch nicht oder?


    Ich denke es könnte viele Gründe geben. Die gefühlte Endgültigkeit jagt einigen Angst ein, die Befürchtung dann gleich Kinder dranhängen zu müssen oder eben auch eine unausgesprochene und/oder unbewusste Unsicherheit. Mir ginge es dann allerdings so, dass ich sie lieber ausgesprochen und bewusst hätte, weil man dann daran arbeiten kann. Ansonsten gärt es im Dunkel und dann wird man vielleicht geheiratet, aber dann schnell wieder verlassen, so wie Anfang des Jahres einer Userin hier passiert.


    Alles in allem bin ich aber auch furchtbar unromantisch und total pragmatisch. ;-)

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    Aber er fragt mich nicht.

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    Und es kommen ja auch von außen immer mal wieder nachfragen und Witzchen darüber, gestern beim Bleigießen zum Beispiel wurde er hartnäckig versucht zu überzeugen, dass das was er da gegossen hat das Zeichen für Heirat ist. ;-)

    Ich persönlich finde irgendwelches Drängen ja total abtörnend. Mit diesen Sprüchen macht man u.U. mehr kaputt als man aufbauen kann. Mir würde es nämlich total gegen den Strich gehen, wenn eine Entscheidung so aussehen würde, als müsste ich damit eine Erwartungshaltung erfüllen.


    Sei eine ganze Frau, die mit beiden Beinen auf dem Boden steht. "Geschäftliche" Dinge scheinen ja wunderbar zu funktionieren, so wie Hauskauf usw.. Also warte nicht, bis er den Romeo macht, sondern sprich Klartext. Frag ihn doch einfach, wann ihr heiraten wollt und dass du längst soweit wärst. Wenn er dann unbestimmt bleibt, frag ihn, woran das liegt. Dann musst du dir auch nicht den Kopf zermartern. :)z

    ....wobei ich persönlich sowieso nie verstehe, warum man um die Heirat so ein Theater macht. Die Beziehungen gehen mit und ohne Trauschein auseinander und heutzutage muss auch wie ausgeführt keiner mehr den Zahlmann spielen. Und dass man sich "abhängig" fühlt, nur, weil man verheiratet ist, ist doch auch etwas überholt, oder? Auch ist das wenigste im Leben "für immer" - auch, wenn die Ehe nur einige Jahre hält, waren die es das halt vielleicht wert.


    Ich habe den Eindruck, das ganze wird immer (negativ) aufgebläht- das hat es iwie nicht verdient. Oder vielleicht messe ich der Ehe bzw. der Heirat an sich auch zu wenig wichtige Bedeutung für das Zusammenleben/das Leben bei.

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    Also warte nicht, bis er den Romeo macht, sondern sprich Klartext. Frag ihn doch einfach, wann ihr heiraten wollt und dass du längst soweit wärst. Wenn er dann unbestimmt bleibt, frag ihn, woran das liegt. Dann musst du dir auch nicht den Kopf zermartern.

    Eben! Vielleicht denkt er ja auch "Mh, jetzt redet sie die ganze Zeit schon von heiraten und dass sie sich das vorstellen kann und und und..., aber fragt mich nicht mal ganz konkret. Ist sie unsicher? Wenn ich sie jetzt frage, wirkt das noch authentisch? Oder denkt sie, dass ich nur frage, damit ihr Wunsch endlich erfüllt wird?"


    Ich würde in seiner Situation auch nicht fragen. Immer diese Andeutungen, das zehrt schon an den Nerven und motiviert nicht gerade. Werde konkret! :)^

    Für mich war es nach jahrelanger Beziehung aber auch ein Zeichen, dass wir uns selbst nach 10-11 Jahren nochmal bewusst für unsere Beziehung entscheiden. Klar, kann man das auch so, aber ich finde es sehr schön, verheiratet zu sein.

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    Und wie lange hast du dann gewartet

    Puh, weiß ich so genau gar nicht mehr. Halbes Jahr - Jahr ca.

    Ich kann dich gut verstehen, mir ging es auch so. Gelegentliches fragen, aber ein Antrag kam einfach nicht. Selber fragen fand ich, wie du, nicht richtig, weil ich wollte, dass er aus freien Stücken entscheiden sollte, ob und wann der richtige Zeitpunkt für ihn ist.


    Ich habe dann sehr viel nachgedacht, warum ich heiraten möchte: weil ich es will oder weil es "dazu gehört"? Schliesslich kam ich zu dem Schluss, dass ich auch so glücklich bin und mir Kinder mit diesem Mann viel wichtiger sind als eine Heiratsurkunde. Mit der Zeit wurde ein Antrag immer unwichtiger für mich. Und es war eine grosse Überraschung als er dann plötzlich doch kam

    .


    Daher kann ich dir nur raten: Wenn du ihn nicht drängen möchtest, dann mach dir erstmal klar, warum du heiraten möchtest. Viele Dinge kann man auch anders regeln, dafür muss man nicht verheiratet sein. Wenn du aber merkst, dass für dich eine Heirat einfach dazugehört, dann solltest du ihm das auch so sagen.

    Naja, ich denke, Du hast aus irgend einem Grund ein ungutes Gefühl. Die Frage ist warum und was Dir wichtig ist.


    Ist Dir heiraten wichtig? Wenn ja, warum?


    Ist Dir wichtig, Kinder zu haben?


    Im Prinzip wäre es ratsam abzugleichen, ob ihr gleiche Zukunftsvorstellungen habt. Bzw. ob er mit Dir die bleichte Zukunft sieht, wie Du mit ihm. Was ist Dir wichtig. Welche Pläne hast Du?


    Wie groß ist der Kompromiss, den Du bereit bist, einzugehen. Wer macht die größeren Abstriche.


    Gemeinsames Haus, ok. Aber das ist trotzdem nicht das eindeutige Zeichen, dass ihr beiden dasselbe wollt....


    Ich weiß, es klingt hart. Aber ich würde mir "den Typen" mal von etwas aus der Ferne anschauen. Mit Abstand. Zumindest nach den Erfahrungen, die ich gemacht hab. Viele Jahre können vergehen und die Erwartungen an das Leben entwickeln sich auseinander. Ein Haus ist schnell verkauft. Klingt vielleicht blöd, aber Du müsstest Dich mal hinein versetzten: gesetzt dem Fall, Du bist 5 oder 10 Jahre älter. Würdest Du den Spaß dann auch so mitmachen?

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    und er ist sich nicht sicher genug, ob er für immer mit mir zusammen bleiben möchte?

    Vielleicht ist das Problem tatsächlich ernst. Ich bin eine Frau, die einige ihrer besten Jahre mit einem infantilen Einfallspinsel verbracht hat, der sich nie wirklich eindeutig geäußert hat ... ich bin davon ausgegangen, dass wir beide da gleiche wollen. Fehlanzeige....


    Sei clever, hör auf Deine innere Stimme und check die Sache mal "eiskalt" ab.... Du hast Deine "besten Jahre" noch vor Dir. Wäre schade, sie zu vergeuden mit jemandem, der "not quite sure" ist....


    ein Haus ist schnell verkauft, das weiß er sicher auch...