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    Mal ehrlich, wenn er dir jetzt in 3 Wochen oder 3 Monaten einen hoch romantischen Antrag macht, wirst du den aus vollem Herzen und ohne bitteren Beigeschmack annehmen können? Glaubst du ihm dann, das er es aus freien Stücken möchte? Oder hast du dann "gewonnen", weil er deine diesbezüglichen Gefühlsausbrüche nicht mehr ertragen möchte und dich deshalb heiratet, damit es aufhört?

    Wenn es wie bei einer Freundin läuft, ist mit dem romantischen Antrag alles Warten, Nerven, Weinen, Zweifeln vergessen und es wird nur noch berichtet und erzählt, wie toll der Antrag war und wie perfekt jetzt die Beziehung ist.


    Mit dem Hinweis, dass man froh ist, so lange auf seine freie Entscheidung gewartet zu haben, weil es jetzt ja von Herzen und nicht auf Zwang kommt.


    Granatapfelkern, ich hoffe für dich und wünsche dir, dass es nicht so kommt. Da bleibt nur ein bitterer Nachgeschmack bei allen.

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    ey, dann mach aber hinne, weil ich gefälligst endlich ja sagen will!

    ;-D Nein, so schlimm bin ich dann doch nicht.


    So ein ganz grundsätzliches Ja besänftigt mich sehr, der nächste Panikanfall kommt bestimmt erst in 2 bis 3 Monaten ;-)

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    Naja, man kann schon verstehen, dass es dem Mann nach 10 Jahren Beziehung und einigen Jahren Andeutungen, weinen, emotionalen Ausbrüchen deinerseits jetzt "zu schnell" geht mit dem Antrag.

    Ist das nun ironisch gemeint?


    Oder ist es nun doch auch wieder nicht richtig, wenn ich mit ihm darüber rede?

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    Glaubst du ihm dann, das er es aus freien Stücken möchte? Oder hast du dann "gewonnen", weil er deine diesbezüglichen Gefühlsausbrüche nicht mehr ertragen möchte und dich deshalb heiratet, damit es aufhört?

    Na mehr als sagen, dass es absolut okay ist nicht heiraten zu wollen, er sich aber bitte irgendwie positionieren soll, kann ich ja nun auch nicht.


    Und er muss gar keine "dauernden Gefühlsausbrüche" und ständiges Heulen über Jahre von mir ertragen, wer sagt denn das?


    Was ich hier im Faden vom Stapel lasse und was ich ihm gegenüber äussere, sind nochmal zwei ganz unterschiedliche Dinge.

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    Ist das nun ironisch gemeint?

    Ja, aber nicht gegen dich, sondern gegen ihn gerichtet. Sollte heißen: Meine Gute, manche Männer haben echt ne lange Leitung um zu verstehen, was (einigen) Frauen wichtig ist.


    Meine Meinung: Wenn es ihnen tatsächlich "egal" ist das heiraten, dann können sie es auch einfach machen, wenn es der Frau so wichtig ist. Tut ja nicht weh. Langes Zögern (und das ist es für mich, wenn man 10 Jahre ein Paar ist und ein Partner sehr gerne heiraten möchte!) bedeutete für mich nämlich auch, das man sich nicht sicher ist, die Konsequenzen des heiraten zu tragen. Ist ja auch ok, aber dann soll man es ehrlich sagen und nicht herumeiern. Denn "sicherer" wird man sich nach 10 Jahren Beziehung eher nicht. Was soll da noch passieren, was einen Mann dazu bewegt eines morgens aufzuwachen und zu denken: JETZT will ich sie heiraten?

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    Oder ist es nun doch auch wieder nicht richtig, wenn ich mit ihm darüber rede?

    Doch ist (für die praktische Umsetzung deines Wunsches, heiraten) richtig, für den Romantikfaktor natürlich eher weniger.

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    Na mehr als sagen, dass es absolut okay ist nicht heiraten zu wollen, er sich aber bitte irgendwie positionieren soll, kann ich ja nun auch nicht.

    Naja, bisher war es ja so, dass er sich nicht klar positionieren wollte. Du wolltest es einfordern und jetzt klingt es so, als hätte es etwas gebracht.


    Die Zeit wird zeigen, ob der Antrag kommt, und ob sich die darauf folgende Ehe für dich als "ernörgelt" anfühlen wird oder ob du, wie LinaLinas Freundin, mit dem Ring am Finger alles vorherige vergessen kannst.

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    Langes Zögern (und das ist es für mich, wenn man 10 Jahre ein Paar ist und ein Partner sehr gerne heiraten möchte!) bedeutete für mich nämlich auch, das man sich nicht sicher ist, die Konsequenzen des heiraten zu tragen.

    Ja, wobei ich manchmal wirklich denke, dass seine Leitung da ein bisschen lang war und ihm gar nicht so bewusst, dass mir das wichtig ist.


    So das meiste hat sich ja innerhalb der letzten paar Monate abgespielt, und dass er da schon ein wenig Zeit für sich braucht, verstehe ich schon.

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    Die Zeit wird zeigen, ob der Antrag kommt, und ob sich die darauf folgende Ehe für dich als "ernörgelt" anfühlen wird oder ob du, wie LinaLinas Freundin, mit dem Ring am Finger alles vorherige vergessen kannst.

    Gerade deswegen versuche ich ja so wenig wie möglich zu nörgeln und habe nochmal gesagt, dass nicht heiraten genauso okay ist.

    Ich glaube tatsächlich, dass ich bei einer langen Beziehung, in der man zusammen von mir aus ein Haus baut, Kinder bekommt, sich gegenseitig mit Verträgen bedenkt, sich gegenseitig als Bezugsperson oder was auch immer für den NOtfall eintragen läßt...


    als Erbe notiert etc.....


    immer noch nicht verstehe,


    warum man dann nicht gleich heiratet?


    Wo ist der Unterschied? Klar, das kann man auch umgekehrt fragen, aber iwas muss die Ehe ja dann doch noch haben, dass das Ganze anders macht, weil man davor ja zurückschreckt. Man kommt nahe ran, aber das letzte wird dann doch nicht durchgezogen. Welches Element der Ehe ist es, was so zurückschrecken läßt, wenn man sonst alles anstellt, was man als Verheirateter auch machen würde?


    Gibt ja sogar so etwas wie eingetragene LEbensgemeinschaft, die sich von der Ehe nur hinsichtlich mögliche Adoptionen unterscheidet...


    also WAS ist es denn, was da so Angst macht? Für mich klingt das alle fast schon etwas neurotisch....

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    wie möglich zu nörgeln und habe nochmal gesagt, dass nicht heiraten genauso okay ist.

    Das hätte ich in Deiner Situation nicht gesagt.


    1. stimmt das nicht und


    2. denkt er nun, dass es stimmt und hakt das Thema ab, weil Du es ja gesagt hast. Dann wird bei Dir


    3. noch schlimmer.

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    1. stimmt das nicht

    Wie kommst du darauf? ":/


    Natürlich stimmt das. Auch wenn mir heiraten wichtig ist und ich das gern möchte, ist mein Wunsch noch lange nicht mehr wert als seiner.


    Wenn er nicht heiraten wollen würde, wäre das traurig, aber es wäre eben so. Er soll nun ja auch nicht gegen seinen Willen heiraten.

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    denkt er nun, dass es stimmt und hakt das Thema ab, weil Du es ja gesagt hast.

    Na, ich habe ihm auch gesagt, dass er dann offen damit umgehen soll, dass er nicht heiraten will.


    Und da hat er widersprochen und gemeint, dass er heiraten möchte.


    Wenn er die Chance nicht nutzt um zu sagen, dass er nicht will, kann ich ihm wohl auch nicht helfen. ":/

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    warum zeigst Du ihm nicht, dass Heirat Dein Ziel ist? Bei allem anderen würdest Du das doch auch tun.

    Und wie genau soll das in deiner Vorstellen aussehen?

    "Ich möchte, dass wir heiraten. Ich will Dich heiraten, so, wie ich generell heiraten will. Ich bin traurig, dass wir das nicht tun. Bitte überleg' Dir, ob wir da zusammen kommen;


    - nachdem wir nun 10 Jahre unverheiratet waren, können wir nun 10 Jahre verheiratet sein. Wenn es Dir nicht gefallen hat, ändern wir es wieder. Gleiches Recht für alle."

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    Wir sind schon fast 10 Jahre zusammen, wohnen zusammen, haben ein gemeinsames Haus.

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    Und da hat er widersprochen und gemeint, dass er heiraten möchte.

    Hast du ihn gefragt, worauf er genau wartet? Also, wenn 10 Jahre nicht lange genug sind um sich darüber klar zu werden, ob man genau diese eine Person heiraten will, dann scheint das wirklich open end zu sein.

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    Gerade deswegen versuche ich ja so wenig wie möglich zu nörgeln und habe nochmal gesagt, dass nicht heiraten genauso okay ist.

    Habe auch sofort gedacht: Das stimmt aber doch nicht.


    Du versuchst, ihm den Druck zu nehmen, damit er von sich aus kommt. Das kann ich verstehen.


    Aber es ist eben NICHT ok für dich, wenn du nie heiratest. Für andere ist es das schon, weil es ihnen egal ist. Du tust jetzt so, als wäre es dir egal, aber das wird dir nichts nützen.


    Ich sage dir auch warum: In deiner Logik bedeutet: Er will mich (noch) nicht heiraten = Er liebt mich nicht genug.


    Jetzt weißt du, das er halt einfach nicht heiraten möchte, aber du weißt nicht, wieso. Auch wenn du dir jetzt hundertmal sagst: "Ich bin ab heute eine coole, gelassene Frau, der es scheißegal ist, ob ich je geheiratet werde oder nicht." wird ein Dorn des Zweifels bleiben, warum er dich bisher nicht heiraten wollte.


    Du verbiegst dich. Du willst heiraten. Er spürt das und zieht sich zurück, weil er es (noch) nicht will. Du wirst das Problem nicht lösen, indem du wie ein scheinbar desinteressierter Hund rückwärts an den Tisch mit dem Schinken heran robbst und so tust, als wäre dir der Schinken völlig egal. :-/

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    Aber es ist eben NICHT ok für dich, wenn du nie heiratest.

    Natürlich wäre es okay. Ich sage nicht, dass ich nicht traurig wäre und mir das prinzipiell wünsche. Es gehörte immer in meine Lebensplanung und natürlich wäre ich enttäuscht, wenn ich nun nie heiraten würde.


    Aber wenn er eben nicht heiraten möchte, werde ich auch damit umgehen können. ":/


    Was mich fertig macht, ist dieses ständige Warten und das Hin und Her. Wenn er offen damit umgehen würde, dass er nie heiraten möchte, dann könnte (und müsste) ich mich damit arrangieren.

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    Jetzt weißt du, das er halt einfach nicht heiraten möchte, aber du weißt nicht, wieso.

    .....er hat ja nun aber (erneut) gesagt, dass er heiraten möchte? ???

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    Du wirst das Problem nicht lösen, indem du wie ein scheinbar desinteressierter Hund rückwärts an den Tisch mit dem Schinken heran robbst und so tust, als wäre dir der Schinken völlig egal.

    Und die Lösung wäre nun also ihn (in deinem Szenario gegen seinen Willen) zum Heiraten zu drängen oder die Beziehung zu beenden, oder was schlägst du vor?