• kein Heiratsantrag - traurig.

    Hallo, ich befinde mich in einer eigentlich sehr glücklichen Beziehung. Wir sind schon fast 10 Jahre zusammen, wohnen zusammen, haben ein gemeinsames Haus. Wie wohl alle haben wir unsere Höhen und Tiefen, aber grundsätzlich sind wir sehr zufrieden und haben eine harmonische Beziehung x:) Ich denke im Grunde zweifelt auch niemand von uns daran, dass das so…
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    Na, aber traurig wird es doch auch, wenn er nun auf Drängen hin eine Erklräung abgibt und besonders glücklich wirst du in der Dauerwarteposition doch auch nicht oder?

    Na sicher, das ist ja gerade meine Zwickmühle - nerve ich ihn nun so lange bis er mich fragt, ist das scheiße, frage ich ihn ist das scheiße, warte ich, ist das scheiße, ... ":/

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    Mir ginge es dann allerdings so, dass ich sie lieber ausgesprochen und bewusst hätte, weil man dann daran arbeiten kann.

    Lieber wäre mir das wohl auch. Nur meinte er das letzte Mal ja, er habe einfach lange nicht darüber nachgedacht. Wenn ich ihn nun wieder anspreche, dränge ich ihn ja doch zu einer Entscheidung.


    Allgemein liegen die Meinungen ja irgendwo zwischen "lass ihn bloß damit in Ruhe und warte ab" und "sprich ihn nochmal darauf an, er muss jetzt konkret werden!" (naja, und "bestimmt gibt es einen Grund, er hält dich hin").


    Und gerade dazu, dass ich konkret werden soll - er weiß, dass ich heiraten will. Sowas von weiß er das. Ich glaube nicht dass es hilft, wenn ich ihm das nochmal sage. ":/

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    Für mich war es nach jahrelanger Beziehung aber auch ein Zeichen, dass wir uns selbst nach 10-11 Jahren nochmal bewusst für unsere Beziehung entscheiden.

    Ja, auch den Gedanken finde ich schön :)z

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    Viele Dinge kann man auch anders regeln, dafür muss man nicht verheiratet sein.

    Ja, natürlich kann man das. Aber irgendwie frage ich mich auch da wieder - warum kümmert man sich lieber an 10 verschiedenen Stellen darum, dass Dinge anders geregelt werden, statt zu heiraten, was doch zusätzlich auch noch etwas schönes sein sollte.

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    Im Prinzip wäre es ratsam abzugleichen, ob ihr gleiche Zukunftsvorstellungen habt. [...]


    gesetzt dem Fall, Du bist 5 oder 10 Jahre älter. Würdest Du den Spaß dann auch so mitmachen?

    Ja, grundsätzlich haben wir das, absolut. Wir haben ja auch schon oft über soetwas wie Kinder gesprochen und sind uns da einig, keine Frage.


    Und auch was andere Dinge angeht - wir haben die gleichen Vorstellungen, was unsere Lebensgestaltung angeht.


    Ich möchte unsere Beziehung auch gar nicht schlecht reden, was meinst du mit ob ich "den Spaß auch so mitmachen" würde? Es läuft ja sonst alles. Und objektiv würde sich ja mit Ehe auch nicht viel ändern.


    Aber subjektiv... argh.


    Dass er sich so unsicher ist und alles ...das ist im Grunde nur so eine kleine blöde Stimme, die ich nur zu gern loswerden würde. Weil sie vermutlich mehr Probleme schafft, als es wirklich gibt.


    Ist Heiraten nicht im Grunde eher so ein KleinMädchenKram? Bestimmt. Und trotzdem - ich wäre gern seine Frau, ich würde gern seinen Namen annehmen, ich würde das gern mit ihm feiern.

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    Vielleicht will er auch nicht heiraten,weil er schlechte Erfahrungen mit der Ehe seiner Eltern gemacht hat.

    Ja, das hat er tatsächlich, seine Eltern sind geschieden und ich glaube das war nie so einfach für ihn. Er meinte auch mal, dass heiraten sich ja sowieso nicht lohnt, weil jeder sich früher oder später trennt. Aber das ist lange lange lange her und seitdem hat er oft vom Heiraten gesprochen.

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    Ich persönlich finde irgendwelches Drängen ja total abtörnend. Mit diesen Sprüchen macht man u.U. mehr kaputt als man aufbauen kann. Mir würde es nämlich total gegen den Strich gehen, wenn eine Entscheidung so aussehen würde, als müsste ich damit eine Erwartungshaltung erfüllen.

    Oh ja - auf beiden Seiten.


    Ich hätte nicht gewollt, dass er fragt, weil ständig das Thema angeschnitten wurde - egal ob von mir oder anderen.


    Und er war eh schon total genervt davon, dass jeder meinte, bei jeder noch so passenden oder unpassenden Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass es doch langsam echt mal Zeit würde %-|


    Wir waren irgendwann so genervt von dem Thema, dass wir beide schon gesagt haben, wir lassen es einfach - es soll eine schöne Angelegenheit sein und keine, an die man genervt und mit Augenrollen zurück denkt.


    Haben dann sicher ein halbes Jahr nicht drüber geredet, keine Andeutungen gemacht und Anspielungen von anderen einfach komplett ignoriert (die werden dann auch weniger, wenn man gar nicht drauf eingeht).


    Und irgendwann haben wir über unsere Pläne für den Sommer gesprochen, Urlaube, Einladungen...stellten fest, dass es das erste Jahr werden würde, wo wir zu keiner Hochzeit eingeladen sind und haben dann spontan entschlossen, dass wir dann ja heiraten könnten ;-) Hat einfach gepasst, kein großes Drama um irgendeinen Antrag, gemeinsamer Beschluss und genau so war es dann gut.


    Daher auch mein Tipp: Geh in dich, frag dich, warum dir das Thema so wichtig ist. Ob du dir nicht selbst einen Gefallen tust, dich nicht so auf dieses eine Thema zu fokussieren, wenn es auch tausend andere, derzeit aktuellere Themen gibt.


    Nimm für dich selber den Druck heraus und genieße es, so eine schöne harmonische Beziehung zu haben.

    Hallo Granatapfelkern,


    so sind wohl viele Frauen, Ende 20 möchte man endlich unter der Haube sein. x:)


    Natürlich ändert sich durch eine Hochzeit die Beziehung im Normalfall nicht, es ist ja noch der selbe Partner wie zuvor. Aber man hat dann wohl doch ein größeres "Wir"-Gefühl.


    Ich kann dich verstehen, denn wir sind ungefähr im gleichen Alter und ich hoffe auch auf eine Hochzeit. Zwischenzeitlich hatte ich diese sogar abgeschrieben, aber irgendwann fing dann bei ihm eine Änderung an. Er hat plötzlich Hochzeitssendungen, die ich ohnehin gern schaue, auch mitgeguckt. Als sich dann sein bester Freund verlobt hat und über die "Gemeinheiten, die der Trauzeuge aushalten muss", hat mein Freund gemeint "Wenn wir heiraten, bekommt er das alles wieder." In dem Moment ist mir das Herz aufgegangen, denn ich hätte zu dem Zeitpunkt wirklich nicht gedacht, dass er doch noch heiraten möchte. Leider sagt seine Mutter auch oft, dass sie eine Hochzeit unnötig findet und man nicht heiraten muss. (Natürlich muss man nicht, aber es gehört für mich schon irgendwie dazu. Ich habe es aber auch von den Eltern und Großeltern so vorgelebt bekommen, während seine Mutter sich früh hat scheiden lassen und auch die Großeltern alle geschieden, aber immerhin neu verheiratet waren.)


    Einmal waren wir beim Juwelier, weil ich nach einer bestimmten Uhr geschaut habe und bin beim schauen bei Ehe- und Verlobungsringen hängen geblieben. Während er früher gar nicht geschaut hätte, hat er da gefragt, welchen ich denn schön finde.


    Man sollte wirklich einfach abwarten. Ich denke, wenn man den Mann anfängt zu drängen, fängt er eher an, dicht zu machen. Denn wahrscheinlich wird es so, wenn man wirklich nicht damit rechnet, passiert es. Und das ist doch auch das schöne an einem Heiratsantrag. Man soll ihn doch nicht erahnen und auch nicht auf ihn lauern. Ich denke nämlich schon, dass Man(n) das mitbekommt.

    Hello.


    Ich bin 28 und mit meinem Freund seit achteinhalb Jahren zusammen. So langsam könnte man ans heiraten denken, jedoch hatten wir vor einem halben Jahr eine extreme Krise, die wir zwar wieder hin gekriegt haben, muss aber sagen, dass mir das extrem den Kopf gewaschen hat. Im Extremfall Trennung hätte jeder seines Weges gehen können, wir hätten die Möbel getrennt und fertig, im Heiratsfall wäre es sehr sehr viel schwieriger geworden. In diesem Moment habe ich mir gedacht, wie gut, dass du frei bist, zu gehen wann du willst, ohne dass es hässlich wird, ohne Anwälte und Streit ums Geld.


    Desweiteren will ich kein Haus. Ich habe keine Lust 30 oder 50 Jahre auf einer Stelle zu hocken, dafür ist die Welt zu groß. Und Kinder.... Eine gute Frage....


    Alles in allem fühle ich mich nicht bereit zu heiraten. Nicht weil ich meinen Freund nicht liebe, sondern weil ich auf dieses System Heirat, Haus, Kinder, Hund keine Lust habe. Ich gehe arbeiten, meine Arbeit läuft, die Beziehung läuft wieder, warum jetzt stressen?? Ich kann auch noch mit 55 heiraten.


    Meine Schwester ist da übrigens anders. Sie ist 24 und Hochzeit und Kinder sind nach der Ausbildung oberste Priorität. Soll sie mal. ;-)

    Männer und Frauen neigen dazu, die Heirat extrem unterschiedlich zu sehen.


    Für viele Frauen ist die Hochzeit immer noch eine rein romantische Veranstaltung, die Krönung der Beziehung, das Ziel allen Strebens, das Glück schlechthin. Und der Mann ist unromantisch und doof, wenn er nicht will.


    Für Männer ist das ein lebenslanger Vertrag ohne Rückgaberecht, der sehr gut überlegt sein will. Romantik spielt da eher eine Nebenrolle.


    Nun ist die Rechtsprechung und die Gesetzeslage bei Scheidungen inzwischen sehr viel einfacher. Dass der Mann in jedem Fall lebenslang als Zahler da steht, ist nicht so. Der Ehegattenunterhalt ist inzwischen stark reformiert und eingeschränkt. Man teilt sich auch nicht das Vermögen sondern den gemeinsamen Zugewinn aus der Zeit der Ehe, dazu gehören dann allerdings auch die in der Zeit erworbenen Rentenansprüche. Das alles ist gedacht als Ausgleich für das klassische Modell, wo einer arbeitet, der andere Kinder groß zieht. Als Modell für zwei Kinderlose scheint das weniger geeignet, weshalb man den Sinn einer Ehe dann durchaus in Frage stellen kann, solange keine Kinder da sind.


    Findet man keine rationalen Gründe zu heiraten, bleibt die Romantik. Die Ehe ist ein Versprechen auf Lebenszeit, das aber ohne Trauschein genauso gut funktioniert bzw. mit Trauschein genauso oft scheitert. Das Versprechen ist also wenig wert. Und wenn der Partner mit den besseren finanziellen Möglichkeiten dann für sich beschließt, dass er im Falle des Falles der große Verlierer wäre... Lässt man das besser.


    Die Tatsache, dass da einer 20 Jahre vorausdenkt sollte ansich ja etwas gutes sein. Die Tatsache, dass da einer das Scheitern gleich in Betracht zieht, ist aber so fürchterlich unromantisch, dass die Frau da gleich gekränkt ist. "liebst Du mich etwa nicht?" Letztlich ist das Scheitern aber eine realistische Perspektive und vor ihr die Augen zu verschließen ist naiv.


    Am Ende verliert man gemeinsam nicht wirklich etwas, wenn man nicht heiratet, mit Ausnahme steuerlicher Vorteile, wenn nur einer verdient.

    Mein Bekannter erwähnte übrigens mal, dass seine Frau immer heiraten wollte, er aber nie. Er hat sie dann, so seine Aussage, wegen dem Kind und der Steuer geheiratet und damit Sie Ruhe gibt. Also, da würde ich lieber unverheiratet bleiben. :-/

    Hallo Granatapfelkern,


    ich bin in einer ähnlichen Situation wie du. Zwar bin ich mit meinem Freund erst seit gut zwei Jahren zusammen, aber bei uns gin alles sehr schnell - wir haben beide unsere Jobs aufgegeben, um zusammen sein zu können, sind in einer neuen Stadt zusammen gezogen, jetzt versuchen wir Kinder zu bekommen und wollen ein Haus kaufen.


    Er spricht schon seit einem Jahr davon, dass er mich heiraten will und zwar 2017, aber ein Antrag kommt nicht. Ich hatte fest in unserem Sommerurlaub damit gerechnet und seitdem steigt meine Enttäuschung quasi täglich an. Ich versuche auch, mich da nicht so rein zu steigern, aber andererseits denke ich mir, wenn es so eine Inkongruenz gibt zwischen dem was er sagt und was er tut, dann ist er vielleicht unterbewusst einfach gar nicht dazu bereit und wird es auch nie sein.


    Heiligabend ist es bei uns ein bisschen eskaliert, ich hatte versucht, mich nicht auf einen Antrag einzustellen aber war letztendlich doch furchtbar enttäuscht, als keiner kam. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich ihn heiraten möchte und dass ich anfangen will, zu planen. Es endete damit, dass ich anfing zu heulen, weil das nunmal auch nicht das war, was ich mir vorgestellt hatte und im Grunde sind wir jetzt wieder bei 0 - ich warte auf einen Heiratsantrag und verliere immer mehr den Glauben daran, dass einer kommt.


    Insofern kann ich dir leider auch nicht sagen, was hilft, damit zurecht zu kommen. Aber manchmal hilft es ja auch zu wissen, dass man nicht die einzige ist :)_

    Sagt mal, sind wir hier wieder in den 50ern?


    Halloooo, es ist 2017! Warum macht ihr keinen Antrag, sondern beschwert euch über die "Bringschuld" eurer Männer?

    Zitat

    Halloooo, es ist 2017! Warum macht ihr keinen Antrag

    Hat Granatapfelkern doch bereits beantwortet. Sie will ihn nicht unter Druck setzen oder dass er nur ja sagt um sie nicht zu verletzen.

    Wir sind jetzt knapp 15 Jahre zusammen und auch noch nicht verheiratet. Wir haben einen gemeinsamen Sohn und der Zweite ist gerade unterwegs. Klar, wäre es schön, verheiratet zu sein, aber was würde es denn in der Beziehung großartig ändern? Vor ein paar Jahren wollte ich auch unbedingt heiraten. Habe mir das alles so schön ausgemalt, aber leider kam nie der Antrag. Auch ich war etwas geknickt. Mit der Zeit wurde mir das Thema dann eher egal.


    Ich denke, manche Männer wollen vor der Hochzeit einfach noch was erleben oder verwirklichen (z.B. Hausbau, Karriere, Urlaub). Auch Geld spielt eine Rolle. Es kann ja sein, dass dein Partner dir gerne eine Traumhochzeit bieten möchte und dafür noch spart. ;-)

    Offensichtlich eher nicht. Wenn die Partnerin schon heult, ist es höchste Zeit, positive Andeutungen zu machen. Wenn die dann nicht erfolgen, solltet ihr euch beide fragen, ob ihr damit glücklich werden könnt auch ohne Trauschein.

    Zitat

    Offensichtlich eher nicht. Wenn die Partnerin schon heult, ist es höchste Zeit, positive Andeutungen zu machen. Wenn die dann nicht erfolgen, solltet ihr euch beide fragen, ob ihr damit glücklich werden könnt auch ohne Trauschein.

    ms92, Ich weiß nicht, ob du dich auf meinen Post beziehst. Bei mir, und auch bei Granatapfelkern sind ja die positiven Andeutungen da. Nur nicht die dazugehörigen Handlungen.


    Das ist, glaube ich, fast das schlimmste. Lieber von Anfang an ein "ich will nicht heiraten, aus den und den Gründen", also so ein hinhalten und warten lassen.

    Zitat
    Zitat

    Halloooo, es ist 2017! Warum macht ihr keinen Antrag

    Hat Granatapfelkern doch bereits beantwortet. Sie will ihn nicht unter Druck setzen oder dass er nur ja sagt um sie nicht zu verletzen.

    Wenn man in einer Beziehung nicht aufrichtig darüber sprechen kann, sich aber hintenrum dauernd beschwert, weint und diesen Gram in sich hineinfrisst, nur weil man eventuell seinen Partner damit unter Druck setzen könnte ooooder meint, dass er ja nur Ja sagen würde, weil sie denken würde, dass er das gesagt haben könnte, obwohl er vielleicht gar nicht wollte.... Mensch, das sind dann ja klare Verhältnisse.


    Dann sollte man generell mal darüber nachdenken, ob da alles so seine Richtigkeit hat.


    In einer normalen stabilen Partnerschaft sollte man so elementare Dinge ansprechen können, ohne dass man gleich Angst hat, der Partner mache alles nur aus Zwang mit.

    Zitat

    Wenn die Partnerin schon heult, ist es höchste Zeit, positive Andeutungen zu machen. Wenn die dann nicht erfolgen, solltet ihr euch beide fragen, ob ihr damit glücklich werden könnt auch ohne Trauschein.

    :)^ :)^ :)^


    Nicht nur Andeutungen, sondern mal die Karten auf den Tisch legen.

    Zitat

    [...] und Anspielungen von anderen einfach komplett ignoriert (die werden dann auch weniger, wenn man gar nicht drauf eingeht).

    Werden sie das? Das ist bei uns irgendwie nicht so. Anspielungen gibt es schon lange, und lange Zeit haben wir beide das getrost ignoriert. Weniger ist es gar nicht geworden, im Gegenteil.


    Und es ist auch nicht so, dass ich ständig und in Anwesenheit von allen Andeutungen mache.


    Aber vielleicht hilft es ja doch, wieder mehr auf "Andeutungen ignorieren und gut sein lassen" zu setzen. ":/

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    Zwischenzeitlich hatte ich diese sogar abgeschrieben, aber irgendwann fing dann bei ihm eine Änderung an.

    Ja, genau das ist es ja bei ihm auch. Wir waren auch schon auf anderen Hochzeiten und er fing dann an mit "also das würde ich ja bei meiner Hochzeit anders machen" - und er hat ja anscheinend auch schon über mögliche Gäste nachgedacht. Und das freut mich total und ich bin total gerührt davon, aber es bringt mich eben auch in meine Warte-Position. Vielleicht bin ich aber auch bloß zu ungeduldig.

    Zitat

    Im Extremfall Trennung hätte jeder seines Weges gehen können, wir hätten die Möbel getrennt und fertig, im Heiratsfall wäre es sehr sehr viel schwieriger geworden. In diesem Moment habe ich mir gedacht, wie gut, dass du frei bist, zu gehen wann du willst, ohne dass es hässlich wird, ohne Anwälte und Streit ums Geld.

    Ist es denn letztendlich wirklich so? Bei einer dauerhaften Trennung hätten wir auch jetzt einiges zu klären und ständen vor einem Scherbenhaufen. Sicher fallen Scheidungskosten weg, aber ist es das was einem in dem Moment beschäftigt?

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    Am Ende verliert man gemeinsam nicht wirklich etwas, wenn man nicht heiratet, mit Ausnahme steuerlicher Vorteile, wenn nur einer verdient.

    Sicher ist es in erster Linie eine romantische Sache, das streite ich ja gar nicht ab. Aber irgendwie wäre es - emotional - eben darum doch ein Verlust, nicht zu heiraten. (Und mir ist klar, wie blöd das klingt.)

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    Er hat sie dann, so seine Aussage, wegen dem Kind und der Steuer geheiratet und damit Sie Ruhe gibt. Also, da würde ich lieber unverheiratet bleiben.

    Ja, natürlich. Wenn er partout nicht heiraten will, dann ist das eben so. Es wäre nicht schön für mich, aber was soll man machen? Ich will ihn ja eben NICHT dazu drängen. Nur wäre es fair, wenn er mir das dann auch so sagt.

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    Aber manchmal hilft es ja auch zu wissen, dass man nicht die einzige ist

    Das stimmt! :)_ @:)

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    aber was würde es denn in der Beziehung großartig ändern? [...]


    Ich denke, manche Männer wollen vor der Hochzeit einfach noch was erleben oder verwirklichen (z.B. Hausbau, Karriere, Urlaub).

    Aber widerspricht sich das nicht total? ;-D Es gibt doch nichts, was man nicht auch in der Ehe erleben oder verwirklichen kann.

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    Auch Geld spielt eine Rolle. Es kann ja sein, dass dein Partner dir gerne eine Traumhochzeit bieten möchte und dafür noch spart.

    Nein, das Geld wäre da. Das ist ja auch so eine Sache - wir haben Geld auf der hohen Kante und ab und an spricht man eben darüber, was man damit mal anstellt. Da steht vieles auf der Liste, es wird verplant und hin und her - Auto, Rundreise, Wohnmobil, Renovierungen, ... und manchmal frage ich mich schon, ob da bei ihm wenigstens gedanklich auch eine Hochzeit auf den Plan steht. :-/

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    Das ist, glaube ich, fast das schlimmste. Lieber von Anfang an ein "ich will nicht heiraten, aus den und den Gründen", also so ein hinhalten und warten lassen.

    Absolut. Wenn nach seinem ersten "Ehen werden doch sowieso irgendwann geschieden, eine Beziehung hält nicht für immer" vor vielen Jahren nichts anderes mehr gefolgt wäre, würde ich ja gar nicht so hoffen, ich bin ja auch nicht bescheuert. Aber inzwischen hat er eben doch mehrmals etwas anderes gesagt - unter anderem ein ganz konkretes "Zu diesem Anlass wollte ich dir eigentlich einen Antrag machen!"

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    In einer normalen stabilen Partnerschaft sollte man so elementare Dinge ansprechen können, ohne dass man gleich Angst hat, der Partner mache alles nur aus Zwang mit.

    %-|


    Ich HABE ihn klar darauf angesprochen. Er meinte, er hat lange nicht darüber nachgedacht. Was soll ich denn dazu bitte sagen?


    Das ist doch auch mein Problem - soll ich ihn jetzt NOCHMAL darauf ansprechen? Ändert das etwas? Sind unsere Verhältnisse so nicht klar genug? Er weiß, dass ich heiraten möchte. Ich habe ihm gesagt, er soll mir bitte sagen, wenn er das nicht möchte. Nur: Möchte er nicht? Hat er sich die Gedanken nur noch immer nicht gemacht? Ist er unsicher? Ist er sicher und wartet nur noch?


    Nerve ich ihn eher damit, ihn nochmal anzusprechen? Setze ich ihm damit die Pistole auf die Brust und ist das so klug?

    Zitat

    Aber inzwischen hat er eben doch mehrmals etwas anderes gesagt - unter anderem ein ganz konkretes "Zu diesem Anlass wollte ich dir eigentlich einen Antrag machen!"

    In der Situation würde ich da eventuell nicht soo viel drauf geben. Mein Exfreund hat genau das gleiche auch gesagt, als ich (nach 6 Jahren) Schluss gemacht habe. Und es dann sogar im Nachhinein noch versucht. Man beschönigt leicht, wenn man verzweifelt ist.

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    Das ist doch auch mein Problem - soll ich ihn jetzt NOCHMAL darauf ansprechen? Ändert das etwas? Sind unsere Verhältnisse so nicht klar genug? Er weiß, dass ich heiraten möchte. Ich habe ihm gesagt, er soll mir bitte sagen, wenn er das nicht möchte. Nur: Möchte er nicht? Hat er sich die Gedanken nur noch immer nicht gemacht? Ist er unsicher? Ist er sicher und wartet nur noch?


    Nerve ich ihn eher damit, ihn nochmal anzusprechen? Setze ich ihm damit die Pistole auf die Brust und ist das so klug?

    Situation 1: Er will dich auch heiraten, findet es aber nicht so dringend, hat noch nicht die richtige Gelegenheit gefunden, fühlt sich vielleicht unter Druck gesetzt, weil die ganze Thematik jetzt so angespannt ist.


    Situation 2: Er will (dich) nicht heiraten und traut sich nicht, es dir zu sagen.


    In beiden Situationen wird es nichts bringen, ihn weiter zu bedrängen. Eher noch führt es dazu, dass aus Situation 1 Situation 2 wird.


    Rational gesehen ist wohl die einzige Lösung, sich von der romantischen Idee des Heiratens zu verabschieden, sich damit abzufinden, dass man sein Leben unverheiratet verbingt und sich gegebenenfalls darüber zu freuen, wenn doch ein Antrag kommt.


    Wenn ich weiß, wie man das schafft, sag ich Bescheid :=o