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    Ich HABE ihn klar darauf angesprochen. Er meinte, er hat lange nicht darüber nachgedacht. Was soll ich denn dazu bitte sagen?


    Das ist doch auch mein Problem - soll ich ihn jetzt NOCHMAL darauf ansprechen? Ändert das etwas? Sind unsere Verhältnisse so nicht klar genug? Er weiß, dass ich heiraten möchte. Ich habe ihm gesagt, er soll mir bitte sagen, wenn er das nicht möchte. Nur: Möchte er nicht? Hat er sich die Gedanken nur noch immer nicht gemacht? Ist er unsicher? Ist er sicher und wartet nur noch?

    Das muss dir doch dein Freund beantworten. Niemand im Forum kann dir darauf eine Antwort geben.


    Ich selbst würde schon nochmal nachhaken. Wenn mein Mann mir sagt, er hat sich dazu trotz mehrmaligem Ansprechen noch immer keine Gedanken gemacht hat, dann ist es ihm das anscheinend nicht wert oder wichtig genug sich mit meinem Wunsch auseinandersetzen - oder er druckst herum. Beides sollte angesprochen werden.

    Guter Beitrag von Ralph_HH. :)= Sehe ich auch so.


    Das einzige, was an einem Heiratsantrag romantisch ist, ist aus meiner Sicht, die Absicht sein Leben miteinander zu verbringen. Aber diese Absicht kann man ja auch ohne Ehe haben. :)^


    Noch ein Gedanke nebenbei: Kann es sein, dass du so gerne heiraten willst, weil er dich betrogen hat und du dir seiner daher nicht sicher bist? Viele streben ja eine eine Ehe an, weil sie ihnen (wenn auch höchst trügerische!!!) Sicherheit zu geben scheint. Vielleicht hat der Betrug seinerseits ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis oder dem Wunsch einer "Wiedergutmachung" in Form der Hochzeit ausgelöst?

    Granatapfelkern


    Dir bleiben ja nur eine überschaubare Anzahl an Varianten:


    1. Warten -> birgt das Risiko ziemlich lange zu hoffen und immer wieder enttäuscht zuwerden. Sowas kann in einer Beziehung auch reichlich Wunden hinterlassen und einen selbst in einem unangenehmen Schwebezustand halten, sollte es um etwas gehen das für einen wichtig ist, so dass man es nicht verdrängen kann.


    2. Nachfragen und gegebenenfalls ein fixe Datum absprechen bis zu dem er mal klar Position bezieht. -> Birgt das Risiko ihm das Thema durch Druck zu verleiden, man aber aus der endlosen Warterei immerhin einen temporären Zustand nachdem man weiß, was Sache ist. Und gucken kann ob man sich gegebenenfalls damit arrangieren will oder ob es unerträglich ist.


    3. Selbst einen Antrag machen. -> Er könnte nur ja sagen um einen nicht zu verletzen, allerdings könnte er einem ja auch einen Antrag machen nur damit man nicht verletzt ist. Hat ein Kumpel meines Mannes auch gemacht, geheiratet weil er ihr nicht weh tun wollte. Also sicher sein, was die Motivation angeht, kann man sich da ja eh nicht, wenn das nicht alles total von selbst kam und der zug ist bei euch ja abgefahren.


    Birgt natürlich Konfliktpotential, aber das sehe ich bei Variante 1 und 2 auch.


    Muss man halt gucken womit man am besten klar kommt.

    Es gibt auch noch Option 4: Sie kann ihre eigene Einstellung ändern und die Ehe zumindest auf den Status "Nice to have" zurückzustufen. Vielleicht kommt sie bei genauerem Nachdenken sogar zur Erkenntnis, dass die Ehe mehr Nachteile als Vorteile hat und will am Ende selbst nicht mehr heiraten, wer weiß?


    Zeitdruck kann sich aus biologischen Gründen lediglich beim Thema Nachwuchs ergeben, aber doch eigentlich nicht beim Thema Ehe. :=o


    Heiraten kann man auch noch, wenn man schon bewiesen hat, dass man 30 Jahre zusammen sein kann und sich auf die nächsten 30 gemeinsamen Jahre freut. ;-D

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    Schon, wäre in meinen Augen die Grundlage um Option 2 wirklich praktizeiren zu können ohne dabei blöd zu werden.

    Sehe ich nicht so. Wenn der Einstellungswandel aus vollem Herzen gelingt, dann braucht man mit Sicherheit keine Deadline für eine fixe Entscheidung. :|N Auch das Warten würde aufhören, weil es einfach nicht mehr wichtig ist.


    Dafür würde deine Option 3 vielleicht eine realistische werden, wenn er genau wüsste, dass auch ein nein völlig ok wäre. :-)


    Ich würde auch unkonventionelle Handlungen in Betracht ziehen: Wenn man z.B. Hochzeitskleider toll findet, könnte man sich ohne Probleme auch "einfach so" eines kaufen. ;-D


    Man könnte sogar eine ganze Hochzeitsfeier organisieren ohne wirklich zu heiraten. ;-D o:) ]:D


    Wenn man sich von gewissen Konventionen löst, gibt es auf einen Schlag viel mehr Möglichkeiten als ursprünglich gedacht. :-)

    Ich glaube nicht, dass die Te der Typ für sowas ist. ;-) Also einfach so ein Hochzeitskleid kaufen oder so.


    Wir verstehen uns nur falsch, denke ich. Die Deadline ist ja nur eine Option, man kann auch Warten bis man alt und grau ist, ob da noch was kommt. Nur DAS würde man eben mit Sicherheit nur aushalten, wenn es einem dann eigentlich nicht mehr so wichtig wäre. Ich hab halt versucht da nicht jede Variante aufzuzählen, aber point taken, deine Option wäre auch eine.

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    Ich glaube nicht, dass die Te der Typ für sowas ist. ;-) Also einfach so ein Hochzeitskleid kaufen oder so.

    Ich bezweifle mal stark, dass anlasslose Brautkeidkäufe schon ausreichend häufig vorkommen, dass es da schon einen entsprechenden "Typ dafür" geben könnte. ;-) Aber ich meinte diese Anregung durchaus ernst. Für viele Frauen, die heiraten wollen, scheint das Brautkleid ja ziemlich wichtig zu sein. (Angesichts der vielen Hochzeits(kleid)sendungen im TV frage ich mich manchmal sogar, wie viele Prozent der Heiratswünsche TV-induziert sind. ;-D )

    Ich glaube das Kleid ist Teil eines Traumes, eines Mädchen-Prinzessinen-Traumes. Man heiratet seinen Märchenprinzen und ist dabei die schönste Prinzessin und dann lebt man glücklich bis ans Ende der eigenen Tage. Und auch wenn einem irgendwie durchaus klar ist, dass das nur ein Märchen ist, man ist ja erwachsen und nicht blöd, lebt gaaanz tief drinne die Geschichte die einem in tausend Varianten als Kind erzählt wurde.

    Also es ist zwar nur so eine Idee, aber mir würde noch einfallen, mir bei Gelegenheit die letzte(n) verbliebene(n) Singlefreundin(nen) zu schnappen und gemeinsam 1-2 Wochen in Urlaub zu fahren - und zwar ohne ihn. Und mich generell gut um meine Hobbys, meine Freunde und sonstige Interessen zu kümmern. Was ich damit sagen will: Wenn irgendwo im Hinterkopf, und sei es noch so schwach, die Frage "Will er mich wirklich?" herumgeistert, dann würde ich aufpassen, die Lebensbereiche, die meine eigenen sind, auf gar keinen Fall zu vernachlässigen.


    Und falls Du tatsächlich ohne ihn in Urlaub fährst, hat er dabei Gelegenheit zu erleben, ob Du ihm dabei dann abgehst oder nicht, und wer weiß, wie sich das auswirkt.


    Schönen Gruß

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    Ich glaube das Kleid ist Teil eines Traumes, eines Mädchen-Prinzessinen-Traumes. Man heiratet seinen Märchenprinzen und ist dabei die schönste Prinzessin und dann lebt man glücklich bis ans Ende der eigenen Tage. Und auch wenn einem irgendwie durchaus klar ist, dass das nur ein Märchen ist, man ist ja erwachsen und nicht blöd, lebt gaaanz tief drinne die Geschichte die einem in tausend Varianten als Kind erzählt wurde.

    Mag schon sein. Auch wenn diese Indoktrination glücklicherweise an mir völlig vorbei gegangen ist. :-D Ich habe zwar auch Disneyfilme etc. gesehen, aber so einen "Prinzessinnenkomplex" hab' ich nicht entwickelt. :-)


    Naja, vielleicht hilft ja allein schon der Gedanke, dass man ein Hochzeitskleid auch einfach so kaufen könnte, bei der Entmystifizierung des Heiratens. ;-D 8-)

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    Aber widerspricht sich das nicht total? ;-D Es gibt doch nichts, was man nicht auch in der Ehe erleben oder verwirklichen kann.

    Klar, kann man das auch in der Ehe erleben. Aber manche Menschen haben halt einen Plan. Erst Karriereleiter, Hochzeit und dann Kinder. ;-D Muss nicht so sein, kann es aber!


    Mein Partner redet auch manchmal über Hochzeit. Das heißt aber lange noch nicht, dass wir in den nächsten 2-3 Jahren heiraten werden. ;-)


    Ganz ehrlich? Ich würde an deiner Stelle deinen Partner mal darauf ansprechen. Was seine Pläne so sind in den nächsten Jahren etc.


    Dein Wunsch scheint ja wirklich groß zu sein. Das solltest du ihm zeigen. :)*

    So mit Märchenkleid und Pferden habe ich mir meine Hochzeit auch immer ausgemalt. Am Ende habe ich ohne Pferde im kleinsten Kreis in einem schwarz-pinken Cocktailkleid geheiratet und es war eine wunderbare Hochzeit ;-D


    Dafür habe ich nun doch ein Brautkleid im Schrank hängen, weil wir das für ein Fotoshooting brauchten. Ich habe jetzt also sogar wunderschöne Fotos von mir als Braut, obwohl diese nix mit meiner Hochzeit zu tun haben ;-D


    Aber ich fürchte auch, dass das für die FE keine echte Alternative darstellt... :=o

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    Also sicher sein, was die Motivation angeht, kann man sich da ja eh nicht, wenn das nicht alles total von selbst kam und der zug ist bei euch ja abgefahren.

    Ja, das denke ich auch. Weder er noch Du könnt euch bei dem Thema doch wirklich frei entscheiden oder handeln.


    Ich denke, die einzig "nachhaltige" Variante, die Dich tatsächlich in eine handlungsfähige Rolle versetzt, ist es, sich wirklich nochmal ganz rational mit dem Hochzeitswunsch auseinanderzusetzen und Dich zu fragen, warum und in Folge dessen, ob Dir das wirklich so wichtig ist. Im Moment scheint das Thema schon ziemlich aufgeblasen zu sein, in Deinem Kopf und zwischen euch. Gib dem doch nicht noch mehr Bedeutung, wozu denn der Ärger. Just because?


    Wenn Du Dich von der Dringlichkeit frei gemacht hast, könntet ihr beide wieder freier agieren.

    Ich sehe es genauso. Entweder ihr redet nochmal ganz in Ruhe darüber, oder du lässt das Thema einfach mal sacken. Es bringt ja auch nichts, sich monatelang damit zu beschäftigen. Das wühlt dich doch nur auf und das ist für die Beziehung sicher auch nicht gut. Vielleicht möchte er einfach noch etwas warten. Ihr seid ja auch noch jung. Und eine Ehe ist zwar romantisch, aber was ändert sich dann für eure Beziehung? ;-)