Ich werde mir trotzdem einen Termin machen. Wahrscheinlich bekomme ich eh erst im neuen Jahr einen Termin. Und die Warteliste der Psychologen sind wahnsinnig lang. Bis dahin möchte ich mit einer Gynäkologin, die ich als Fachfrau sehe für solche Probleme, reden und hören, was sie so zu sagen hat, was sie mir rät, ob sie Tipps hat. Kann natürlich auch sein, dass sie total unfähig ist. Theoretisch zwar Arzt, praktisch aber nur eine Frau im weißen Kittel. Ich muss das Gefühl haben, was zu tun.

    Die Frauenärztin wird dich anatomisch untersuchen können, sofern du das zulässt und sagen können, ob alles in Ordnung ist. Wenn sie schon Erfahrung hat mit Angstpatientinnen, wird sie vielleicht auch gut auf diese Angst eingehen können. Vielleicht kann sie dir auch einen (Sexual)Therapeuten empfehlen können.


    Kann aber sein, dass die Ärztin nicht viel Erfahrung hat mit Angstpatientinnen und einfach nur ihre Standarduntersuchung macht. Wenn sie dann eher der nüchterne Typ ist und nicht der gefühlsbetonte... sei nicht enttäuscht oder entmutigt. Suche lieber jemanden anders, bei dem du dich wohler fühlst, frage mal Freundinnen oder suche im Internet, nach Bewertungen.


    Und die andere Baustelle ist der Therapeut. Auch wenn man lange auf Termine wartet, da gibt es auf einschlägigen Onlineseiten auch bestimmt Bewertungen. Mach den Termin jetzt schon, du wirst vermutlich eine lange Wartezeit haben. Und auch da, manchmal stimmt die Chemie zwischen Patient und Arzt gar nicht, lass dich auch davon nicht entmutigen. Und spreche ganze offen über dein Vorhaben mit deinem Freund.

    @ mnef:

    Das denke ich auch.


    Daher soll die TE sich nicht entmutigen lassen, wenn der erste Termin bei der Gynäkologin nichts bringt. Es hört sich nämlich so an, als würde sie da ganz große Hoffnungen haben:

    Zitat

    Bis dahin möchte ich mit einer Gynäkologin, die ich als Fachfrau sehe für solche Probleme, reden und hören, was sie so zu sagen hat, was sie mir rät, ob sie Tipps hat.

    Aber eine Frauenärztin ist eben keine Fachfrau für solche Probleme. Und wenn man Glück hat und es eine tolle Ärztin ist, dann wird sie einem schon gut zureden können und empathisch genug sein, eventuell einen Therapeuten empfehlen können. Mehr aber auch nicht. Nur manchmal hat man Pech und findet den Behandler nur doof. Ist ja bei allen Ärzten so, ob Hausarzt, Zahnarzt, Frauenarzt...

    Zitat

    Aber eine Frauenärztin ist eben keine Fachfrau für solche Probleme. Und wenn man Glück hat und es eine tolle Ärztin ist, dann wird sie einem schon gut zureden können und empathisch genug sein, eventuell einen Therapeuten empfehlen können. Mehr aber auch nicht.

    :)z

    @ Ratlosefrau

    Ich möchte dich nicht nerven ^^ˋ Doch ich würde mich freuen, wenn du noch meine Fragen auf Seite 5 beantworten würdest, wo es u.a. darum ging, was für eine Rolle Schmerzen bisher in deinem Leben gespielt haben.

    Hallo,


    ich versteh dich so so so so so gut!!


    Ich bin jetzt 36, ich hatte mein erstes Mal mit 31! Du siehst also, es geht auch noch älter :-)


    Ich hatte auch wahnsinnige Angst, ich war mit meinem Freund ewig zusammen, seit ich 17 war. Und ja, auch ich habe da das erste mal irgendwie verpasst.


    und dann gings nicht mehr, ich war verkrampft, da ging absolut garnichts. und umso länger das so war, umso schlimmer und unmöglicher wurde es!!!


    Du siehst also, ich versteh dich wirklich!!!


    ich war auch ewig nicht beim frauenarzt, aus angst und scham, was denkt der, wenn er so eine alte patientin hat die noch ihr häutchen hat.... aber irgendwann bin ich zu einer, einer privaten, die lieb ist und sich viel viel zeit nimmt.... sie hat mich untersucht, ich war soooooo nervös unfassbar. aber ich habs durchgezogen, war nachher mega stolz auf mich, und es tut nicht weh!


    Ich habe dann jmd kennen gelernt, wo ich noch meinen freund hatte, und wir haben angefangen rumzumachen. immer wieder wenn wir uns getroffen haben. und weisst du was? igendwann machten wir rum, ich hab alles vergessen, war total entspannt und mein kopf war aus, und plötzlich war er in mir! es tat nicht mal weh, so garnicht! kein blut, keine schmerzen, nichts.......


    und das wars dann.... seit dem hab ich viel erlebt inkl affäre mit nem verheirateten usw... vl ein kleiner nachholbedarf meinerseits gewesen keine ahnung ]:D


    du siehst also. du bist nicht alleine, es gibt viele, wirklich viele, nur niemand spricht darüber!


    als ersten schritt setz dir den besuch beim frauenarzt ... ja nimm einen weiblichen, da fühlst du dich mit sicherheit wohler... und dann rede mit ihr....


    ich hab auch schon von anderen gehört, dass der mann zb eindringen konnte wenn sie total entspannt war, also kurz vorm orgasmus, bzw genau während dessen.... trink was, trink zuviel wenn dich das entspannt..... aber versuch einfach deinen kopf abzustellen..... denn wenn du keinerlei missbrauchserlebnisse hast oder ähnliches.... ist das alles nur kopfsache und den kopf kann man besiegen.... ich weiss das :-)

    ach und meine ärztin hat mir keine therapie empfohlen, sie war total lieb und hat mit mir gesprochen, meine ängste usw.... und sie meinte man soll sich selbst keinen stress machen usw... aber wenn dir eine therapie hilft warum nicht. aber ich denke, dein nächster schritt muss einfach mal der weg zum gyn sein.

    @ Lavazza1981

    Ha, coole Antwort und so herrlich erfrischend ehrlich und direkt. So bezüglich Affären und sich betrinken ;-D Als Nichtbetroffene hat man da wohl viel zu grosse moralische Hemmungen und eiert nur rum, was der TE wohl auch nicht viel hilft. Ich hoffe die TE wird deinen Beitrag noch lesen :-)

    Hallo zusammen.


    Ich lese hier alles auch weiterhin, die Arbeitswoche hat mich gerade extrem im Griff, von daher bin ich abends einfach nur froh, auf dem Sofa liegen zu können und nichts mehr zu tun.


    Parvati, du nervst mich nicht. Schmerzen haben eigentlich bei mir keine große Rolle gespielt. Ich halte mich prinzipiell für recht robust körperlich und seelisch, nur nicht bei dem einem Thema.


    Lavazza, danke für deine Geschichte. Du bist die zweite, die detailliert berichtet, dass der Leidensweg wirklich extrem und lang ist. Aber fremdgehen werde ich meinem Freund nicht. Ich fände es ziemlich unverschämt von mir, ihn erst Jahre lang hinzuhalten, er unterstützt mich trotz dessen und tröstet mich immer wieder, und dann gehe ich mit wem anderes ins Bett. Das wäre unfair. Wenn ich das Gefühl hätte, dass es an meinem Freund liegt, dass ich diese Probleme habe, würde ich entweder auf Lösungssuche gehen oder mich trennen. Ist dein Freund, dem du fremd gegangen bist, denn noch mit dir zusammen?


    Mitte Januar hab ich einen Frauenarzt Termin übrigens. Hab mal was gegoogelt und so. Ich erzähle der einfach, was Sache ist und schau mal, was sie dann vorschlägt als nächsten Schritt.

    Mein Beitrag ist leider untergegangen, daher versuche ich es jetzt nochmal, wo hier weniger los ist.


    Liebe Ratlosefrau, die Tipps und Meinungen hier kenne ich alle genau, ich beschäftige mich seit über zehn Jahren mit dem Thema. Bitte schau in meinen angepinnten Faden im Gynäkologie-Forum über Vaginismus, denn das ist Dein Problem und meine Tipps dort werden Dir hoffentlich helfen. Einige Argumente von hier habe ich dort angesprochen.


    An der Diskussion hier beteilige ich mich ganz bewusst nicht, obwohl ich eine Menge dazu zu sagen hätte. Aber ich möchte Dich trotzdem gerne unterstützen. Also bitte lies es mal durch.


    Du findest meinen Faden wie gesagt angepinnt hier auf med1 im Gynäkologie-Forum. Ich hatte ihn in meinem vorherigen Beitrag verlinkt, kriege ich jetzt am Handy nicht hin.


    Alles Gute! :)*