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    Und alleine schafft sie das wohl eher nicht, warum soll man sich selbst wehtun?


    criecharlie

    Sehr logisch. Warum soll man sich dann aber vom Freund wehtun lassen?


    Zumal man das alleine so machen kann, dass es nicht wehtut - und Dank der Gewöhnung später auch beim Sex mit dem Freund nicht. Aber da es ihr Leben ist, bin ich auch schon still und gehe kopfschüttelnd.

    Ratlosefrau

    Wofür suchst du jetzt eigentlich eine Lösung? Du hast beim Sex ein Problem und willst dich trennen, den Freund nicht verlieren, usw. usw. Du musst schon wissen, was du willst und dann solltest du auch eine Lösung wollen. Willst du also eine Lösung um Geschlechtsverkehr haben zu können, weil du es einfach willst oder willst du davonlaufen?

    Ich stell mir gerade vor, was es machen würde, wenn hier "gebechert" werden würde. Würde da auch kein Gynbesuch erfolgen?


    Und unter der Geburt: Ertasten, wie weit der Muttermund geöffnet ist und und und. Und so ein Baby müßte ja auch mal zum Ausgang kommen....


    Wunschkaiserschnitte könnten auch ärztl. verweigert werden oder die Natur will plötzlich bereits früher und setzt was anderes in Gang.....

    Ich habe gerade leider keine Zeit für eine ausführliche Antwort und verweise deswegen mal auf den angepinnten Faden im Gynäkologie-Forum, falls noch nicht passiert.


    "Vaginismus - Tipps zur Behandlung": http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/727296/

    Also zu zwei Sachen hier auf der letzten Seite muss ich jetzt doch kurz was schreiben, steht aber auch alles in meinem Faden.

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    Vielleicht denke ich da zu kurz, aber meine Meinung ist, wenn es DER Mann ist und sie entsprechend erregt und angeturnt ist sollte das automatisch ablaufen

    Ja, da denkst Du in der Tat zu kurz.

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    Und unter der Geburt: Ertasten, wie weit der Muttermund geöffnet ist und und und. Und so ein Baby müßte ja auch mal zum Ausgang kommen....

    Aha. Ich bin Mutter, habe ein relativ großes Kind natürlich entbunden, kann aber bis heute nicht gynäkologisch untersucht werden.

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    Ähm was war da mit diesem Fingertyp?! Das hat bis jetzt noch keiner hier aufgegriffen... Ich könnte mir noch vorstellen, dass diese erste Erfahrung ein Grund für deine Angst sein könnte...

    Rein vom Gefühl her würde ich da auch eine Verbindung sehen, dazu müsste man aber mehr darauf eingehen. Wenn da in jungen Jahren möglicherweise schlechte Erfahrungen gemacht wurden und sich das irgendwie verfestigt und eingebrannt hat kann das mit Sicherheit auch Heute noch zu Problemen führen.


    So oder so, das Problem liegt hier mit Sicherheit zu 100% in der Psyche und kann dementsprechend eigentlich ausschließlich durch eine Therapie angegangen werden. Wenn es nach der Therapie dann "mechanische" Probleme gibt ok, dann kann man zum Arzt.

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    Und alleine schafft sie das wohl eher nicht, warum soll man sich selbst wehtun?


    criecharlie

    Sehr logisch. Warum soll man sich dann aber vom Freund wehtun lassen?

    natürlich ist beides nicht ideal;


    aber Entjungferung muss halt iwie passieren und wenn sie ihn liebt etc.,


    denke ich, dass er da aufgrund der Natur der Sache, im wahrsten Sinne des Wortes, deutlich besser geeignet ist, als sie. Vielleicht schafft er es ja mit viel Küssen und Ablenken, wenn sie durch die Stimulation kurz vor dem O ist, das hinzubekommen.


    Ich vertraue da auf Männer.

    Liebe Ratlosefrau,


    meiner Meinung nach hast Du hier schon viele hilfreiche Tipps bekommen. Jetzt liegt es an Dir selbst, welche Du annimmst und umsetzt. Ich finde, Du hast einen verständisvollen und tollen Partner. Und ich glaube, er leidet ebenso wie Du unter der Situation. Denn er kann es Dir nicht recht machen: wenn er dich unter Druck setzt bist Du irgendwann genevert, etc. Macht er nichts und zeigt Verständnis hast du Angst, dass er aufgegeben hat und sich eine neue suchen wird. Es liegt allein an Dir, die Situation zu verändern. Und Du willst sie ja verändern - deshalb schreibst Du hier. Und das finde ich gut.


    Meine persönliche Meinung ist, Du hast so viel Angst vor den Schmerzen, etc. dass Du sofort blockierst. Ich denke, es ist reine Kopfsache. Damit ist natürlich verbunden, dass Du sofort verkrampft bist, wenn es um die Penetration geht. Ich finde die Ideen von criecharlie seht gut. Vielleicht könnt Ihr Euch einen kleinen Dildo kaufen. Mit viel Gleitgel und Vorsicht könnte er ihn einführen, während du entspannt abgelenkt bist durch Küssen, streicheln, etc.


    im Grund musst Du es einfach passieren lassen - aussenstehende sagen das so leicht, weil sie sich nicht in Deine Situatiion hineinfühlen können. Aber im Grund ist die Angst wahrscheinlich irrational und wenn man sie erstmal überwunden hat geht alles ganz einfach.


    mir kommt da eine etwas krude Idee: kennst Du Nadelreizmatten? vielleicht solltest du Dich mal auf so ein Ding legen - das entspannt total (mich jedenfalls), während es die Schmerzschwelle erhöht. Und dann kann Dein Freund es mal langsam probieren...


    Ich drücke die Daumen. :)_

    Hallo liebe Leute.


    Vielen Dank für eure Antworten. Heute geht's mir wieder etwas besser. Phasenweise steigt das Problem echt an, vorallem weil ich gestern eine gleichaltrige Freundin samt Säugling besucht habe und nur noch Panik gespürt habe, schließlich vergleicht man sich ja doch mit anderen Leuten.


    Nun denn... Natürlich werde ich nicht Schluß machen mit meinem Freund. Unsere Leben sind verknüpft miteinander, wir lieben uns und das soll so bleiben.


    Ich verstehe die Leute, die ungeduldig reagieren und sich fragen, warum soviel Zeit ungenutzt ins Land gezogen ist, in denen ich quasi untätig war. Es ist so, dass ich am Anfang wahnsinnig lange gebraucht habe, das Problem überhaupt richtig benennen zu können. Dann kam das akzeptieren, dann die im Prinzip gescheiterte Therapie. Und so zog Monat um Monat vorbei.


    Der Selbstversuch mit Einführung von Gegenständen oder Fingern ist nicht möglich, es klappt nicht. Mein Kopf sagt, tu es, mein Unterleib fährt währenddessen die Schranke runter. Bildlich gesprochen. Da hilft es auch nicht, genervt den Kopf zu schütteln. Wenn das klappen würde, hätte ich mich vielleicht gar nicht hier angemeldet.


    Mein allererster Freund mit dem Fingern war ein Idiot. Ich war damals mega mega unerfahren, aber total neugierig und hab einfach mitgemacht, was er so sagte und wollte. Auf einmal war der Finger drin, hat ziemlich gezogen. Zum Sex ist es nicht gekommen, weil wir nur kurz zusammen waren und ich ihn einfach scheisse fand. Und dann kam quasi schon mein Freund. Fingern ist nicht möglich, ich finde schon das Ansetzen des Fingers oberhalb der Schleimhaut fies. So als kratzt jmd mit den Fingernägeln über eine Tafel immer wieder.


    Nächste Woche rufe ich eine Gynäkologin an und spreche mit ihr. Eine mir Unbekannte, vielleicht klappt es dann mit einem offenen Gespräch. Hier klappt es mit euch Unbekannten ja auch recht gut.

    Dass du in deinem Alter noch nicht bei Frauenarzt warst, egal ob Mann oder Frau, ist eine Sache. Das solltest du dringend nachholen, Stichwort Krebsvorsorge. Und dann auch regelmäßig hingehen.


    Die Ärztin wird aber nicht viel machen können, außer die nach einer Untersuchung zu bestätigen, ob organisch alles in Ordnung ist.


    Dein Problem ist aber nicht organischer Natur. Es steckt im Kopf. Und um das loszuwerden, musst du erst wissen und für dich entscheiden, ob du das möchtest. Möchtest du Penetration erleben oder kannst du einfach so weiterleben wie bisher?


    Wenn du das für dich geklärt hast, braucht du einfach einen Psychotherapeuten oder Sexualtherapeuten oder auch ihr beide als Paar. Da führt kein Weg dran vorbei. Diese Phobie von dir wirst du vermutlich nicht los, nur weil die ein Gynäkologe sagt, dass alles in bester Ordnung ist. Und auch als Paar seid ihr schon viel zu fest gefahren.

    Ach so, natürlich kannst du dich glücklich schätzen, dass dein Freund seit 9 Jahren auf "richtigen" Sex verzichtet. Das würden nicht viele mitmachen.


    Aber wie offen kommuniziert ihr da? Vielleicht ist seine Libido auch kaum existent, er ist asexuell oder ähnliches und legt gar keinen großen Wert auf ein Sexleben. Wenn das so wäre, dann musst du deine Aversion gegen Penetration nicht loswerden und ihr lebt einfach glücklich wie bisher.

    ich habe aus weiblicher Sicht immer viel aus der Freude des Partners an der Penenetration gezogen;


    ich selbst hätte die ersten 20 Jahre locker darauf verzichten können, also tat nicht weh oder so, aber es war nicht das körperliche, sondern das emotionale/seelische Vergnügen, was dominiert hat, eben, weil es uns verband und er (körperlich) so viel Freude dran hat. So habe ich ihm das auch erzählt, als er sich mal danach erkundigt hat, weil er meinte schon, dass das den Männern wohl mehr gibt, als den Frauen....


    Bei Dir könnte ich mir zwei Dinge vorstellen, deswegen die Idee, dass er das in die Hand nimmt, nur unter der Prämisse, dass es eben Dein fester, geliebter Partner ist:


    - Du siehst ein Vergnügen und freust Dich, dass Du ihm das schenken kannst (denn er ist ein Mann....)


    - Du sieht sein Vergnügen und wirst sauer, weil er ja quasi Spaß in Deinem Unbehagen hat...


    aber das ist etwas, was ich von einigen Frauen jeden Alters, auch in festen Beziheungen kenne....das es einfach als "unfair" empfunden wird, dass Männer das anscheindn IMMER toll finden, voll egal, welche Tagesform, welche Stellung, welche Stimmung, oft von 0 auf 100 - Penetration ist super. Verursacht ein wohliges Gefühl, vertreibt alle Sorgen und wirkt noch nach. Beneidenswert. Ich bin schon froh, wenn ich es zur richtigen Zeit bei der richtigen Erregung genießen kann, abe dieses "immer toll, wenn Gelegenheit" - langer Weg....