• Keine Lust in der Ehe

    Ich hoffe es wird kein allzu langer Beitrag. Doch möchte ich meine Situation umfassend beschreiben, um differenzierte Meinungen zu bekommen. Ich bin 56, fit, schlank, mit guter beruflicher Stellung, seit 27 Jahren verheiratet, unsere 3 Kinder sind gross und studieren oder arbeiten. Mit meiner Frau verstehe ich mich so weit gut, aber ich spüre weder…
  • 134 Antworten

    Mein Mann hatte mich einfach nicht mehr gereizt, ich war wohl auch zu zurückhaltend in dieser Beziehung. Wir waren jeweils die ersten Partner mit null Phantasie. Geradet haben wir selten über Sex. Bei ihm war die Arbeit der Lustkiller NR. 1.Das war bei uns das Problem.


    Mit dem neuen Partner kam bei mir die Lust zurück. x:)

    Zitat

    Mein Mann hatte mich einfach nicht mehr gereizt, ich war wohl auch zu zurückhaltend in dieser Beziehung. Wir waren jeweils die ersten Partner mit null Phantasie. Geradet haben wir selten über Sex. Bei ihm war die Arbeit der Lustkiller NR. 1.Das war bei uns das Problem.


    Mit dem neuen Partner kam bei mir die Lust zurück. x:)


    TheBlackWidow

    Also dan war das be euch zumindest beidseitig? ALso nicht: Der Mann ist dauergeil und die Frau hat nie Bock?

    Nein. Er wollte kaum Sex, da er von der Arbeit kaputt war und ich war froh, daß er nicht wollte. ;-) . Es ist viel falsch gelaufen, da Keiner von uns mit dem Anderen früh genug geredet hatte. Aber bevor wir uns gegenseitig belogen und betrogen haben, haben wir uns nach 26 Jahren Ehe auf seinen Wunsch hin getrennt. War hart, aber im Nachhinein sehr anständig. Hätte er während der Ehe eine Affaire gehabt, hätte ich trotz Kinder und Haus von mir aus die Trennung gewollt. Niemals hätte ich es stillschweigend geduldet. Entweder kann ein Mann sich NUR für mich entscheiden, oder ich entscheide mich GEGEN ihn.

    Zitat

    Es hilft da nichts, einseitig dem TE eine Schuld zuschieben zu wollen, wegen der er nun etwas "zu Ende bringen" müsste. Seine Frau ist genauso in der Pflicht.

    Es geht nicht um "Schuld". Aber er hat ihr von seiner Affaire erzählt und seither ist die Sache für die Frau instabil geworden.


    Sie versucht die verlorene Stabilität durch mehr Bemühen und "erstaunlich rasches Verzeihen" zurück zu erlangen. Er weiss aber seit längerem, dass er keine Liebe und kein Begehren mehr für seine Frau empfindet. Wenn eine Trennung einfach, einvernehmlich und schmerzlos möglich wäre, würde er wahrscheinlich nicht zögern.


    Ich denke, er zögert, weil seine Frau Anzeichen von Angst zeigt und "Verlass mich nicht und tu mir nicht weh"-Appelle sendet.


    Trennen tut weh. Egal, was für eine Geschichte vorausging. Sie tut dem weh, der etwas verloren hat und oft tut es auch demjenigen weh, welcher die Entscheidung zur Trennung trifft. Aber wenn man nicht bereit ist, die eigenen Schmerzen und diejenigen des Partners zu ertragen, dann gibt es keine Weiterentwicklung.


    Hinzu kommt der Faktor "Zeit". Der TE ist ein Mittfünfziger, seine Frau dürfte wahrscheinlich in seinem Alter sein. Das ist noch nicht wahnsinnig alt, aber die Zeit läuft. Es gibt keine Gewissheit, dass man bis ins hohe Alter fit und gesund bleibt. In diesem Alter sollte man Veränderungen der Lebensumstände nicht mehr allzu lange hinausschieben. Jetzt könnten beide nochmal durchstarten.

    Zitat

    Hätte er während der Ehe eine Affaire gehabt, hätte ich trotz Kinder und Haus von mir aus die Trennung gewollt.

    Da fällt mir auf, dass die Frau des TE das geduldet hat und er sie erträgt etc. ALso komisch, warum einige Leute zusammenbleiben, obwohl sie sich miteinander scheisse fühlen. ":/

    Mit dem fair ist das so eine Sache. Ist man fair weil man einen hohen moralischen Anspruch hat oder ist man fair weil man für sich die Chance sieht, die sachlichen Gründe die gegen eine Trennung, sprechen zu überwinden.


    Bei den meißten läuft es doch wohl eher so ab, man ist unglücklich, die Bedürfnisse werden nicht erfüllt, eigentlich hat man keine Lust mehr auf diese Ehe oder Beziehung. Nur da sind die Jahre, das Haus, die Kinder, der Beruf, die Freunde, die Verwandten. Alles, außer dem Gefühl, spricht dagen was zu verändern. Viele sehen einfach keine Chance diese Widerstände zu überwinden.


    Black Widow schrieb:


    "Was nutzt es einem Menschen, aufeinander zu hocken, nur um Haus und Geld nicht zu verlieren? Nur aus Gewohnheit klappt sowas nicht. Jeder hat das Recht auf glücklichsein."


    Ja so ist es, aber wie soll man dahin kommen wenn man glaubt die sachlichen Umstände nicht überwinden zu können. Viele merken irgendwann auch diese Widerstände sind zu überwinden, was auch mal 10 oder 20 Jahre dauern kann. Andere finden diesen Weg nie. Sollen die auf ein bisschen Glück verzichten nur um fair zu sein?


    Zum Thema des Alters, natürlich ist es so, er 56 die Affaire 40, kein Problem. Gehen die Damen eher in Richtung des Alters der eigenen Tochter, dann wird es bestimmt problematisch. Aber auch kleinere Unterschiede müssen nicht 100 % problemlos sein. Sehe dies bei meiner Schwägerin, Freund 60 sie 47, irgendwie hat sie ein Problem damit. Ich ziehe für mich möglichst gleichaltig vor.

    @ Luis08

    Zitat

    Hat hier eigentlich jemand eine Idee, warum so viele Frauen so wenig Lust auf Sex haben? Ich kenne das gar nicht, ich hatte immer genauso viel Lust wie meine Freunde.


    Ist das ein Problem mit dem eigenen Körper? Eine prüde Erziehung? Ein Erpressungsversuch, weil der Mann einem vielleicht emotional nicht das geben kann, was man sich wünscht (keine Gespräche, kein Interesse)?

    Ev. weil der Mann außer beim Sex kein Interesse an der Frau zeigt?


    Weil der Man beim Sex nur an sich denkt?


    Womit ich dem TE das aber nicht unterstellen will, dafür wissen wir einfach zu wenig von dieser langjährigen Ehe.

    @ alter Ehemann

    Schließt Du es völlig auf, dass eine Paarberatung Dir Deine Ehefrau nochmals "näher" bringen könnte? Hast Du völlig damit abgeschlossen, sie eines Tages doch wieder sexuall anziehend zu finden? Kannst Du beschreiben, warum Du sie nicht mehr sexuell attraktiv findest? Könnte Sie was daran ändern?

    @ Luis

    Zitat

    Hat hier eigentlich jemand eine Idee, warum so viele Frauen so wenig Lust auf Sex haben? Ich kenne das gar nicht, ich hatte immer genauso viel Lust wie meine Freunde.

    Ich glaube nicht, dass dieser Satz so stimmt. Richtiger wäre vielleicht, warum so viele Menschen keine Lust auf Sex haben.


    Hier gibt es genug Fäden, die auch das Thema haben, dass Frau mehr Lust an der Lust hat als der jeweilige Partner.


    Schade ist nur, wenn Menschen zusammen sind, die in dieser Beziehung unterschiedliche Bedürfnisse haben.

    @ Luis,

    "ALso komisch, warum einige Leute zusammenbleiben, obwohl sie sich miteinander scheisse fühlen. ":/"


    Bist Du in dem Alter oder dem Status das Du die sachlichen Zwänge kennst die ich weiter oben angerissen habe. Wenn nicht kannst Du es nicht verstehen, dass glaube ich Dir gerne.


    Die sachlichen Zwänge können schon ganz schön "hard core" sein.


    Der Ex-Mann meiner Frau hat ihr angedroht, " du kannst gehen, aber die Kinder bleiben bei mir!" Ob er das juristisch gekonnt hätte sei mal dahin gestellt. Kannst Du dir vorstellen wie da eine Mutter die "flatter" bekommt. Also hat sie es durchgehalten bis die Kinder volljährig waren. Dann ist sie gegangen mit nicht mehr als einem Koffer voll Wäsche.

    Ich habe mal neulich eine Statistik gesehen, da ist es sogar anders. Es ziehen sich mehr Männer aus der Sexualität in der Beziehung zurück als Frauen.

    Zitat

    Ich glaube nicht, dass dieser Satz so stimmt. Richtiger wäre vielleicht, warum so viele Menschen keine Lust auf Sex haben.


    Hier gibt es genug Fäden, die auch das Thema haben, dass Frau mehr Lust an der Lust hat als der jeweilige Partner.


    Schade ist nur, wenn Menschen zusammen sind, die in dieser Beziehung unterschiedliche Bedürfnisse haben.

    Ja, da hast du genau recht. Vermutlich haben die Leute allgemein einfach unterschiedliche Sexbedürfnisse, und da sollten sich lieber diejenigen mt ähnlichen Vorstellungen zusamenfinden.

    Zitat

    Bist Du in dem Alter

    Alter schützt vor Torheit nicht.


    ZUm anderen: Ich verstehe deine Einwände. Die sind aber für mich doch kein Grund, in so einer Beziehung zu verharren. Genauso wie Haus, Gewohnheit etc.

    @ Schnuckie,

    Paarberatung kannst Du glaube ich 100% ausschließen. Dazu müssen es alle Beide wollen und da sehe ich keine Chance mehr bei ihm.


    Außerdem ist das nicht der Ansatzpunkt solcher Berater. Dachte auch mal man könnte dahin kommen, was zu tun ist, um wieder Lust zu erzeugen. Schon in der 2. Sitzung wurde mir klar gemacht das dies nicht das Beratungsziel ist, sondern de Umgang mit dieser Problematik zu erlernen. Da habe ich dankend abgebrochen.

    @ Luis

    Zitat

    Ja, da hast du genau recht. Vermutlich haben die Leute allgemein einfach unterschiedliche Sexbedürfnisse, und da sollten sich lieber diejenigen mt ähnlichen Vorstellungen zusamenfinden.

    :)^ :)^


    Dafür ist die schönste Nebensache der Welt halt einfach nicht nur eine Nebensache, sondern in einer Beziehung eine der Grundsäulen.


    Ich habe es jedenfalls für mich irgendwann so gemerkt (lang ists her) und die Konsequenzen gezogen.

    Mit dem Alter meinte ich nur, ob Du in dem Alter bist, dass Du eine 30-jährige Beziehung aufweisen kannst. Ich verstehe Deine Einstellung weil ich ja irgendwann auch gehandelt habe. Wenn Du aber selbst nicht in diesen Zwängen verhaftest bist kannst Du es natürlich nicht verstehen.