• Keine Lust in der Ehe

    Ich hoffe es wird kein allzu langer Beitrag. Doch möchte ich meine Situation umfassend beschreiben, um differenzierte Meinungen zu bekommen. Ich bin 56, fit, schlank, mit guter beruflicher Stellung, seit 27 Jahren verheiratet, unsere 3 Kinder sind gross und studieren oder arbeiten. Mit meiner Frau verstehe ich mich so weit gut, aber ich spüre weder…
  • 134 Antworten

    Serielle Monogamie sind quasi wechselnde Partnerschaften, in denen man sich aber treu ist. Also mehrjährige Beziehungen, die man hintereinander hat. So wie es heutzutage fast immer praktiziert wird, bis man irgendwann heiratet.

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    Aber lt. meiner Studie hat Deine Studie unrecht

    Und deine Studie beruht sicher, wie die meisten hier, auf jahrzehntelanger eigener Lebenserfahrung und ist damit aussagekräftiger als jede wissenschaftliche Studie, richtig? *gähn*

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    Und deine Studie beruht sicher, wie die meisten hier, auf jahrzehntelanger eigener Lebenserfahrung und ist damit aussagekräftiger als jede wissenschaftliche Studie, richtig? *gähn*


    HannahWe

    Was ist denn mit dir los ey ":/ :|N

    Zitat

    Was ist denn mit dir los ey ":/ :|N

    PMS ;-D


    Ne, sorry, mich nervt es nur, wenn Menschen ihre außergewöhnlichen Eigenheiten (selbst wenn es in diesem Fall ja eine schöne außergewöhnliche Eigenheit ist), zum Maßstab der Dinge machen.


    Können wir uns darauf einigen, dass es durchaus GEWÖHNLICH ist, dass Frauen generell weniger Lust auf Sex haben als Männer und auch, dass es kein sofortiger Scheidunggrund sein sollte, wenn nach 20 Jahren Ehe keine sexuelle Anziehung mehr vorhanden ist?

    Zitat

    Können wir uns darauf einigen, dass es durchaus GEWÖHNLICH ist, dass Frauen generell weniger Lust auf Sex haben als Männer

    Na das wage ich eben zu bezweifeln. Zumindest zu bezweifeln. Oder anders: Vermutlich sind die Unterschiede nicht soo gravierend, wie man es uns glauben macht.

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    und auch, dass es kein sofortiger Scheidunggrund sein sollte, wenn nach 20 Jahren Ehe keine sexuelle Anziehung mehr vorhanden ist?

    Das ist doch ein ganz anderes Thema. Da stimme ich dir zu. Bloß der TE (der sich ja gar nicht mehr meldet ;-D ) hat das Problem doch seit eh und je. Und DA wäre es doch so, dass es da keine kompatible Sexualität gab. Nie.

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    Können wir uns darauf einigen, dass es durchaus GEWÖHNLICH ist, dass Frauen generell weniger Lust auf Sex haben als Männer

    ach gottle... alleine diese "generell"!


    mal alle studien der welt vom tisch gefegt und in den raum gestellt: es ist in der partnerschaft immer dann ein problem, wenn die bedürfnisse auseinandergehen (ob nun qualitativ oder quantitativ), dass sich diese bedürfnisse in den verschiedenen lebensphasen verschieben, bzw. verändern können und das ganze nicht in stein gemeißelt sein muss ;-D


    (mal ganz davon abgesehen unterschreibe ich höchstens, dass die libido der frau stärker der schwankenden hormonkurve unterworfen ist, als das bei männern der fall ist!)

    Zitat

    Und DA wäre es doch so, dass es da keine kompatible Sexualität gab. Nie.

    Und die drei Kinder, die die beiden haben, sind durch Windbestäubung entstanden?

    Zitat

    Und die drei Kinder, die die beiden haben, sind durch Windbestäubung entstanden?

    Daraus, dass sich eine Frau einen Kinderwunsch erfüllt, kannst du doch nicht darauf schließen, dass sie ihren Mann sexuell begehrt ":/

    Zitat

    Na das wage ich eben zu bezweifeln. Zumindest zu bezweifeln. Oder anders: Vermutlich sind die Unterschiede nicht soo gravierend, wie man es uns glauben macht.

    Du ignorierst also alle wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema und verlässt dich lieber auf deine eigene Erfahrung bzw. Hörensagen aus dem Freundeskreis - das ist dein gutes Recht.


    Nur können wir die Diskussion dann hier abbrechen - wenn ich sage, der Himmel ist blau, und du sagst, da wo ich bin, ist der Himmel aber rot - was soll ich daraufhin erwidern? ;-D


    Ich würde mal sagen: Genieße deinen Sonnenaufgang und freu dich, denn bei den meisten anderen ist der Himmel nicht so rot wie bei dir. ;-D

    Der TE antwortet leider zu selten, deswegen ist es fast müßig zu spekulieren, wie die 27 Jahre Ehezeit verlaufen sind. Ich gehe auch davon ab, dass 3 Kinder nicht deshalb entstehen, dass 2 erwachsene Menschen sich nichts zu geben und zu sagen hatten. Wäre seine Noch-Frau in den Anfängen für ihn schon unbegehrt, sexuell abweisend, unattraktiv gewesen, gäbe es weder 3 Kinder noch 27 Ehejahre.


    Was wir als Fakt nehmen können ist die Tatsache, dass er sich seit Jahren zu jüngern Frauen hingezogen fühlt. (wie jung dazu stand nicht im Eingangsthread also auch Spekulation). Die kurze Affäre zu einer jüngeren Frau war sein "Erweckungserlebnis" und hat vorher ausgeblendete und verdrängte Bedürfnisse deutlicher hervor treten lassen.


    Menschen altern geistig und körperlich unterschiedlich, was ihre Attraktivität für den Partner je nach Priorität und Bedürfnissen mitbestimmt. Offenbar haben beide unterschiedliche Wahrnehmungen über den Zustand ihrer Ehe, während seine Frau noch mit Hoffnungen getrieben um die Beziehung kämpft, hat der TE damit innerlich schon recht weit abgeschlossen. Er weiß im Moment nicht, wie er eine Trennung für seine Frau zwischenmenschlich weniger verletzend und möglichst Dramen frei hin bekommt. Das war vermutlich mit ein Grund sich hier verschiedene Sichtweisen und Meinungen einzuholen.


    Um das ehrliche Gespräch miteinander, in dem er deutlich kommuniziert was er will, wird er nicht rum kommen. Aus Respekt zu seiner Partnerin sollte er vermeiden, ihr weiter Hoffnungen zu machen, weil für ihn bereits klar ist, dass der Platz dafür nicht vorhanden ist.


    Schade nur, dass er sich wie es scheint aus der Diskussion ausgeklinkt hat. So bleiben leider weiterhin nur Spekulationen.

    Ich frage mich nur, warum hier die Frau nach seltenem Sex hier plötzlich so aktiv ist. Das ganze scheint mir vorgeschoben.


    Meistens ist eine Frau nach Konfrontation des Fremdgehens verletzt, verweigert sich und kriegt dadurch nicht einen Hormonschub und ist eine Sexbombe. Plötzlich heiß drauf, den Ehemann liebevollst zu verwöhnen. Das macht mich äußerst stutzig.


    Die einzige Erklärung auf so ein Gedöns ist: sie hat Schiß, dass ER zu der jungen Dame abhaut und dann stände sie allein da, und um das zu verhindern, macht sie einen auf heiße Lola. Glaub kaum, dass da echte Gefühlswallungen hinterstecken.


    Berechnung, Macht – das sehe ich daraus.


    Die Kinder sind doch schon groß, wieso dann keine Trennung und endlich ehrlich werden? Beide?

    So sehe ich es auch. Ehrlich die Ehe beenden, das Vermögen teilen, den Unterhalt ausrechnen lassen und mit ein wenig Glück auseinandergehen, ohne sich die Augen auskratzen zu müssen. So ist es auch für die gemeinsamen Kinder erträglicher.


    Leider gibt es das nur sehr selten.

    @ Hannah

    "Du ignorierst also alle wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema."


    Ja dazu gehöre ich auch. Glaube weiter an Deine wissentschaftliche Studien, ist Dein gutes Recht.


    Kennst Du auch die Parameter einer solchen Studie


    Gerade hier im aktuellen Fall gibt es nämlich ein kleines psychisches Problem.


    Männer sind Jäger, Sammler und natürlich auch Deckhengste. Zuzugeben das man keinen großen oder gar keinen Sexualtrieb hat ist ein Manko. Ich habe irgendwo bei einem Sexualtherapeuten gelesen, dass sich zwischenzeitlich mehr Männer aus der Sexualität bei Paaren zurück ziehen als Frauen. Gut kann ich nicht beweisen, finde die Stelle nicht mehr.


    Frauen kennen dieses Manko eher nicht, man ist ja in guter Gesellschaft, wie man überall liest und hört.


    Das einzige was vielleicht wirklich zutreffend ist. Frauen unterliegen eher Gefühlsschwankungen, die sich auf ihre Sexualität auswirken, als Männer.


    Ja und jetzt spreche ich ganz frei aus meiner Erfahrung, losgelöst von jeder wissenschaftlicher Erkenntnis. Vom Gefühl kann ich immer, egal was voraus gegangen ist. Egal ob ich müde bin, Stress im Job hatte, die Kinder genervt haben oder was auch immer. Die Aussicht auf v.... weckt in mir alle Lebensgeister. ]:D Ich glaube bei vielen Frauen ist das eher weniger der Fall.

    @ Ahornblatt,

    "Meistens ist eine Frau nach Konfrontation des Fremdgehens verletzt, verweigert sich und kriegt dadurch nicht einen Hormonschub und ist eine Sexbombe. Plötzlich heiß drauf, den Ehemann liebevollst zu verwöhnen. Das macht mich äußerst stutzig."


    Glaube nicht, dass man sich darüber wundern muss. Ist doch kein Hormonschub sondern ein letzter verzweifelter Versuch das Ruder rumzureißen. Ich habe das persönlich erlebt und habe Freunde bei denen es auch so war. Aber gut wissenschaftlich ist das wohl auch nicht nachzuweisen. ;-D

    Zitat

    Meistens ist eine Frau nach Konfrontation des Fremdgehens verletzt, verweigert sich und kriegt dadurch nicht einen Hormonschub und ist eine Sexbombe. Plötzlich heiß drauf, den Ehemann liebevollst zu verwöhnen. Das macht mich äußerst stutzig.

    Es geht doch überhaupt nicht um Sex. Sondern er geht um den Erhalt einer Lebenssituation, die in 27 Jahren aufgebaut wurde. Sex, sexuelle Lust, sexuelle Freuden sind in so einer Situation Lichtjahre entfernt.


    Vielleicht ist es mit einem Arbeitsverhältnis vergleichbar: man hat 27 Jahre für eine Firma gearbeitet. Dabei gab es gute und schlechte Zeiten, aber die hat man erfolgreich überstanden und heute ist eigentlich alles in ruhigen Wassern. Eines Tages kommt der Chef und teilt mit, dass der Betrieb nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entspricht, auf den neusten Stand gebracht werden und viel effizienter, smarter, gewinnabwerfender arbeiten muss. Dazu braucht es neue Leute, jung, dynamisch, voll motiviert, super ausgebildet und aufgeschlossen für neue Technologien. Leider können nicht alle langjährigen Mitarbeiter in der verjüngten und neu ausgerichteten Firma weiterbeschäftigt werden.


    Was passiert dann? Die vom Jobverlust bedrohten Angestellten werden zu strampeln beginnen. Sie verdoppeln ihren Einsatz, machen Ueberstunden, reissen umgehend eine Weiterbildung an, in der Hoffnung, das drohende Unheil noch irgendwie abwenden zu können. Manchmal nützt das etwas, manchmal nicht.


    Diese "Bemühen" ist aber kein inneres Weiterentwicklungsbedürfnis. Man macht das nicht, weil man will, sondern weil die Existenz bedroht ist und alles was bisher sicher, vertraut und verbindlich schien, nun unsicher, unberechenbar und fast nicht mehr beinfluss-und kontrollierbar ist.


    Es geht um Existenzangst. Je grösser die Angst, zu umso mehr Anstrengungen und Anpassungen sind Menschen fähig. Das ist ein für Menschen normales, artbedingtes Verhalten und sollte nicht als niederträchtiger Manipulationsversuch gewertet werden.