Ihr seid offensichtlich in eine Beziehung. Warum ist es so wichtig, dass man das sagen muss?


    Das mit die Herzchen ist albern. Ich habe einige Freunde die sie benutzen. Ich eigentlich nie. Heisst aber nicht, dass ich sie nicht mag. Ich bin einfach nicht so ein Mensch. Er vielleicht auch nicht. Deine Ängste nehmen überhand und deine Sorgen würde ich eher von eine 16 jährige erwarten.

    Zitat

    ihr seid offensichtlich in einer Beziehung

    Woran erkennt man das?


    Ja, wir verbringen Zeit miteinander, kuscheln viel, lachen oft, unternehmen Dinge...


    Für ihn ist klar, dass wir nebenbei keine anderen treffen usw., ich habe seine Familie und Freunde kennen gelernt... (Diese sagen übrigens "deine Freundin" zu mir...)


    Aber wir beide haben nie wieder darüber gesprochen, was das nun ist. Wir sagen uns weder "Schatz" noch andere Kosenamen... keine Herzen...kein Gefühl von, dass er immer für mich da ist...


    Okay, ich bin die Ältere (leider fühl ich mich nicht so :_D ) und hatte schon mehrere, auch langjährige Beziehungen... muss ich das Zepter übernehmen?

    Zitat

    Ja, wir verbringen Zeit miteinander, kuscheln viel, lachen oft, unternehmen Dinge...

    Anstatt das zu genießen bist du


    "von Grund auf sehr misstrauisch, ängstlich, fast schon panisch"


    wenn nicht alles so läuft, wie du dir das wünschst.


    Darum rate ich dir, an deinen Unzulänglichkeiten zu arbeiten und dich nicht von einem Partner so abhängig zu machen.


    Aber das möchtest du wahrscheinlich nicht lesen.....

    Ja, das ist eine Beziehung. Ich habe mich noch nie mit irgendjemand unterhalten, ob wir eine Beziehung haben oder nicht. Es passiert einfach. Man braucht dafür kein Antrag. Das gilt nur für heiraten!


    Kösenamen benutze ich auch nicht, ausser ich bin sarkastisch oder ein Witz mache. Finde ich furchtbar. Man kann ganz normal miteinander reden und sich lieben. Man braucht kein Schatzilein oder sonst was.

    Zitat

    Du legst zu viel Wert auf Wörter und zu wenig auf Taten.

    Wahrscheinlich hast du recht. So einfach ist es erklärt... Mir gehts wieder besser :-) Ich darf nicht so viel darüber nachdenken...

    Zitat

    Anstatt das zu genießen bist du


    "von Grund auf sehr misstrauisch, ängstlich, fast schon panisch"

    Ich gebe mir Mühe, es einfach zu geniessen @:)

    Zitat

    Kösenamen benutze ich auch nicht, ausser ich bin sarkastisch oder ein Witz mache. Finde ich furchtbar. Man kann ganz normal miteinander reden und sich lieben. Man braucht kein Schatzilein oder sonst was.

    :)^

    Die Sache mit "Befinde ich mich in einer Beziehung" sehe ich anders. Eine Beziehung erfordert auch, dass beide (!!) der Meinung sind, eine zu haben und nicht nur "Freundschaft Plus" oder eine unverbindliche Sexgeschichte mit Freundschaftsanteilen. Dass man Sex hat, jeden Tag Kontakt hat und sich toll versteht, heißt noch lange nicht, dass der andere Part das auch als feste, exklusive Beziehung definiert. Ich würde da sehr wohl noch mal nachhaken, um einer späteren bösen Enttäuschung vorzubeugen. Schließlich kann er mit Recht sagen, dass er dir deutlich gemacht hat, dass es seiner Meinung nach (noch?) keine echte Beziehung ist. Und ich finde es völlig verständich, wenn du wissen willst, woran du bist, bevor du noch mehr Zeit und Gefühle in einen Mann investiert, der dich möglicherweise nur nett und lieb findet und den Sex mag, aber dessen Gefühle für etwas festes mit Zukunftsplanung nicht reichen und der dich jederzeit verlassen würde, wenn er "die" Frau trifft.


    Ob und wann man dieses "Beziehungsgespräch" führt, ist halt Situations- und Typenfrage. Manchmal ist es so glasklar, dass man nicht darüber reden muss. Und andere "brauchen" dieses Gespräch nicht, weil sie mit monatelanger Unverbindlichkeit prima leben können. Hanca scheint so ein Typ zu sein. Ich kann das nicht; ich würde niemals Sex mit einem Mann haben, ohne zu wissen, dass er genug Gefühle für ene feste Beziehung zu mir hat, das auch will und der sich auch so verhält.

    Vielen Dank ayasha für deine Einschätzung und deinen Rat.


    Ja, ich werde irgendwann dieses Gespräch nochmals führen müssen, wenn ich mir ganz sicher sein will. Aber ich brauche selber noch ein wenig Zeit, bis ich mich traue...Einfach, weil die Angst noch zu gross ist, verletzt zu werden.


    Nach dem gestrigen Treffen mit ihm geht's mir aber schon einiges besser und ich fühle mich sicherer.


    Er nahm mich mit an eine Veranstaltung und seine Kumpels nannten mich "dein Schatz" (also z.B. "Jetzt lerne ich deinen Schatz auch mal kennen...schon viel von dir gehört!" usw.)


    Zuhause bei mir sagte er dann auch das erste Mal "Schätzchen" zu mir, wobei eher "spielerisch"...


    Auch haben wir zusammen eine Dating-Show geschaut und so wie ich seine Kommentare dazu beurteilen kann, ist er an ernsthaften Sachen interessiert und verabscheut Leute, die nur rumvög*** oder untreu sind...

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    Ja, das ist eine Beziehung. Ich habe mich noch nie mit irgendjemand unterhalten, ob wir eine Beziehung haben oder nicht. Es passiert einfach. Man braucht dafür kein Antrag. Das gilt nur für heiraten!

    Schwachsinn sorry. Ich habe letztes Jahr jemanden kennengelernt. 4 Wochen lief es "wie in einer Beziehung". Es war aber keine. Denn es passte letztendlich doch nicht. Wenn man eine Beziehung hat und es den Anschein hat, ist es wohl das normalste der Welt es auch mal ansprechen zu können.


    Ich würde in den Kennenlernphase alles auf mich zukommen lassen und es entspannt weiterlaufen lassen (solang alles gut läuft). Und irgendwann kommt eben der Zeitpunkt wo man sowas ansprechen kann. Hatte drei Beziehungen und es gab nicht eine, wo man sich vor solchen "Gesprächen" gedrückt hat. Es war eher so ein süßes "Sind wir jetzt zusammen?" Nachfragen.


    Ihr kennt euch nun schon relativ lang, da ist es doch nicht verwerflich mal den "Stand der Dinge" zu erfragen.

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    Kösenamen benutze ich auch nicht, ausser ich bin sarkastisch oder ein Witz mache. Finde ich furchtbar. Man kann ganz normal miteinander reden und sich lieben. Man braucht kein Schatzilein oder sonst was.

    Es tut nichts zur Sache, was "andere" tun oder nicht. Die TE hat nunmal ihre Vorstellungen von Zuneigung usw. .


    Es gibt da keine Norm. Wenn sie Dinge braucht, die andere nicht brauchen, heisst es ja nicht, dass diese Dinge nicht normal sind und sie diese Dinge nicht "einfordern" darf. Es ist grundsätzlich die Frage, ob er überhaupt über Gefühle reden kann oder ihr beide überhaupt die selbe Sprache sprecht. Mein Ex hat mir zum Beispiel sehr selten gezeigt, dass er mich liebt. Ich meine damit Umarmungen usw. Letztendlich habe ich es so "ausgehalten", aber nach 10 Jahren war mir das alles zu unterkühlt und hab es beendet. Natürlich nicht nur deswegen. Ich würde zukünftig keine Partner mehr haben wollen, der sich "freundschaftlich" verhält.

    Zitat

    Ich kann das nicht; ich würde niemals Sex mit einem Mann haben, ohne zu wissen, dass er genug Gefühle für ene feste Beziehung zu mir hat, das auch will und der sich auch so verhält.

    Hier scheiden sich vermutlich die Geister sehr. Die Schwierigkeit in der Diskussion selbst ist auch, dass hier im Forum alt, älter, mittel jung und sehr jung ihre Erfahrungen schildern und aus ihrer eigenen Erfahrung die Problemsituation versuchen zu spiegeln.


    Vergessen wird dabei oft, ich schließe mich dabei nicht aus, dass es heute ganz andere Abläufe beim Kennenlernen, Beziehungsaufbau, Zukunftsplanung usw. gibt. Ich selbst bin dabei zwiegespalten im Empfinden. Einerseits bin ich froh darum, dass ich junge Menschen heute freier und unkomplizierter näher kommen können, in der Vielzahl zumindest.


    In unserer Generation war das zum Teil noch erheblich schwieriger. Da gab es dann schon mal die Ansage, bring den jungen Mann bald mal mit. Wir wollen wissen mit wem Du Dich triffst, dazu die Ausgehregeln usw.


    Das entfällt heute in der Vielzahl, wir mussten schon in den Anfängen viel mehr Input geben, um überhaupt verbindlicher werden zu können, wegen der sozialen "Widerstände". Vielleicht hat man es auch deswegen mehr wertgeschätzt, wenn man sich näher kommen durfte. Mag jetzt merkwürdig oder altertümlich klingen, aber so war es in der Generation vor euch oftmals noch.


    Heute ist all das viel einfacher und aber wie man hier oft liest, deswegen keinesfalls leichter. Es sollte da auch kein Dogma geben, wie das mit der Kennenlernphase und der Verbindlichkeit einer Beziehung zu laufen hat. Einige wissen es einfach auf ihren Emotionen heraus, dass die Bindung täglich stabiler und zukunftsfähiger wird. Es werden öfter gemeinsam Fernziele geschmiedet, die sich nicht nur den nächsten Kinobesuch o. ä. beschränkt.


    Wieder andere müssen sich das in Worten sagen, ab jetzt und diesem Tag. Wie sich das ergibt, für beide ist egal, es sollte sich nur für beide richtig und gut anfühlen.


    Was die obige Aussage angeht, " ich würde niemals Sex mit einem Mann haben,....." Wenn man noch sehr jung ist, fallen sehr häufig so eng gesetzte Vorstellungen zu Buche. Glaub einer älteren Frau mit Lebenserfahrung, auch solche Einstellungen verändern sich ein Stück weit. Dir nützen am Ende des Tages oder investierter Wochen der Gefühle und Verliebtheit wenig, wenn der Sex für beide eben nicht das mit verbindende Element der Beziehung werden kann. Gründe kann es viele geben und man liest hier gar nicht so selten, den Satz, wir lieben uns sehr, aber der Sex hat ehrlich gesagt, von Anfang nicht so gut zusammen gepasst. Aber ich/wir haben gehofft, dass sich das mit genug Zeit entsprechend positiv entwickeln wird.


    Manchmal tut es das auch, aber sehr häufig auch nicht, weil Wünsche, Empfinden, Vorstellungen langfristig nicht so gut zusammen passen. Auch, wenn es häufig heißt, Sex ist nicht alles in einer Beziehung, so ist er oft genug wichtig genug, um der Liebe und den Gefühlen füreinander Ausdruck zu geben. Sich auch körperlich immer wieder füreinander neu zu entscheiden, um sagen zu können, für uns beide passt es so, wie es ist. :)z :-)

    Wenn es eine Beziehung ist, dann sollte man auch darüber sprechen können. In allen Threats heißt es "ja dann sprich doch mit deinem Partner drüber" "das ist ein Kommunikationsproblem" "seid ehrlich zueinander".


    In jedem Ratgeber steht geschrieben dass Kommunikation der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung ist und jetzt hier wird auf einmal geraten die eigenen Bedürfnisse für sich zu behalten, runter zu schlucken nur um den Partner ja nicht eventuell zu bedrängen? :-o Der TE geht es ja mit dem undefinierten Zustand eben nicht gut. Sie hat ein Sicherheitsbedürfnis (das im übrigen weder ungewöhnlich ist noch für ein schlechtes Selbstbewusstsein steht, sondern eher Typsache ist)


    Das ist doch nicht ehrlich, man hat nur Angst vor Abfuhr und fragt deswegen nicht nach, damit man sich in unwohliger Ungewissheit lässt und sich selbst einreden kann dass alles ok ist, oder auch nicht.


    Wenn "dein Partner" sich wegen einer solchen Frage von dir distanzierst ist das ja auch eine Antwort. Bei mir lief es ja ähnlich und ich habe nach ein paar Monaten die Gelegenheit eines Dult besuches genutzt "Auf welcher Seite soll ich meine Schleife binden, bin ich jetzt in ner festen Beziehung oder sind wir noch nicht so weit". So eine Frage sollte aber auch Abends auf der Couch erlaubt sein. Man muss halt mit der Antwort leben können.


    Andere Möglichkeit, wenn man es weniger direkt wäre ist ein "Darf ich dich als mein Freund vorstellen?" oder eben das Sprechen über die eigenen Bedürnisse "Mich verunsichert der undefnierte Zustand". Er kann dann natürlich erwidern, dass er die unverbindlichkeit geniest oder Probleme damit hat eine fixe Bindung einzugehen. Aber dann weisst du wenigstens Bescheid.


    Aktuell läufst du ihn hinterher und richtest dich komplett nach ihm aus. Damit er es möglichst komfortabel hat. Das ist für ihn natürlich nett, aber keine Beziehung an der Beide in gleicherweise wachsen können.

    sugarlove


    In Teilen gebe ich Deinem Inhalt Deines Beitrages recht. Dennoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es den Fall gibt, dass Menschen sich verbindlich sagen, jau, sind zusammen. Mehr als Freundschaft Plus usw., aber sich dennoch anders zu diesen Worten verhalten im Gegensatz, zu Leuten, die weniger reden, aber umso mehr verbindlich handeln.


    Erlebe das gerade bei einer engen Freundin von mir. Sie seit Monaten glaubt in einer "festen" Beziehung zu sein, weil das Kerlchen ihr geflüstert hat, wie toll sie als Frau ist, dass sie das "Rennen" gemacht hat, weil es vorher noch andere potenzielle Bewerberinnen gab. :=o %-|


    Sie sehen sich alle paar Wochen aufgrund der Entfernung. Es werden niedliche Smileys versendet (pochendes Herz, Hdl-Videos dgl. m.) und Fotos, auf denen sichtbar wird, wo der "Freund" sich gerade aufhält und was (ohne sie) unternommen wird. Während sie als 'Partnerin' immer noch nicht weiß, wann sie sich als Paar wiedersehen.


    Ist sie bei ihm ist alles super toll, sie beschreibt es als Traum usw., passt dann auch soweit alles. Aber sobald sie von ihm wieder weg ist, geht der Wettlauf neu los "Wann sehen wir und wieder?" Das Ganze ist begleitet von Worten die Verbindlichkeit ausdrücken. Mag keine ONS, keine Frauen, die nur vögeln wollen usw. Nur mit Gefühl ist es richtig gut. Aber im Verhalten wirkt es dennoch distanziert und irgendwie sehr "unverbindlich".


    Auch deshalb, reichen in meiner Wahrnehmung Worte nicht unbedingt aus, wenn das Verhalten des Gegenübers nicht verlässlich, emotionale Stabilität erzeugt und genügend Nähe zulässt, die den Grad einer Beziehung verbindlich ausmachen. Hier scheiden sich die Geister, weil Menschen sehr individuell und unterschiedlich ticken.


    Gibt gleichberechtigt dazu, ebenso Menschen, die ausschließlich Fernbeziehungen leben wollen und können, weil der Wunsch nach genug Freiraum und Rückzug, das Glück zwischen beiden auf die Art und Weise erst möglich macht.


    Quintessenz, Worte können Sicherheit geben, müssen es aber nicht. Im Idealfall passen die Taten füreinander zu den Worten und umgekehrt. Das Gefühl nach Nähe ist auf beiden Seiten gleich stark ausgeprägt, damit Wünsche, Gefühle und gemeinsame Vorstellungen ohne sehr große Defizite miteinander ausgelebt werden.

    Natürlich ist es sinnlos Wein zu predigen und Wasser zu leben. Damit Worte und Taten zueinander passen muss man ehrlich sein. Dass das schwierig ist, ist klar, da man oft nichtmal ehrlich zu sich selbst ist. (oft sieht man sich so wie man gerne wäre und nicht so wie man ist)


    Ob der Mann der TE sich verbindlich oder unverbindlich verhält kann man natürlich in der Ferndiagnose nicht beurteilen. Im Geschriebenen lese ich es jetzt nicht wirklich heraus, aber das kann subjektive Wahrnehmung sein.


    Was ich herauslese ist dass sich die TE nicht sicher und geborgen fühlt. Sie wünscht sich kommunizierte Verbindlichkeit um ihr Sicherheitsbedürfnis zu stillen. (möglicherweise wünscht sich ihr Partner Unklarheit und keine kommunizierte Verbindlichkeit um sein Freiheitsbedürfnis zu stillen)


    Handlungen zu beurteilen fällt mir in einer Beziehung selbst immer sehr schwer, weil ich durch meine rosarote Brille die Dinge nicht objektiv betrachten kann und Dinge falsch deute. Mir die Dinge schön rede um mein Luftschloss am Leben zu erhalten. Ich kann mir vorstellen, dass es der TE da ähnlich geht (ich erkenne mich in einigen Denkmustern von ihr wieder).


    Andere sind hier viel feinfühliger. Ich sage auch nicht, dass jeder den Beziehungsstatus besprechen muss, aber wenn es ein Bedürfnis ist, dann sollte man darüber sprechen können. Es ist auch wichtig für die Reflektion (zumindest für mich) - zum einen teile ich mit meinem Partner meine Gefühlswelt und zum anderen erhalte ich einen Einblick in seine Sichtweise und kann damit, wenn er ehrlich ist, erkennen ob ich seine Handlungen richtig deute oder ich mich in meinen Ängsten/Wunschdenken verlaufe.